mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. Asche über meinen Kater!

    Feb 21 2012

    Dominik Frings

    Als Rheinländer nehme ich die fünfte Jahreszeit ja gerne als Aufhänger, um einige reflektierende Gedanken loszuwerden. Dies gelingt mir dieses Jahr sogar sehr gut, da ich bis auf eine eintägige Sause in der alten Heimat das bunte Treiben aus der karnevalsaversen Isarmetropole beobachten darf. Gleichzeitig ist dies natürlich als geübter Jeck durchaus ein Grund, sich mittäglicher Depressionen hinzugeben, andererseits bleiben mir der Leberleistungstest und dessen Folgewirkungen erspart.

    Dieses Jahr kam der Ernüchterungsprozess für viele deutlich eher als erwartet. Kaum war mit der Weiberfastnacht die Saison eröffnet, erdreistete sich ein gewisser Herr Wulff zurückzutreten. Der Laie mag sich nun fragen: Ja, und? Was hat das mit Karneval zu tun? Nun, fragen Sie mal einen Kölner Wagenbauer für den Rosenmontagszug… Hier wurde es beim ein oder anderen Mottowagen mit dem Präsidenten im Zentrum durchaus hektisch, hatte man sich bis dato darauf eingestellt, dass der alte Schnäppchenpräses das Sitzfleisch eines Helmut Kohls geerbt hätte. Da hatte er aber – und der Kalauer ist unvermeidlich – uns allen etwas vorgegauckelt.

    Ungefähr genauso katert es mutmaßlich auch gerade im Hause Facebook, nachdem man sich ausgerechnet hat, dass ein Börsengang aufgrund obskurer US-Steuergesetze mehr kostet, als er letzten Endes einspielt. Da soll noch mal einer auf die deutsche Bürokratie schimpfen. Hierzulande hätte man sicherlich ein Schlupfloch gefunden, um dem Ehrensold zu entgehen.

    Apropos Facebook: Mein persönlicher Kater war die Veröffentlichung eines Artikels mit dem Titel „Berlin ist auch deutsche Facebook-Hauptstadt!“. Diese Feststellung wurde dann auch gleich munter und vor allem unreflektiert von den unterschiedlichsten Nachrichtenseiten übernommen, was zeigt, dass die Redakteure allesamt schon mental auf dem roten Pferd saßen. Denn die Feststellung beruhte alleine auf der Betrachtung absoluter Zahlen, und jetzt ist das Berliner Wunder auch gleich wieder entzaubert. Ich habe mir erlaubt, die Werte mit den Städtegrößen laut Wikipedia (und ja, auch das ist keine wissenschaftliche Recherche) grob ins Verhältnis zu setzen:

    1. Berlin 1.234.900*           (~35%)

    2. München 825.000          (~61%)

    3. Hamburg 697.860          (~39%)

    4. Stuttgart 665.220      (~110%)

    5. Frankfurt (Main) 576.620 (~85%)

    6. Köln 491.300                 (~49%)

    7. Düsseldorf 457.020         (~78%)

    8. Dortmund 296.520         (~51%)

    9. Hannover 291.860          (~56%)

    10. Mannheim 257.460        (~82%)

    *Zahl der Nutzer, die sich in einem Monat mindestens 1-mal bei Facebook eingeloggt haben. Die Daten stammen vom Facebook Ad Planner (Stand: November 2011).

    Ich war natürlich nach der Kalkulation genauso überrascht wie Sie, dass unsere neue Social-Metropole im Schwabenland liegt, wo statistisch auf einen Einwohner 1,1 Facebook-Accounts entfallen. Respektle! Dass man bei so viel Warterei vor eher unschönen alten Bahnhofsgebäuden noch Zeit hat, sich zu vernetzen, während man sich das Tränengas aus den Augen wischt, nötigt mir tiefste Anerkennung ab. In Wahrheit zeigt es aber vor allem, dass weder die Datenbasis noch die Interpretation stimmig ist, denn selbst wenn ich an die Zahlen glaube, ist Berlin Social-Outback und nicht Hauptstadt. Wenn ich beim 12. Kölsch noch mal drüber nachdenken würde, käme ich vielleicht auch zu einer anderen Erkenntnis, aber das passiert dann erst wieder nächstes Jahr.

  2. Social Advertising auch bei Google Plus?

    Feb 16 2012

    Agnes Ley

    Über die möglichen Werbeformen bei Facebook habe ich an dieser Stelle bereits mehrfach berichtet. Nun ist die Frage: Was ist eigentlich bei Google+ möglich? Für Unternehmen ist Google+ als Werbeplattform noch nicht nutzbar. Analog zu Facebook können jedoch Profile von Marken, Unternehmen und Künstlern angelegt werden. Bis dato gibt es aber keine Möglichkeit, Profil-Follower über Werbekampagnen zu gewinnen.

