mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. Die wollen ja nur spielen….

    Mrz 29 2012

    Taskin Erdem

    …würde ich scherzhaft zu jemandem sagen, wenn ich ein Gespräch über Google Play angehen möchte. Vielleicht ist einigen die neue Schaltfläche von Google in der Hauptnavigation aufgefallen, die auf ein “neues” altes Produkt aus dem Hause Google hinweist. Man beachte, dass in der Reihenfolge der von Google angeordneten Services nun nach der (Web-)Suche, der Bilder(-Suche) und Maps (lokale Suche) der neue Reiter Play noch vor YouTube, News, Mail, etc. erscheint. Damit ist eigentlich schon klar, dass es sich hierbei um eine ernstzunehmende Geschichte handelt.

    Was hat es damit auf sich? Es geht nicht um Google Games, es geht auch nicht ums Google Online Casino, es ist auch nicht der Play Button für Videos, und man kann auch keine Playstation direkt in den Warenkorb legen. Nein, das alles ist es nicht, sondern Google Play ist schlicht der Zugang zum Android Market – also das Google iTunes oder iCloud, wenn man so will.  An dieser Stelle stellt sich natürlich die Frage: Warum heißt das Ding “Play”?

    Aus meiner Sicht ist das Wort “Play” nicht als “spielen” zu verstehen, sondern eher als “abspielen”. Es ist aber damit nicht nur das Abspielen von Videos gemeint, sondern vor allem auch die Aktivierung diverser Unterhaltungsmedien wie allgemeine Apps, Bücher, Musik, Filme und Spiele, die wie über iTunes bei Apple – kostenlos oder kostenpflichtig – runtergeladen werden können. Es geht also um einen geräteübergreifenden Zugang zu sämtlichen Produkten aus dem Android Market. In diesem Zuge wird auch die Market App kurzerhand in die Google Play App umgewandelt.

    Es war abzusehen, dass Google seine Bemühungen auf dem mobilen Markt immer weiter ausbaut und möglichst schnell den noch existierenden Vorsprung von Konkurrent Apple einholen will. Was liegt da näher, als ihren “besten Mann” ins Rennen zu schicken – die Suche? Ich hatte ja schon in meinem letzten Beitrag “Was macht eigentlich Google…” darüber berichtet, dass Google längst erkannt hat, dass sie jetzt schon für die Zukunft vorbauen müssen, um sich die Gewinne aus dem Mobile Market (derzeit Smartphones und Tablets) zu sichern.

    Kleiner Dämpfer für den deutschsprachigen Raum: Deutschland und Österreich sind (noch) außen vor bei Play. Der volle Umfang der Neuerungen betrifft nur die USA – denn Musik, eBooks und Filme sind in Europa vorerst schlichtweg nicht verfügbar. “We’re sorry, the document you requested is not available in your country.” So heißt es auf der Google+ Magazin Seite. Wir hoffen mal für die User und Interessenten, dass es sich um einen nur vorläufigen Stand handelt.

    Fazit: Apple war mal wieder Vorreiter und hält den Standard immer noch alleine durch seine Endgeräte sehr hoch. Ob aber iTunes und der App Store langfristig gegen diese Offensive von Google und deren immenses Wissen, Daten an allen Orten der Welt verfügbar zu machen, ankommt, ist abzuwarten. Mögen die Spielchen weitergehen…

     

  2. Mehr Mär geht nicht!

    Mrz 27 2012

    Dominik Frings

    Leute, die der Meinung sind, dass sie nun endlich etwas bewegen wollen bzw. dass etwas schief läuft im Staate Dänemark, schreiben gerne ein paar schmissige Thesen – und allzu oft kommt dann eine Überschrift heraus, die mit „Die Mär vom…“ beginnt. Die drei Punkte können Sie nun beliebig ausfüllen mit Themen, die Ihnen gerade in den Sinn kommen. Ein paar Beispiele gefällig? Nun gut: „..dauerhaften Wohlstand“, „…Schuldenabbau“, „…Ökostrom“, „…Dortmunder Einbruch in der 2. Saisonhälfte“, „…Mittelmeerklima in Deutschland dank Klimaerwärmung“, „…Hund, der nur spielen will“.

