mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. Muss Windows 7 Web 5.0 können?

    Okt 28 2009
    Tobias Wegmann

    Tobias Wegmann

    Zum offiziellen Marktstart des neuen Microsoft Betriebssystems Windows 7 am 22. Oktober 09 gab es fast nur positive Kommentare von allen Seiten. Nach langem Aufstieg scheint  das Betriebssystem-Team bei Microsoft endlich einen Gipfel mit Aussicht erreicht zu haben. Ich selbst arbeite mit Windows 7 seit dem  RTM-Candidate im August und kann das ausdrücklich bestätigen.  Tatsächlich habe ich  mich seit der Installation noch nie über das System geärgert.  So ein Dauerhoch  in der eheähnlichen Beziehung, die man zu seinem engsten Arbeitspartner pflegt, grenzt schon an  ein kleines, dankbar  registriertes Wunder. Die Computerexperten vom Feuilleton der Süddeutschen Zeitung  sind jetzt die ersten, denen Windows 7 ganz und gar nicht gefällt. In der Montagsausgabe der SZ räumen sie dafür eine halbe Seite frei  (online zu lesen unter unter: http://www.sueddeutsche.de/computer/905/492264/text/ ). Dort erklären Sie  uns wortreich und bildungsschwanger, dass Windows 7 zwar ganz toll funktioniere, im letzten aber ein völlig verfehltes Produkt darstelle, da es nicht geignet sei, uns in den “wolkigen Raum  des Überall-Computings“ zu führen.  Letzeres ist  faktisch sicher richtig, nur, wie bitte soll denn das vernetzte Computing der Zukunft überhaupt aussehen? Es wird im Moment auf der Welt nur sehr wenige Menschen geben, die eine ernsthafte Vision von der Softwarewelt der Zukunft haben und auch diese werden sich später zum größten Teil böse geirrt haben, so lehrt es jedenfalls die  Erfahrung. Ein Betriebssystem, das heute auf den Markt kommt, kann kaum dafür haftbar gemacht werden, die unzähligen  Windungen  und Sackgassen auf dem Weg vom Jetzt in die glorreiche Wolke 5.0 schon  vorauszudenken. Bestenfalls kann es sauber Geräte aller Art vernetzen, sicher funktionieren und auch noch Spaß machen. All dies leistet Windows 7 und auch die SZ würde dies wahrscheinlich würdigen, käme das System nicht von Microsoft, sondern von einem der beiden Softwarehäuser, denen  der Zeitgeist des Feuilletons gewogener ist.

  2. Targeting: Wer zielt besser, Vermarkter oder Agenturen?

    Okt 26 2009

    Im Rahmen der dmexco-Conference trafen sich in der Debate Hall Dr. Oliver Rengelshausen (Leiter E-Commerce Thomas Cook), Stefan Noller (CEO Nugg Ad), Wolfgang Bscheid (Geschäftsführer mediascale), Matthias Pantke (Geschäftsführer AdScale), Oliver Busch (Geschäftsführer ad pepper media), Thomas Duhr (Leiter des Arbeitskreises Targeting im BVDW und Vize-Präsident IAB Europe) sowie Dr. Clemens Riedl (CEO StudiVZ) und diskutierten darüber, wer denn nun das bessere Targeting anbietet – Agenturen oder Unternehmen? Eins schonmal vorweg: Media Agenturen wie mediascale haben hinsichtlich Targeting einen großen Vorteil. Denn im Gegensatz zu einzelnen Werbenetzwerken, können sie Nutzerprofile portfoliounabhängig sammeln. Alle weiteren Antworten zeigt das offizielle Video zur Targeting Debatte auf der dmexco 2009:

