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Klartext!
  1. mediascale launcht facegott.com

    Apr 01 2010
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    Das lange gehütete Geheimnis wird hiermit gelüftet: Eigentlich sollte es eine offizielle Pressemitteilung geben, aber ich konnte es einfach nicht erwarten „The Next Big Thing“ hier in meiner kleinen Selbstdarstellungsecke zu posten. Mit facegott.com schaffen wir ein Portal, welches eine zentrale Anlaufplattform für religiös orientierte Menschen im digitalen Zeitalter darstellt. Leiten wird die Geschicke der Digital Religion Mentor „Holy B“. Ich für meinen Teil werde zukünftig für geistige Umnachtung zuständig sein und die Jünger (ugs. „Faithfullys“ oder kurz „Fullys“) begeistigen, wenn diese schwach werden. Wie das genau aussehen wird, weiß ich auch noch nicht so recht.
    Aber was ist nun die Idee und das Neue an unserer religiösen Community? Zunächst mal ist uns ja allen klar, dass die klassischen Religionen auf ganzer Linie versagt haben. Gerade in unserer westlichen Hemisphäre kommen die Kirchen aus vielfach bekannten Gründen nicht mehr um einen Relaunch herum. die Die meisten sind außerdem sowas von nicht web 2.0lig, dass einem der Laptop einschläft.

    Abrechnung via TKP und CPP, Vergebung durch Cookies

    Nun aber sind alle Probleme gelöst: Bei facegott.com kann man spirituelle Postings austauschen, Halt finden in dieser schnelllebigen Zeit und per Zufallslos einmal am Tag mit Holy B persönlich über die persönlichen Probleme und die Bürden der irdischen Welt diskutieren. Es werden die grundlegenden Funktionalitäten der herkömmlichen Communities aufgegriffen und diese dann in ein gregorianisches Look & Feel übersetzt. Eine Statusmeldung heißt „Enlightment“ und das kommunizieren mit anderen Fullys wird als „prayen“ bezeichnet. Sünden vergeben wir gegen eine Zahlung von sog. „Oblate Credits“, den Religion-Cookies. Die zuständige Abwicklung übernimmt singemäß Padre Don Simonsis. Er berichtet direkt an G.O.D. Finanzieren wird sich das Netzwerk der spirituellen Zukunft zudem über Werbung. Hier kommen neben klassischen Werbeformen auch selbstbetende Rosary-Ads sowie Baptism-Ads im Login Bereich zum Einsatz. Als Sonderwerbeform wird der Heavenscraper angeboten. Abgerechnet wir auf TKP- (Tausende Kreuze-Preis) oder auf CPP-Basis (Cost per Pray).

    Die Bekanntmachung erfolgt über virale Spots und Guerilla-Aktionen unter dem Claim „face gott, aber flott“. Die Werbemittel werden InChurch erstellt. Weitere Werbung ist aufgrund der Produktstärke nicht notwendig. Hierzu noch mal Holy B: „Unser Produkt überzeugt durch ganz neue Möglichkeiten der Konvertierung- insbesondere für Amtskirchen. Zusätzlich werden wir auch einen Kirchenaustrittsdienst anbieten der es den Usern ermöglicht, direkt seine konfessionellen Fesseln abzulegen und gleichzeitig noch ordentlich Steuern zu sparen. Das gesparte Geld kann dann sinnvoll in eigene Temple-Pages investiert werden (die ersten 1.000 Angemeldeten – Unkostenbeitrag: 2.500€ – erhalten im Himmel Luxuswolken mit Meeresblick) oder direkt in der Donation-Corner der Digitalen Religion des Vertrauens gespendet werden.

    Schöner kann die Religion der Zukunft nicht aussehen. Surfet hin in Frieden und werdet ein Teil der schönsten Konfession, seit es Religionen gibt.

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