    Die einzige Form der werblichen Nutzung ist aktuell eine soziale Erweiterung von Google AdWords- oder Google Display Netzwerk-Kampagnen. Diese Erweiterung erreicht nur Nutzer, die selbst bei einem Google-Dienst eingeloggt sind. Gibt ein eingeloggter User dann bei Google eine Suchanfrage ein, so erhält er in den Anzeigen die Zusatzinfos (siehe Abbildung 1).

    Abbildung 1

    Neben der direkten Möglichkeit, eine „+1“-Bewertung abzugeben, sieht man unten auf der Anzeige auch, wie viele User aus den eigenen Circlen schon Beiträge des Profils „gepluseinst“ haben.

    Die sonstige Funktionalität der Google AdWords-Anzeige bleibt unverändert und verlinkt auf die gewählte Landingpage des Kunden. Abbildung 2 zeigt die Darstellung der sozialen Erweiterung bei Kampagnen des Google Display Netzwerks (GDN).

    Abbildung 2

    Will man als Werbekunde die soziale Erweiterung nutzen, so muss man vorab das Google+ Profil mit der jeweiligen Website verifizieren. Dazu muss auf der Kundenwebsite ein Metatag integriert werden, der den Nachweis gewährleisten soll, dass ein Berechtigter die Verifizierung vorgenommen hat. Danach wird die soziale Erweiterung automatisch bei allen AdWords- oder GDN- Kampagnen angezeigt.

    Unterdrücken kann man die soziale Erweiterung bei Google Display Netzwerk-Kampagnen. Dazu kann die Funktion beim Anlegen der Kampagne deaktiviert werden. Dies sollte vor allem bei Kampagnen erfolgen, die mit Motiven arbeiten, die wichtige Infos in dem Bereich haben, der von der sozialen Erweiterung verdeckt würde. Bei Google AdWords- Kampagnen kann die soziale Erweiterung nicht unterdrückt werden.

    Die Schaltung von Ads innerhalb von Google+ wird sicherlich irgendwann kommen. Aktuell scheint Google aber noch abzuwarten, bis das Produkt Google+ eine höhere Verbreitung gefunden hat. Deshalb ist noch nicht absehbar, wann es soweit sein wird.

  3. Klartext-Interview mit Michael Habedank, Highlight Communications: “Ich habe keine Geheimnisse auf Facebook.”

    Feb 14 2012

    Michael Habedank

    Heute gibt es mal wieder ein Kundeninterview in unserem Blog: Michael Habedank, Commercial Manager bei Highlight Communications, spricht über Filme, Facebook und Afrika.

    1. Herr Habedank, Highlight Communications produziert und vermarktet unter anderem Spielfilme auf DVD. In welchem Verhältnis stehen normalerweise ungefähr die Kinoeinnahmen zu den DVD-Einnahmen?

    Da gibt es keine feste Regel, da dies sehr stark vom Genre abhängt. Gerade die für DVD und Blu-ray typischen „Heavy User“-Filme, wie z.B. „Resident Evil“, werden an der Kinokasse selten zum absoluten Blockbuster, aber performen im Home Entertainment hervorragend. Hier kann in einer Life-Time Betrachtung im Home Entertainment das Dreifache an Umsatz erzielt werden wie in der Kinovermarktung. Die Genres Family und Drama performen tendenziell im Kino besser als auf DVD und Blue-ray. Da kann es sein, dass Home Entertainment nur 50 Prozent des Kinoumsatzes erwirtschaftet. Logischerweise erzielen wir über DVD und Blue-ray aber die höheren Deckungsbeiträge, da die Kinokollegen einen wesentlich höheren Kostenapparat haben.

    2. Xing, Twitter, Facebook oder Google+? Wie sieht es mit Ihrer persönlichen Online Reputation aus, und wie viel Zeit nehmen Sie sich für die Pflege?

    Ich bin bei Xing und Facebook angemeldet, nutze Xing aber eigentlich so gut wie überhaupt nicht. Bei Facebook bin ich durchaus ab und zu online anzutreffen.

    3. Ihr Facebook-Profil ist auch für Nicht-Freunde nahezu uneingeschränkt sichtbar. Wie lautet Ihre persönliche Philosophie im Umgang mit sozialen Netzwerken?

