mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. Mediaschubser unter sich: die erste Ad Trader Conference

    Jun 30 2011
    Wolfgang Bscheid

    Wolfgang Bscheid

    Wenn sich der Internetmarkt durch eines auszeichnet, dann dadurch, dass er jedes Jahr etwas spektakulär Neues zu bieten hat. Noch vor einem Jahr hat Targeting zu hitzigsten Diskussion geführt. Zwölf Monate später ist es für viele Agenturen und Vermarkter bereits Tagesgeschäft. Doch schon nimmt die nächste Innovation Anlauf, den Markt zu verändern: Real Time Bidding.

    Nur konsequent also, dass sich gestern in Hamburg mit der ersten Ad Trader Conference auf deutschem Boden jede Menge Mediaschubser (sprich Agenturen) und Trader (DSPs, SSPs und jede Menge anderes Gekürzel) zum Fachsimpeln versammelten. Ich hatte das Vergnügen auf einem Podium als Diskutant teilzunehmen. Die Stimmung vor Ort: eine Mischung aus Klondike-Feeling und Motivations-Workshop. Die weitgehend einhellige Meinung der Teilnehmer: Real Time Bidding wird fliegen. Und während jeder der Teilnehmer versuchte, die Vorzüge seines Claims zu beschreiben, wurde klar: Eigentlich rennen die Meisten noch mit dem Pfahl unter dem Arm kreuz und quer, um ihren Claim überhaupt erst abzustecken.

    Aber von vorne: Die erste deutsche Ad Trader Conference hat klar gezeigt: Alle Plattformen und Netzwerke stellen sich darauf ein, Real Time Bidding-Funktionalitäten in ihren Systemen abzubilden. Jeder rüstet sich, um in der automatisierten Online-Handelswelt mitspielen zu können. Dabei setzen die Player entweder auf technische Eigenentwicklungen oder Partnerschaften. Der Blick auf die sehr positive RTB-Entwicklung in den USA euphorisiert die Europäer und spätestens seit dem Kauf von Admeld durch Google blinken in vielen Augen die Dollarzeichen. Dabei wird der Markt und seine Teilnehmer so komplex, dass die Übersichtsgrafik der Unternehmensberatung LUMA LLC das meistgezeigte Bild der Veranstaltung war.

    Die Konferenz, prima organisiert von den fachkundigen Kollegen von adzine und Exchangewire,  zeigte aber auch: Keiner konnte so richtig konkrete Erfahrungen mit Real Time Bidding in Deutschland mit Fakten belegen. Die Unterschiede zwischen dem amerikanischen bzw. internationalen Markt und den spezifisch deutschen Eigenheiten wurden zu wenig thematisiert. Und wie Joelle Frijters von Improve Digital anmerkte: Erst mit einer kritischen Masse an Nachfragern entsteht eine Wettbewerbssituation, die die Vorteile des Auktionsmodells zum Tragen bringt. Und diese kritische Masse fehlt in Deutschland – noch.

    Außerdem wurde Real Time Bidding in den allermeisten Diskussionen auf das Handelsgut Media und auf die Sales-Leistung beschränkt. Dabei könnte Real Time Bidding sehr viel mehr als “nur” ReTargeting-Umsatze pushen. Die nächste Ad Trader Conference sollte Werbungtreibenden aufzeigen, wie man mit den neuen Tools kreative Kampagnen entwirft.  Werbekunden wollen effizient ein schönes Haus (eine kreative Kampagne) bauen. Nur den Zement auf Dauer günstig einzukaufen, wird dafür nicht reichen.  Meine Wunschliste für die nächste Veranstaltung: Kreative einladen, auf die Eigenheiten des deutschen Markts eingehen und aus Visionen Best Practices machen.

    Das Panel "Exchanging Data: Handelsware Zielgruppenmerkmale?" mit Stefan Noller, Sven Bagemihl, Andreas Schwibbe, Christoph Bauer und Wolfgang Bscheid


    Wer es gar nicht bis zur nächsten Ad Trader Conference aushält, kann schon im September (einen Tag vor der dmexco) zum Ad Trader Summit nach London reisen.  Und ich halte jede Wette, dass es Tags darauf auch in Köln jede Menge Sprechzeit für Echtzeit geben wird.

