mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. Bscheid gsagt – Folge 47: Mobile Advertising

    Okt 21 2014

    Mobile ist ja schon seit ein paar Jahren immer wieder das Thema des Jahres. Inzwischen gibt es aber wirklich einige Veränderungen im Werbemarkt, die neue Herausforderungen für Vermarkter bedeuten.

    Die Erwartungshaltung war lange Zeit, dass die Nutzung von mobilen Seiten zu Zusatzerlösen führt. Allerdings hat der Mobile Markt keinen zusätzlichen Traffic erbracht, sondern hauptsächlich die Nutzungssituationen geändert. Traffic, der früher hauptsächlich auf Display stattgefunden hat, also Desktop oder Laptop, bewegt sich jetzt auf mobilen Endgeräten. Mobile Traffic hat sozusagen den normalen Traffic auf Display substituiert.

    In der heutigen Folge von Bscheid gsagt erklärt Wolfgang Bscheid, Geschäftsführer von mediascale die Auswirkungen, die dieser Shift auf die Werbesituation und vor allem auch auf die Erlössituation vieler Vermarkter hat.

     

    Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

  2. mediascale Glossar: AGOF

    Okt 16 2014

    Die viel zitierte Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.V., kurz AGOF, liefert bereits seit 2002 eine Vielzahl an Daten über das Nutzerverhalten und die Reichweiten von Online-Angeboten. Hier ein paar Zahlen und Fakten über die AGOF selbst:

     

    Die AGOF setzt sich aus verschiedenen Online-Vermarktern Deutschlands zusammen. Dazu zählen bspw. Axel Springer Media Impact, IP Deutschland oder Yahoo! Deutschland.

    Sie gibt regelmäßig zwei Markt-Media-Studien heraus: die internet facts und die mobile facts. Diese beinhalten sowohl Informationen zur Mediennutzung als auch zum Kaufverhalten der Nutzer. Die Studien werden von Werbetreibenden und Mediaagenturen für die Planung von Online-Kampagnen herangezogen.

    Die Studien:

     

    Die internet facts liefert Daten zur Internetnutzung und zum E-Commerce in Deutschland. Zudem werden Reichweiten- und Strukturdaten von derzeit ca. 700 Websites für Online-Werbeträger und u.a. deren soziodemografische Nutzerdaten, Interessen und Konsumverhalten erfasst.

    Ziel der Studie ist es, die Leistungswerte von Online-Werbeträgern vergleichbar zu machen und dadurch eine solide Planungsgrundlage bieten zu können.

    Die internet facts erscheint monatlich über einen Berichtszeitraum von drei Monaten und basiert auf einer Stichprobe von über 100.000 Fällen. Die Ergebnisse sind damit repräsentativ für die Grundgesamtheit der deutschsprachigen Bevölkerung in Deutschland ab zehn Jahren.

     

    Bei der mobile facts wird die Internetnutzung per Smartphone gemessen und ausgewiesen. Aktuell liegt die Zahl der teilnehmenden Werbeträger bei je mehr als 100 Smartphone-Apps und mobil-optimierten Websites.

    Die Studie erscheint seit 2010 und wird viermal im Jahr veröffentlicht. Auch hier beruhen die Daten auf Basis der Grundgesamtheit.

     

    Neben der internet und mobile facts, veröffentlicht die AGOF auch eine Studie für Marken und deren Online-Präsenz. Damit können sich nun auch sogenannte „Nicht-Werbeträger“, wie Service-Unternehmen und Institutionen, die ausschließlich eigene Produkte und Dienstleistungen über das Internet anbieten, erheben lassen.

    Die Erhebungsmethode:

    Die Daten der AGOF Studien werden mit Hilfe des Multi-Methodenmodells erhoben, das unterschiedliche Untersuchungsansätze vereint. Insgesamt drei Säulen dienen dazu alle Nutzungssituationen und -orte zu berücksichtigen und gleichzeitig den Unique User darzustellen.