    Bei meinem Facebook-Profil gibt es auch keine großartigen Geheimnisse zu entdecken :-). Ich denke jeder sollte genau überlegen, was er in sozialen Netzwerken von sich preisgibt, das kann ganz schön nach hinten losgehen. Aber ich habe über Facebook auch wieder Kontakt zu Freunden z.B. aus den USA aufgenommen, von denen ich seit über 20 Jahren nichts gehört habe. Das finde ich klasse.

    4. Highlight Communications betreibt keinen Online-Shop. Sie können also den Erfolg Ihrer Online-Kampagnen nicht über die Anzahl abgeschlossener Sales messen. Welche Parameter messen Sie stattdessen? Und welche – zurzeit noch technisch unmögliche – Größe würden Sie künftig gerne tracken wollen?

    Wir betreiben kein B2C-Geschäft, das ist richtig. Daher fällt natürlich auch die interessanteste Messgröße durch den Rost. Wir messen außer der Clickrate das Interesse des Website–Besuchers an der Website/dem Film. Dies beginnt mit der Abbruchquote und geht bis zur Ermittlung: Hat sich der User den Trailer angesehen? Hat er sich die DVD-Facts angesehen? Einer der wichtigsten Parameter ist für uns daher der Cost per Trailer (View).

    Natürlich würde ich gerne wissen, wie viel Prozent der AdImpressions und wie viel Prozent der Clicker sich den Film gekauft haben. Nun kann sich der geneigte Leser fragen: „Warum verlinkt der Mensch nicht zu Amazon oder ähnlichen Sites?” Dies entspricht nicht unserer Firmenphilosophie, wir integrieren prinzipiell keine Handelspartner. Auf diese Weise ersparen wir uns Diskussionen wie „Warum der und nicht wir?“ mit unseren Handelspartnern. Ich möchte hier auch keine Vorteile der E-Commerce Händler gegenüber dem stationären Handel schaffen. Für uns ist jeder Handelspartner gleichberechtigt.

    5. Was war 2011 der erfolgreichste deutsche Spielfilm auf DVD? Und welcher hat Ihnen persönlich am besten gefallen?

    Der erfolgreichste deutsche Film war „Kokowääh“, und mein persönliches Blu-ray Highlight war „True Grit“, zwar nicht aus deutschen Landen, aber genial!

    6. Laut Facebook spielen Sie gerne – sei es online oder offline. Was reizt Sie am Spielen? Und, Hand aufs Herz: Können Sie gut verlieren?

    Ich spiele online hauptsächlich Browser Games wie z.B. „Siedler – online“. Dies spiele ich mit Freunden, die in anderen Städten wohnen, über Skype. Und genau das macht für mich den Reiz aus. Zur zweiten Frage: Mittlerweile eigentlich schon, als Kind sind aber schon mal die „Mensch ärgere dich nicht“-Püppchen auf Luftreise gegangen.

    7. Sie waren letztes Jahr drei Wochen im Afrikaurlaub. Ihre drei Highlights aus dieser Zeit?

    Der ganze Urlaub war eigentlich ein Highlight, wir sind zu zweit durch Namibia, Zimbabwe und Botswana gefahren. Wenn ich drei nennen soll: Die Victoriafälle, das Okanwango-Delta und das Übernachten in Dachzelten mitten im Busch – wissend, das dort allerlei wildes Getier rumläuft.

    8. Sie kommen aus Köln. Was an Ihnen ist typisch Kölsch und was gar nicht?

    Ich bin ein sehr offener Mensch, dies ist sicherlich typisch für Kölner. Untypisch ist, dass ich mit Ausnahme von „Päffgen Kölsch“ nicht sehr gerne Kölsch trinke. Asche über mein Haupt, aber da ziehe ich ein schönes Pils vor.

  4. Das mediascale-Positionspapier zum Datenschutz

    Feb 10 2012
    Julian Simons

    Julian Simons

    Selten konnte der DLD aus sich heraus solch eine Aufmerksamkeit generieren, wie durch den Auftritt der EU-Kommissarin Viviane Reding. Schließlich nahm die Vize-Präsidentin der EU-Kommission die Konferenz zum Anlass, die tags darauf offiziell vorgestellte neue Datenschutzverordnung vorab zu beschreiben und im besten Licht darzustellen. Genauer betrachtet, birgt diese Verordnung für Unternehmen und User jedoch erhebliche Veränderungen in den unterschiedlichsten Bereichen.

    Weil – wie so oft in Gesetzgebungsverfahren, die insbesondere das Netz betreffen – die Materie sehr komplex ist, haben wir bei mediascale ein Positionspapier zum Datenschutz zusammengestellt. Es wirft einen Blick auf die aus unserer Sicht wichtigsten Passagen der Verordnung und diskutiert ihre Konsequenzen. Hier eine ganz kurze Zusammenfassung unseres Positionspapiers:

    1. Wir begrüßen eine neue einheitliche Datenschutz-Regelung für die gesamte EU.

    2. Das in der Verordnung formulierte “Recht auf Vergessen” ist im Internet eine Illusion, daran wird auch die neue Verordnung nichts ändern.

