mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. Glossar: Drive-Time, Couch-Time…what time is it?

    Jan 22 2015
    Agnes Ley

    Agnes Ley

    In unserer Branche gibt es viele – zumeist der englischen Sprache entliehene - Schlagworte, die durch Meetings und Gespräche geistern und man beim ersten Hören denkt: Hä? Im Lauf der Zeit  fallen die Worte immer häufiger und man gewöhnt sich daran, schlägt sie nach oder erschließt sich aus Übersetzung und Zusammenhang, in dem sie genutzt werden, die Bedeutung. Für alle, die es genau wissen wollen, gibt es unsere Kategorie “Glossar”.

    Heute habe ich mir die Themen “Drive-Time” und “Couch-Time” herausgegriffen. Beide Begriffe werden im Kontext von mobiler Mediennutzung gebraucht. So ist die Drive-Time die Zeit, während der die Leute morgens unterwegs zur Arbeit bzw. Abends wieder auf dem Heimweg sind. Es ist die Zeit, in der die Straßen der großen Städte überfüllt sind und die U-Bahnen aus allen Nähten platzen. Daher gibt es die Drive-Time auch nur an den Werktagen unter der Woche von Montag bis Freitag, wenn die Leute zur und von der Arbeit pendeln.

    Je nach Studie und Quelle gibt es leicht unterschiedliche Angaben zur genauen zeitlichen Einschränkung der Drive-Time. Durchaus einleuchtend scheint mir die Eingrenzung 06.00 – 09.00 Uhr morgens und 16.00 – 19.00 Uhr Abends. In dieser Zeit nutzen Personen, die mit dem Auto zur Arbeit fahren am häufigsten das Radio als Informations- und Unterhaltungsquelle, weswegen im Funk Bereich hier die höchsten Einschaltquoten erreicht werden. Rund um die öffentlichen Verkehrsmittel kann davon ausgegangen werden, dass in dieser Zeit ein besonders hohes Fahrgastaufkommen herrscht. Für klassische Outdoor-Kampagnen ist dies weniger relevant, hier hängt die Werbeanzeige den ganzen Tag unverändert. Für die Einschaltplanung von digitalen Formateb wie den Infoscreen in U-Bahnhöfen ist die Drive-time allerdings durchaus eine relevante Zeit. Schlussendlich sieht man viele Pendler in Zügen, S- und U-Bahnen mit ihren Handys. Sie rufen Mails ab, Informieren sich über die Geschehnisse des Morgens oder Vertreiben sich die Zeit durch Spiele, Musik hören etc. Daher ist auch für die mobile Internetnutzung die Drive-Time eine besonders relevante Zeit, wie die folgende Graphik verdeutlicht:

    Quelle: TNS Infratest / plan.net Insight. Basis: n=4.026, Deutschland

    Der Ausschlag der mobile Nutzung während der Zeit des Pendelns ist im Tagesverlauf am höchsten.

    Die Couch-Time hingegen liegt in den Abendstunden, wenn die Arbeit getan ist, Erledigungen wie Einkaufen und Kochen erledigt sind und Zeit zum Relaxen ist. Ab ca. 19/20 Uhr begeben sich die Deutschen auf ihre Couch. Hier beginnt auch die Hauptsendezeit im Medium TV, die Einschaltquoten sind in den Abendstunden am höchsten. Seit es Smartphones und Tablets gibt, ist dies auch die Zeit der Parallelnutzung geworden. Wird das gewählte TV Format langweilig oder kommt Werbung, lässt man sich gerne ablenken und nutzt Handy oder auch das praktischere Tablet, das ein größeres Display bietet (siehe Graphik). Viele suchen in dieser Zeit aber auch gezielt vertiefende Informationen zu dem, was im TV läuft. Oder sie treten über soziale Medien in Kontakt mit anderen Usern und kommentieren das aktuelle TV Geschehen.

    Quelle: TFM Mobile Effects / plan.net Insight. Basis: n=413, Befragung im TFM-Netzwerk

    Schließlich könnte man noch einige weitere Begriffe in diese Reihe einstreuen, wie beispielsweise die Lunch-Time. Und auch die trifft Sie nicht nur privat, weil der Hunger gerade aufkommt. Durchaus kann auch diese Zeit planungsrelevant sein. Oder ist Ihnen noch nie aufgefallen, dass um die Mittags-Zeit im Netz besonders viele Banner Mittagsangebote von z.B. McDonalds bewerben?

    In diesem Sinne einen Guten Appetit und frohes Time-Management!