    Die erste Säule stellt die technische Messung des Nutzerverhaltens, wie Seitenaufrufe, dar. Säule zwei ist eine OnSite-Befragung der Nutzer mit Hilfe von Fragebögen. Hier werden soziodemografische Daten, wie Alter, Geschlecht, Einkommen etc. gemessen. Die dritte Säule des Multi-Methodenmodells ist die telefonische Basisbefragung von Verbrauchern. Durch die Telefonbefragung werden nicht nur Internetnutzer sondern auch 25 Prozent der Grundgesamtheit beschrieben, die nicht online sind.

    Das Multi-Methodenmodell wird von allen relevanten deutschen Online-Anbietern, die sich über Werbung refinanzieren, sowie von eBay, Microsoft und Yahoo genutzt. Allerdings gibt es auch einige erwähnenswerte Websites, die sich nicht in den Studien der AGOF messen lassen, z.B. Facebook, Google oder YouTube.

    Das Auswertungstool:

     

    Für Mediaplanungen und Medienauswertungen stellt die AGOF seit 2007 das lizenzpflichtige TOP-Tool zur Verfügung. TOP steht für „Transparenz für Online Planung“ und bedeutet, dass die Marktteilnehmer mit Hilfe von medienspezifischen Planungsfunktionen die Besonderheiten einer Online-Kampagne planbar und prognostizierbar machen können.

    Mit Hilfe des Tools lassen sich Zielgruppen, Produktmärkte und Absatzpotenziale definieren. Zudem lassen sich Rangreihen erstellen, die die Leistungen verschiedener Medien in Hinsicht auf die vordefinierte Zielgruppe vergleichen. Dadurch lassen sich u.a. NRW, BRW, Durchschnittskontakt und Affinitäts-Index darstellen.

    Die Stärken:

    Die AGOF ist derzeit die einzige verlässliche und detaillierte Studie im Markt und ist besonders für Initialplanungen hilfreich. Mit ihr lassen sich Zielgruppenüberscheidungen sowie weitere vertiefende Planverbesserungen abbilden.

    Die Schwächen:

    Im Vergleich zu klassischen Studien ist die AGOF noch nicht besonders umfangreich und durch das Fehlen von Facebook, YouTube und Co. nicht vollständig. Ein weiterer Schwachpunkt ist die Abbildung von Bewegtbild und GRP-Modellen sowie die Tatsache, dass sich keine verschiedenen Preismodelle abbilden lassen.

  3. Alles neu? Nein! Alles anders? Ja!

    Okt 09 2014
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    Die Mediaplanung als solches ist ja eine Materie, mit der sich viele nicht beschäftigen wollen, weil sie doch zum Teil sehr abstrakt daherkommt und sich nicht so schön zeigen lässt, wie ein paar bunte Entwürfe und Storyboards. Zu Kreation hat jeder eine Meinung, die aber in der Regel eigentlich nur ein Gefühl ist. Zur Planung haben viele ein Gefühl, können sich aber nicht so recht eine Meinung dazu machen.

    Vor diesem Hintergrund und der zunehmenden digitalen Bedeutung in unserer Welt ist es ja nur allzu verständlich, dass man auch aus planerischer Sicht gerne was Neues erzählen möchte und ja, dass es bis zu einem gewissen Grad auch erwartet wird. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Planung 2014 nicht mehr wie 2004 funktioniert, eben weil sich viele Dinge weiterentwickelt, komplett überholt oder ins Jenseits verabschiedet haben. Es gibt also im Grunde genug Themen, die innovativ sind, und bei einer realistischen Einordnung und Anwendung auch so verstanden werden (können).

    Schwerer zu ertragen ist die konsequente Überhöhung von Dingen, die zu einem Hype, dann zur Ernüchterung und erst nach dem Aufkehren der Scherben zu einem konstruktiven Prozess führen. Ich habe vor nicht allzu langer Zeit den Gattungsbegriff „Native Advertising“ gebrandmarkt. Denn dieser beschreibt ja im Endeffekt nur das, was wir ohnehin schon immer eingesetzt haben, wenn es halt gepasst hat. Da gibt es dann so Dinge wie Advertorials oder andere Werbeformen in redaktionellem Anstrich und die sind für eine Vielzahl von Kampagnen als sinnvoll einzustufen. …

    Den vollständigen Artikel lesen Sie hier auf LEAD digital.