    3. In dem Entwurf der Verordnung ist nicht eindeutig definiert, ob ein Cookie ein “personenbezogener Datensatz” ist oder nicht. Dementsprechend unklar ist, wann und ob ein Opt-In vom Nutzer einzuholen ist. Der Klärungsbedarf an dieser Stelle ist groß und dringend, weil ein explizites Opt-In die nationale und europäische Werbewirtschaft im Netz quasi zum Erliegen bringen würde.

    Bis zu einer rechtsverbindlichen EU-weiten Lösung setzen wir uns als Agentur für einen gegenüber dem User transparenten Umgang mit den über ihn erhobenen Daten ein. Wir unterstützen aktiv die Etablierung des Deutschen Datenschutzrat Online-Werbung (DDOW), der das Aussteuern von verhaltensbasierten Kampagnen ab Mitte 2012 kontrolliert und eine zentrale Anlaufstelle für Nutzerbeschwerden darstellt, die durch entsprechende Kampagnen auftreten.

    Darüber hinaus unterwerfen wir uns dem Selbstregulierungskodex für verhaltensbasierte Kampagnen, der ebenfalls ab Mitte 2012 eine einheitliche Information und Wahlmöglichkeit auf sogenannten OBA-Werbemitteln (Online-Behavioral-Advertising) festlegt. Damit hat der User die Möglichkeit, sich zum einen über die durch die Kampagne erfassten Daten zu informieren und zum anderen seine Cookies über die zentrale Präferenzmanagement-Seite www.meine-cookies.org zu löschen, sofern er dies möchte.

    Ziel all dieser Maßnahmen ist es, zum einen ein für den User relevantes Angebot über Onlinewerbung bereitzustellen und ihm zum anderen jede Möglichkeit zu geben, die über ihn erhobenen Daten einzusehen und auf Wunsch zu löschen.

    Hier unser vollständiges Positionspapier zum Datenschutz.

     

  5. Von 11 nach 12 – ein kurzer Ausblick

    Feb 08 2012
    Julian Simons

    Julian Simons

    Auch wenn das Jahr schon ein paar Tage hinter sich hat, hier ein kurzer Rück- und Ausblick in eigener Sache: Auch 2011 ist mediascale wieder deutlich gewachsen und konnte zudem zum ersten Mal seit Bestehen physisches Neuland betreten.

    Grund für das Wachstum ist maßgeblich NE.R.O., ein Tool, das mit dem Kaiser Nero bis auf den Namen wenig zu tun hat:  dahinter (“Netto-Reichweite-Online”) verbirgt sich ein vermarkterübergreifendes Planungs- und Taregtingtool, mit dem wir online Marken erfolgreich aufbauen und ihre Verkäufe steigern. 2011 hat mediascale gut 35 Prozent aller Kampagnen mit NE.R.O geplant und ausgeliefert. Diese Targetingkompetenz schlug sich positiv nieder: Unser Gross Income stieg auf 5,6 Mio. € (2010: 4,8 Mio. €) , das Billingvolumen sogar auf 72 Mio. € (nach 59 Mio. € im Vorjahr). Doch nicht nur mit Wachstum beim Targeting, sondern auch mit neuen Kunden, wie bspw. die Gothaer Versicherungen oder DieDruckerei.de, konnten wir  ein hervorragendes 2011 abschliessen.

    Was uns daneben besonders freut ist, dass wir uns 2011 auch physisch ausgebreitet und unsere Zelte in einer Stadt aufgeschlagen haben, die ebenfalls lange einen Kaiser beherbergte, in Wien. Seit Herbst sitzen wir gemeinsam mit den Kollegen von Plan.Net und Mediaplus am Türkenschanzenpark und betreuen nun unseren Kunden Tele2 zu seiner grossen Freude direkt vor Ort. Darüber hinaus ist diese Expansion auch Basis für die Expansion von NE.R.O. in den österreichischen Markt, worauf wir uns sehr freuen.

    Und was erwartet uns sonst noch in 2012?
    Wir wollen in diesem Jahr gut 1000 Kampagnen (oder rund 40 Prozent all unserer Online-Werbemaßnahmen) mit Targeting entwickeln und ausspielen. Dabei werden wir unsere Systeme künftig nicht nur zur Vertriebsunterstützung, sondern stärker auch für die Image- und Markenkommunikation einsetzen. Konsumrelevante Kriterien wie Kaufentscheidungsphasen, Interessen und Einstellungen des Nutzers rücken hierbei in den Vordergrund.