  2. Werben in Social Communities – eine Orientierungshilfe Teil 1

    Jun 28 2011

    Agnes Ley

    Die Social Communities und allen voran Facebook sind in aller Munde, und sobald sich etwas Neues ergibt, wird in den Medien hinlänglich darüber berichtet. Aktuell kommen mir in den Sinn: Datenschutz, automatische Gesichtserkennung, Börsengang, Facebook-Parties etc. Sehr wenig im Fokus stehen –  selbst in den Branchenblättern – die medialen Nutzungsmöglichkeiten der sozialen Netzwerke. Und genau über diese möchte ich in einem Mehrteiler hier unserem Klartext-Blog sprechen. In der ersten Folge gebe ich Ihnen einen allgemeinen Überblick über die Buchungsmöglichkeiten. In den weiteren Teilen werde ich auf die verschiedenen Anzeigentypen bei Facebook und auf die Kampagnen-Optimierung eingehen.

    Zum Einstieg möchte ich der Vollständigkeit halber erwähnen, dass es bei den meisten Social Communities wie beispielsweise bei lokalisten.de oder wer-kennt-wen.de konventionelle Einbuchungsmöglichkeiten gibt. Hier bucht man Standard-Banner oder auch Groß-Formate wie MaxiAds gerne auch auf den Logout-Seiten. Nach Login der User ist dann alles mit diversen Targeting-Kriterien (Geschlecht, Alter…) möglich. Soweit nichts Besonderes.

    Darüber hinaus gibt es weniger aufmerksamkeitsstarke, jedoch oftmals abverkaufsstarke Werbeformen wie z.B. Textlinks – bei StudiVZ zum Beispiel möglich über den VZ News Teaser. Hier bekommt jeder User auf seiner persönlichen Startseite die Werbebotschaft als Textnachricht eingespielt.

    Auch Facebook setzt auf die eher unauffälligen Bild-Text-Kombinationen. Diese wiederum gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen und Buchungsvarianten. Zu unterscheiden ist als Erstes das Buchungsmodell: Facebook bietet sogenannte Premium Ads an, die auf der Homepage und auf anderen häufig frequentierten Seiten wie den Profilseiten laufen (diese wurden bis Ende 2010 als „Homepage Ads“ bezeichnet). Die Premium Ads sind immer exklusiv platziert. Sie stehen also als einzige Bild-Text-Anzeige auf der jeweiligen Seite. Auch inhaltlich hat man hier ein paar mehr Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Integration eines Videos. Die Einbuchung von Premium Ads bringt dabei aber auch den ein oder anderen Nachteil mit sich. So kann diese Werbeform nicht auf CPC (Cost per Click) gebucht werden, sondern ausschließlich auf TKP-Basis (Tausend-Kontakt-Preis) bzw. als Festpreismodell. Das ist schon ein ordentlicher Hemmschuh, da der TKP bei 4,20 € los geht und dann mit unterschiedlichen Targeting-Kriterien nochmal ordentlich zulegt (will man z.B. Interessen der User targeten, so kommt ein Aufschlag von 40 Prozent on top). Das Mindestbuchungsvolumen soll hier auch nicht verschwiegen werden – wer gerade 20.000 € oder mehr übrig hat für eine Facebook-Kampagne, der möge sich direkt melden, hier werden Sie geholfen :-).

    Wer erst mal mit weniger Budget die Werbemöglichkeiten von Facebook testen möchte und auch nicht bereit ist, für eine Bild-Text-Kombi oben besagten TKP zu zahlen, der muss sich von den Premium Ads verabschieden und mit den Marktplatz Ads vorlieb nehmen. Diese bucht man (ähnlich dem Google-Prinzip) über ein Selbsteinbuchungstool ein. Wenn man sich durch dieses Tool klickt, hat man diverse Targeting-Möglichkeiten zum Einstellen zur Auswahl. So sind z.B. Alter, Geschlecht, angegebener Familienstatus genauso auswählbar, wie die Interessen der User. Die Abrechnung erfolgt auf CPC-Basis, was aus meiner Sicht doch deutlich smarter ist. Aber auch hier will ich den Nachteil nicht verschweigen: Die Platzierung erfolgt in diesem Fall nicht exklusiv, es stehen mehrere Anzeigen untereinander. Die Platzierung erfolgt auf weniger prominenten Seiten (weshalb diese Ads bis Ende 2010 den sonoren Namen „Rest-of-site Ads“ trugen). Und schlussendlich bleiben einem gewisse inhaltliche Möglichkeiten wie die Integration eines Videos oder eines Abstimmungsformulares verwehrt. Wer aber damit leben kann, der kommt hier deutlich günstiger an Reichweite bzw. Fans. Insofern sind die Marktplatz Ads für Performance-Kampagnen der richtige Weg.