  4. Native Advertising – ein anderer Blickwinkel

    Okt 02 2014
    Agnes Ley

    Agnes Ley

    Letzte Woche haben wir im Rahmen unseres Glossars den Begriff Native Advertising erklärt. In Kürze: Es geht darum Redaktion und Werbung stärker miteinander zu verquicken. Online Werbemittel sehen aus wie redaktionelle Teaser oder ein kompletter redaktioneller Artikel.

    Was jeder einzelne davon halten mag, überlasse ich ganz Ihnen. Und bei mediascale halten wir es wie immer schon: Was für die Kampagne funktioniert und ein gutes Ergebnis bringt, wird gebucht.

    Was ich Ihnen eigentlich ans Herz legen möchte, ist dieses wirklich humorige Video zum Thema Native Advertising: Last Week Tonight with John Oliver. In diesem Sinne ein schönes langes Wochenende und viel Spaß beim reinschauen!

  5. Preview 2025

    Sep 30 2014
    Taskin Erdem

    Taskin Erdem

    Es gibt ja Leute, die leben so einfach in den Tag hinein. Ohne den Gedanken was gestern war und was morgen kommt. Klingt eigentlich ziemlich relaxed und positiv. Das kann bei dem einen oder anderen auch funktionieren, doch eine Karriere bzw. Erfolg im Arbeitsleben ist damit theoretisch ausgeschlossen, da ja kein Ziel verfolgt wird. Dann gibt es wiederum Leute, die alles, aber auch alles durchgeplant haben. Wann bin ich mit der Schule fertig, was werde ich an welchen Unis studieren, was wird mein Job sein, wann heirate ich, wann bekomme ich ein Kind, welches Auto werde ich fahren, wo werde ich wohnen, was mache ich im Alter, wovon lebe ich dann. Wenn man den Gedanken weiterspinnt und diese Lebenseinstellungen auf Unternehmen überträgt, sieht es doch so aus, dass die Unternehmen, die sich über die Zukunft genug Gedanken gemacht haben bzw. machen und alle Möglichkeiten in Erwägung ziehen und sich somit früh genug auf morgen vorbereiten, deutlich wahrscheinlicher auch morgen noch bestehen werden. Unternehmen ohne klare Ziele und Innovationstrieb, bleiben auf der Strecke. Nur ist das gar nicht so einfach mit dem Vorbereiten auf morgen.

    captainfuture1

    In der Studie Global E-Tailing 2025 im Auftrag der deutschen Post, haben sich einige Experten Gedanken über mögliche Zukunftsszenarien gemacht.

    Szenario 1:

    Große Handelsunternehmen, die über wirklich jeden Kanal, also stationärer Handel und Online Vertrieb, ihre Produkte zu jeder Zeit und auf allen möglichen Geräten anbieten, sind weit verbreitet. Das klingt wie die heutige Situation, aber das stimmt nicht ganz. Noch ist es keinem Unternehmen gelungen Multi Channel im Gleichgewicht zu fahren. Entweder der Fokus liegt auf eCommerce oder Ladengeschäft. Beides in einem gleichmäßigen Verhältnis und das auch noch global aufzuziehen, ist bisher keinem gelungen. Man muss dabei sagen, dass die Studie davon ausgeht, dass eigentlich alles Online stattfindet, aber man im Ladengeschäft, das mittlerweile einfach nur ein Showroom ist, die Produkte ansehen und anfassen kann. Über beide Wege sind die Haupterfolgsfaktoren nur noch Produktpreis und Lieferbedingungen. Je günstiger und schneller, desto mehr. Macht Sinn aus meiner Sicht.

    Szenario 2:

    Etwas futuristischer ist die zweite Vorstellung der Zukunft. Es gibt eine sehr breite Mittelschicht, die nach Selbstverwirklichung strebt und damit auch sehr individuell einkauft. Der stationäre Handel setzt komplett auf Erlebniskauf, während Online nur noch total vereinfacht auf Masse setzt. Die Menschen nutzen unterschiedlichste Wearables, um Erlebnis und zum Abschluss zu gelangen. Dieses Szenario klingt zwar schön und wird vielleicht in einigen Märkten zu einem gewissen Grad so auch stattfinden, aber ganz ehrlich, eine breite Mittelschicht sehe ich in 10 Jahren noch nicht global.

