mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. Media vs. Kreation: Kann es im Fegefeuer der Eitelkeiten Sieger geben?

    Feb 27 2015
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    Die Geschichte der Werbung ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Es ist im Kern ein Spiegel des menschlichen Zusammenseins und erinnert immer wieder an das Verhältnis von Männern und Frauen. Dieses bedarf wohl keiner weiteren Erläuterungen, wobei ich in der nun folgenden Analogie nicht einem Kontrahenten eine spezifische Geschlechterrolle zuweisen will.

    Aber dass sich Kreative und Medianer nicht so recht verstehen wollen, ist mehr Regel als Ausnahme. Ich will mich da aus einer gewissen Befangenheit gar nicht herauswinden. Ich stehe auf der Mediaseite und meine Verwunderung über manch Gebaren kann ich häufig nur in einem Vollbad aus Ironie und Zynismus ertragen. Das geht dem kreativen Antipoden sicherlich ähnlich, aber ich habe selbstverständlich Recht und er nicht ;-).  Deshalb möchte ich mich jedoch noch lange nicht zum Richter aufspielen.

    Nun wurde aus dem einen Lager nach langer Zeit endlich wieder eine Verbalkeule ausgepackt, die dankbar aufgegriffen und beantwortet wurde. Newton zum Gruß ist der aktuelle Stand also Actio = Reactio. Aber kann es in diesem Fegefeuer der Eitelkeiten einen Sieger geben?

    Den vollständigen Artikel lesen Sie hier bei LEAD digital.

  2. Bscheid gsagt – Folge 54: Real Time Advertising

    Feb 24 2015

    Real Time Advertising ist keine Slotmaschine. Aber warum eigentlich nicht? Es könnte so einfach sein: Man stellt die wichtigsten kenngrößen ein, dann kommt vorne das Budget rein und hinten natürlich ein höherer Umsatz wieder raus. Soweit die Theorie. Doch  jedes Element, das in diesem Dialog zwischen Maschinen arbeitet, muss schließlich erst einmal erstellt und mit Regeln versehen werden. Der Markt ist noch weit davon entfernt, dass für jede Kampagne auch ein fertiges Set an strukturierten Daten vorliegt, meint Wolfgang Bscheid, Geschäftsführer von mediascale.

    Die große Kunst beim Real Time Advertising liegt darin, aus der Menge an Daten sinnvolle Profile zu erstellen. Dabei gilt es, mit möglichst wenig Aspekten eine möglichst scharfe Profilgruppe abzugrenzen, um nicht unnötig an Reichweite zu verlieren. Hat man das Verhältnis zwischen Reichweite und Zielgruppeninfos ausbalanciert, müssen auch Kommunikationsregeln festgelegt werden, die das Zusammenspiel der Systeme steuern. Warum der Mensch beim zunehmend automatisierten Mediaeinkauf eine so große Rolle spielt, erklärt Wolfgang Bscheid im Videointerview.

    Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

  3. Facebook-Update

    Feb 19 2015

    Fast genau ein Jahr ist es nun her, dass ich meinen ersten Beitrag über Facebook in unserem mediascale-Blog zum Besten geben konnte. Fast genau vor einem Jahr feierte Facebook auch seinen 10. Geburtstag. Und wenn man nun im Kopf einmal überschlägt – tadaa! – feiert Facebook nun schon seinen 11. Geburtstag! Wir möchten an dieser Stelle einmal herzlich gratulieren – zu 11 Jahren erfolgreichem Social Media, über 1,3 Milliarden Nutzern weltweit und 25 Millionen aktiven Usern in Deutschland. Tendenz weiterhin steigend.

    Facebook stellte diesen Geburtstag ganz unter das Zeichen von Freundschaften und postete dazu auch ein Video auf seiner – na, raten Sie mal! Ja genau – offiziellen Facebook-Seite:

    Facebook “For All That Friends Do” from Antfood on Vimeo.