  2. 500 mal Klartext

    Jan 20 2015
    Agnes Ley

    Agnes Ley

    Heute ist kein Geburtstag im klassischen Sinne. Trotzdem feiern wir bei mediascale ein Jubiläum: Dieser Tage erscheint der 500. Artikel in unserem Corporate-Blog „Klartext“. Ein Grund mal einen kurzen Blick zurück zu werfen. Und außerdem beteiligen wir uns mit dieser kleinen Nabelschau auch an der Blogparade des PR-Blogger, der gerade Beispiele für Content Marketing und Corporate Blogs sammelt.

    Der Start: Der Wille war da, der Weg war steinig

    Ans Herz gelegt hatte uns das Thema Corporate Blog vor über fünf Jahren unsere PR-Agentur cocodibu. Ihre Empfehlung: Wir sollten eine „eigene, medienunabhängige Kommunikationsplattform für die Agentur (auch unter Suchmaschinen-Aspekten) aufbauen“. Ziel sollte es sein, mediascale „als Meinungsführer zu ausgewählten Themen in der Blogosphäre und darüber hinaus stärker zu verankern und dadurch auch bekannter zu machen“. Das klingt marketingtechnisch toll und ist durchaus ambitioniert für ein Unternehmen, das damals gerade mal etwas über zwei Dutzend Mitarbeiter beschäftigte. Und, ehrlich gesagt, wir waren intern durchaus sehr skeptisch, ob sich so ein Corporate Blog in den Unternehmensalltag integrieren lässt. Aber unsere Geschäftsführung entschied: Wir probieren das.

    Das inhaltliche Konzept entwickelte cocodibu (www.cocodibu.de), technisch und optisch umgesetzt haben den Blog dann unsere Augsburger Kollegen von .NFQ (www.nfq.de). Und am 28. September 2009, drei Monate nach dem Go, ging der erste Beitrag auf dem Klartext-Blog (bei uns ist der Name Programm) online: Julian Simons schilderte seine Eindrücke von der Premiere der dmexco, die als Nachfolgerin der OMD gerade in Köln zum ersten Mal über die Bühne gegangen war.

    Für die restlichen 499 Beiträge haben wir dann gute 5 Jahre und 3 Monate gebraucht. Gerade am Anfang war der Start durchaus steinig: Um das Ziel von zwei Beiträgen pro Woche zu erreichen, wurden die Mitarbeiter der Leitungsebene quasi zwangsverpflichtet. Das hat nicht jedem/r Kollegen/in gleich viel Spaß bereitet. Schließlich war das Finden von Artikelideen und das Texten erst mal ein Zusatzjob neben dem normalen Job (das ist es heute übrigens auch noch!). Der normative Zwang war aber unabdingbar, um eine Mindestfrequenz an Artikeln und Beiträgen zu stemmen. Außerdem waren wir zwar des Deutschen mächtig und durchaus textaffin, aber ja keine ausgebildeten Journalisten.

    Die Redaktionsorganisation: Wie ist der Blog intern organisiert?

    Seit dem Start von Klartext habe ich die Ehre und das Vergnügen die Redaktionsmanagerin des Blogs zu sein. Quasi die Peitschen-Lilly in der Firma, die die Kolleginn/en sanft aber unablässig darauf hinweist, dass der Redaktionsschluss für ihren Beitrag naht. Unterstützt werde ich dabei von unserer PR-Agentur, die eine CvD-Rolle übernimmt. D.h. sie liest die Artikel Korrektur, ergänzt Links, Bilder oder andere Elemente, schaltet den Beitrag final frei und teasert ihn parallel über Facebook und Twitter an. Geplant werden die Beiträge etwa vier Wochen im Voraus, so dass jeder Autor frühzeitig weiß, wann er in die Tasten greifen muss. Flexibel sind wir trotzdem: Wenn etwas kurzfristig nicht kommt oder etwas aktuell dazwischenkommt, können wir reagieren.

    Sind wir anfangs noch zu Redaktionssitzungen zusammengekommen, so hat sich der Ablauf mittlerweile eingespielt und funktioniert per Mail, auf Zuruf bzw. durch diktatorische Entscheidungen der Redaktionsmanagerin. So füllt sich der Redaktionsplan teilweise durch Zuteilung und teilweise durch den aktiven Input der Kolleginn/en.

    AutorInnen und Frequenz: 2mal pro Woche, Kernteam und Gelegentliche

    Angefangen hat 2009 alles mit einem kleinen Autoren-Team von vier Mitarbeitern aus der Leitungsebene von mediascale. Mittlerweile schreiben regelmäßig etwa zehn Mitarbeiter für den Klartext-Blog. Aus allen Hierarchieebenen und Tätigkeitsbereichen. Es gibt weiter ein Kernteam von vier Autoren, die alle zwei bis drei Wochen publizieren. Und eine Gruppe von Kollegen, die alle zwei, drei Monate einen Beitrag beisteuern. Schreiben darf grundsätzlich jeder Mitarbeiter, auch wenn es nicht jeder aktiv praktiziert.