    Freuen Sie sich im nächsten Teil auf Details zu Like Ads, Application Ads, Page Post Like Ads und anderem Irrsinn aus der Social Media Welt.

  3. Die dunkle Seite des WWW

    Jun 21 2011

    Dominik Frings

    In der Online Mediaplanung kommen wir zumindest in Deutschland ja kaum um die AGOF internetfacts und das TOP Tool herum. Auch für Performance-Kampagnen lohnt sich der geneigte Blick, um Potenziale, Argumentationen, Validierungen oder schlichtweg Platzierungsideen zu sammeln. Geht es um die Planung als solche, würde ich durchaus gerne Verbesserungen in diversen Details fordern. Für das Erfassen der User ist die AGOF-Auswertung hingegen sehr umfänglich. Und man kann getrost davon ausgehen, dass die ausgewiesenen knapp 51 Mio. Nutzer in etwa dem Heer deutscher Surfer entsprechen. Lücken gibt es – und das ist kein Vorwurf – bei den erfassten Seiten. Entweder man ist Mitglied und ist drin, oder man ist es nicht und steht vor der Tür. Für diejenigen, die vor der Tür stehen wiederum gilt: Entweder sie wollen nicht rein oder sie dürfen nicht bzw. es ist ihnen egal. Zu den Verweigerern zählen z.B. unbedeutende Angebote wie Google, YouTube, Amazon oder Facebook. Nicht bei allen macht eine Erfassung einen schlanken Fuß. Wenn man allerdings beim Screenplanning YouTube nicht richtig verorten kann, ist das in etwa so, wie wenn die Fernsehforschung (AGF) ohne die 71 TV-Sender auskommen müsste.

    Neben den genannten Seiten außerhalb des AGOF-Universums gibt es natürlich noch viele weitere mehr oder minder bekannte Websites, derer man auf andere Weise habhaft werden muss. Hier hilft dann beispielsweise die zentrale Such- und Sammelstelle Google mit dem Adplanner weiter, denn hier sind deutlich mehr Seiten gelistet. Und gerade um das Potenzial von Retargeting zu eruieren, hilft der Blick auf die Zugriffsraten diverser Kundenwebsites. Wirklich planen kann man mit dem Tool jedoch nicht. Aber eine Unterstützung ist es mitunter allemal, und es zeigt auch sehr gut, wo sich der deutsche User im Netz so herumtreibt. Kurios mag dabei anmuten, dass ligatus und mp newmedia in dem Listing auch recht weit vorne auftauchen. Hier ist also noch Optimierungspotenzial – oder kennen sie jemanden aus ihrem Bekanntenkreis, der nach dem Check der Mails und des Wetters noch mal schnell bei ligatus nach dem Rechten sieht?

    Den wahren Blick hingegen gewährt uns erst alexa.com.  Dort finden Sie in Deutschland auf Rang 27, was Sie eh schon immer vermutet haben. youporn.com hat sich hochgeschlafen, und was soll man sagen, es ist keine allzu große Überraschung. Aus rein wissenschaftlichem Antrieb habe ich mir dann auch noch die Struktur etwas genauer angeschaut und den „Get Details“-Button gedrückt. Und hier kam die eigentlich bedrückende Botschaft: Der Deutsche ist in der Nutzung führend im Nationenvergleich. Zwar folgen ihm Italiener, Belgier, Österreicher und Schweizer dicht auf den Fersen, aber der Siegerplatz ist vergeben:

    Offen bleibt die Frage, was eigentlich die Amerikaner so weit ins hintere Feld verbannt. Es mag sicherlich auch an der lokalen Konkurrenz auf Rang 45 der Topsites liegen, aber ein Platz hinter Algerien ist doch eines Weltpolizisten und des weltweit größten Produzenten entsprechender Inhalte nicht würdig, wobei es Frau Palin sicherlich freuen dürfte. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sie es geschafft hat, die Seite in Alaska sperren zu lassen, aber das ist jetzt wirklich nur eine Vermutung.

    Und dann noch zu einem ganz anderen Thema: Ich bin gebeten worden, Grüße über diesen Blog auszurichten. Also: Lieber Martin, es ist vielleicht jetzt nicht ein Artikel, auf den deine Eltern stolz wären, aber du hast es ja so gewollt und solltest es aus deiner Branche gewohnt sein. Viele Grüße und bis zum nächsten Termin.