    Aber nicht nur die Freundschaften, auch das Werbegeschäft soll und wird bei Facebook munter weiterrollen, weshalb die nächsten Infos für Werbetreibende und solche, die es noch werden wollen, sicherlich interessant sein können.

    1. Multiproduct Ads

    Dieses Anzeigenformat konnte bereits seit Mitte letzten Jahres über Drittanbieter gebucht werden. Nun ist es Werbetreibenden ab sofort möglich, diese Ads nach einer Freischaltung des jeweiligen Kontos über die Facebook Anzeigen-Tools selbst einzustellen.

    Bislang waren die Anzeigen mit drei verschiedenen Produkten, de facto drei unterschiedlichen Bildern, bespielbar. Zum Ende des letzten Jahres gab es aber schon das erste Update: Insgesamt können nun bis zu fünf Produkte gleichzeitig beworben werden. Die verschiedenen Bilder werden direkt nebeneinander platziert, bei einer mobilen Aussteuerung sind diese als Slider dargestellt. Auf diese Weise haben Unternehmen die Möglichkeit, fünf unterschiedliche Produkte gleichzeitig in einer Ad zu bewerben, wobei jedes Bild eine eigene Beschreibung und einen eigenen Link erhalten kann.

    2. Video Ads

    Es gibt kein Entkommen mehr: Das Video Ad ist und bleibt derzeit Facebooks populärstes Anzeigenformat. Ein Dauerbrenner, der sich mit Präsenz und Performance schlägt. Ein Blick in den persönlichen Newsfeed zeigt: Videos, Videos und noch mehr Videos.

    Und wer noch nicht genug davon hat, kann sich hier noch ein paar Tipps und Infos abholen:

    • Ca. 60% der User verwenden die Autoplay-Funktion (über WiFi- oder Breitbandinternetverbindung verfügbar). Das bedeutet: Beim Scrollen durch den Newsfeed läuft das Video automatisch los, der Ton bleibt dabei aber aus. Klickt der User auf das Video, springt auch der Sound an. Das hat zur Folge, dass die ersten Sekunden eines Videos für die Aufmerksamkeit beim Nutzer entscheidend sind. Deshalb: keine Standbilder, kein Vorspann, ggf. Untertitel, da Ton nur userinitiiert startet und Videos nach Möglichkeit relativ kurz halten, um User beim Thema zu halten. Dies sind zusammengefasst die wichtigsten Tipps, die man in verschiedenen Foren von und über Facebook zum Thema Video Ads immer wieder lesen kann.
    • Was überhaupt ist aber ein View? Auch das sollte einmal geklärt werden.
      Ein View wird bei Facebook ab der dritten Sekunde gezählt. Alles vor drei Sekunden wird nur als Impression angezeigt. Bei Autoplay-Funktion wird der View ebenfalls erst ab der dritten Sekunde gerechnet, aber auch nur dann, wenn das Video zu 50% und mehr im sichtbaren Bereich des Screens liegt.
      Das lässt uns wieder auf den ersten Punkt zurückkommen: Die ersten Sekunden eines Videos sind entscheidend, ob der User dabei bleibt, oder nicht.
    • Und zu guter Letzt: Wie schon erwähnt, ist die Länge eines Videos ein wichtiges Kriterium. Spannende Inhalte können natürlich in ein längeres Video gepackt werden, viele Tests haben aber gezeigt, dass eine Länge bis zu 30 Sekunden eine gute Richtlinie für eine erfolgreiche Videokampagne ist.

    3. Ad Relevance Score

    Seit ein paar Tagen ist noch eine Neuerung auf Facebook verfügbar, die bislang aber nicht auf allen Konten freigeschaltet ist: der Ad Relevance Score. Dieser misst, wie der Name schon verrät, die Relevanz einer Anzeige und kann damit Werbetreibenden helfen, Ads besser einzuschätzen. Der Ad Relevance Score wird auf einer Skala von 0 (sehr schlecht) bis 10 (perfekt) dargestellt.