    Formate und Inhalte: Service, Meinung, Video und  noch mehr

    Das Schwierigste an einem Corporate-Blog ist, inhaltliche Formen zu finden, die einerseits zum Unternehmen und zu seinen Autoren passen und andererseits lesenswert und unterhaltend für potentielle Leser sind. Content Marketer würden sagen: qualitativ guter Content. Das ist bei harten Fachthemen wie Real Time Bidding, Targeting, Social Advertising, Suchmaschinenmarketing & Co ein Prozess, der Zeit braucht und für den man Gefühl entwickeln muss. Wir hatten Glück, dass die anfangs beteiligten Autoren sehr unterschiedliche Charaktere sind, mit sehr unterschiedlichen Stilformen: Vom satirisch Hochbegabten über den Meinungsstarken bis hin zum sehr serviceorientierten Schreiberling. Das Feedback unserer Leser, aber auch die nackten Abrufzahlen, zeigen uns: Dieser Mix der Charaktere, der sich im Schreibstil wiederfindet, kommt ganz gut an. So umfasste die Top 10-Liste unserer erfolgreichsten Blogbeiträge im Jahr 2014 deshalb auch Glossarbeiträge ebenso wie Videoblogs, Meinungsbeiträge und sogar ein Kundenportrait. Die Vielfalt der möglichen Formate macht aber nicht nur den Lesern Spaß, sondern auch uns Autoren:

    - Im Glossar erklären wir auf einfache Art und Weise Fachbegriffe aus dem Alltag eines
    Performance Marketers – vom Google Qualitätsfaktor bis zur ortsbezogenen Werbung

    - Sind wir auf Veranstaltungen verfassen wir häufig ein Review dazu – garantiert subjektiv

    - oder wir lassen uns von Willy Astor inspirieren und beschreiben einen Tag in der Agentur

    - auch Jahresaus- und -rückblicke sind selbstverständlich

    - ebenso Interviews mit unseren Kunden und den Fachjournalisten unserer Branche

    - und wenn wir mal ganz viel Zeit haben, posten wir sogar Backrezepte zu Nikolaus

    Seit September 2011 haben wir die Textbeiträge um einen eigenen Videoblog (zusätzlich auf einem mediascale-eigenen YouTube-Channel) ergänzt: „Bscheid gsagt“ ist ein reines Interviewformat mit mittlerweile schon über 50 Folgen. Ein/e Interviewer/in aus dem Off (die Kollegen von cocodibu) unterhält sich mit Wolfgang Bscheid über Themen, die die Branche bewegen – aktuell und grundsätzlich. Von der Datenqualität im Targeting über das Customer Journey Tracking bis hin zu Wearables oder Digital Outdoor. Um die Videos kostengünstig zu produzieren, werden die fünf bis sechs Folgen inhaltlich vorbereitet und an einem halben Drehtag hier im Haus von Benedikt Schreiber (www.benediktschreiber.de) abgedreht. Und natürlich gibt es am Ende des Jahres immer eine Folge mit den lustigsten Outtakes.

     ROI, Erfolge und Amüsantes

    Lohnt es sich, gerade als kleineres Unternehmen, einen Corporate-Blog zu betreiben? Unser Fazit nach fünfeinviertel Jahren: Ja, sonst hätten wir aufgehört. Da wir als Performance-Agentur (fast) alles tracken, natürlich auch unsere Webseite und den Blog, wissen wir: Der Blog hat mittlerweile stabil mehr Traffic als unsere Webseite. In Zahlen sind das in den zurückliegenden drei Quartalen etwa 4.000 bis 5.000 Visits pro Quartal.

    Während Interessenten in der Suchmaschine meist direkt nach dem Namen unserer Firma suchen und die Webseite finden, kommen sie auf den Blog eher über thematische Suchbegriffe aus unserer Fachwelt (Targeting, Real Time Advertising, Performance Marketing, Social Advertising uvm.). Das war so beabsichtigt und funktioniert gut. Auch der Videoblog hat in der Fachcommunity mittlerweile durchaus Kultstatus.

    Außerdem lesen Klartext etliche Fachjournalisten unserer Branche, die sich gelegentlich von den Artikeln inspirieren lassen. Das mündet dann in Interview- oder Statement-Anfragen an das mediascale-Management oder geht sogar so weit, dass Passagen aus Blogartikeln (ohne vorherige Anfrage) zitiert werden. Auch Kunden und Marktpartner lesen mit, wie wir immer wieder durch persönliches Feedback erfahren.