  3. Strategischer Schachzug oder heiratet Not eher Elend?

    Okt 22 2009
    Wolfgang Bscheid

    Wolfgang Bscheid

    United Internet Media (UIM) und wunderloop “verschmelzen” ihre Targetingsysteme, melden die Kolleginn/en der Internetworld Business heute. Was soll man von dieser Elefanten-Hochzeit halten? Löst dieser Zusammenschluss wirklich eines der grundlegenden Probleme bei vermarkterseitigem Targeting? Oder vermählt sich da Not mit Elend? Richtig ist, dass durch die Hochzeit das wunderloop-Portfolio nun noch ein Stück wächst. Nur leider gibt es sowohl unter den AGOF-Reichweiten, als auch unter den unabhängigen Sites und unter den Vermarktern noch genügend Marktpartner, die nicht auf wunderloop setzen. Und genau hier liegt das wirkliche Problem. Es ist am Ende des Tages fast egal, wie gross das wunderloop-Portfolio ist, solange es nicht alle bzw. alle relevanten Sites enthält. Denn somit läßt sich mit einer solchen Lösung immer noch KEINE übergreifende Planung realisieren. Aus Sicht der Werbekunden und Agenturen ist sinnvolles Targeting aber NUR so als übergreifende Lösung wirklich handhabbar. Und dafür gibt es derzeit nur einen vernünftigen Lösungsansatz: Das Targeting kommt von der Agentur und wird dann auf alle in der Planung enthaltenen Reichweiten angewendet.

    Vielleicht hat die Verbindung von UIM und wunderloop aber auch einen viel banaleren Hintergrund: Beide Unternehmen haben in den letzten Jahren nicht unerhebliche Mittel in ihre Systeme investiert. Sowohl wunderloop als auch UIM sprechen von jeweils 40 Mio. Euro.  Seien wir ehrlich: Zwar wird das Thema Targeting heute mit Sicherheit häufig und heiß diskutiert, bisher konnten die realen Umsätze jedoch nicht die hohen Erwartungen der Unternehmen erfüllen. Demnach wäre die Vermählung also eher eine arrangierte Vernunft-Hochzeit, um dem Kostendruck Rechnung zu tragen. Zumal alle Bemühungen von United Internet Media, das hauseigene TGP-System als übergreifende Lösung zu etablieren, bisher gescheitert sind.

    Wir wünschen den frisch Vermählten, dass nach dem Presserummel genügend Tafelsilber auf dem Hochzeitstisch landet. Und wenn Sie Ihre Meinung zum Deal loswerden wollen: die Umfrage gibt es hier.

  4. Wenn im Web 2.0 die Sicherung durchbrennt

    Okt 21 2009

    Agentur, Mittagspause, Spiegel, Bild und Express sind durch, also noch Twitter lesen: „Wenn der Webshop von XX  scheiße ist, ist das Meeting vertane Zeit“, „Nokia sucks“, „YY [eine weitere Weltmarke]  hätte die Pleite verdient“. Wenn ich nicht schon sitzen würde, plumpste ich jetzt auf meinen Hosenboden. Innerhalb von fünf Surfminuten finde ich mühelos noch  drei weitere Tweets, in denen Medienmenschen Ihre Kunden schmähen oder über Marken pöbeln, für die sie höchst dankbar wären, arbeiten zu dürfen. Nun war das Internet noch nie ein Ort der abgewogenen Formulierungen und höflichen Umgangsformen. Das weiß jeder, der in einem Forum schon einmal eine nicht vollständig mit technischen Details, Seriennummer und Softwarerevison komplettierte Frage zu stellen wagte und darauf von  unverzüglich reagierenden Superusern unflätigst niederkartätscht wurde. Solche Nickname-Maulhelden entpuppen sich im Übrigen  meist als durchaus  höflich und hilfsbereit,  falls  man zufällig mal einen persönlich kennenlernt.  Und auch die auf Twitter wild pöbelenden Medienmenschen können durchaus Löffel und Gabel halten, sonst hätten sie Ihren Arbeitsplatz nicht. Ihre Ausbrüche sind von der Art mäßiger Witze, wie sie auch ich gelegentlich gegenüber vertrauten Kollegen oder engen Freunden vom Stapel lasse. Diese bleiben im Zimmer und sind nach kurzem Lachen für immer vergessen,  das Beste, was Ihnen passieren konnte. Spontan auf  Twitter gepostet kann sie die ganze Welt lesen und sie sind  konserviert für die Ewigkeit, auf dass die Enkel noch Stoff zum Verhöhnen finden. Denn wirklich anonym ist kaum jemand der „Professionellen“, die auf Twitter posten, auch wenn dies mancher glauben mag. Deshalb denkt bitte daran: Ihr sprecht mit der ganzen Welt, falls diese zuhören will.