  4. And the Winner is…

    Jun 17 2011
    Wem gehört dieses Auge?

    Wem gehört dieses Auge?

    Liebe Leser,

    wir sind Ihnen noch die Auflösung unseres Gewinnspiels vom 20. Mai schuldig. Bei unserem internen “Event der Sinne” mussten wir verschiedene Aufgaben lösen. Wir haben gurgelnd gesungen, das Gewicht von Melonen geschätzt und waghalsige Manöver auf Holzskiern überlebt. Besonders schwierig war es jedoch, unsere Kollegen nur anhand eines kleinen Bildausschnittes zu erkennen. Weil wir uns so schwer damit taten, haben wir Ihnen die gleiche Aufgabe gestellt.

    Na, haben Sie das Auge erkannt? So kann doch nur einer gucken…

    Richtig, das Auge gehört unserem Geschäftsführer Wolfgang Bescheid. Stephanie König von Telefónica sowie  Sebastian Truss und Tina Mendzigall von Mediaplus wussten die richtige Lösung. Als Preis konnten sie zwischen einer Flasche Schampus, Wein oder edlem Schnaps wählen. Alle drei haben sich einstimmig für den Schampus entschieden – und den haben sie auch schon freudestrahlend entgegen genommen. Wir gratulieren herzlich!

    Sie gehören nicht zu den Gewinnern? Nicht enttäuscht sein! Schauen Sie einfach regelmäßig hier im Blog vorbei. Es bietet sich bestimmt bald wieder die Gelegenheit für ein kniffliges Rätsel… und damit die Chance auf einen tollen Gewinn!

     

  5. Klartext-Interview mit Dominik Stiefermann, mirapodo: “Mein Handy ist immer angeschaltet.”

    Jun 14 2011

    Dominik Stiefermann

    Dominik Stiefermann

    Heute gibt es das dritte Kundeninterview unserer Klartext-Serie. Wir haben Dominik Stiefermann, Head of Internet Marketing bei mirapodo, befragt. Dominik weiß nicht nur bestens über Schuhe und die nützlichsten Apps Bescheid, er ist auch leidenschaftlicher Blogger. Allerdings zu einem eher unkonventionellen Thema. Aber lesen Sie selbst: 

    1. Welche Online-Marketing-Kampagne ist Ihnen in letzter Zeit besonders positiv aufgefallen?

    Da mir spontan keine einfällt, war wohl keine so richtig gut. Die Idee zu Million Voices von der Telekom hat mir gut gefallen, aber ob die auch ohne das hohe Budget so gut funktioniert hätte? Man sollte verstärkt in diese Richtung denken. Wie kriege ich die User dazu mitzumachen, sich mit dem Produkt zu beschäftigen und darüber zu berichten?

    Aktuell gefällt mir die neue offline Kampagne von Bacardi sehr gut: „Ausgehen ist das neue Einloggen“.

    2. Sie bloggen unter http://www.mettsalat.de/ über das Thema „Fleisch ist mein Salat“. Was hat Sie dazu bewegt? Und was ist Ihr fleischloses Lieblingsgericht?

    Die Idee zu Mettsalat.de ist mit Freunden zusammen auf einer Party entstanden. Mittlerweile blogge ich hier nun schon seit drei Jahren zusammen mit einem Freund rund um das Thema Fleisch. Das bedeutet, dass wir Restaurants testen, Rezepte posten oder neue Gadgets für Küche und Grill vorstellen. Es ist sehr spannend zu beobachten, wie ein so spitzes Thema im Web funktionieren kann.

    Ich achte bei Fleisch sehr auf Qualität und esse auch gerne mal fleischlos. Ein knackiger Salat oder ein gutes Pastagericht darf auch gerne mal ohne Filetstreifen oder Bolognesesauce sein.

    3. Sie haben kein Profilbild auf Xing, ein Kinderfoto auf Facebook und twittern nur für Zugelassene. Zufall, oder wollen Sie als Netzwerkprofi bewusst nicht mehr Persönliches preisgeben?

    Ein Foto auf Xing fehlt mir tatsächlich. Zumindest auf mirapodo.de findet man ein aktuelles Bild von mir. Meinen privaten Twitteraccount nutze ich mehr, um mich über aktuelle Themen zu informieren. Ich folge denjenigen, die über für mich spannende Themen twittern und bin damit immer bestens informiert.