    Szenario 3:

    Alle potenziellen Käufer sind mit Wearables wie Datenbrillen, smarte Kontaktlinsen, etc. aber auch intelligenten Häusern und Autos ausgestattet. Es ist eine digitale Gesellschaft entstanden, die eigentlich nur online einkauft. Der Kunde wird von virtuellen Händlern zum Kauf beraten. Dabei werden Angebote nach einzelnen Kundenprofilen abgerufen und in Echtzeit dargestellt. Der User muss nur noch akzeptieren und bekommt seine Ware am selben Tag geliefert. Auch eine futuristischere Darstellung.

    Szenario 4:

    Rohstoffe werden knapp, Finanzkrisen entstehen. Nachhaltigkeit, Energieeffizienz sind Hauptentscheidungskriterien für User aber auch für das Bestehen von Unternehmen. Aufgrund der Knappheit werden Produkte eher getauscht als neugekauft oder man repariert bzw. bastelt selbst Lösungen. Hauptaugenmerk liegt also nicht mehr am Verkauf von Produkten sondern eher and der Beschaffung von Ersatzteilen und Reparaturservices. Diese Zukunft gefällt mir nicht so ganz.

    Völlig egal welches Szenario tatsächlich stattfindet, eines ist ganz klar. Nur Unternehmen, die sich auf Innovationen einlassen bzw. weiterentwickeln und alle Möglichkeiten für deutlich individuellere Kaufwege und Prozesse vorbereiten, international, stationär und digital sehr gut aufgestellt sind, werden bestehen. Alle anderen werden verschwinden.

     

  6. Native Advertising

    Sep 26 2014

    In den vergangenen Wochen und Monaten konnte man sich kaum durch das Netz bewegen oder durch die Fachpresse blättern, ohne dass man über den Begriff “Native Advertising” gestolpert wäre. Native Advertising war auch rund um die dmexco 2014 einer der am meisten diskutierten oder zumindest gehörten Schlagworte. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter?

    Ganz einfach ausgedrückt fasst der Begriff Native Advertising alle Anzeigenformen, die in ihrer Aufmachung an redaktionelle Inhalte erinnern, zusammen. Durch die gestalterische Anlehnung an das redaktionelle Umfeld sollen die Native Ads gleich zwei Vorteile bieten. Zum einen sollen sich die Ads durch ihr dezentes, häufig eher textlastiges Erscheinungsbild den User vom eigentlichen Content des redaktionellen Umfeldes möglichst wenig abheben – und somit als weniger störend wahrgenommen werden. Auf der anderen Seite verspricht man sich durch die redaktionelle Aufmachung ein stärkeres Interesse bei den Usern zu wecken.

    Foto Blogbeitraag

    Die Form und der Umfang von Native Advertising kann stark variieren. So zählen bereits E-Mail Newsletter oder einfache Bild-Text-Kombinationen als Native Ads. Ebenfalls sind größere Native-Pakete umsetzbar, die sich aus diversen Bestandteilen zusammensetzen. Häufig bestehen diese aus Advertorials/Integrationen, die auf der Seite der Medienmarke in deren Look&Feel eingebunden sind und Inhalte der Werbekunden transportieren. Korrespondierend werden Bild-Text Kombinationen als Teaserflächen geschalten, um Traffic auf die Integrationsseite zu lenken. In welchem Grad die Zusammenarbeit und die Erarbeitung der Inhalte zwischen Werbekunde und Redaktion stattfindet, wird meist individuell – je nach Medium und Vermarkter – definiert.

    Damit trotz des fließenden Übergangs von Redaktion und Werbung eine klare Abgrenzung stattfindet und Redaktionen und Werbetreibenden keine Irreführung vorgeworfen werden kann, müssen alle Native Ads in ausreichender Art und Weise als Werbung gekennzeichnet werden.