    Sobald eine Anzeige 500 Mal ausgeliefert wurde, wird die Messung angeworfen und liefert relevante Ergebnisse für die Bewertung der Anzeigenschaltungen.

    Danke Facebook für diese hilfreiche Neueinführung! :)

    4. Facebook Atlas

    Schon seit einiger Zeit ist bekannt, dass Facebook ein neues Werbe-Netzwerk namens Atlas von Microsoft übernommen hat.

    Dieser Ad-Server ermöglicht es, User auch außerhalb von Facebook weiter zu verfolgen, selbst wenn sie nicht mehr auf Facebook unterwegs sind. Der immense Datensatz, den Facebook über alle registrierten Nutzer abspeichert, macht das Ganze natürlich erst möglich: Unternehmen können somit klar definierte Zielgruppen über Facebook filtern und mit zielgerichteter Werbung ansprechen – ob auf Facebook selbst oder auf Seiten und Apps Dritter. Während beispielsweise Google eine solche zielgruppengerichtete Werbung bislang nur über Cookies lösen kann, nutzt Facebook dazu die Account-Daten der User, die auch die Identifikation über alle Devices hinweg möglich macht. Neben dem Login-Feature gibt es im mobilen Bereich noch eine weitere Möglichkeit, Nutzer zu erkennen:

    Zusätzlich soll der Dienst aber auch in der Lage sein, Personen anhand der Facebook-SDK für Apps und über Mobile-Indentifiers wie Apples Identifier for Advertising (IDFA) und der Advertising-ID von Android zu erkennen. Daher kann Atlas auch zielgerichtete Werbung in Apps schalten, die nicht über einen Facebook-Login verfügenZitat: t3n

    Dieses neue Facebook Werbe-Tool ist natürlich für viele Marketer spannend. Bleibt die Frage: Wie kann ich Facebook Atlas für mein Unternehmen nutzen und mir Zugriff verschaffen?

    Eine Antwort liefert allfacebook.de in einem Interview mit Thomas Thaler (Informatiker, Unternehmensberater und Bilanzexperte):

    Du fragst nicht, wie man in den Fight Club kommt. Du wirst gefragt, ob du in den Fight Club kommst. *haha* Im Fachchinesisch klingt das dann so: ‘Atlas is currently accepting new customers on an invitation-only basis’Zitat: allfacebook.de 

    Die kürzlich eingeführten, veränderten Nutzungsbedingungen auf Facebook sind noch ein weiterer, spannender Themenpunkt, dem sich aktuell Politik und Recht in hitzigen Diskussionen widmen. Facebook versucht damit in erster Linie, die Zielgenauigkeit seiner Werbung zu erhöhen – und damit auch vermutlich die Preise für Anzeigen. Zudem sollen Nutzer aber die Chance haben, über die Sichtbarkeit ihrer Inhalte und die angezeigte Werbung selbst besser entscheiden zu können. Die Standortdaten erhalten in diesem Zusammenhang ebenfalls ein Update: Beim Teilen des Aufenthaltspunktes können User künftig Informationen über Restaurants oder Bars in der Nähe oder von Freunden in der nächsten Umgebung bekommen.

    Es bleibt also wie immer auf allen Linien abwechslungsreich – auch mit einer neuen Führung an der Unternehmensspitze von Facebook Deutschland: Marianne Dölz löst F. Scott Woods ab, der seit 2009 Chef des blauen Social-Media Riesen war.

    Wir dürfen also gespannt sein, wie Facebook seine Fäden in den kommenden Monaten des Jahres weiterstrickt.

    Sicher bleibt aber, dass die Neuerungen sowohl der Facebook-Nutzung, als auch der steigenden User-Zahl keinen Abbruch tun werden…

  4. Und ewig lockt das junge Volk

    Feb 17 2015
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    Ich durfte vor nicht allzu langer Zeit den Ausführungen des wohlgenährten Reiner Calmund beiwohnen, der in einer kurzen Geschichte zu fast allem folgendes Zitat an die Wand warf:

    “Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.”

