mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!

Klartext-Interview mit Dominik Stiefermann, mirapodo: “Mein Handy ist immer angeschaltet.”

Jun 14 2011

Dominik Stiefermann

Dominik Stiefermann

Heute gibt es das dritte Kundeninterview unserer Klartext-Serie. Wir haben Dominik Stiefermann, Head of Internet Marketing bei mirapodo, befragt. Dominik weiß nicht nur bestens über Schuhe und die nützlichsten Apps Bescheid, er ist auch leidenschaftlicher Blogger. Allerdings zu einem eher unkonventionellen Thema. Aber lesen Sie selbst: 

1. Welche Online-Marketing-Kampagne ist Ihnen in letzter Zeit besonders positiv aufgefallen?

Da mir spontan keine einfällt, war wohl keine so richtig gut. Die Idee zu Million Voices von der Telekom hat mir gut gefallen, aber ob die auch ohne das hohe Budget so gut funktioniert hätte? Man sollte verstärkt in diese Richtung denken. Wie kriege ich die User dazu mitzumachen, sich mit dem Produkt zu beschäftigen und darüber zu berichten?

Aktuell gefällt mir die neue offline Kampagne von Bacardi sehr gut: „Ausgehen ist das neue Einloggen“.

2. Sie bloggen unter http://www.mettsalat.de/ über das Thema „Fleisch ist mein Salat“. Was hat Sie dazu bewegt? Und was ist Ihr fleischloses Lieblingsgericht?

Die Idee zu Mettsalat.de ist mit Freunden zusammen auf einer Party entstanden. Mittlerweile blogge ich hier nun schon seit drei Jahren zusammen mit einem Freund rund um das Thema Fleisch. Das bedeutet, dass wir Restaurants testen, Rezepte posten oder neue Gadgets für Küche und Grill vorstellen. Es ist sehr spannend zu beobachten, wie ein so spitzes Thema im Web funktionieren kann.

Ich achte bei Fleisch sehr auf Qualität und esse auch gerne mal fleischlos. Ein knackiger Salat oder ein gutes Pastagericht darf auch gerne mal ohne Filetstreifen oder Bolognesesauce sein.

3. Sie haben kein Profilbild auf Xing, ein Kinderfoto auf Facebook und twittern nur für Zugelassene. Zufall, oder wollen Sie als Netzwerkprofi bewusst nicht mehr Persönliches preisgeben?

Ein Foto auf Xing fehlt mir tatsächlich. Zumindest auf mirapodo.de findet man ein aktuelles Bild von mir. Meinen privaten Twitteraccount nutze ich mehr, um mich über aktuelle Themen zu informieren. Ich folge denjenigen, die über für mich spannende Themen twittern und bin damit immer bestens informiert.

„Persönliches im Netz“ sehe ich eigentlich ganz entspannt und eher mit einem Augenzwinkern.

4. Was muss man als Mann in der Vorbereitung auf den Job bei mirapodo tun, um das Thema Frauen und Schuhkauf wirklich zu verstehen?

Was das Thema angeht, haben mir meine schuhverrückten Kolleginnen schnell auf die Sprünge geholfen.

5. Welche Schuhe haben Sie zuletzt für sich gekauft?

Das war ein HUB Sneaker – ohne Retoure :-). Während meiner Zeit bei mirapodo hat sich mein Schuhbestand übrigens schon verdoppelt.

6. Stichwort iPhone: Verraten Sie uns Ihre drei Lieblings-Apps? Und die Kardinalfrage: Bleibt es im Urlaub ausgeschaltet?

Drei nur? Mail, Maps und Safari ist klar. Mit Remote Desktop habe ich zur Not immer Zugriff auf meinen Rechner zuhause und im Büro. Mit Apple Remote kann ich meine Musik in der ganzen Wohnung mit jedem Device steuern. Mit Shazam kann ich mir endlich mal Musiktitel merken und mit Yes or No treffe ich meine Entscheidungen.

Dann wären da noch weitere spannende Apps: Peco mobile zum Beispiel ermöglicht die Steuerung von Geräten in der Wohnung. Hausautomation ist ein spannendes Thema.

Mein Handy bleibt eigentlich immer eingeschaltet. Auch im Urlaub gibt es viele tolle Anwendungsmöglichkeiten: Hotelsuche, Navigation, Skipistentracking … Und die Mails checke ich dann zwischendurch.