    Darüber hinaus glauben wir an das Potential inhaltlich und kreativ besser aufgebauter Targeting-Kampagnen: heute werden nur rund fünf Prozent aller Targeting-Kampagnen dynamisch und damit individuell und inhaltlich auf den einzelnen Nutzer abgestimmt ausgeliefert. Bei dieser so genannten dynamischen Kreation von Werbemitteln kombiniert das System die Profilinformationen der User mit dem jeweils passenden Motiv, Text, Produkt oder Preis. So können wir Werbewirkung und Effizienz der Kampagnen noch einmal entscheidend steigern.

    Ansporn genug  – wir freuen uns die kommenden Monate!

     

  6. Was macht eigentlich Google…

    Feb 02 2012

    Taskin Erdem

    … im Bereich Mobile derzeit? Seit Jahren versucht uns der Internetriese weis zu machen, Mobile sei das Medium der Zukunft. Und so langsam haben wir das Gefühl, es geht auch wirklich in diese Richtung. Deshalb hier ein paar aktuelle Zahlen und Fakten zum Mobile-Markt:

    1999 gab es in Deutschland 23 Millionen Mobilfunkanschlüsse, letztes Jahr waren es bereits 112 Millionen. Während 2009 noch 5.7 Mio. Smartphones über den Ladentisch gingen, wurden in 2011 ziemlich genau doppelt so viele, nämlich 11.8 Mio., verkauft. Noch größer sind die Wachstumsraten bei Tablets. Dort stieg der Absatz von 0.8 Mio. Geräten 2010 auf 2.1 Mio im letzten Jahr. Damit ist zu erwarten, dass 2012 vermutlich mehr Smartphones als Desktop PCs und Laptops zusammen verkauft werden. Bis 2015 soll der Umsatz über mobile Endgeräte (mCommerce) auf sechs Milliarden Euro anwachsen. Im Vergleich dazu prognostiziert die Branche für 2015 im Bereich eCommerce einen Umsatz von ca. 40 Mio. Euro.

    Und was hat jetzt Google damit zu tun, fragen Sie zu Recht.

    Das Unternehmen hat sich schon seit Jahren auf dieses Wachstum vorbereitet. Googles Hauptgeschäft bleibt auch auf den mobilen Endgeräten zunächst die bezahlte Suche, wie wir sie bereits von unseren Monitoren her kennen, allerdings erweitert um einige Zusatzfunktionen.

    Google Mobile Search Ads

    Wie man auf dem Bild erkennen kann, nutzt Google in seinen bezahlten Suchresultaten von Handys bzw. Smartphones die grundsätzlichen Funktionen wie bezahlte Anrufe und Apps.

    Doch nicht nur die Google Suche ist für Werbetreibende interessant, sondern auch die Möglichkeiten, die man über das Google Display Netzwerk (GDN) und admob (by Google) erhält.

    Wie man schon vermuten kann, geht es hierbei um visuelle Anzeigen auf Partnerseiten des Google Netzwerkes und mobilen Webseiten, die direkte Aufträge über admob erhalten. Es lassen sich unterschiedliche Formate und sogar Sonderinszenierungen darüber realisieren.admob Sonderinszenierung Mobile Advertising

    Das ist nur ein Beispiel für die Möglichkeiten, die Google bietet. Google wäre aber nicht Google, wenn man neben den Anzeigenformaten nicht auch das Targeting auf Endgeräte und beispielsweise geographische Parameter ausrichten könnte. Es gibt noch viele andere Einstellungen für Kampagnen, doch mir geht es in diesem Artikel mehr um die vielfältige Darstellung der Möglichkeiten.

    Der letzte Baustein in der Reihe Mobile Advertising by Google ist der sogenannte mYouTube Roadblock. Nein, ich habe mich nicht verschrieben, mYouTube steht für die Mobile-Version von YouTube und ist mit mehr als einer Million Impressions pro Tag (Stand November 2011) die Video-Webseite Nr. 2 weltweit nach YouTube.com. Das Format ist eine Image-Anzeige, welche man für 24 Stunden schalten kann und damit alle User der mobilen Webseite erreicht. Es ist also eher für eine Massenpublikation für weltweit agierende Advertiser gedacht.

