
Dominik Frings
„Kinect revolutioniert die Art und Weise, wie du Spiele und Unterhaltung erlebst – ganz ohne Controller. Bei Kinect tritt die Technologie in den Hintergrund. Im Mittelpunkt steht die Unterhaltung.“
Diese ersten Worte stammen nicht aus meiner Feder, sondern sind dem Propagandatext der Seite xbox.com entnommen. Warum ich dies so nun aufgreife, liegt daran, dass wir (also die Holding) von Microsoft dankenswerter Weise einen 60“-Monitor nebst Xbox und Kinect zur Verfügung gestellt bekommen haben, welche man in einer dafür eingerichteten Lounge austesten kann. Rein aus beruflichen und wissenschaftlichen Beweggründen (eh klar! ;-)), habe ich mich damit letzte Woche auseinander gesetzt und bin durchaus angetan von den neuen Möglichkeiten. Gut, die Mario Kart-Optik, welche ebenfalls die Wii bietet, bleibt in weiten Teilen bestehen, allerdings mit 3D-Effekten aufgepimpt. Darüber hinaus ist der Fun-Faktor aber extrem hoch, auch im Vergleich zum oben genannten Konkurrenzprodukt. Das beginnt bei der Steuerung, welche sich im wahrsten Sinne des Wortes per Hand bedienen lässt. Nach kurzem Herantasten ist das Navigieren durch die Menüs ohne Probleme möglich. Neben den Händen erkennt die Konsole auch Fuß- und Kopfbewegungen, was insbesondere Sportspiele zu einer vollkörperlichen Ertüchtigung aufwertet. Insbesondere Disziplinen wie Fußball, Boxen oder der Damen liebste Wahl „Dance Evolution“ gehen als vollwertiges Workout durch. Dabei hat die Technik auch kein Problem damit, wenn Spieler in schneller Folge wechseln oder sich anderweitig unkoordiniert vor der Gerätschaft bewegen. Es ist alles in allem ein großer Spaß, bei dem es sicherlich noch Optimierungsmöglichkeiten im Detail gibt. Mich beschäftigen dazu momentan aber noch folgende Dinge:
Wie bekomme ich den 60-Zöller unauffällig in meine Wohnung gekarrt?
Wo bekomme ich ein größeres Wohnzimmer her?
Wie lange muss ich üben, um nicht nur im Boxen meine Freundin zu überflügeln?
Und: Hoffentlich sieht mich keiner wie ein Irrer vor dem Fernseher fuchteln, schlagen, springen, köpfen, werfen! Wobei: Den 8,22 Mio schmerz- und hirnbefreiten Dschungel Camp-Zuschauern muss ein Hampelmann wie ich ja schon wie ein Zustand von Normalität vorkommen.