    Märe gibt es also wie Sand am selbigen, und die gerne bemühten Freunde von Wikipedia definieren das Wort mit „abwertend für moderne Sage“. Somit ließ der vor ca. drei Wochen auf horizont.net erschienene Text „Die Mär von der Messbarkeit“ durchaus aufhorchen, impliziert doch bereits die Überschrift, dass es Messbarkeit so im Medium Online nicht gibt. Meine Neugier war geweckt, der Spannungsbogen aufgebaut und die Lesewut beinahe nicht zu bändigen. Was dann aber folgte, war eine Aneinanderreihung von allgemeinen und beliebigen Thesen.

    Los geht es mit dem Statement, der Display-Markt lasse die nötige Professionalität vermissen. Dies wird mit einem (!) Zitat belegt. Ich bin ja kein Marktforscher, aber eine valide Fallzahl ist hier eher nicht erreicht. Ich bin durchaus der Meinung, dass es noch Steigerungspotenziale gibt, aber was meinen die Verfasser konkret, und was ist ihr Lösungsvorschlag? Ich weiß auch nicht, ob wir hier überhaupt von einer These sprechen können. Bei These Nummer zwei sind wir dann beim Misstrauen der Kunden gegenüber Onlinewerbung, was mit einer Reihe von inkonsistenten Zahlen belegt wird. Hier ist es in der Tat so, dass es immer wieder zu divergierenden Datenbasen kommt. Ich habe aber noch nie erlebt, dass man sich nicht auf einen Modus Operandi geeinigt hätte, der einen Konsens zwischen Agentur, Kunde und gegebenenfalls Vermarkter schafft. Ich vermute, dass die These darauf abzielen soll, dass es einheitlicher Standards bedarf. Aber in einem Markt, in dem es ca. zehn nennenswerte Anbieter von AdServern und mindestens ebenso viele im Bereich Websitetracking gibt, ist eine Harmonisierung schwierig. Aus Erfahrung kann ich auch sagen, dass extreme Abweichungen – wie beschrieben – durchaus vorkommen. Hier ist es aber wie mit der Bahn: Kommt sie pünktlich, erwarte ich das! Kommt sie zu spät, schimpfe ich wie ein Rohrspatz.

    Um Sie nun nicht mit meinem Senf zu langweilen, den ich zur jeder These hätte,  will ich im Detail nur noch Folgendes loswerden: Nicht alles in dieser Welt braucht eine einheitliche Währung, sondern nur die Dinge, die übergeordnet verglichen werden müssen.

    Ausgangspunkt für den Horizont-Artikel  ist ja die Grundannahme, Onliner würden den Klassikern das Budget wegnehmen wollen. Annahmen auf Basis von Annahmen zu treffen, ist wiederum ein tönernes Konstrukt und somit an Unsicherheit grenzende Wahrheit, mit der ich so ziemlich alles deuten kann (hören sie nur einem Politiker mal gut zu). Ein „Onliner“ (die Wissenschaft streitet sich noch, ob es sich um eine eigene Gattung oder Rasse handelt, und wie die Fortpflanzung von statten geht) will – möchte man bei der Stigmatisierung bleiben – nur das, was jeder in jeder Branche will: Wachstum! Ob Wachstum nun durch grundsätzlich höhere Budgets entsteht oder durch das Abziehen bei anderen Medien, interessiert dabei eher peripher bis gar nicht. Und wer sich die erschreckende Diskrepanz zwischen Mediennutzung und Werbekapitalisierung bei Publikumszeitschriften der vergangenen Jahrzehnte anschaut, wird feststellen, dass der „Onliner“ (der Biologe spricht auch vom Internetiticus Trivialis)  nicht immer die besten Vorbilder links und rechts des Weges vorfindet.

