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Klartext!

Mars macht mobil! AOL eher labil!

Jan 29 2010
Dominik Frings

Dominik Frings

Nun ist es soweit. Das Mars-Projekt ist da und nicht nur die Branchenexperten sind hierüber verwundert. Mars galt als sehr ambitioniertes Projekt, dass auch an brürokratischen Hürden zu scheitern drohte. Immerhin ist der Weg dorthin weit, man spricht sogar von mehreren Jahren. Wie Mars dann tatsächlich aussehen wird, ist natürlich noch offen. Immerhin wird hier von verschiedenen Organisationen Neuland betreten. Wie sehen die Zuständigkeiten also aus? Wer hat das Sagen an Bord und wer bekommt wie viel von Ruhm, Geld und Ehre? Es stellt sich dazu zwangsläufig die Frage nach den Kosten. Mit einer herkömmlichen Herangehensweise könnten diese astronomisch hoch sein. Selbst die Kommunikation ist eine  durchaus ernstzunehmende Herausforderung, da die Übertragungszeiten ja auch nicht ohne sein werden. In den Kontrollzentren in Köln, München und Hamburg wird man sich jetzt wohl schon Gedanken machen müssen, wie zukünftig die Steuerung erfolgen soll. Kurzfristige Manöver dürften kaum möglich sein. Und zu guter Letzt gilt es zu klären, wie eine Besiedelung des Planeten aussehen soll, wo es doch noch nicht mal eine menschenfreundliche Atmosphäre gibt.

Nebenbei: Wussten Sie eigentlich, dass es jetzt nicht nur ein Unternehmen, einen Schokoriegel und einen Kriegsgott gibt die Mars heißen, sondern auch ein Joint Venture diverser Vermarkter sich so nennen wollte (und sich zumindest als Arbeitstitel auch so nannte)? . Das ist schon eine erstaunlich Wendung, auch wenn es die Raumfahrt nicht nach vorne bringen wird.

Das bringt uns auch direkt zum nächsten interstellaren Phänomen, welches lange Zeit ein Stern am Himmel war, um dann zur Schnuppe degradiert, in der Atmosphäre zu  verglühen. Ja, die AOLs hatten es nicht leicht. „Gefeiert, gehasst, geschasst!“ bringt es wohl am besten auf den Punkt. Inhaltlich möchte ich mich dazu auch nicht mehr äußern, da im Grunde jeder schon seine mehr oder minder qualifizierte Meinung abgegeben hat. Verwunderlich war nur, was für Schlüsse zum Teil gezogen wurden. Da war wieder von Marktkonsolidierung die Rede und das wir Agenturen ja eh weniger Partner haben wollen und dass dies der Stein ist, der alles ins Rollen bringt. Der Urknall ist also geschafft, hurra! Falls jemand drüber nachgedacht hat, dass es sich hier um ein doch eher isoliertes Ereignis handelt, hat er es noch nicht kundgetan. Klingt auch irgendwie nicht so gut, weil wir ja lieber Plattitüden hören. Die behält man besser und lassen sich nach dem dritten Gin Tonic auch noch fehlerfrei zitieren. Das führt allerdings zu weit weg von AOL, bei denen man die Mitarbeiter sicherlich bedauern muss, auch wenn sie dem Verein freiwillig beitraten. Da wurde an vielen Stellen gut gearbeitet, aber für die meisten wird sich eine Lösung finden. Die Marke selber werde ich nicht vermissen und das aus einem entscheidenden Grund: Ein Unternehmen, dass sich x-Mal umbrandet, um dann bei einem Logo zu landen, dass eine Mischung aus Farbklecks, Kika und „Malen nach Zahlen“ ist, darf einfach keine Existenzberechtigung am deutschen Markt haben. Vielen Dank  lieber Hr. Armstrong, für diese wohltuende Einsicht!

1 Kommentar

  1. Pingback Tweets die mediascale-klartext.de » Klartext!, News » Mars macht mobil! AOL eher labil! erwähnt — Topsy.com|Tweets die mediascale-klartext.de » Klartext!, News » Mars macht mobil! AOL eher labil! erwähnt -- Topsy.comam 31. Januar 2010 13:04

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