    Einer unserer Blogautoren, mein geschätzter Kollege und mediascale Geschäftsführer Dominik Frings, schwingt so eine spitze Feder, dass er mittlerweile nicht nur eine eigene Rubrik im Blog hat („Findet Frings“), sondern auch vom Fachmedium LEAD Digital zum Digital Leader und festen Kolumnisten ernannt wurde.

    Außerdem sind wir gelegentlich mit ausgewählten Beiträgen von Klartext im Corporate Blog unseres Mutterhauses Serviceplan präsent.

    Wenn es einen Bereich gibt, wo sich unsere Erwartungen nicht erfüllt haben, dann ist das die Interaktion. Direktes Feedback, in Form von Kommentaren unter den Artikeln, bekommen wir leider viel zu selten – mal abgesehen von den tausenden Link-SPAM-Kommentaren.

    Alles in allem ist unser Klartext-Blog aber keine schlechte Ausbeute für ein Content Marketing-Projekt, wie wir finden. Falls Sie anderer Ansicht sind, dann wäre jetzt der ideale Zeitpunkt, uns das zu sagen. Nur los, wir würden uns auf Ihre Meinung freuen.

    Ihre Klartext-Blogger

    P.S. Dies ist auch ein Beitrag für die Blogparade “Content-Marketing und Corporate Blogs 2015″ #cmcb15

  3. Ad-Fraud: Ohne Qualitätskontrolle geht es nicht

    Jan 15 2015
    Tobias Wegmann

    Tobias Wegmann

    Augen auf beim Werbeinkauf!  Trotz Tools und einiger Bemühungen seitens der Publisher bleibt Ad-Fraud leider auch in Deutschland ein nicht zu unterschätzendes Thema. Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt beim Einkauf von Werbeplätzen deshalb auf seriöse Supply-Quellen und eine umfassende Beobachtung seiner Kampagnen um Klickbetrug zu verhindern. Denn kein Tool der Welt ist bis jetzt in der Lage, Kampagnenbetrug  zu 100 Prozent sicher zu erkennen und zu verhindern.

    Unter den immer neuen Marktpartnern und Plattformen im Online Display-Markt finden sich nämlich leider immer noch so manch schwarze Schafe, die mit unseriösen Methoden ihren Kunden das Geld aus der Tasche ziehen. Wer als Werbungtreibender dann seine Supply-Quellen nicht genau prüft, kann da schnell zum Opfer werden und zahlt dann für Traffic, der keinesfalls durch echte User erzeugt wurde. Andere Betrugsformen sind beispielsweise das Vortäuschen hochwertiger Werbeumfelder oder die Fehladressierung von Datenpunkten.

    Zu Beginn des Jahres 2014 verzeichneten zum Beispiel einige seriöse deutsche Webseiten eine verdächtige Häufung von Adclicks, die allesamt von Usern aus China kamen. Das kam den einschlägigen Agenturen sehr verdächtig vor, so dass solche Klicks gleich, aber auch sehr aufwändig aus den Reportings entfernt wurden. Um diesem Problem entgegenzuwirken und eine solch aufwendige Prozedur nicht wiederholen zu müssen, unterbinden mittlerweile alle großen Systeme auf dem Markt solche Angelegenheiten nun ganz automatisch.

    Wie häufig Ad Fraud in Deutschland vorkommt, lässt sich nur schwer in Zahlen fassen. Denn wie anfällig eine Kampagne für Betrug ist, hängt auch vom gewählten Kampagnentyp und der Sorgfalt bei der Umsetzung an sich ab. Wer über eine Real-Time-Advertising-Plattform eine Reichweitenkampagne nur mit Blacklisting einbucht und keinerlei Inventarquellen ausschließt, braucht sich beispielsweise über Ad Fraud nicht wundern.

    Eine Mitschuld für diese Entwicklung tragen auch die Sell- und Demand-Side-Plattformen selbst, die, um wettbewerbsfähig zu bleiben, nur ihr Wachstum im Auge hatten und ihre Kunden keiner genauen Prüfung unterziehen. Leider gilt das für den ein oder anderen Publisher auch, der seine Supply-Partner nicht sorgfältig genug ausgesucht hat. Mittlerweile sind auch verschiedene Tools im Einsatz, um Ad Fraud zu verhindern. Trotzdem können diese niemals eine Kampagnenmanipulation komplett ausschließen. Spezielle Ad-Varification-Anbieter können lediglich den Kontrollprozess, der bei jeder Kampagne unabdingbar ist, erleichtern. Denn alle Parameter müssen kontinuierlich beobachtet werden, um auf diese Weise Auffälligkeiten zu identifizieren und auf sie reagieren zu können. Die Kosten für diese Tools sind nicht übertrieben hoch.