  5. Vermarkter übergreifendes Targeting

    Okt 20 2009
    Julian Simons

    Julian Simons

    Die Diskussion ist en vogue wie nie – welche Form von Targeting sollte man seinen Kunden heute empfehlen? Und wer profitiert eigentlich davon? Und was hat am Ende der Kunde davon?

    Soll der Kunde das Targeting eines darauf spezialisierten Anbieters nutzen oder lieber das System der eigenen Agentur oder doch das bewährte Targeting der einzelnen Sites separat – jeder hat seine eigene Philosophie und natürlich hat auch jeder seine eigenen Interessen.

    Versuchen wir es also mal so neutral wie möglich: Macht es aus Kundensicht Sinn, getargete Reichweiten auf einzelnen Platzierungen und Portalen einzukaufen, die dort auf Basis unterschiedlicher Nutzungskriterien ausgesteuert werden (Bsp. TGP von UIM)? Natürlich – jedoch nur, wenn mein Fokus bspw. auf der zielgenauen Aussteuerung und Modellierung einer exakten Zielgruppenansprache auf einem Portal liegt, oder man einen User auf demselben, basierend auf seinem Surfverhalten, ansteuern will. Doch wenn man sich klar macht, was der werbetreibende Kunde am Ende wirklich möchte, dann ist er meist nicht primär am Portal bzw. der Platzierung interessiert, sondern v.a. an den Leistungswerten, die eine Platzierung bei der Adressierung seiner potentiellen Kunden leisten kann. Und da ein User bzw. potentieller Kunde nicht monothematisch auf ein Portal beschränkt ist, werden sehr schnell die Grenzen eines auf ein Portal eingeschränkten Targetings sichtbar. Da ist es unerheblich, welche Reichweiten das einzelne Portal vorweisen kann, denn diese interessieren den einzelnen User nicht. Er hat Nutzungsgewohnheiten, die meist „vermarkter übergreifend“ sind, denn er nutzt i.d.R. mehrere Sites und Portale parallel. Aus diesem Grund ist aus Sicht der werbetreibenden Unternehmen der Schritt hin zu einem vermarkter übergreifenden Targeting nur mehr als verständlich und der Wunsch nach Realisierung immanent – egal ob durch Agentur, Vermarkterzusammenschluss oder Spezialdienstleister.

    Deswegen die darauf aufbauende Frage: Wer kann vermarkter übergreifendes Targeting leisten? Eigentlich wäre aus Sicht aller Marktpartner die sinnvollste und naheliegendste Lösung, ein vermarkter übergreifendes Targeting, das die Vermarkter bspw. unter dem Schirm des OVK selbst anbieten. Diese Chance wurde jedoch grandios verspielt – warum, darüber lässt sich trefflich streiten. Fakt ist: Diese Chance wurde nicht genutzt, niemand wollte dem anderen einen evtl. Vorteil einräumen. Das Wehklagen ist heute jedoch umso grösser, da auf einmal Spezialdienstleister wie Wunderloop oder Agenturen wie mediascale begonnen haben, ein eigenständiges vermarkter übergreifendes Targeting aufzusetzen. Auch wenn die Verantwortlichen der großen AGOF-Reichweiten offiziell bestreiten, dass sie für solche Systeme Reichweite zur Verfügung stellen, ist es doch ein offenes Geheimnis, dass alle großen Agenturen inzwischen an solchen Systemen arbeiten bzw. es schon einsetzen. Und es ist davon auszugehen, dass diese Systeme mit entsprechenden Reichweiten der TOP AGOFs gefüttert werden.

    Tja, daher bleibt dann nur die Frage, wer kann es besser? Die Agenturen mit ihren proprietären Systemen oder die Spezialdienstleister? Und auch hier hat das subtile Hauen und Stechen schon begonnen: wenn man sich den Blog von nugg.ad, einem der Spezialanbieter ansieht, versucht diese Fraktion es mit der Argumentation, dass nur sie Systeme haben, die neben dem ach so simplen Retargeting auch das so gern gehypte Predictive Targeting technisch umsetzen können und deswegen die wahren Gralshüter sind. Technisch mag das stimmen, operativ sieht die Realität aber anders aus: betrachtet man die Performancewerte von Retargetingkampagnen vs. Predictive-Kampagnen und stellt diesen Werten dann eine Kostenrechnung gegenüber, verfliegt jeglicher Kosten-Nutzen-Effekt einer Predictive Kampagne. Und am Ende zählt, was der Kunde zählen kann – Abschlüsse, CPOs und ROMIs…