    Dieses stammt von Sokrates (nein, nicht der Abwehrspieler von Dortmund sondern dem Echten) und dürfte insofern auch den weniger belesenen Menschen verwundern, da der gute Mann bereits viele Jahrhunderte vor sich hin modert. Warum erzähle ich das? Weil es einen unerklärlichen Hang dazu gibt, sich überproportional mit einer Gruppe potenzieller Kunden, Mitarbeiter, Kollegen zu beschäftigen, die man per se über einen Kamm schert, um sie leichter greifbar zu machen. Dies geschieht dann vielleicht aus dem simplen Grund der eignen Überhöhung (ich bin der Weisere) oder der Trauer über den Verlust der eigenen Jugend. Vereinfachungen finden wir ja auch gerne in fehlgeleiteten Bewegungen, die sich um mutmaßliche  Überfremdung sorgen, man hat in Deutschland Erfahrung mit sowas.

    Den vollständigen Artikel lesen Sie hier bei LEAD digital.

  5. Glossar: Das Google Display Netzwerk Teil 1 – Anzeigenformate

    Feb 12 2015

    Google – unendliche Weiten, unendlich viele Möglichkeiten.

    Google bearbeitet 40.000 Suchanfragen in der Sekunde. Die Suchmaschine berücksichtigt über 200 Faktoren für die Berechnung der Suchergebnisse. Die Zahl der von Suchmaschinen erfassten Websites wird auf 2,25 Milliarden geschätzt. Die Suche bietet 146 Schnittstellen zu Sprachen, darunter auch fünf Fake-Sprachen wie „Swedish Chef” aus der Muppet Show. Pro Monat werden ca. 6 Milliarden Stunden Videomaterial auf der Streaming-Plattform  YouTube angeschaut. Das entspricht ca. 1 Stunde pro Bewohner unserer Erde. Mit dem Dienst „Google Wedding“ kann Frau ihre  Hochzeit planen. Google Earth bietet eine interaktive Tour über den Mars an. Dabei macht machte das Unternehmen 2013 ca. 91% des gesamten Umsatzes nur durch Werbung.

    Wie machen sich nun Werbetreibende dieses Google-Universum effektiv zu Nutze? 

    Neben dem Suchnetzwerk von Google, existiert das Google Displaynetzwerk, das aus einer geraumen Zahl (mehrere Millionen) von Websites besteht, die sich dem Google AdSense Programm angeschlossen haben. Via AdSense stellen die Seitenbetreiber ihre verfügbaren Werbeflächen bereit, die über Google AdWords in einem Wettbewerb versteigert werden. Die Auktion wird durch mehrere Faktoren, die bei der Einstellung der Kampagne bei AdWords festgelegt werden, beeinflusst. Im Unterschied zum Suchnetzwerk wird bei der Aussteuerung der Anzeigen vorwiegend thematisch gearbeitet und weniger mit genau gestalteten Keywordlisten. Das GDN bietet zudem eine vielfältigere Auswahl an einzusetzenden Formaten. So können neben den Textanzeigen, die im Suchnetzwerk eingesetzt werden, Formate wie Image-, Video und Richmedia Anzeigen eingestellt werden.

    Anzeigenformate im GDN

     Im Google Displaynetzwerk werden die Anzeigenformate in drei Cluster eingeteilt. Google bezeichnet dabei klassische Bannerwerbung als Imageanzeigen, die unserem Standardbanner entsprechen. Erweiternd zu den Standartformaten bietet Google die Möglichkeit, die Banner als Rich Media Anzeigen einzustellen. Diese werden interaktiver gestaltet und können mit weiteren Features ausgestattet werden. Ebenfalls zum GDN gehört die Streaming Plattform YouTube, sie bietet die  Möglichkeit, Bewegtbildanzeigen in Form von PreRoll und True View Anzeigen zu schalten.