    Auch wenn verschiedene Tools gute Hilfestellung bieten können, keins von ihnen kann komplett vor betrügerischen Aktivitäten schützen.  Eine umfassende Qualitätskontrolle und ein konsequentes Whitelisting ist nun mal der einzige effektive Schutz vor Manipulationen. Gleichzeitig müssen aber die Plattform-Betreiber auch genügend Ressourcen in die händische Qualitätskontrolle ihrer Partner und deren Inventar investieren. Nur durch solche qualitätssichernden Maßnahmen lässt sich der deutsche Onlinemarkt sicher halten.

    Zum Thema Ad Fraud hat mich auch Ingrid Schutzmann von der Redaktion der Internet World befragt.

  4. Amazon, Facebook, Google – die dunkle Seite der Werbung?

    Jan 13 2015

    Machen Amazon, Facebook, Google & Co. mit ihren eigenen Werbeangeboten und -netzwerken künftig die deutschen Online-Vermarkter und Online-Mediaagenturen überflüssig, wie ein Fachmedium vor Weihnachten berichtete? Sind sie die dunkle Macht bzw. die dunkle Seite der Online-Werbung? Nein, sagt mediascale Geschäftsführer Wolfgang Bscheid in der neuesten Folge des Video-Blogs “Bscheid gsagt”.

    Aber sie verändern den Markt auf ernst zu nehmende Weise. Je mehr Werbesilos bei Amazon, Facebook und Google entstehen, desto wichtiger wird ein Berater, der den Werbungtreibenden erklärt, was diese Entwicklung für sie bedeutet und wie man mit dieser Situation umgeht. Die schöne neue Selbstbucherwelt für Werbungtreibende braucht umso dringender einen Navigator, je unübersichtlicher und intransparenter das Angebot wird.

    Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale

  5. Willkommen 2015, Jahr des Aufbruchs und der unendlichen Möglichkeiten

    Jan 08 2015
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    Nachdem das vergangene Jahr in den üblichen pre-weihnachtlichen Turbulenzen durchaus hektisch zu Ende ging, ist es nun an der Zeit sich geordnete Gedanken über die nähere Zukunft zu machen, wobei natürlich auch hier gilt, dass Prognosen welche die Zukunft betreffen immer die schwierigsten sind.

    Vor einem Jahr wäre eine Voraussage á la “die IS-Miliz erobert die arabische Halbinsel”, “der BVB informiert sich über Aalen und Sandhausen” oder “Deutschland haut Brasilien 7:1 aus der Hütte” wohl eher belächelt worden. Andererseits hätte eine gezielte Wette auf eines dieser Ereignisse unter Umständen den vorzeitigen Ruhestand sichern können… nun ja, Lotto (gerne auch Eurojackpot) wäre wohl eine sicherere Alternative. Aber sei’s drum, ich stelle jetzt einfach mal ein paar Thesen auf und werde dann am Ende des Jahres meine eigene Unfähigkeit einräumen müssen. Ich werde es zudem gleich mit bizarreren Prophezeihungen probieren, weil ansonsten jeder sagen würde: ja dieses und jenes war ja nun wirklich vorhersehbar!

    1. Facebook hält für ein Jahr seine Werbeformen konstant, kündigt das auch noch vorher an.

    2. Twitter startet in Deutschland so richtig durch und beglückt die Werbewirtschaft mit schon fast beängstigend pragmatischen und guten Kundenlösungen und einem Nutzerzuwachs von 100%.

    3. Die Gilde der Taxifahrer läuft komplett zu Uber über. Uber wiederum kauft Groupon und verkauft während der Fahrten Heizdecken an wehrlose Gäste.

    4. Die Weltraumfahrt erlebt einen neuerlichen Boom, weswegen die NASA verstärkt Mitarbeiter von RTA-Plattformen abwirbt, da algorhithmisches Denken im luftleeren Raum eines der Kernkompetenzen darstellt, um am Jupiter bestehen zu können.

    5. Apropos RTA: Die AfD steigt nach dem Gold- nun auch in den Medienhandel ein und verkauft über die eigenen Plattformen Greencards an ausreisewillige Migranten erster und zweiter Generation sowie alte AOL-CDs.