    Überhaupt bin ich doch inzwischen als Agentur und als Kunde aufgefordert, die besten intermedialen Konzepte zu realisieren. Wenn ich dem nicht nachkomme, weil ich in meinem Unternehmen lieber Grabenkämpfe austrage, werde ich auf lange Sicht nicht bestehen können. Die Briefings und Herangehensweisen, die ich hier in näherer Vergangenheit gesehen habe, gehen – bei allen noch bestehenden Herausforderungen – in die richtige Richtung, ohne dass sich eine Disziplin unterordnen muss. Wichtiger ist ein gemeinsamer Konsens, sonst sind wir auf nordamerikanischen Baumwollfeldern des beginnenden 19. Jahrhunderts. Und wenn die  gemeinsame Währung hierfür  der GRP & Co ist, na bitteschön. Damit ist aber noch kein Problem gelöst, da es erst mal darum geht, für Online bei allen aktivierenden grafischen Formaten vom Banner bis zum PreRollAd Gewichtungsfaktoren im Verhältnis zu anderen Medien zu definieren. Diese wiederum müssen selbst erst mal ihren Hausaufgaben nachkommen, und hier fehlt der markt- und medienübergreifende Standard bis dato. Dies liegt auch daran, dass viele weitere Faktoren wie branchenspezifische Eigenheiten und kreative Ausgestaltung grundsätzlich mit einbezogen werden müssten.

    Medienübergreifende Bewertung und Planung ist dabei nur eine Seite der Medaille. Um aus jedem Medium das Maximum herauszuholen und es in sich zu optimieren, muss ich seine Eigenheiten berücksichtigen, ohne dabei das Gesamtbild aus den Augen zu verlieren. Im Online sind es dann nun mal Unique User, Clicks, Conversions, Warenkörbe etc.,  wie es  im TV der Spotanteil in der Primetime, die Analyse des Fair Share etc. sind oder im Print die Auflage, Blatt-/Leserbindung etc.. All diese Werte sind übrigens für die jeweiligen Medien messbar, ohne dass gleich eine Mär draus wird.

  3. Bscheid gsagt – Folge 10: eCommerce

    Mrz 22 2012

    Am 27. und 28. März findet in München die größte deutsche eCommerce-Messe, die Internet World, statt. Thema dieses Jahr: Die Zukunft des eCommerce.

    mediascale Geschäftsführer Wolfgang Bscheid nimmt die aktuelle eCommerce-Situation in einer neuen Folge „Bscheid gsagt“ unter die Lupe. Im Gegensatz zu den USA, wo es hauptsächlich um kanalspezifische Optimierungen geht, ist Deutschland seiner Meinung nach bereits einen Schritt weiter. Hierzulande heißt das Thema eher: Wie integriere ich Marke und Vertrieb? Statt einzelne Performancekanäle, insbesondere Search und Affiliate, „zu Tode“ zu optimieren, ist es wesentlich erfolgversprechender die Kraft der Marke auszubauen. Für Wolfgang Bscheid lautet der Schlüssel zum Erfolg deshalb ganz klar: Weg von der reinen Preisargumentation hin zu mehr Emotion und Herz.

    Alle bisherigen Folgen gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

  4. Klartext-Interview mit Anja Schüür-Langkau: “Improtheater und Journalismus haben viel gemeinsam.”

    Mrz 20 2012

    Anja Schüür-Langkau

    Was ist Trading? Was hat Improtheater mit Journalismus gemeinsam? Und welche Branchenveranstaltungen darf man dieses Jahr auf keinen Fall versäumen? Anja Schüür-Langkau, langjährige Branchenexpertin und Chefredakteurin der Fachzeitschrift media spectrum, hat uns im Klartext-Interview geantwortet.

    1. Frau Schüür-Langkau, was sind die größten Herausforderungen dieses Jahr in der Mediaplanung?

    Mobile, Konvergenz und Werbewirkungsnachweise sind Themen, die die Branche die nächsten Jahre intensiv beschäftigen werden. Vor allem die intermedialen Werbewirkungsnachweise stecken noch in den Kinderschuhen. Hier haben die Medien gemeinsam mit Agenturen und Werbungtreibenden noch großen Forschungsbedarf.