  7. Ein TAG in der Agentur

    Sep 23 2014
    Emanuele Fino

    Emanuele Fino

    8.50 Uhr. Die Kaffeebar ist komplett überbucht und das im September. Content mir das keiner früher sagen? Ich frag mal höflich nach vorne: „Common Media noch voran oder soll ich später nochmal kommen?“

    Ich erbidde mir dann doch noch einen völlig überteuerten Cappuccino mit Targetingaufschlag – laktosefrei.

    Kurz nach Kampagnenstart. Ein Admanager kommt zu mir ins Büro.

    TAG!“ „Brauchst Du Support?“

    Ja Himmel Herrgott, denk ich mir so – was störer der mich jetzt wo ich mir grad meine Auswertung so zu rectangle.

    „Nein, alles LapTop und jetzt zieh app!“

    „Ach“, stopp ich ihn nochmal, „Was machst Du im Urlaub?“

    Tracking“, haut er mir zurück.

    Wenige Momente später zitiert mich ein Mediaplaner zu einem Superbanner und fragt, ob ich hier zu einem Click rate.

    „Du, da reicht Dir doch auch eine Impression davon“, würg ich hervor und schleich mich.

    Ganz schön nativ der junge Mann, poppt es up.

    Heut geht’s aber zu wie auf der bild.de.

    Mittag. Der Springer Axel fragt: „Was gibt’s?“

    „Voice Ad“, geb ich wahrheitsgemäß zurück, „Mal das Portfolio studieren“.

    Nachm Mittag. Wichtiges Meeting. Ich öffne die Konfitüre.

    Alle da – das schmeckt mir.

    A real time und a Bid später treffe ich einen Audience Broker auf dem Gang.

    „Schöne Hose.“

    DSPink.“

    „Hmm. SSPannt aber!“

    Das Smartphone scheppert. So mobile war ich schon lange nicht mehr. Das Auto läuft wieder.

    Der Facility Manager bringt ein Bild. Das muss er jetzt noch unbedingt an meine Wall papern. „Jetzt noch? Dann aber schnell bevor sich mein Hintergrund einfärbt“, entfährt es mir.

    Auf dem Heimweg – jede Menge Traffic.

    Media möchte ich aber nicht tauschen“, sagt meine Frau.

  8. Bscheid gsagt – Folge 46: Wearables

    Sep 19 2014

    Man muss eigentlich immer so ein ganz kleines bisschen schmunzeln, wenn die Smartphone-App einen mal wieder freundlich (motivierend, nervig, drängelnd) daran erinnert, dass die letzte Joggingrunde auch schon wieder drei Tage her ist und man sich doch dringend bewegen sollte. Aber Apps alleine sind schon wieder News von gestern. Jetzt gibt es alle möglichen Armbänder, Anhänger, Gürtel, Taschen etc., die einem genau sagen, wann man schlafen gehen sollte, aufstehen muss, wie man geschlafen hat, dass noch 300 Schritte zum täglichen Happy-Pensum fehlen und, und, und.

    Die Sport- und Gesundheitsindustrie schaffen mit diesen sogenannten Wearables und Self-Measurement-Tools eine neue Dimension der Kommunikation und kreieren ein nachhaltiges Konzept um Daten zu sammeln und auszuwerten. Sie ermöglichen es Verhaltensmuster zu erörten, Ernährungstipps zu geben und den Menschen auf einer neuen Ebene des “Seins” zu digitalisieren.

    Heute führt uns mediascale-Geschäftsführer Wolfgang Bscheid durch die spannende Welt der Wearables und erklärt wo der Trend ursprünglich herkommt, welche Industrien davon am meisten profitieren and was sie für neue Wege der Kommunikation für unterschiedliche Kundenschichten und Hersteller ermöglichen.

    Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

     

  9. dmexco im disruptiven Dialog 2014

    Sep 17 2014

    Dominik Frings, Taskin Erdem, Tobias Wegmann

    Frings: Mensch ihr 2, seht a richtig abgekämpft aus. Habt ihr etwa zu viel Native Advertising ins Gin-Tonic-Glas gekippt oder habt ihr beim Realtime gebiddeten Havanna Club zu viele Schnäppchen gemacht???