    In diesem Teil zum Thema GDN, beschäftigen wir uns mit den Anzeigenformate: Standartbanner und Rich Media Anzeigen. Im zweiten Teil der Reihe folgen die Werbemöglichkeiten via YouTube.

     Bannerwerbung

    Für Standartformate kann unter einer Vielzahl möglicher, von Google genormten Formaten, gewählt werden. Die aktuell zugelassenen Formate können in den AdWords-Werberichtlinien eingesehen werden. Wichtig zu beachten ist, dass die Banner grundsätzlich zwar auch animiert sein dürfen, dies aber strengen Richtlinien und Prüfungen seitens Google unterliegt. Für die erste Anzeigenerstellung sollte man daher etwas Zeit und Geduld mitbringen. Die Banner werden meist durch einen längeren Freigabeprozess geschickt, zudem erscheinen einem Laien die Gründe der Ablehnung nicht immer völlig logisch.

    Google AdWords Bannerformate

    Google AdWords Bannerformate

    Rich Media Anzeigen

    Bei Rich Media Anzeigen kann es sich sowohl um Banner als auch um Videoanzeigen handeln. Der gravierende Unterschied zu „normalen“ Anzeigen liegt dabei im zusätzlich animierten oder interaktiven Charakter der Formate. Die Anzeigen können danach noch mit weiteren Elementen, wie einem „Call to Action Button“ ausgestattet werden. Daneben können Rich Media-Anzeigenformate die Anzeige maximieren, wenn der Nutzer die Maus darüber bewegt. Die Anzeige kann als große Fläche gestaltet werden, auf der die Markenbotschaft beispielsweise in Form eines Videokarussells oder eines interaktiven Spiels dargestellt werden kann.

    Darstellungsformate

    Rich Media Anzeigen

     

    Im zweiten Teil zum Thema GDN, werden wir uns mit der Streaming Plattform Youtube und ihren Werbemöglichkeiten beschäftigen. Und im dritten Teil der Artikelreihe, werden wir auch auf die Kampagnensteuerung und die Targetingoptionen eingehen.

    Fortsetzung folg…

     

  6. Warum User und Unternehmen für Datensicherheit verantwortlich sind – Horizont

    Feb 10 2015
    Julian Simons

    Julian Simons

    Die öffentlichen Meldungen über Hacker-Angriffe auf Unternehmen, Organisationen und Staaten, die dringlichen Bitten unserer Banken, bitte keine Phishing Mails zu öffnen und schon gar nicht eigene Passwörter an Dritte weiterzugeben, die ängstlichen Anfragen von Usern, was denn heute mit ihren Daten im Internet passiert – all das macht den von der Europäischen Union initiierten jährlich stattfindenden und weltweiten Aktionstag für mehr Sicherheit im Internet aktueller und relevanter denn je.

    Die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit diesem Thema ist hoch – für jeden einzelnen User genauso wie für uns als digitale Agentur, deren Prozesse und Kampagnenkonzepte immer mehr auf der Nutzung von Daten bestehen, deren Sicherheit und Schutz höchste Priorität haben sollten.

    Verantwortung des Users

    Jeder User sollte sich häufiger die Frage stellen, welche Angebote er da gerade „umsonst“ bzw. „kostenfrei“ nutzt, und sich dabei klar machen, dass kein Unternehmen der Welt dauerhaft intrinsisch motiviert ein Angebot für den User kostenfrei bereitstellen kann, ohne dass nicht an anderer Stelle Geld eingenommen wird, um die Dienstleistung überhaupt erbringen zu können. Dieser Geldstrom fußt in aller Regel bei digitalen Angeboten auf zwei Säulen: Werbung und Handel mit Daten – gerne auch in direkter Verknüpfung!

    Den vollständigen Artikel lesen Sie hier bei Horizont.

