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Das mediascale-Positionspapier zum Datenschutz

Feb 10 2012
Julian Simons

Julian Simons

Selten konnte der DLD aus sich heraus solch eine Aufmerksamkeit generieren, wie durch den Auftritt der EU-Kommissarin Viviane Reding. Schließlich nahm die Vize-Präsidentin der EU-Kommission die Konferenz zum Anlass, die tags darauf offiziell vorgestellte neue Datenschutzverordnung vorab zu beschreiben und im besten Licht darzustellen. Genauer betrachtet, birgt diese Verordnung für Unternehmen und User jedoch erhebliche Veränderungen in den unterschiedlichsten Bereichen.

Weil – wie so oft in Gesetzgebungsverfahren, die insbesondere das Netz betreffen – die Materie sehr komplex ist, haben wir bei mediascale ein Positionspapier zum Datenschutz zusammengestellt. Es wirft einen Blick auf die aus unserer Sicht wichtigsten Passagen der Verordnung und diskutiert ihre Konsequenzen. Hier eine ganz kurze Zusammenfassung unseres Positionspapiers:

1. Wir begrüßen eine neue einheitliche Datenschutz-Regelung für die gesamte EU.

2. Das in der Verordnung formulierte “Recht auf Vergessen” ist im Internet eine Illusion, daran wird auch die neue Verordnung nichts ändern.

3. In dem Entwurf der Verordnung ist nicht eindeutig definiert, ob ein Cookie ein “personenbezogener Datensatz” ist oder nicht. Dementsprechend unklar ist, wann und ob ein Opt-In vom Nutzer einzuholen ist. Der Klärungsbedarf an dieser Stelle ist groß und dringend, weil ein explizites Opt-In die nationale und europäische Werbewirtschaft im Netz quasi zum Erliegen bringen würde.

Bis zu einer rechtsverbindlichen EU-weiten Lösung setzen wir uns als Agentur für einen gegenüber dem User transparenten Umgang mit den über ihn erhobenen Daten ein. Wir unterstützen aktiv die Etablierung des Deutschen Datenschutzrat Online-Werbung (DDOW), der das Aussteuern von verhaltensbasierten Kampagnen ab Mitte 2012 kontrolliert und eine zentrale Anlaufstelle für Nutzerbeschwerden darstellt, die durch entsprechende Kampagnen auftreten.

Darüber hinaus unterwerfen wir uns dem Selbstregulierungskodex für verhaltensbasierte Kampagnen, der ebenfalls ab Mitte 2012 eine einheitliche Information und Wahlmöglichkeit auf sogenannten OBA-Werbemitteln (Online-Behavioral-Advertising) festlegt. Damit hat der User die Möglichkeit, sich zum einen über die durch die Kampagne erfassten Daten zu informieren und zum anderen seine Cookies über die zentrale Präferenzmanagement-Seite www.meine-cookies.org zu löschen, sofern er dies möchte.

Ziel all dieser Maßnahmen ist es, zum einen ein für den User relevantes Angebot über Onlinewerbung bereitzustellen und ihm zum anderen jede Möglichkeit zu geben, die über ihn erhobenen Daten einzusehen und auf Wunsch zu löschen.

Hier unser vollständiges Positionspapier zum Datenschutz.

 


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