    Erdem: Ich bin so abgekämpft, weil mir schon wieder jemand gepitchte Longtails ins Crowd Funding geklickt hat. Außerdem waren die Cookies schon wieder so weich.

    Wegmann: Jungs ich bin raus, zu Messezeiten werde ich  in Köln jetzt nämlich als Taxifahrer, das sind mal wirklich improved low hanging fruits, die es nur aufzusammeln gilt. Gegen kleine Gebühr bekommt ihr jetzt schon meine Handynummer, ich stehe dann mit meiner schwarzen E-Klasse hinter der ToFo-Currywurst, ihr braucht nur über den Zaun zu federn. Was war für Euch der schönste Messetrend? Ich fand die Stände mit den Schneeballsystemen am aufregendsten, schwanke aber noch zwischen dem Nahrungsergänzungsmittel, das ich auf mich branden kann und den Duftkerzen mit Blechringüberraschung drin. Der Stand  mit den Kerzen war ja am Donnerstagmittag schon verwaist, ein Bombenerfolg, wegen Reichtum geschlossen.

    Frings: Na ich träume jetzt davon, als natives Kaninchen auf Sizilien wieder geboren zu werden. Bis dato heißt die Devise klotzen statt kleckern. Unter 100k gibt es keine sinnvollen Tests mehr, dafür gibt es den Wirkungsnachweis geschenkt und oben drauf noch die Damen vom Adrom-Stand mit den Playback Hosen. Schade fand ich, dass ich keinen NASA-Forscher getroffen habe. Die bauen ja angeblich die geilsten RTA-Tools und das ganz ohne Strom. Den bekommt man neuerdings aus den Powerpacks, die von gewieften Vermarktern schon vorgeladen waren. Gab es bei euch irgendwelche spannenden Giveaways?

    Erdem: Ja, ich habe im gegenseitigen Alignment, sozusagen als Win-Win-Lösung vom BVDW einen Fluxkompensator, Marke Eigenbau bekommen. Nun fehlt natürlich, die passende Zeitmaschine zu der die disruptive Innovation leider noch aussteht. Ich klopf einfach mal beim Team vom Google-X an und frage, ob sie neben der NSA API noch schnell eine time-machine-ad-format entwickeln könnten, damit ich direkt per Empowerment auf True View Ads mit dem Fluxkompensator in die entsprechende Exit Strategy komme. Wart ihr denn in irgendwelchen Vorträgen?

    Wegmann: Dafür sind wir doch viel zu important business-busy, in den Vorträgen dürfen doch nur Studenten mit ihren Tüten sitzen! Für Kaffee hatte ich natürlich Zeit genug, in Halle 7 soll es gerüchteweise ganz tollen Kaffee aus Österreich gegeben haben, Schärf heißt die Marke, soweit ich hörte. Dem nachzugehen wird das meine Challenge für nächstes Jahr.

    Frings: Ach nächstes Jahr gehe ich vielleicht gar nicht mehr hin. Das habe ich mir diesmal ganz fest vorgenommen. Ein Hotelzimmer habe ich sicherheitshalber aber trotzdem gebucht und gleich die Option bis 2025 zu verlängern. Und Tobi: Kannst du mir auch schon mal deine Taxinummer sagen. Ich würde dich für die 2 Tage gerne fest mieten und die freien Zeiten dann wiederum über eine eigens dafür konzipierte App traden. Bis dahin, macht’s gut.

    Facts-16-9

  10. dmexco im Dialog 2014

    Sep 10 2014

    kopf

    Dominik Frings, Taskin Erdem, Tobias Wegmann

    Frings: Tach Taskin, tach Tobi ihr alten Uber-Online Marketeers! Habt Ihr in Zeiten des Internet der Dinge denn auch schon Euren tragbaren Kaffeekocher, Mini-Kühlschrank und das Dritt-Handheld für die dmexco registriert bzw. Euch einen Platz in der WLAN-Corner mit einem Handtuch reserviert?