    „Persönliches im Netz“ sehe ich eigentlich ganz entspannt und eher mit einem Augenzwinkern.

    4. Was muss man als Mann in der Vorbereitung auf den Job bei mirapodo tun, um das Thema Frauen und Schuhkauf wirklich zu verstehen?

    Was das Thema angeht, haben mir meine schuhverrückten Kolleginnen schnell auf die Sprünge geholfen.

    5. Welche Schuhe haben Sie zuletzt für sich gekauft?

    Das war ein HUB Sneaker – ohne Retoure :-). Während meiner Zeit bei mirapodo hat sich mein Schuhbestand übrigens schon verdoppelt.

    6. Stichwort iPhone: Verraten Sie uns Ihre drei Lieblings-Apps? Und die Kardinalfrage: Bleibt es im Urlaub ausgeschaltet?

    Drei nur? Mail, Maps und Safari ist klar. Mit Remote Desktop habe ich zur Not immer Zugriff auf meinen Rechner zuhause und im Büro. Mit Apple Remote kann ich meine Musik in der ganzen Wohnung mit jedem Device steuern. Mit Shazam kann ich mir endlich mal Musiktitel merken und mit Yes or No treffe ich meine Entscheidungen.

    Dann wären da noch weitere spannende Apps: Peco mobile zum Beispiel ermöglicht die Steuerung von Geräten in der Wohnung. Hausautomation ist ein spannendes Thema.

    Mein Handy bleibt eigentlich immer eingeschaltet. Auch im Urlaub gibt es viele tolle Anwendungsmöglichkeiten: Hotelsuche, Navigation, Skipistentracking … Und die Mails checke ich dann zwischendurch.

    7. Was zeichnet für Sie eine erfolgreiche Targeting-Kampagne aus?

    Eine bessere Conversion. Der Kunde empfindet sie als eine Empfehlung für seine persönlichen Bedürfnisse und ist weniger genervt von der Werbung.

    Was ist eigentlich aus Behavioral Targeting geworden?

    8. Bewegtbildwerbung im Web wird…

    unterschätzt.

    Ich habe mich kürzlich mit einem guten Freund – Cutter beim WDR – über dieses Thema unterhalten. Videoproduktion ist heute deutlich einfacher als noch vor ein paar Jahren. Man bekommt für ein geringeres Budget eine vernünftige Hardwareausstattung, selbst mit dem Handy oder der Flipcam ist man fast schon „studiotauglich“, und den Schnitt übernimmt die Software dann quasi selbst. Das wiederum sorgt dafür, dass die Qualität leider auf der Strecke bleibt und es eine Überschwemmung der Videoportale gibt. Qualität wird in Zukunft wieder mehr an Bedeutung gewinnen.

    Auch bei der Vermarktung von Bewegtbild versucht man seit Jahren sinnvolle Möglichkeiten zu entwickeln. Viel weiter als „normale Werbepausen“ einzublenden, die man nicht wegklicken kann, ist man hier aber noch nicht.

    Im TV gelingt dies selbst für Internetunternehmen meist noch effektiver als im Web. Das liegt daran, dass man den Weg des geringsten Widerstands wählt und das alte Medium online überträgt. Die Produktion kann so für beide Medien eingesetzt werden und ist mit weniger Risiko für die Unternehmen verbunden. Neue Lösungen müssen gefunden werden, um vergleichbare Erfolge zu erreichen, und das wird meiner Meinung nach noch eine ganze Weile dauern.

    9. Kann man via Facebook mehr Schuhe verkaufen? Und falls ja, wie kann man das messen?

    Ja. Wichtig ist, dass man zwischen Relevanz und Traffic unterscheidet. Letzteres wird oft deutlich überschätzt. Man bekommt über Facebook nur bedingt zusätzlichen Traffic auf die Seite, aber in einem guten Mix ist Facebook ein sehr wichtiges Instrument.

    Unsere Kunden wollen agieren, kommunizieren und verstehen. Dazu bietet uns Facebook eine Plattform, die wir gerne nutzen. Natürlich trifft das nicht auf all unsere Kunden zu. Für die anderen bieten wir die kostenlose Hotline, Email und ja – viele Anfragen kommen bspw. auch noch per Fax.