7. Was zeichnet für Sie eine erfolgreiche Targeting-Kampagne aus?

Eine bessere Conversion. Der Kunde empfindet sie als eine Empfehlung für seine persönlichen Bedürfnisse und ist weniger genervt von der Werbung.

Was ist eigentlich aus Behavioral Targeting geworden?

8. Bewegtbildwerbung im Web wird…

unterschätzt.

Ich habe mich kürzlich mit einem guten Freund – Cutter beim WDR – über dieses Thema unterhalten. Videoproduktion ist heute deutlich einfacher als noch vor ein paar Jahren. Man bekommt für ein geringeres Budget eine vernünftige Hardwareausstattung, selbst mit dem Handy oder der Flipcam ist man fast schon „studiotauglich“, und den Schnitt übernimmt die Software dann quasi selbst. Das wiederum sorgt dafür, dass die Qualität leider auf der Strecke bleibt und es eine Überschwemmung der Videoportale gibt. Qualität wird in Zukunft wieder mehr an Bedeutung gewinnen.

Auch bei der Vermarktung von Bewegtbild versucht man seit Jahren sinnvolle Möglichkeiten zu entwickeln. Viel weiter als „normale Werbepausen“ einzublenden, die man nicht wegklicken kann, ist man hier aber noch nicht.

Im TV gelingt dies selbst für Internetunternehmen meist noch effektiver als im Web. Das liegt daran, dass man den Weg des geringsten Widerstands wählt und das alte Medium online überträgt. Die Produktion kann so für beide Medien eingesetzt werden und ist mit weniger Risiko für die Unternehmen verbunden. Neue Lösungen müssen gefunden werden, um vergleichbare Erfolge zu erreichen, und das wird meiner Meinung nach noch eine ganze Weile dauern.

9. Kann man via Facebook mehr Schuhe verkaufen? Und falls ja, wie kann man das messen?

Ja. Wichtig ist, dass man zwischen Relevanz und Traffic unterscheidet. Letzteres wird oft deutlich überschätzt. Man bekommt über Facebook nur bedingt zusätzlichen Traffic auf die Seite, aber in einem guten Mix ist Facebook ein sehr wichtiges Instrument.

Unsere Kunden wollen agieren, kommunizieren und verstehen. Dazu bietet uns Facebook eine Plattform, die wir gerne nutzen. Natürlich trifft das nicht auf all unsere Kunden zu. Für die anderen bieten wir die kostenlose Hotline, Email und ja – viele Anfragen kommen bspw. auch noch per Fax.

Ich glaube, das Ganze lässt sich nur sehr schwer messen und noch schwieriger wird es, wenn man dann vergleichen will. Aber lernen kann man sehr viel.

10. Können Sie uns sagen, woher die Redewendung kommt „Den Schuh zieh ich mir nicht an“?

Da muss ich kurz googlen… Der Ursprung kommt vom alten Sprichwort „Wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an.“ Für uns bei mirapodo ein sehr wichtiges Thema!

1 Kommentar

  1. Pingback Gutschein Marek – mirapodo – Die Herbstkollektion 2012 ist da|Gutschein Marek - mirapodo – Die Herbstkollektion 2012 ist daam 3. September 2012 12:20

    [...] Da wir entsprechende mirapodo Gutscheine anbieten, möchten wir natürlich auch wissen, wie die neue Kollektion bei Ihnen – den Käufern – ankommt. Wir haben uns daher auf die Suche nach Bloggern gemacht, welche ein echtes Feedback geben zu mirapodo und den Produkten, die verkauft werden. Wir haben z.B. bei funkelfieber.de einen älteren Artikel gefunden, wo über das Glamour Abo berichtet wird. Wir werden an dieser Stelle versuchen diese Aktion noch einmal bei uns zu verlängern bzw. ein ähnliches Angebot zu finden. Gezielte Artikel zur neuen Kollektion haben wir aktuell noch nicht gefunden. Wir werden aber weiter suchen und diesen Artikel sicherlich noch einmal aufgreifen. Wer sich für etwas Hintergrundwissen interessiert, dem können wir abschließend diesen interessanten Artikel empfehlen – Interview mit Dominik Stiefermann! [...]


Hinterlasse einen Kommentar:

*