    Konzentrieren wir uns also auf Retargetingkampagnen – wer kann es wohl besser? Hier sind aus meiner Sicht zwei Facetten zu beachten:
    a.    wer bietet den wiedergefundenen User günstiger an und
    b.    wer hat die Expertise, den einzelnen User auf Basis seines Surfverhaltens auf der Site des Kunden im Nachgang in einer Kampagne richtig anzusprechen

    Wenn man die Diskussionen im Markt genau verfolgt, dann ist a. leicht zu beantworten: die besten Preise bekommen die größten Kunden. Das bedeutet, dass die großen Onlinemediaagenturen sicherlich leichteres Spiel haben werden, günstige Reichweiten, die idealerweise auch noch rückgabefähig sind, bei Vermarktern zu bekommen als Spezialdienstleister, die teilweise auch noch Dienstleister der Vermarkter selbst sind und damit eine ungleich schwerere Position als die großen Agenturen in Deutschland in der Verhandlung haben.

    Und b.: Wenn wir uns die Pitches ansehen, die wir in letzter Zeit auch gegen Spezialdienstleister rund ums Thema Targeting geführt haben, wird sehr schnell klar, dass technische Kompetenz nicht immer gleich konzeptionelle Kompetenz umfasst. Es ist eben nicht trivial, eine Retargetingkampagne so aufzusetzen, dass sie auch für den Kunden bessere Werte einspielt. Es ist nicht damit getan, dem User das gesurfte Produkt einfach auf einen Banner zu klatschen und zu hoffen, dass er das nächste Mal gleich nochmal darauf klicken wird, wenn er es denn sieht. Hier wird mehr verlangt! Und dieses MEHR sollten diejenigen anbieten, die den Kunden und dessen eCommerce Strukturen am besten kennen – heute sicherlich eher die Agenturen, aber auch das muss nicht so bleiben.

    Fazit: Wenn Sie sich für Targeting interessieren und darüber nachdenken, es in Zukunft für Ihre Produkte einzusetzen, kann ich nur einen Tip geben: Lassen Sie sich Erfahrungswerte präsentieren und Prozesse in der Umsetzung einer Kampagne – technisch sind viele auf einem ähnlichen Stand, konzeptionell trennt sich die Spreu vom Weizen!

  6. Mit unserem Kunden Sony Music “Laut in München”

    Okt 16 2009

    SBM_LIM09Logo1Ja, gestern war es nicht nur kalt sondern auch Laut in München. Unser Kunde Sony Music präsentierte zum zweiten Mal „Laut in München“ – und wir durften als Dankeschön für unsere geleistete Arbeit dabei sein und mitfeiern. Schon nachmittags um 14.00 Uhr ging es in den Eisbachstudios los. Zum Start donnerten die Beats des Miss Platnum Songs „She Moved In“ durch die Halle. Nach den einführenden Worten von Edgar Berger, dem CEO von Sony Music, stellte jede Division Erfolge aus dem vergangenen Jahr vor. Wir sind stolz darauf, mit unseren Online-Kampagnen zu vielen Künstler-Singles und Alben einen kleinen Beitrag geleistet zu haben ;-)

    Aber es wurde nicht nur zurück geblickt. Wir bekamen einen Ausblick auf Newcomer und geplante Veröffentlichungen etablierter Künstler. Worauf wir uns freuen dürfen? Ich persönlich – als Fan der österreichischen Musikkultur – auf ein neues Album von Rainhard Fendrich. Und sonst? Ein Comeback von Jennifer Rush – die live 2 Songs performte, eine Best of CD von den Foo Fighters, ein neues Album von dem gerade gesignten Alt-Rocker Joe Cocker, sowie neue Songs von Wir sind Helden – und sooo vieles mehr was den Rahmen meines Beitrags sprengen würde.

    belab Durch den Nachmittag begleiteten uns neben Jennifer Rush noch weitere Live-Auftritte: Max Herre begeisterte mit neuen Songs und stimmte den Saal mit dem Song A-N-N-A aus alten Freundeskreis-Zeiten auf mehr ein. Es folgten Daniel Merriweather, Ina Müller, Thomas Godoj, Frank Ramond und Bela B – dem dank seiner sympathischen und lustigen Art niemand kleine Fehler im Gitarrensolo und eine vergessene Textzeile übel nehmen mochte.