    Youtube Mobile Ads

    Die beschriebenen Ad-Formen sind natürlich an die Endgeräte angepasst. Wenn man mit den Geräte ganz normal browsed, liefert Google weiterhin auch Anzeigen für alle Endgeräte aus. Das bedeutet natürlich nicht, dass man ohne Google keine Werbung in mobilen Endgeräten platzieren kann, aber es bedeutet, dass Google auch in dieser Disziplin möglichst schnell möglichst viel Marktanteile sichern will. Für uns kommt das nicht überraschend, aber es gilt definitiv weiterhin, dass wir für unsere Kunden die bestmöglichen Platzierungen auch im Bereich Mobile Advertising – und sei es über Google – anbieten können.

     

  7. Bscheid gsagt – Folge 6: Vom Mediaplaner zum Profiler

    Jan 31 2012

    Das Berufsbild des Mediaplaners verändert sich grundlegend, insbesondere für Mediaplaner im digitalen Bereich. Während sie früher nach klassischen Zielgruppen geplant haben (Alter, Geschlecht, Einstellungen, Nutzung der Medienumfelder), modellieren sich die Planer von morgen die Zielgruppen für den Kunden selbst (nach Produkt- und Markeninteressen, Kaufentscheidungsphasen oder Lebenseinstellungen). Wolfgang Bscheid erklärt in Folge 6 von “Bscheid gsagt”, was die neuen Herausforderungen des Mediaplaners sind und wie er sich den zukünftigen Mediaplaner, den “Profiler”, vorstellt.

    Alle weiteren Folgen von “Bscheid gsagt” finden Sie in unserem YouTube-Kanal.

  8. Neue Timeline, neue Ad-Formate

    Jan 26 2012

    Agnes Ley

    Facebook ist aktuell mal wieder in aller Munde. Seit gestern ist endgültig klar, dass die Ende letzten Jahres neu eingeführte Timeline, die aktuell jeder User noch freiwillig nutzen kann, in absehbarer Zeit für alle User eingeführt wird. Was passiert nun aber mit den Werbeanzeigen? Generell bleiben die unterschiedlichen Werbemöglichkeiten alle weiterhin bestehen. Die wichtigste Neuerung ist die Darstellungsweise. Die Anzeigen bisher waren querformatig, der Text steht also neben dem Bild. In der neuen Darstellung steht der Text unter dem Bild. Bei mehreren Anzeigen entsteht so ein Format, das einem klassischen Skyscraper ähnelt. Diese neue Darstellungsform gibt es aktuell nur in denjenigen persönlichen Profilseiten, die bereits auf die Timeline umgestellt wurden. Auf der Startseite finden sich noch die gewohnten Ads, die wahrscheinlich mit der kompletten Layout-Umstellung verschwinden und ebenfalls angepasst werden.

     

    neue Darstellung

    alte Darstellung

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Eine weitere Neuerung bei den Standard Ads, die es seit Ende vergangenen Jahres gibt, ist die Möglichkeit, den Social Context einzublenden. Bestand ein Standard Ad bisher aus Headline, Bodytext und Klickaufforderung, kann man jetzt noch zusätzlich den sozialen Kontext einbinden, der anzeigt, wie vielen Usern das Profil schon gefällt.

    Ebenfalls seit Ende 2011 gibt es die Möglichkeit PagePost Anzeigen nicht nur den Fans eines Profils einzublenden, sondern an alle User auszuspielen. Ein Page Post ist eine Anzeige, die einen Post eines Profils bewirbt. Dabei kann eine normale Statusmeldung ebenso Inhalt der Anzeige sein wie ein hochgeladenes Bild oder Video, eine Frage oder ein gespostetes Event.

     

    sozialer Kontext

    PagePost Ad

     

    Für die nahe Zukunft (eventuell sogar noch im Januar 2012) ist eine neue Werbeform angekündigt: Dieses Ad soll zwischen den Beiträgen von Freunden erscheinen. Dabei soll ein Frequency Capping von einmal pro Tag und User eingesetzt werden, um die Nutzer nicht zu verärgern. Zusätzlich wird die Anzeige mit dem Zusatz “Sponsored” gekennzeichnet sein und nur denjenigen Usern angezeigt, die mit dem Absender bzw. der Seite verbunden sind.

     

     

     

     

    neues Facebook Ad

     

     

     

  9. Ungarn goes Online

    Jan 24 2012

    Dominik Frings

    Dass in einigen südeuropäischen Ländern gerne mal gestreikt wird, ist allgemein bekannt. Auch dass die kommunalen Klinikärzte die Arbeit niederlegen wollten, ist nichts, was uns weiter verwundert. Vor allem, wenn einem bewusst ist, wie die Dienstpläne bei den Kittelträgern zum Teil gestrickt sind. Eine neue Qualität ist dann erreicht, wenn plötzlich Websites in den Streik treten, wie letzte Woche geschehen. Hintergrund sind zwei Gesetzesinitiativen aus dem Land der unbegrenzten Überwachung, welche das Aussperren von ausländischen Websites mit vermeintlich illegalem – weil raubkopierten – Inhalten ermöglichen soll.