    Ich glaube, das Ganze lässt sich nur sehr schwer messen und noch schwieriger wird es, wenn man dann vergleichen will. Aber lernen kann man sehr viel.

    10. Können Sie uns sagen, woher die Redewendung kommt „Den Schuh zieh ich mir nicht an“?

    Da muss ich kurz googlen… Der Ursprung kommt vom alten Sprichwort „Wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an.“ Für uns bei mirapodo ein sehr wichtiges Thema!

  6. Blumen für Jana

    Jun 10 2011

    Taskin Erdem Die Entscheidung ist gefallen, endlich: Jana Beller ist Germany´s Next Topmodel 2011. Die 20-Jährige aus Haltern (NRW) setzte sich gestern Abend beim großen Finale der erfolgreichen Casting-Show von ProSieben gegen ihre beiden Konkurrentinnen Rebecca und Amelie durch. Zu Gast bei der Live-Show waren außer Heidi Klums “Mädchen” nicht nur Lady Gaga und Caro Emerald, sondern auch Frederique van der Wal. Das ehemalige Topmodel aus den Niederlanden überreichte den drei Finalistinnen Amelie, Rebecca und Jana eigens entworfene Blumensträuße.

    Warum ich Ihnen das alles erzähle? Nein, mediascale übt sich nicht neuerdings im Rezensieren von Castingshows, und wir promoten auch nicht Lady Gaga oder Jana. Aber wir werben ab heute mit einer Online-Searchkampagne für Frederique van der Wals Internet-Blumenversand Frederique´s Choice, um den Umsatz des Blumen- und Lifestyle-Shops zu steigern und die Marke in Deutschland bekannter zu machen – gerade, wenn sie nicht mehr bei Heidi im Fernsehen ist.

    Bei Frederique´s Choice können neben edlen Blumenbouquets und allerlei Deko- und Gartenzubehör natürlich auch die Siegersträuße des gestrigen Abends bestellt werden. Probieren Sie doch mal aus, ob sich mit dem “Topmodel”-Strauß bei der eigenen Frau nicht auch ein Topmodel-Gefühl einstellt. Ich freu mich über jeden persönlichen Erfahrungsbericht.

     

     

  7. Was soll ich tun? Eine E-Mail-Marketing Checkliste für Ihren Online-Auftritt

    Jun 07 2011
    Alexander Emmendoerfer

    Alexander Emmendoerfer

    „Was soll ich tun?“, ist ja eigentlich die zentrale Frage der Ethik, aber ich bemerkte in letzter Zeit wiederholt, dass sich auch der ambitionierte Online-Dialog-Marketier immer mal wieder diese Frage stellt. Es ist ja auch nicht ganz einfach: In der öffentlichen Wahrnehmung dominieren eher Innovationsthemen, Datenschutzdiskussionen oder Social-Media-Integrationen das Dialog-Marketing, da kann das einfachere Handwerkszeug schon mal ins Hintertreffen geraten. Aber gerade diese Basics sind entscheidend, damit eine Shop-Eröffnung oder ein Website-Relaunch die richtige Unterstützung durch Online-Dialog erfahren. Hier also eine kleine „Was soll ich tun“-Checkliste:

    Phase 1: „Start“

    - Alle Shopbesucher müssen schnell und effizient zum Newsletter Opt-In geführt werden. D.h. es sollten verschiedene Maßnahmen entwickelt werden, die den User besonders auf Newsletter hinweisen wie z.B. Aktionsbanner, Pop-Ups oder Layer. Zusätzlich sollten Incentivierungen hier auf Basis einer Kosten-/Nutzenkalkulation mitgetestet werden.

    - Im Shop-Bestellprozess sollte ebenfalls ein Verfahren zur Newsletter-Anmeldung integriert werden. Das UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) sieht hier interessante Ausnahmeregelungen vor, um auch von möglichst vielen Kunden schnell ein rechtssicheres Opt-In zu gewinnen.

    - Alle gewonnenen Leads müssen mit einem möglichst variablen Newsletter-Konzept angesprochen werden. Dazu sollten verschiedene Content-Module entwickelt werden, um eine dauerhafte und vielfältige Interessenten-Kommunikation sicherstellen zu können.

    - Bereits in der Startphase ist das Aufsetzen eines vollständigen Reportings der gesamten Dialog-Kommunikation sinnvoll, um schnell Optimierungen und Testings initiieren zu können. Entscheidend ist vor allem ein lückenloses Tracking bis zum Kauf oder sogar darüber hinaus.