    2. Welche Online- oder Social Media-Kampagne ist Ihnen in den letzten sechs Monaten besonders aufgefallen? Warum?

    Das YouTube-Video „VW The Dark Side“ von Greenpeace als Reaktion auf den zu Recht sehr erfolgreichen VW-Spot „Darth Vader“. Zum einen zeigt die Aktion eindrücklich, dass Unternehmen mit dem Kontrollverlust einfach leben müssen, und zum anderen hat Greenpeace sehr erfolgreich gezeigt, wie Social Media-Maßnahmen intelligent genutzt werden können.

    3. Trading ist…

    …der Ausverkauf qualitätsorientierter Mediaplanung.

    4. Welche drei Branchenveranstaltungen – außer Ihrem eigenen Media & Marketingkongress – dürfen wir 2012 auf gar keinen Fall verpassen? Und warum?

    Das Get Together der OWM-Fachtagung: die beste Veranstaltung, um Werbungtreibende in entspannter Atmosphäre zu treffen

    Natürlich die dmexco: der inzwischen wichtigste Branchentreff der Online- und auch Offline-Welt

    Research & Results: eine breite Informationsplattform über die Entwicklungen in der Marktforschung mit zunehmender Internationalisierung

    5. Was sagt man als Printjournalistin den ganzen Digitalos, die dauernd posten „Print ist tot!“?

    Diese vermeintliche Provokation ist ein Tiger ohne Zähne. Optik, Haptik und Qualität sind immer noch die wichtigsten Argumente für Print. Zudem sind die gedruckten Medien ein notwendiger Gegenpool zur flüchtigen Onlinewelt, entfalten ihre volle Markenwirkung zukünftig aber erst durch die geschickte Vernetzung mit Online.

    6. Ihre Zeitschrift media spectrum, ein monatlich erscheinendes Fachzeitmagazin, hat eine Facebook-Fanpage. Welche Ziele verfolgen Sie damit?

    Bei uns geht Qualität klar vor Quantität. Uns geht es nicht darum, schnell möglichst viele Fans zu haben, sondern über Facebook den Dialog zu unseren Lesern zu suchen. Für uns ist Facebook ein weiterer Kanal, um unsere Nutzer über relevante Marktthemen zu informieren und auf redaktionelle Highlights im Heft aufmerksam zu machen. Zudem nutzen wir Facebook zunehmend für die Themenrecherche.

    7. Xing, Twitter, Facebook oder Google+? Wie sieht es mit Ihrer persönlichen Online Reputation aus, und wie viel Zeit nehmen Sie sich für die Pflege?

    Persönlich nutze ich nicht alle Plattformen, sondern Xing und Facebook. Ich muss nicht überall sein, sondern lege Wert darauf, meine öffentliche Online-Präsenz zu steuern und zu gestalten. Ein täglicher abendlicher Blick auf Facebook und gelegentliche Posts gehören dazu. Xing nutze ich etwa einmal wöchentlich als Plattform, um Kontakte zu pflegen.

    8. Google verdanken wir die Erkenntnis, dass Sie auch mal Improtheater gespielt haben. Machen Sie das noch, und kann man das als Journalistin auch beruflich nutzen?

    Improtheaterspieler und Journalisten habe viel gemeinsam. Sie müssen ständig improvisieren, sich auf neue Themen einstellen, neugierig sein und schnell reagieren. Insofern ergänzen sich mein Hobby und mein Beruf hervorragend. Auch bei beruflichen Moderationen profitiere ich von meinen Erfahrungen auf der Improbühne. Ich spiele öffentlich zwei bis dreimal jährlich in einem Wiesbadener Impro-Ensemble und trete mit meiner eigenen Gruppe an Wochenenden gelegentlich im Rhein-Main Gebiet auf.

    9. Sie haben in Berlin studiert, lange Jahre in Hamburg gearbeitet und leben jetzt in Wiesbaden. In welchen drei Städten würden Sie gerne noch leben?