    Dass dies nun in die Grundfesten der Internetphilosophie eingreift, ist dabei nur der romantische Schatten der hier auf das WWW fällt. Die viel dramatischere Konsequenz: Dem Ausschalten unliebsamer Informationsquellen werden Tür und Tor geöffnet. Letzten Endes sind die Gesetze so vage gehalten, dass so ziemlich jedwede Seite mit aggregierten Inhalten auf der Abschussliste landen könnte. Die Tragweite zeigt sich vor allem darin, in welch großer Einigkeit Facebook, Google und Co. gegen das Gesetz opponieren, bilden sie doch eines der größten Sprungbretter in das Reich unrechtlich ins Netz gestellter Inhalte. In dem Zusammenhang dürfte es auch kein Zufall sein, dass der gütige Herr Murdoch mit zittrigem Händchen twittert, der suchende Branchenprimus sei der Jack Sparrow des Internets. Hinter dem Projekt stehen nämlich insbesondere die großen Unterhaltungskonzerne, welche dank großzügigen Wahlkampfspenden nun auch „zu Recht“ verlangen, dass sie etwas für ihr Geld bekommen.

    Die bereits erwähnt schwammige Formulierung könnte dabei neben der eigentlichen  Zielsetzung – Urheberrechtsschutz – auch ein übereifriges Sperren von Websites zur Folge haben, so dass unliebsame Informationen bzw. Berichterstattungen gleich mit einkassiert werden. Dann haben wir endlich ungarische Verhältnisse. Dass dabei die Puszta nicht nur die Prärie erobert, sondern auch noch eine Vielzahl andere Länder mit, zeigt dann auch, wie ernst es der Unterhaltungsindustrie ist und wie weit der Einfluss reicht. Dass hier ein ganz berechtigtes Interesse verfolgt wird, gerät zur Nebensache. Gleichzeitig zeigt es, auf welch wackligen Beinen die Freiheit des Internets steht, wenn Leute über Gesetze entscheiden, die offenkundig keine Ahnung haben, was sie genau mit diesen alles bewirken. Ähnliche Wissenslücken offenbaren sich ja auch bei den Diskussionen um den Datenschutz oder bei der Bekämpfung von Kinderpornografie. Die Erkenntnis, dass mit den angestrebten Bestimmungen ganz nebenbei auch noch Sicherheitsmechanismen gegen die Trojanerbekämpfung ausgehebelt werden, setzt voraus, dass man Trojaner nicht mit altertümlichen Bewohnern einer Stadt in Kleinasien verwechselt.

    Was aber bringt nun die ganze Streik-Geschichte? Neben der Anmerkung der Titanic, dass ohne Wikipedia ein Tag lang kein Journalismus mehr stattfinden konnte, bringt es vor allem Aufmerksamkeit und Bewusstsein – und dieses ist auch dringend notwendig, um eine kritische Masse an Protestlern zu erreichen. Und nachdem es nun um ernsthafte Themen und nicht nur um schwäbische Provinzbahnhöfe geht, sollte sich ein jeder Internetnutzer mit dieser Thematik beschäftigen, denn die Beispiele aus UK, Frankreich etc. zeigen, dass aus einem rein amerikanischen Problem sehr schnell ein multinationales werden kann – also fast so wie an den Finanzmärkten.

  10. Die eDialog To Do-Liste 2012

    Jan 19 2012
    Alexander Emmendoerfer

    Alexander Emmendoerfer

    Der Jahreswechsel liegt – genau wie alle Vorsätze – gefühlt schon wieder ein paar Monate zurück. Ich möchte dennoch die Gelegenheit nutzen, hier die Top Five unserer To Do-Liste 2012 im Bereich eDialog vorzustellen.

    Frequenzsteigerung
    Es hört sich banal an, aber eine höhere Kontaktdosis im Newsletterversand oder eDialog-Programm bleibt eine der wesentlichen Herausforderungen auch im Jahr 2012. Viele haben ein funktionierendes Newslettering, viele Erfahrungen gesammelt, Erfolge erzielt, aber dennoch das Gefühl, dass noch wesentlich mehr machbar ist. Und das ist auch nach unserer Einschätzung fast immer der Fall. Das Problem ist oft die inhaltliche Konzeption der Newsletter. Meist ist sie gar nicht für eine höhere Kontaktdosis oder -frequenz geeignet. Genauso wenig wie das Grundtemplate bzw. die inhaltliche Aufteilung in einem Newsletter. Durch eine überarbeitete Grundkonzeption im Zusammenhang mit einer neuen, aber effizienten Contentstrategie lassen sich aber schon mit relativ überschaubarem Aufwand neue Potentiale hin zu mehr Frequenz verwirklichen.

