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Klartext-Interview mit Michael Habedank, Highlight Communications: “Ich habe keine Geheimnisse auf Facebook.”

Feb 14 2012

Michael Habedank

Heute gibt es mal wieder ein Kundeninterview in unserem Blog: Michael Habedank, Commercial Manager bei Highlight Communications, spricht über Filme, Facebook und Afrika.

1. Herr Habedank, Highlight Communications produziert und vermarktet unter anderem Spielfilme auf DVD. In welchem Verhältnis stehen normalerweise ungefähr die Kinoeinnahmen zu den DVD-Einnahmen?

Da gibt es keine feste Regel, da dies sehr stark vom Genre abhängt. Gerade die für DVD und Blu-ray typischen „Heavy User“-Filme, wie z.B. „Resident Evil“, werden an der Kinokasse selten zum absoluten Blockbuster, aber performen im Home Entertainment hervorragend. Hier kann in einer Life-Time Betrachtung im Home Entertainment das Dreifache an Umsatz erzielt werden wie in der Kinovermarktung. Die Genres Family und Drama performen tendenziell im Kino besser als auf DVD und Blue-ray. Da kann es sein, dass Home Entertainment nur 50 Prozent des Kinoumsatzes erwirtschaftet. Logischerweise erzielen wir über DVD und Blue-ray aber die höheren Deckungsbeiträge, da die Kinokollegen einen wesentlich höheren Kostenapparat haben.

2. Xing, Twitter, Facebook oder Google+? Wie sieht es mit Ihrer persönlichen Online Reputation aus, und wie viel Zeit nehmen Sie sich für die Pflege?

Ich bin bei Xing und Facebook angemeldet, nutze Xing aber eigentlich so gut wie überhaupt nicht. Bei Facebook bin ich durchaus ab und zu online anzutreffen.

3. Ihr Facebook-Profil ist auch für Nicht-Freunde nahezu uneingeschränkt sichtbar. Wie lautet Ihre persönliche Philosophie im Umgang mit sozialen Netzwerken?

Bei meinem Facebook-Profil gibt es auch keine großartigen Geheimnisse zu entdecken :-). Ich denke jeder sollte genau überlegen, was er in sozialen Netzwerken von sich preisgibt, das kann ganz schön nach hinten losgehen. Aber ich habe über Facebook auch wieder Kontakt zu Freunden z.B. aus den USA aufgenommen, von denen ich seit über 20 Jahren nichts gehört habe. Das finde ich klasse.

4. Highlight Communications betreibt keinen Online-Shop. Sie können also den Erfolg Ihrer Online-Kampagnen nicht über die Anzahl abgeschlossener Sales messen. Welche Parameter messen Sie stattdessen? Und welche – zurzeit noch technisch unmögliche – Größe würden Sie künftig gerne tracken wollen?

Wir betreiben kein B2C-Geschäft, das ist richtig. Daher fällt natürlich auch die interessanteste Messgröße durch den Rost. Wir messen außer der Clickrate das Interesse des Website–Besuchers an der Website/dem Film. Dies beginnt mit der Abbruchquote und geht bis zur Ermittlung: Hat sich der User den Trailer angesehen? Hat er sich die DVD-Facts angesehen? Einer der wichtigsten Parameter ist für uns daher der Cost per Trailer (View).

Natürlich würde ich gerne wissen, wie viel Prozent der AdImpressions und wie viel Prozent der Clicker sich den Film gekauft haben. Nun kann sich der geneigte Leser fragen: „Warum verlinkt der Mensch nicht zu Amazon oder ähnlichen Sites?” Dies entspricht nicht unserer Firmenphilosophie, wir integrieren prinzipiell keine Handelspartner. Auf diese Weise ersparen wir uns Diskussionen wie „Warum der und nicht wir?“ mit unseren Handelspartnern. Ich möchte hier auch keine Vorteile der E-Commerce Händler gegenüber dem stationären Handel schaffen. Für uns ist jeder Handelspartner gleichberechtigt.

5. Was war 2011 der erfolgreichste deutsche Spielfilm auf DVD? Und welcher hat Ihnen persönlich am besten gefallen?

Der erfolgreichste deutsche Film war „Kokowääh“, und mein persönliches Blu-ray Highlight war „True Grit“, zwar nicht aus deutschen Landen, aber genial!

6. Laut Facebook spielen Sie gerne – sei es online oder offline. Was reizt Sie am Spielen? Und, Hand aufs Herz: Können Sie gut verlieren?

Ich spiele online hauptsächlich Browser Games wie z.B. „Siedler – online“. Dies spiele ich mit Freunden, die in anderen Städten wohnen, über Skype. Und genau das macht für mich den Reiz aus. Zur zweiten Frage: Mittlerweile eigentlich schon, als Kind sind aber schon mal die „Mensch ärgere dich nicht“-Püppchen auf Luftreise gegangen.

7. Sie waren letztes Jahr drei Wochen im Afrikaurlaub. Ihre drei Highlights aus dieser Zeit?

Der ganze Urlaub war eigentlich ein Highlight, wir sind zu zweit durch Namibia, Zimbabwe und Botswana gefahren. Wenn ich drei nennen soll: Die Victoriafälle, das Okanwango-Delta und das Übernachten in Dachzelten mitten im Busch – wissend, das dort allerlei wildes Getier rumläuft.

8. Sie kommen aus Köln. Was an Ihnen ist typisch Kölsch und was gar nicht?

Ich bin ein sehr offener Mensch, dies ist sicherlich typisch für Kölner. Untypisch ist, dass ich mit Ausnahme von „Päffgen Kölsch“ nicht sehr gerne Kölsch trinke. Asche über mein Haupt, aber da ziehe ich ein schönes Pils vor.


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