    6. Google startet mit „Deep Water“ ein eigenes Erkundungsprogramm der Tiefsee und baut autonome Mini-U-Boote für den privaten Gebrauch. Yahoo und Microsoft ziehen unmittelbar nach, scheitern aber aufgrund fehlender Konnektivität und User-Akzeptanz.

    7. Die ersten brauchbaren flächendeckenden Angebote im Bereich Native Advertising überraschen Laien wie Fachmänner (bzw. – frauen) gleichermaßen, werden aber leider nicht mehr wahrgenommen, da das Zauberwort der Stunde „Dynamic Teletexting“ lautet und die gute alte Brieftaube von Bottrop ausgehend ihren Siegeszug um die Welt antritt.

    Ich denke, dass sollte für den Jahresauftakt reichen und ich blicke gespannt auf die Realisierung meiner Vorhersagen. Das es unbenommen auch ohne deren Erfüllung spannend wird, kann ich Ihnen aber tatsächlich versprechen. Denn die stetig wachsende Zahl von Endgeräten, zunehmende Komplexität – aber auch Orientierung – im Datendschungel und die ein oder andere Innovation und Konzentration im Markt versprechen genug Abwechslung für jedermann. Und ehe man sich versieht,  steht dann schon 2016 vor Tür. Versprochen!

  6. Best of Bscheid gsagt 2014

    Dez 18 2014

    Das Jahr 2014 geht zu Ende und alle sind schon ganz aufgeregt und warten ganz sehnsüchtig darauf… Nein, nicht auf Weihnachten. Natürlich nur auf das Best of Bscheid gsagt 2014! Ein feines Zuckerl als vorweihnachtliches Präsent für alle Fans von Bscheid gsagt. Etwas zum Schmunzeln, bei dem ganzen Weihnachtsstress. Vielleicht helfen da ja die professionellen Lockerungsübungen, mit denen wir uns sonst auf den Dreh unseres Video-Blogs vorbereiten.

    Und wer sich so richtig abreagieren möchte, dem empfehlen wir unser Schneeballschlacht-Spiel. Weiße Weihnachten gibt es dieses Jahr eh nicht, also lieber zum virtuellen Schneeball greifen, die hüpfenden mediascale-Männchen abschießen und in die Hall of Fame aufsteigen.

    2015 geht es gleich wieder weiter mit neuen Folgen von Bescheid gsagt. Mit noch mehr dynamischen Requisiten und interstellaren Interviews. Bis dahin wünschen wir allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Ihre mediascale

     

    Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

  7. Jahresrückblick 2014 im Twitterstyle

    Dez 16 2014
    Julian Simons

    Julian Simons

    1.    Welcome to the Club, Dominik! Unser „neuer“ GF – Kollege seit 1.7. – Wolfgangs und meine Schulter fühlen sich leichter an, dankeschön! #RedlichVerdient

    2.    Welcome Elia, Leon und Johanna – endlich kümmern wir uns auch um die Rentenlücke – bald gehören auch wir zur Empfängergeneration…. #Rentemit60

    3.    RTA – 2014: DSPSSPDMP aller Orten – Fraud auch! #VersprechenIstGutKontrolleBesser

    4.    BigData – 2014: vom Buzz zur Realität: ein schöner Stoff macht noch kein Kleid! #SteinigerWeg

    5.    dmexco – 2014: Zimmer für 2015 hat man am besten schon am 14.9.2014 gebucht! #WeitsichtFreutDieKostenstelle

    6.    NMA – 2014: Bauerfeind vs. AgenturGF = Klitschko vs. Wiese: Selten so amüsiert! #GehNurAufDieBühneWennDuWeisstWoraufDuDichEinlässt

    7.    Die Optimierungswaffe unseres SEA Teams 2014: Gefunden von unserem CTO #SchlussMitDemWerbemüll
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    8.    Der öffentlicher Online-Media-Battle 2014: Dominik Frings vs. Thomas Koch #BartIstNichtGleichBrain

    9.    UTB 2014: Ein seltener Sommertag – ansonsten ein absolut arbeitgeberfreundlicher Sommer – Biergarten fiel mehrheitlich aus #SommerInDerStadt

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    10.    Das wichtigste Excelfile 2014: Paninitauschbörse #WirSindWeltmeister #PaninialbumVoll

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    11.   Auch dieses Jahr grosse Feste mit guten Gesprächen! #AstraKoppKippe

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    12.    Ich bin froh, dass wir durch sind: viele Kampagnen, neue und alte Themen, neue Kunden, neue Kollegen, neue Strukturen – uns wurde nicht langweilig. #Workload

    13.    Dafür ein GROSSES Dankeschön an alle Kolleginnen und Kollegen – schee war’s! #Respekt

    14.    @all: #FroheWeihnachten #GutenRutsch #Ab7JanWiederda #IchBinRaus

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  8. Glossar: Location Based Services und ortsbezogene Werbung