    Viel Laut macht viel Hunger und so ging es in einer Nebenhalle nach dem offiziellen Teil zu Buffet und geselligem Beisammensein. Zum Ausklang stand ein Auftritt von Silbermond auf dem Programm. Die aus dem Radio bekannten Balladen der Band hatten mich bis dato nicht wirklich angesprochen. Doch nach 1,5 Stunden Silbermond-Performance muss ich meine Meinung ändern – Frontfrau Stefanie überzeugt mich live zu 100%. Was für eine Show! Deutlich rockiger als man Silbermond aus dem Radio kennt.

    Da die abschließende Party genauso laut und lang war wie der offizielle Teil haben wir doch wirklich 12 Stunden in den Eisbachstudios verbracht – die voll und ganz gelungen waren. Liebes Sony Music Team, herzlichen Dank für die Einladung und die wirklich gelungene Veranstaltung. Wir hatten so viel Spaß!

  7. Sänk ju for träweling wiff Deutsche Bahn

    Okt 16 2009
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    Live aus unserem Alltag: Ein Rote-Augen-Zug kurz vor 7h irgendwo in Bayern: Ich bin mit meinem Kollegen unterwegs! Wir haben noch nicht ganz die Semmeln ausgepackt, als unsere verdutzten Ohren die ersten Wortfetzten von unseren Sitznachbarn ereilen: „In unserem ersten Meeting hat sie gleich gesagt, dass sie nicht so retailaffin ist und bislang eher im Business Development ihre Challenges gesucht hat“.
    Nun sind wir in der Werbebranche einiges gewohnt, aber heute Morgen haben wir zweifelhafte Ehre, den Floskel-König der HR-Branche an Bord begrüßen zu dürfen. Unser Headhunter-König hat alles, was seinem Amt würdig ist. Da wären die Nadelstreifen, die Designerbrille und die obligatorischen grau melierten Haare. Dazu eine Stimme wie der Radiomoderator, der einst in einem Live-Sketch bei JvM anrief und den Hr. Ackermann sprechen möchte! Mehr brauche ich wohl nicht zu sagen.

    Während ich noch etwas Zerstreuung beim Fertigstellen der Präsentation finde, bekommt mein Kollege die volle Breitseite einer nicht enden wollenden Phrasenorgie. Diese gipfelt in der Aussage gegenüber seiner halb so alten Kollegin: „Ohne es getestet zu haben, würde ich Ihnen eine überdurchschnittliche Intelligenz bescheinigen“! Ohne es getestet zu haben, sind wir da bei Ihnen, lieber Mitreisender, nicht so sicher.

    In der Folge wird Prince Charming dann privat und erzählt einen Schwank aus seiner Jugend: „In Wiesbaden, da hatte ich mal ne WG, das war aber ne gefährliche Kombi! Lauter Partytypen und ich, völlig unseriös!“
    Einfach ein Draufgänger halt und so verlief sein Leben weiter auf der Überholspur: „Meine erste Ehe, da lief die Heirat schon ein wenig wie Fahrkarten am Schalter kaufen, danach noch ein Glas Schampus!“
    Es ist leider nicht alles, was uns an akustischem Leid wiederfahren ist, in Worten wiederzugeben. Allerdings müssen wir noch das Protzen mit seinen Klingeltönen erwähnen, welche von Klassik bis Bierzelt reichen. O-Ton: „Die Halbwertszeit für diesen Ton beträgt in München 3 Wochen!“
    Kurz vor Frankfurt geht er dann zur Mutter aller Charme-Offensiven über: „Ich sehe Sie in verantwortlicher Position. Das kann sogar ein Kleiner oder Mini Country Manager sein. So Skandinavien oder so!“

    Dir, liebe Leidensgenossin, wünschen wir einen schnellen Jobwechsel, am besten nach Skandinavien oder so. Dir, lieber Abteilentertainer, wünschen wir einen Hund. Denn der versteht deine Litanei nicht oder geht rechtzeitig vor die selbigen. Zu guter Letzt noch ein  artiges: Sänk you for träweling wiff Deutsche Bahn und don’t forget: Heute gibt es “Corssengs” im Angebot!