    Phase 2: „Beschleunigung“

    -Auf der Website sollten über das normale Newsletter-Opt-In hinaus Aktionen wie Umfragen, Votings, Gewinnspiele etc. integriert werden, die zur Teilnahme auffordern. Noch besser ist es, die Aktionen dauerhaft und „rollierend“ auszusetzen, um später eine ebenfalls dauerhafte Kontaktstrecke zur Nachbearbeitung dieser Aktions-Leads mittels spezieller Aktions-Mails realisieren zu können.

    - Die Zahl der On-Site gewonnenen Leads kann durch eine Reihe von externen Maßnahmen weiter vergrößert werden. Hier sollten unterschiedliche performance-orientierte Modelle wie Stand-Alone-Mails, Co-Sponsoring oder Affiliate-Leads  auf einer Cost-Per-Order-Basis gegeneinander getestet und langfristig optimiert werden.

    - Beim Versand der E-Mails und Newsletter ist eine möglichst optimale und hohe Kontaktdosis das Ziel. Dazu gehören Testings mit erhöhten Frequenzen genauso wie eine vom Interessenten individuell einstellbare Kontaktdosis oder ähnliche Konfigurationsmöglichkeiten.

    Phase 3: „Feintuning“

    -Ist die Kunden- und Interessentenbasis groß genug, sollte eine Segmentierung nach einzelnen Gruppen wie z.B. Interessensgebiete, Umsatzgrößen, Kaufgewohnheiten, Kaufhäufigkeiten etc. erfolgen. Dann folgt in der Regel eine Beurteilung, ob eine individuelle Ansprache einzelner Gruppen wirtschaftlich möglich und sinnvoll ist.

    - Für besonders interessierte oder aktive Zielgruppen sollte eine Art Club (muss aber weder so heißen, noch so aussehen) entwickelt werden, der besondere Informationen, Services oder Angebote bereit hält. Ziel ist neben höheren Verkaufserlösen, die Teilnehmer noch stärker an die Website bzw. Marke zu binden und sie immer mehr zu Botschaftern der Marke zu machen.

    - Darüber hinaus kann dann auch ein echtes Weiterempfehlungsprogramm sinnvoll sein. In der Umsetzung ist in der Regel auch ein Incentive-Konzept notwendig, das Neu- und Bestandskunden für ihre Aktivitäten belohnt.

    Sie haben einen Shop oder eine Website mit ähnlichen Funktionalitäten und können noch keinen Haken hinter jeden Punkt setzen? Macht nichts! Der Weg ist das Ziel, denn praktisch jeder Punkt auf der Liste hält spannende Herausforderungen und Lösungswege bereit…

  8. Deine Nachbarn möchte ich nicht haben

    Jun 03 2011

    Dominik Frings

    Wir kennen die Problematik alle und können zum Teil drüber schmunzeln, wenn wir nicht selber betroffen sind. Es geht um Onlinewerbung, die sich auf Seiten verirrt hat, deren Inhalt in Kombination mit der Werbebotschaft einen amüsanten, derben, zynischen, sarkastischen und ja auch zum Teil verwerflichen Beigeschmack bekommt: “Bad Ads”. Klassiker hierbei sind sicherlich günstige Flugangebote neben einem Bericht über abstürzende Flugzeuge unserer Baguette essenden Nachbarn oder die Werbung eines sympathischen Systemgastronomen mit tollen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten neben einer sich anbahnenden Hungerkrise im zentralen Afrika. Anschauliche Beispiele werden ja auch gerne in der Fachpresse aufgegriffen. Interessant ist dabei immer, dass die User-Reaktionen unmittelbar erfolgen, und der Skandal einer solchen (De-)Platzierung den eigentlichen Skandal (nämlich Nahrungsknappheit) überblendet. Anhand der Vielzahl von Reaktionen, die zum Teil auf unglückliche Konstellation zwischen Content und Werbung folgen, lassen sich aber zumindest zwei Sachen belegen: 1. Displaywerbung wirkt und wird 2. immer dann besonders beachtet, wenn Content und Botschaft passen. Quod erat demonstrandum! Was ich nicht beweisen kann, aber hier einfach in den Raum stelle, ist, dass vor allem die User bei der PR-Abteilung eines Werbetreibenden die Weltmoral vertreten, die in jeder Befragung, ohne mit der Wimper zu zucken angeben würden, dass sie Bannerwerbung komplett ignorieren und schon gar nicht anklicken.