    Dez 11 2014
    Agnes Ley

    Agnes Ley

    Location Based Services (LBS) sind Dienste, die sich auf den aktuellen Standort des Users beziehen. Daher funktioniert LBS mittels mobiler Endgeräte wie Handy oder Tablet, die wir mit uns tragen. Ein einfaches Anwendungsbeispiel für einen Location Based Service ist die Navigation. Ein User sucht den Weg zu einer bestimmten Adresse und eine App navigiert ihn zum Zielort. Dies wäre ein Beispiel für einen reaktiven LBS, da der User die Information aktiv anfordert, er sucht nach dem richtigen Weg. Das Gegenstück sind proaktive Location Based Services, die dem User angezeigt werden, ohne dass er sie anfordert. Auslöser kann z.B. das Betreten eines vom Absender vordefinierten Raumes sein. Beispiel: Ein User hat auf einem Smartphone die App von einer Restaurantkette und kommt in die Nähe einer Filiale. Automatisch wird ihm ein Gutschein für ein Gratis-Getränk für seinen Essens-Besuch zugestellt. Und hier haben wir auch schon die Schnittstelle zur ortsbezogenen Werbung.

    Die Anwendungsbeispiele dafür sind vielfältig – so wäre es beispielsweise auch denkbar, Usern, die sich in einem definierten Bereich rund um einen Golfplatz aufhalten, Werbung zu passenden Produkten vom neuen Golf-Set bis zur nächsten Golf-Reise einzublenden. So eine Umsetzung ist auch unabhängig davon möglich, ob der User eine bestimmte App installiert hat. Man kann Bannereinblendungen auf mobilen Websites und beliebigen Apps buchen, sofern User im definierten Umkreis diese aufrufen.

    Eine schöne Erklärung zum Thema Location Based Services finden Sie in diesem Video:

     

     

     

  9. Ein weiterer TAG in der Agentur

    Dez 09 2014
    Emanuele Fino

    Emanuele Fino

    8.50 Uhr. Kaffeebar. Erst mal einen Espresso, bevor ich vor zum Cookie weiche. “Den ‘KPI-rinha’ kannst du stornieren!”, ruf ich noch im Rausgehen zum Barista.

    Im Büro angekommen. Die Kollegin grüßt: „Yahoo!

    Senior Planer betritt das Büro. Er hat Kampagnenprobleme. „Sag mal, wie oft muss man das wiederholen oder cappst du das nicht?“, flüstere ich etwas zu laut.

    Scheinbar streikt seine Reminderfunktion. „Schreibs in deinen Blog“, sag ich und flüchte wieder in die Kaffeebar.

    Kaffeebar. Ich bestelle zwei Cookies. Der Barista gibt mir einen. Der Admanager geht leer aus.– Klassische Zählabweichung.

    Technikschulung. Meine Sichtbarkeitsrate sinkt von Minute zu Minute, meine Use Time ist aufgebraucht.  – „Interessant“, denk ich so, „der Schlaf will nicht kommen und das, obwohl ich schon seit ein paar Minuten Pixel zähl.”

    Lerneffekt jetzt natürlich gleich null. Zum Glück treff ich kurz darauf in der Teeküche auf die Pedia Wiki, die weiß eigentlich immer Bscheid.

    Mittag. Der Springer Axel meldet sich wie immer pünktlich. Ich bin allerdings schon mit Ströer zu Tisch, es gibt ToFo.

    Nach’m Mittag. Franz Researcher braucht Nachrichtenumfelder. „Arrrg Offf“, ärgere ich mich.

    „Ich befrage mal die Glaskugel.“

    Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist das größte Newsportal im Land?”

    Passt gut ins Bild.de.

    Kaffeepause. Googlehupf. Lecker.de

    “Kampagne ist schon optimiert!”, schreit der Data Scientist über den Gang. „SSP“, sag ich mit dem Finger vor dem Mund. „Wir gehen in dein Zimmer, bevor ich dich hier so im Floor preise.“ Der muss sich aber auch immer profilieren, denk ich mir so beim Rausgehen.

    Endlich wieder im Büro. Es zieht. Windows zu und ab nach Hause.

    Auf dem Heimweg schwimm ich einfach mal in-Stream und schau, dass ich so mid roll – bevor ich noch kurz zur post roll.

    Sofa. Werbeblock während Matrix. „Wow, ein neues Bier“. „Was für eine Produktentwicklung!“, sprach ich, bevor ich mir einen Ansoff.