  8. Performance Marketing Teil 2: Welche Profil-Information macht den Unterschied?

    Okt 13 2009
    Wolfgang Bscheid

    Wolfgang Bscheid

    Schon die letzten Monate war das Thema Profiling immer wieder in der Presse. Spätestens nach der dmexco ist es eines der Top-Themen unserer Branche. Genau die richtige Zeit, einige Aspekte rund um die Themen Profiling und Targeting genauer unter die Lupe zu nehmen.

    Die entscheidende Frage dabei ist: „Welche Information macht den Unterschied?“ Denn im Grunde ist die Geschichte des Profilings ja ganz einfach: Trägt ein User durch sein Surfverhalten den gewünschten Wert in sein Cookie ein, dann bekommt er eine Kampagne angezeigt. Aber können die so gewonnenen Werte oder Profilinformationen als Selektionskriterium für die Kampagnenplanung dienen? Oder besser: Welche Unterscheidungsmerkmale führen wirklich zu einem besseren Kampagnenergebnis? Denn das ist – bei aller technischen Faszination – immer noch das Ziel. Zumindest sollte oder wird es das Ziel all derjenigen Kunden sein, die zukünftig verstärkt auf Profiling/Targeting setzen. Und spätestens an dieser Stelle steht nicht nur Profiling, sondern nicht weniger als die gesamte klassische Zielgruppenplanung, auf dem Prüfstand. Denn Profiling kann nicht nur Kampagnen punktgenau aussteuern, es liefert auch erstmals ganz exakte Leistungswerte für jeden nur denkbaren Profilaspekt (natürlich nur, soweit dieser auch zur Verfügung steht).

    Tja und jetzt wird’s erst richtig spannend: Machen soziodemografischen Werte einen Unterschied? Oder vielleicht Milieus? Welcher Aspekt treibt den Abverkauf?

    Wir haben in den letzten zwei Jahren mit allen relevanten Profilmodellen experimentiert – und das zu unterschiedlichsten Branchen und Kampagnenthemen. Natürlich ist es gut zu wissen ob der Mensch, dem ich eine Kampagne zeige, eine Frau oder ein Mann ist. Und es hilft auch, wenn ich ältere von jüngeren Usern unterschieden kann. Aber wenn es um den Abverkauf geht, ist der mit weitem Abstand relevanteste Aspekt die aktuelle Kaufabsicht. Finden wir also einen User, der sich aktuell für das Thema Reise interessiert, ist die anschließende Kaufwahrscheinlichkeit einer Reise dramatisch höher als bei jeder anderen Art von Zielgruppenselektion. Liegt eigentlich auf der Hand. Und ist auch gar nicht so schwer, denn die meisten User klappern auf ihrer Produktsuche auch die Web-Sites der wichtigsten Anbieter ab. Und genau hier lassen sie sich ohne großen Aufwand markieren, bzw. mit einem Cookie versehen. Bleiben wir bei dem Beispiel Reise. Seit wir alle Besucher der Website von z.B. Thomas Cook markieren und ihnen im Anschluss gezielte Angebotskampagnen einspielen, konnten wir die Kampagnenleistung enorm steigern. Jetzt könnte man einwenden, dass sie  ja sowieso gekauft hätten. Auch das haben wir natürlich untersucht. Und es hat sich deutlich gezeigt, dass User, die innerhalb ihrer Kaufentscheidung eine gezielte Kampagnenbegleitung erfahren haben deutlich öfter bei unserem Kunden einkaufen als User, die wir nach ihrem ersten Besuch nicht mehr gezielt angesteuert haben. Auch das ist eigentlich logisch, denn genau zu dem Zeitpunkt, wenn die Entscheidung „Wo kauf ich?“ ansteht ist es wichtig als Marke einen besonders guten Eindruck zu hinterlassen. Und genau das passiert hier. Durch eine möglichst hohe Kontaktdosis und durch möglichst passgenau Produktangebote.

    Damit haben wir die Frage „Welche Profil-Information macht den Unterschied?“ eindeutig beantwortet: Wer verkaufen möchte, sollte in erster Linie auf Re-Targeting setzen.