    Erdem: Servus ihr beiden Multi-Screen-Customer-Journey-Opfer. Hab mir gerade ein neues Fahrerloses Raumschiff über die Google Glass App, Mars2030 zugelegt. Kann ich dann per nervösem Augenzucken lenken und wollte eigentlich damit nach Kölle, aber irgendwie gab‘s offensichtlich Lieferschwierigkeiten. Wie kommt Ihr denn auf die dmexco?

    Wegmann: Ich fahre diesmal mit dem Flussschiff vor. Da gibt es einen eigenen Lastkahn, der direkt zur dmexco fährt, um die Moleskinnotizbücher für Google und das Tannenzäpfle für die Standparties anzuliefern. Bin aber natürlich auf dem Wasser über Satellit durchgehend  in der Cloud, einschließlich stündlichem kleinen Blutbild und Depressionsprognose. Werde dann auf den Wogen darüber nachsinnen, ob ich meine Small Data in Zukunft lieber Herrn Zuckerberg oder Herrn Putin anvertrauen soll, damit einer von beiden sie groß zieht.

    Worauf freut ihr Euch denn dieses Jahr am meisten in Köln?

    Frings: Wie immer freue ich mich auf gute Gespräche. Okay, war ein Scherz! Ich freue mich am meisten über die Säue, die von original spanischen Torreros durch Halle 6 und das Congress Center getrieben werden, um danach im Diner als Schnitzel Natur oder Schlawiner Art für überteuerte Kröten auf dem Teller zu landen. Ich habe auch gehört, dass die Schnitzel in diesem Jahr per Bietverfahren an den Mann/ die Frau gebracht werden und dass man mit der dmexco-App ohne Registrierung teilnehmen kann. Dank implantierter Magensonde, wird dann mein Verdauungsprozess exakt berechnet und eine Klokabine automatisch reserviert.

    Erdem: Also ich freue mich auf die WM – ach nee, die war ja schon… Na dann freue ich mich auf die 1A Organisation auf der dmexco, wie bspw. die kurzen Wartezeiten an Garderobe (2 mal) und Taxistand (4 mal). Ansonsten noch an die Momente, wenn dir Leute entgegenlaufen und dich grüßen, die man irgendwie schon kennt, aber kein Plan mehr hat woher und warum. Geil werden sicherlich auch die Gespräche mit Neuanbietern, die was-weiß-ich-was anbieten und Begriffe wie, Big Data, Budget Allocation und Attribution Modelling an ihre Wände schmeißen, aber nicht mal wissen, was das heißt, aber in Timbuktu Süd schon 20 Cases aufzeigen können.

    Wegmann: Ich finde am schönsten, dass die Agency Lounge heuer exklusiv von der INTOUCH gesponsert wird, wie man hört. Programmatischer Einkauf endlich mal wörtlich genommen.

    Frings: Ach Jungs, das klingt mir irgendwie alles so banal und yesterweb. Aber Ihr habt schon Recht. Als Kenner der Messe kann der Way-Forward-Gedanke schon mal unter die Räder kommen. Wie schaut es denn eigentlich mit dem Kongressprogramm aus? Nativity 2.0., Content-Eats-King-Marketing und digital Investments im Fegefeuer des Common-Currency-Ofens, da sind doch wahre Leckerbissen am Start.

    Erdem: In meinem Alter interessiert mich auch so langsam mal das Klassische, also klassisch für Digital Natives. Seit Jahren dieses Rumgehopse mit Innovation hier, Innovation da. Was ist denn jetzt mit Armchair-Shopping, wann zahl ich endlich mit Smartphone, was ist jetzt mit Reputation Management und wo ist jetzt eigentlich die Affiliate Rallye? Gab’s da ein Frequency Cap? Bin ich aus dem Profil geschleudert worden? Hab ich schon abgeschlossen? Hat Snowden mich verraten?

    Frings: Verraten haben dich nur dein digitaler Fingerabdruck und deine Klarnamen-Kommentare auf unterm-birnbaum-wird-gejodelt.de. Aber nun lass uns hier nicht lange herum machen, sondern ins Getümmel starten!

    Wegmann: Also Burschen, dann frisch ans Werk. Der blutrote Mond steht über dem Dom, die Smartwatch beschlägt und Alka Seltzer goes online.

     

    Happy dmexco 2014!

     

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