  7. Glossar: Geotargeting Mobile

    Feb 05 2015

    In einem der letzten Artikel habe ich mich ja bereits mit dem Geotargeting – auch Regiotargeting genannt -  beschäftigt und dabei einen Blick auf das Geotargeting bei Onlinekampagnen geworfen. In diesem Beitrag möchte ich speziell auf die Möglichkeiten des Geotargetings bei mobilen Endgeräten eingehen.

    Die mobile Lokalisierung kann auf verschiedenstem Weg stattfinden. Dabei zählen zu den gängigsten Verfahren das IP-Targeting und das Geo-Fencing:

    1. IP-Targeting

    - über WLAN: Die Verortung eines Users auf Basis der IP Adresse ist auch bei  mobilen Endgeräten möglich. Die Funktionsweise ist hierbei gleichzusetzen mit der Zuordnung beim stationären Internet. Wenn sich der User mit dem Smartphone oder Tablet im WLAN befindet, wird die IP-Adresse des Internetzugangs als Basis herangezogen. Jede IP Adresse ist einer IP Adressdatenbank regional (Geokoordinaten / PLZ-Gebiet) zugeordnet. Bei einer Kampagne mit Geotargeting findet dann ein Abgleich der IP Adresse mit der IP Adressdatenbank statt und das Werbemittel wird ausgeliefert sofern die IP Adresse mit der definierten Targeting-Region übereinstimmt.

    - über das mobile Netz (LTE / 3G / E): Sofern sich der Nutzer im mobilen Internet bewegt, kann die Lokalisierung ebenfalls über die IP Adresse erfolgen. Die regionale Zuordnung findet hierbei ebenso über den Abgleich mit IP Adressdatenbanken statt. Im Vergleich zur Verortung über WLAN-Daten, ist das IP-Targeting der mobilen Provider viel ungenauer und nicht selten werden die IP Adressen im Ausland verortet. Da die Qualität der regionalen Zuordnung sehr schlecht ist, eignen sich die Daten nicht für ein Targeting.

    2. Geo-Fencing: GPS

    Anders als beim IP-Targeting werden beim Geo-Fencing die GPS-Koordinaten des Users zur Bestimmung des Standorts herangezogen. Diese Variante erfordert die aktive Zustimmung des Users, die in der Regel bei Apps mit entsprechendem Mehrwert eingeholt wird. Insbesondere Apps die regionale Angebote/Informationen von stationären Händlern bereithalten, greifen auf diese Technologie zurück. Der Vorteil dabei ist, dass die Lokalisierung bis auf wenige Meter genau vorgenommen werden kann. Der Nachteil liegt jedoch in häufig sehr geringen Reichweiten, die zur Verfügung stehen.

    Was das Thema Targeting betrifft, ist das aber lang noch nicht alles! In einem der nächsten Glossarartikel werde ich das Proximity Targeting erklären, welches eine weitere technische Möglichkeit der Lokalisierung von mobilen Endgeräten darstellt.

  8. Real Time Advertising  – Wer macht die Kampagnen ?

    Feb 03 2015

     

    Tobias Wegmann

    Tobias Wegmann

    „Für RTA braucht man Maschinen und Datenanalysten.“ So oder ähnlich lauten viele Statements, mit denen auf Veranstaltungen und in der Fachpresse  die Veränderung der Onlinewelt durch programmatische Kampagnenabwicklung beschrieben wird. In dieser Vorstellungswelt analysieren Statistik-Experten mit Hilfe von mächtigen Rechnerclustern gewaltige Datenmengen, um die Ergebnisse dann auf Knopfdruck in sich selbst optimierende Displaykampagnen zu verwandeln.