  9. Vergebene Give-Aways

    Okt 07 2009
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    Wenn es der Werbebranche schlecht geht, sollte es der Werbeartikelbranche auch schlecht gehen. Tut es aber nicht, denn es wird weiterhin verschickt, als gäbe es kein Morgen mehr. Die dmexco machte dabei  Hoffnung, da der Gadgetquatsch (Kulis, neonfarbene Taschen, gebrandete Gurkenhobel) definitiv rückläufig war. Statt dessen wird nun aber alles per Post verschickt. Nun denn, wenigstens ein Konjunkturprogramm, das keine Steuergelder braucht. Weniger ist dabei oft mehr und deshalb auch noch mal vielen Dank an den Spender des 5 Liter-Fasses Kölsch. Prost!

  10. Performance Marketing Teil 1: Was ist eigentlich eine bessere Performance?

    Okt 07 2009

    Kein Begriff wird derzeit so strapaziert wie Performance Marketing. Ist ja auch kein Wunder. Nichts sucht der Kunde derzeit so sehr wie mehr Performance. Was genau bedeutet das aber?

    Starten wir die Annäherung doch mit der ketzerischen Frage: „Was ist Non-Performance-Marketing?“ Richtig!  Das kann oder zumindest sollte es eigentlich nicht geben. Was, außer Leistung, sollte denn sonst im Fokus des beruflichen Handels von Marketers stehen. Soweit die Theorie, die Praxis sieht leider ganz anders aus. Im Alltag vieler Marketer existieren  doch jede Menge Einflussfaktoren die einem zielgerichteten und leistungsorientierten Vorgehen entgegenwirken.

    Hürde 1: Wer auf der Suche nach einer besseren Performance ist, der muss zunächst wissen, wie gut seine aktuelle Performance ist. Aber bereits hier sieht es oft ziemlich düster aus. Nach wie vor wissen viele Werbungtreibende nicht genau, wo sie stehen. Sie haben also keine wirkliche Einschätzung, ob ihre aktuelle Leistung gut oder schlecht ist. Und das, obwohl der Markt der Tracking- und Analyse-Software für jeden Einsatzzweck die passende Lösung parat hat. Liegt es vielleicht am fehlenden Willen, dem mangelnden Interesse oder den Kosten für das Tracking?

    Hürde 2: Wer ist eigentlich tatsächlich an Transparenz interessiert? Einerseits ist Transparenz nämlich die unabdingbare Basis für Performance Marketing, der Kern allen Handelns. Andererseits ist sie leider nicht für alle Verantwortlichen eine verlockende Zukunftsperspektive. Ganz im Gegenteil” Es gibt bei vielen Werbungtreibenden, aber auch bei so manchen Agenturen  immer noch sehr viele Marketing-Entscheider, für die Transparenz ein Synonym für Überwachung und Kontrollverlust ist. Da man diese Einstellung aber natürlich nicht offen äußern darf, verstecken viele  sie gerne hinter anderen Argumenten:  Probleme bei der Umsetzung, fehlende Zeit oder fehlendes Budget. Es gibt eine Menge Ausreden, mit denen Marketer eine wirkliche Leistungskontrolle und Analyse verhindern können.

    Leistungsorientierung oder die Definition einer guten Performance ist demnach in vielen Fällen leider kein Maßstab für das Selbstverständnis vieler Marketer. Übrig bleibt die grundsätzliche Forderung nach “mehr Performance” – im Marketing-Jargon dann gerne formuliert als “rein leistungsorientiertes Vergütungsmodell auf CPX Basis”. Dieser Ruf erschallt meist umso lauter. Unsere Erfahrung zeigt: Leistungsorientierung ist Einstellungssache. Dabei ist es nicht wirklich ausschlaggebend, auf Basis welchen Vergütungsmodells sie stattfindet. Es zählen andere Faktoren: eine hundertprozentige Transparenz auf Seiten aller Beteiligten sowie die Bereitschaft, das eigene Arbeiten immer wieder zu hinterfragen und mit den tatsächlich erzielten Ergebnissen zu messen. Diese Bereitschaft sollte nicht nur bei den Agenturen, sondern auch bei den Kunden und den Medien vorherrschen. Nur auf dieser Basis kann ein kollegiales Zusammenspiel aller Beteiligten im Markt entstehen. Und das wiederum ist die Voraussetzung für einen wirklichen und dauerhaften Erfolg, eben eine gute Performance.

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