    Für Kunden ist der Werbe-GAU natürlich extrem unerfreulich, und man darf auftretende Probleme auch nicht verniedlichen oder herunterspielen. Letzen Endes wird es aber keine völlige Sicherheit geben bzw. kann man einfach die aktuellen Nachrichten nur schwer aus jedweder Planung heraushalten. Es gibt Anbieter contentsensitiver Softwarelösungen, die unliebsame Konstellation verhindern können. Allerdings ist eine kostengünstige, vermarkter- und somit kampagnenübergreifende Lösung am Markt nicht verfügbar. Auch geht die Rechnung bei Festbelegungen nicht auf. Wenn ich die Homepages bei spiegel.de, focus.de oder zeit.de belege, und in Japan geht die Welt unter, habe ich als RWE, EON oder EnBW schlichtweg Pech. Selbst die exorbitanten Zugriffszahlen, die weit über das Garantievolumen hinausgehen, werden mich kaum trösten. Wer sich nun sicher wähnt, indem er Axel Springer, OMS und Co. einfach nicht in seine Planung aufnimmt, begeht dabei gleich zwei Fehler: Zum einen verzichtet er auf performante Reichweiten, zum anderen haben auch t-online, web.de, yahoo.de etc. Nachrichten auf ihren Seiten, und glauben Sie mir, auch hier werden „Bad Ads“ gefunden. Letzten Endes bleibt nur ein Kampagnenstopp, sobald eine größere Katastrophe durch die Nachrichtenredaktionen tickert. Zumindest bei Airlines mag es funktionieren, da ein Absturz in der Regel sofortige Aufmerksamkeit erhält. Bei vielen Themen wie hungernden Kindern, tötenden Verwandten oder unvermögenden Lenkern von Gefahrgutransportern werden wir die Nachricht jedoch nicht immer gleich vernehmen. Darüber hinaus sind solche News so alltäglich, dass sie eine Kampagnenschaltung unmöglich machen.

    Zum Schluss muss auch noch betont werden, dass die unheilvollen Zusammentreffen im Displaybereich statistisch gesehen eher weniger ins Gewicht fallen. Die Kontakte sind zum einen eher flüchtig, und der unerbetene Bericht zum Banner lässt sich nach dem Weiterklicken kaum noch reproduzieren, außer man lässt die F5-Taste glühen. Auf hundert oder tausend „Werbeböcke“ kommen bis zu 100 Millionen AdImpressions ohne bedenkliche Aussteuerung. So bewegt sich die Fallzahl, bezogen auf die Gesamtkampagne, im  Promillebereich. Dies spricht uns als Agentur nicht davon frei, unverzüglich zu handeln, wenn Werbung aufgrund aktueller Geschehnisse eher kontraproduktiv wirkt. Wichtig ist aber auch, das Gesamtbild nicht aus dem Auge zu verlieren, die Relationen richtig einzuordnen und sich vorab darüber bewusst zu sein, dass es – wie immer im Leben – ein Restrisiko gibt.

  9. DACH-Strategie greift

    Jun 01 2011
    Wolfgang Bscheid

    Wolfgang Bscheid

    Wir freuen uns über unseren ersten Kunden in der Schweiz: Für die Allianz24.ch, die Direktversicherung der Allianz Suisse-Gruppe via Internet, haben wir eine Online-Werbekampagne konzipiert. Ziel der neuen Medienstrategie der Versicherung ist es, vor allem für die Auto-, Hausrat- und private Haftpflichtversicherung neue Kunden zu gewinnen. Privatpersonen können die beworbenen Versicherungen direkt und einfach online abschließen.

    Die wechselnden Werbebanner werden ab sofort hauptsächlich auf den reichweitenstarken Schweizer Webseiten wie www.gmx.ch, www.nzz.ch, www.autos.ch, www.schweizer-illustrierte.ch und www.alleskostenlos.ch zu sehen sein. Und mit entsprechendem Targeting auf den Schweizer Traffic werden sie auch auf den deutschen Portalen www.yahoo.de und www.msn.de geschaltet.

    Nach dem Telekommunikationsunternehmen Tele 2 in Österreich konnten wir mit der Allianz24.ch nun ein weiteres Unternehmen von unserer D-A-CH-Strategie überzeugen. Es geht also voran mit der Internationalisierung von mediascale im gesamten deutschsprachigen Raum.