    Doch deckt sich diese Vorstellung mit der Realität? Lassen wir inhaltliche Fragen, wie die nach Herkunft und Qualität von Daten für Kampagnen mal beiseite und konzentrieren uns auf die Arbeitswelt.  Programmatisch ausgesteuerte Kampagnen machen sich keineswegs von alleine. Die Nachfrageseite, also die Agentur, übernimmt bei Plattformkampagnen eine Fülle von Aufgaben, die im “klassischen” Workflow in der Verantwortung des Publishers oder Vermarkters lagen. Dies betrifft die Themen Volumenprognose und -steuerung und die durchaus zeitintensive Optimierung der Kampagnen. Dazu kommen die gestiegenen Anforderungen im Bereich Qualitätskontrolle und Ad Verification, die sich im programmatischen Umfeld ergeben. In der Summe bedeutet dies für die Nachfrageseite, dass sie trotz der Produktivitätsvorteile, die aus der Plattformabwicklung erwachsen, zunächst einmal eher mehr als weniger Arbeit zu erledigen hat.

    Und wer macht diese Arbeit? Aus meiner Sicht benötigt ein Audience Broker, also ein Mitarbeiter der RTA-Kampagnen steuert, folgende Schlüsselqualifikationen:

    Sie oder er  muss:

                   • die Mechaniken und KPIs einer Displaykampagne kennen

                   • Optimierungslogiken anwenden können

                    begreifen, was ein Cookie ist

                    Spaß an der Arbeit mit Interfaces haben

                    schnell Dreisatz rechnen können

                    genau und fehlervermeidend arbeiten

                    auf Kosten und Erlöse achten

                    Englisch verstehen

    Dies sind kaum die klassischen Skills, die man während eines Mathematik- oder Informatikstudiums erwirbt. Natürlich benötigen Agenturen auch Mediaforscher und Analysten und natürlich ergeben sich für diese heutzutage neue und erweiterte Aufgaben. Um erfolgreich für unsere  Kunden zu arbeiten, benötigen wir in erster Linie genügend motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter, die den Anforderungen bei der Durchführung von RTA-Kampagnen gerecht werden. Diese sind auf dem Arbeitsmarkt jedoch kaum zu finden. Hier heißt es bestehende Mitarbeiter weiterzuqualifizieren oder selbst auszubilden.

  9. Bscheid gsagt – Folge 53: Preisverfall der Displaywerbung

    Jan 29 2015

    ToFo-Vorstand Christoph Schuh prognostiziert ein negatives Displaywachstum für 2015. Einen Grund dafür sieht er in der immer größeren Abwanderung zu Mobile. Denn wenn Nutzer von Display zu Mobile wechseln verlieren Verlage ca. 80 Prozent ihres Erlöspotentials, da nur 20 Prozent der Erlöse über Mobile zu erzielen sind. Auf der anderen Seite nutzen ca. 50 Prozent der User die Mobile-Angebote der Verlagshäuser.

    Eine ausgereifte Mobile-Strategie gibt es noch nicht. Was also tun gegen dieses strukturelle Problem? Wertschätzung der Reichweite, meint mediascale Geschäftsführer Wolfgang Bscheid. Websitebetreiber und Vermarkter haben es versäumt Leistungswerte ihrer redaktionellen Umfelder zu dokumentieren. Somit fehlt ein markenbildendes Wertinstrument, eine Kennzahl ähnlich wie der CpO im E-Commerce. Erst wenn dokumentiert werden kann, was ein Medium auch im Mobile-Bereich leistet, kann es eine Preisstabilisierung und eine steigende Nachfrage auch nach größeren Formaten geben.

    Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale

  10. Glossar: Drive-Time, Couch-Time…what time is it?

    Jan 22 2015
    Agnes Ley

    Agnes Ley

    In unserer Branche gibt es viele – zumeist der englischen Sprache entliehene - Schlagworte, die durch Meetings und Gespräche geistern und man beim ersten Hören denkt: Hä? Im Lauf der Zeit  fallen die Worte immer häufiger und man gewöhnt sich daran, schlägt sie nach oder erschließt sich aus Übersetzung und Zusammenhang, in dem sie genutzt werden, die Bedeutung. Für alle, die es genau wissen wollen, gibt es unsere Kategorie “Glossar”.