  10. mediascale-Glossar: Der Google-Qualitätsfaktor

    Dez 02 2014

    Die große Frage für werbetreibende Unternehmen ist immer wieder: Wie maximiere ich mein Geschäft ohne mehr Geld zu investieren? Nun, diese Frage kann ich so auf die Schnelle nicht beantworten. Da muss ich schon tiefere Insights des jeweiligen Unternehmens bekommen. Aber was ich so pauschal mal raushauen kann, ist die Antwort auf die Frage “Wie kann ich mich mit gleichbleibenden Kosten besser positionieren?”. Zumindest mal in der bezahlten Suche. Total einfach, ich erhöhe meinen Qualitätsfaktor und erhalte bei gleichen Klickpreisen bessere Anzeigenpositionen. Daraus ergeben sich zwei Möglichkeiten: Ich erhalte entweder mehr Klicks durch die besseren Positionen und habe dadurch aber mehr Ausgaben, oder ich behalte die aktuellen Positionen bei und spare durch den besseren Qualitätsfaktor Geld. Wenn ich aber diese beiden Optionen mische, habe ich durch geschickte Steuerung gleichbleibende Kosten, aber mehr Klicks, die gleichzeitig auch noch meine Sichtbarkeit in der Suche steigern. Cool, oder?

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    Qualitätskontrolle

    Tja, wie steigert man jetzt diesen sogenannten Qualitätsfaktor – genannt Quality Score – und was ist das überhaupt? Erst mal zur zweiten Frage:

    Google definiert seinen Qualitätsfaktor so:

    “Eine Schätzung der Qualität Ihrer Anzeigen, Ihrer Keywords und Ihrer Zielseite. Qualitativ hochwertigere Anzeigen können zu geringeren Kosten und einer höheren Anzeigenposition führen.” -  hier kann man die gesamte Definition lesen.

    Die nächste Frage, die sich stellt ist: Wer, wieso, warum, wann schätzt denn diese Qualität auf was basierend ein? Google alleine als Antwort genügt hier natürlich nicht, deswegen erkläre ich euch mal ein paar Dinge anhand von Fakten.

    1. Jedes Keyword erhält einen Qualitätsfaktor, der im Adwords-Konto dargestellt wird.

    2. Die Qualität der Anzeige wird pro Auktion berechnet und hängt von vielen Einflussfaktoren ab, nicht nur vom Qualitätsfaktor des gebuchten Keywords zu dem diese Anzeige ausgespielt wird.

    3. Der Qualitätsfaktor wird mit einer Zahl zwischen 1 und 10 festgelegt, wobei  1 sehr schlecht ist und 10 sehr gut.

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    4. Die Kombination aus Qualitätsfaktor, maximalem Gebot pro Keyword und Konkurrenz legt den Anzeigenrang und damit die Position pro Auktion (Suche nach dem Keyword) fest.

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    5. In den Qualitätsfaktor fließen Zusammenhang zwischen Suchbegriff, Anzeigentext, der Inhalt der verlinkten Zielseite der Anzeige und die zu erwartende Klickrate auf diese Anzeige zusammen.

    Es gäbe noch vieles, was man über den Qualitätsfaktor schreiben könnte, aber ich versuche es jetzt mal mit wenigen Worten auf den Punkt zu bringen: Google funktioniert nach dem Prinzip, dem Endverbraucher das relevanteste Ergebnis auf seine Suche auszuspielen. Falls es bei bezahlten Listings dazu kommt, dass die Anzeige und das Angebot auf der Zielseite nicht zum gesuchten Begriff in ausreichender Relevanz steht, muss der Werbetreibende mehr für sein Listing bezahlen. Dabei kann es sogar vorkommen, dass Google aufgrund gänzlich fehlender Relevanz die Anzeige trotz eines übertrieben hohen Klickpreises einfach gar nicht schaltet. Aus Usersicht bietet der Qualitätsfaktor natürlich einen Mehrwert, in dem er nicht relevante Anzeigen automatisch aussortiert. Allerdings können durch höhere Investitionen unter Umständen weniger relevante Anzeigen eine bessere Position erreichen. Aus unserer Sicht ist es deshalb absolut notwendig, Werbebudgets in Verbindung mit dem Qualitätsfaktor auszuspielen und durch sinnvolle und relevante Keyword-Auswahl, passende Texte, passende Zielseiten und möglichst hohe Klickraten auf die Anzeigen zu steuern. Wenn nun der Qualitätsfaktor noch durch noch passendere Inhalte auf Zielseiten ergänzt wird, können so mit gleichem Budget deutlich mehr Klicks erreicht werden und damit findet eine Maximierung des Geschäfts statt.

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