    Volldynamisierung
    Auch digitale Dialogkommunikation muss relevant und spannend sein. Je individueller und aktueller, desto besser. Nur stehen viele Kunden auch 2012 noch vor den beiden grundsätzlichen Herausforderungen auf dem Weg zur Individualisierung: Wie soll ich diese  inhaltlich realisieren – und mit welcher Technik? Inhaltlich sind wir in den letzten Jahren ein gutes Stück vorangekommen. Es bleibt noch vieles zu tun und zu entdecken, und sicher bleibt der Weg das Ziel, aber wir kennen heute fast immer Wege, wie wir durch eine Dynamisierung die Performance im eDialog drastisch verbessern können. Technisch bieten die Dialogmarketing-Tools nach wie vor kaum ausreichende Lösungen für eine Volldynamisierung. Können sie wohl vorerst auch gar nicht. Eine Shop-Lösung kann ebenso wenig automatisiert angebunden werden, wie andere externe Datenbanken mit allen notwenigen Daten und Parametern, um jeden Newsletter dynamisch und individuell aussteuern zu können. Dennoch gibt es heute fast immer eine Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit den Anbietern oder über unsere eigenen Lösungen wie unser Dynamisches Newsletter-Tool eine Volldynamisierung zu ermöglichen.

    Qualitative Leads
    Von einem kann man nie genug haben: neue Interessenten mit E-Mail Opt-in. Allerdings ist die externe Generierung von solchen Opt-ins zum Beispiel über Co-Sponsoring oder ähnliche Ansätze nach unserem Gefühl in der letzten Zeit etwas aus der Mode gekommen. Derartige Leads sind zwar nach wie vor relativ günstig, aber sie passen nicht zu den “Qualitäts-Offensiven” vieler Marken im Bereich Leadgenerierung. Oft betreibt man in der Zwischenzeit lieber mehr Aufwand, um Interessenten auf den eigenen Sites vom Opt-in zu überzeugen, und auch wir sind stark in derartige Projekte involviert.
    Die Vermarkter für externe Opt-ins versprechen zwar mittlerweile auch Antworten auf den höheren Qualitätsanspruch, aber erste Testings haben hier noch zu keinen neuen und effizienten Ansätzen geführt. Wir hoffen, das ändert sich in nächster Zeit noch, denn externe Leads sind weiter eine der wichtigsten Lösungen, um in kurzer Zeit sehr viele Opt-ins aufzubauen.

    Behavioural Dialog
    Nicht nur für mich bleiben alle Behavioural-Ansätze, die mit personenbezogenen Daten wie im E-Mail-Marketing arbeiten nach wie vor streng verboten. Hinzu kommt aktuell noch, dass dies wohl auch die Europäische Kommission bald verbindlich noch strenger regeln wird.
    Wenn man allerdings das ausdrückliche Opt-in der Interessenten einholt, eröffnet sich eine neue Welt der Möglichkeiten. Als wichtigsten Schritt in 2012 sehen wir persönlich daher, mehr Unternehmen und Marken in der konkreten Umsetzung solcher Behavioural Opt-ins zu begleiten. Einige wenige haben es vorgemacht: Wenn man offen und transparent mit diesem Opt-in umgeht, leuchten vielen Interessenten die Vorteile durchaus ein.

    Customer Experience
    Schon in einem meiner letzten Blogbeiträge ging es um die Emotionalisierung im eDialog, und dass dies nicht alleine durch E-Mails oder Newsletter gelöst werden kann. Und die Herausforderungen in diesem Bereich werden auch 2012 noch weiter zunehmen. eDialog steht heute fast immer vor der Aufgabe, Kunden und Interessenten nicht nur zu informieren, sondern auch zu unterhalten und zu begeistern. Weil nur so eine wirksame Kundenbindung entstehen kann. Dies kann aber nicht alleine die Aufgabe von E-Mails sein, vielmehr geht es um eine vermehrt ganzheitliche Ausrichtung von bestimmten Inhalten in Richtung Dialog. Wir nennen das die “Dialogisierung der Marke”. Und wir entwickeln gerade einige Ansätze, die die Kunden unserer Kunden begeistern und noch mehr an die Marken binden sollen.

    So, und jetzt back to work… ;-)

  11. Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ...23 24 25 vor