    Heute habe ich mir die Themen “Drive-Time” und “Couch-Time” herausgegriffen. Beide Begriffe werden im Kontext von mobiler Mediennutzung gebraucht. So ist die Drive-Time die Zeit, während der die Leute morgens unterwegs zur Arbeit bzw. Abends wieder auf dem Heimweg sind. Es ist die Zeit, in der die Straßen der großen Städte überfüllt sind und die U-Bahnen aus allen Nähten platzen. Daher gibt es die Drive-Time auch nur an den Werktagen unter der Woche von Montag bis Freitag, wenn die Leute zur und von der Arbeit pendeln.

    Je nach Studie und Quelle gibt es leicht unterschiedliche Angaben zur genauen zeitlichen Einschränkung der Drive-Time. Durchaus einleuchtend scheint mir die Eingrenzung 06.00 – 09.00 Uhr morgens und 16.00 – 19.00 Uhr Abends. In dieser Zeit nutzen Personen, die mit dem Auto zur Arbeit fahren am häufigsten das Radio als Informations- und Unterhaltungsquelle, weswegen im Funk Bereich hier die höchsten Einschaltquoten erreicht werden. Rund um die öffentlichen Verkehrsmittel kann davon ausgegangen werden, dass in dieser Zeit ein besonders hohes Fahrgastaufkommen herrscht. Für klassische Outdoor-Kampagnen ist dies weniger relevant, hier hängt die Werbeanzeige den ganzen Tag unverändert. Für die Einschaltplanung von digitalen Formateb wie den Infoscreen in U-Bahnhöfen ist die Drive-time allerdings durchaus eine relevante Zeit. Schlussendlich sieht man viele Pendler in Zügen, S- und U-Bahnen mit ihren Handys. Sie rufen Mails ab, Informieren sich über die Geschehnisse des Morgens oder Vertreiben sich die Zeit durch Spiele, Musik hören etc. Daher ist auch für die mobile Internetnutzung die Drive-Time eine besonders relevante Zeit, wie die folgende Graphik verdeutlicht:

    Quelle: TNS Infratest / plan.net Insight. Basis: n=4.026, Deutschland

    Der Ausschlag der mobile Nutzung während der Zeit des Pendelns ist im Tagesverlauf am höchsten.

    Die Couch-Time hingegen liegt in den Abendstunden, wenn die Arbeit getan ist, Erledigungen wie Einkaufen und Kochen erledigt sind und Zeit zum Relaxen ist. Ab ca. 19/20 Uhr begeben sich die Deutschen auf ihre Couch. Hier beginnt auch die Hauptsendezeit im Medium TV, die Einschaltquoten sind in den Abendstunden am höchsten. Seit es Smartphones und Tablets gibt, ist dies auch die Zeit der Parallelnutzung geworden. Wird das gewählte TV Format langweilig oder kommt Werbung, lässt man sich gerne ablenken und nutzt Handy oder auch das praktischere Tablet, das ein größeres Display bietet (siehe Graphik). Viele suchen in dieser Zeit aber auch gezielt vertiefende Informationen zu dem, was im TV läuft. Oder sie treten über soziale Medien in Kontakt mit anderen Usern und kommentieren das aktuelle TV Geschehen.

    Quelle: TFM Mobile Effects / plan.net Insight. Basis: n=413, Befragung im TFM-Netzwerk

    Schließlich könnte man noch einige weitere Begriffe in diese Reihe einstreuen, wie beispielsweise die Lunch-Time. Und auch die trifft Sie nicht nur privat, weil der Hunger gerade aufkommt. Durchaus kann auch diese Zeit planungsrelevant sein. Oder ist Ihnen noch nie aufgefallen, dass um die Mittags-Zeit im Netz besonders viele Banner Mittagsangebote von z.B. McDonalds bewerben?

    In diesem Sinne einen Guten Appetit und frohes Time-Management!

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