    London – wegen der pulsierenden Szene

    Paris – wegen des Savoir Vivre

    St. Peter Ording – wegen der Nordsee (die ich in Wiesbaden vermisse) und der guten Luft

     

  5. Stetig ist nur der Wandel

    Mrz 15 2012

    Agnes Ley

    Anfang des Jahres haben sich die Facebook Werbeanzeigen auf Grund der neu eingeführten Timeline-Darstellung etwas verändert. Seither tut sich gefühlt wöchentlich etwas bei den Facebook Ads. Auch auf die Gefahr hin, dass mein Artikel nächste Woche schon wieder veraltet ist, ist es an der Zeit, mal wieder ein Update zu geben.

    Die wohl wichtigste Änderung betrifft alle Facebook Ads und ist für den 1. April angekündigt: Dann wird das Zeichenlimit des Bodytextes von aktuell 135 Zeichen auf 90 Zeichen gekürzt. Bei der Formulierung muss man sich zukünftig also deutlich kürzer fassen. Darüber hinaus gibt es in beiden Bereichen – Premium und Marketplace Ads – Änderungen:

    Bei den Premium Ads hat sich einiges getan. Hier ist das Angebot an Ads deutlich übersichtlicher geworden, die meisten gibt es nämlich schlicht nicht mehr. Gestrichen und nicht mehr buchbar sind die Formate Premium Like, Premium Event, Video Comment und Premium Poll. Weiterhin verfügbar sind Premium Standard Ad Formate mit externer Verlinkung.

    alte Premium Ads

    Neu eingeführt wird das Premium Upgrade. Dabei handelt es sich um ein vergrößertes Format, das eine bessere Performance von Anzeigen ermöglichen soll, die auf Seitenbeiträgen basieren. Es muss also zuerst ein Post bzw. Beitrag auf dem Profil erfolgen, der dann in der Ad aufgegriffen werden kann. Je nachdem, was im Post inhaltlich genannt wird, kann das Ad entsprechend als Format dafür genutzt werden, u.a. zur Einbindung von Fotos, Videos, Umfragen, Events, Links.

    neue Premium Ads

    Als neue Platzierung hat Facebook ein Logout Ad avisiert, das es aktuell in Deutschland noch nicht gibt. Klar ist aber, dass diese ebenfalls nur als Premium Ad, eventuell sogar nur im Rahmen eines größeren Packages buchbar sein wird.

    Logout

     

    Die Marketplace-Anzeigen existieren weiterhin unverändert und sind nach wie vor durch die Abrechnung auf CPC-Basis die kosteneffizienteste Möglichkeit, auf Facebook zu werben.

    Vielleicht hat ja der ein oder andere auf noch eine Alternative zu Groupon, DailyDeal & Co. gewartet? Als Weiterentwicklung der sogenannten Facebook Deals gibt es seit kurzem die „Facebook Angebote“. Sie sind im Besonderen für Einzelhandels- und Restaurant-Kunden zu empfehlen, die aktuelle Angebote und Deals über Anzeigen verbreiten möchten. Nach der Freischaltung können Angaben zu den Angebotdetails, Laufzeiten und AGB’s veröffentlicht und den Fans angezeigt werden. Mit gesponserten Meldungen, um Freunde von Fans zu erreichen, und mit Werbeanzeigen, um unverbundene Nutzer zu erreichen, lässt sich das Angebot verbreiten.

    Facebook Angebote

    Ein spannendes Konzept könnte der Facebook Reach Generator werden – ein neues Tool, um vorhandene Fans besser zu erreichen und mehr Fans zu generieren. Die Anwendung hilft, die Reichweite ausgehend von den Fans, über deren Freunde auf die Facebook Population auszudehnen. Erhältlich ist der Reach Generator für eine Mindest-Laufzeit von drei Monaten und wird auf Basis Cost per Fan (CPF) abgerechnet. Leider fehlen dazu derzeit noch konkrete Angaben, welche Maßnahmen ergriffen werden, um mehr Fans zu generieren und wie hoch der CPF liegt. Klar ist jedoch: Teilnehmen können nur Brandpages, die bereits mehr als 500.000 Fans haben und ihr Profil mindestens mit 4-9 neuen Page-Posts pro Woche pflegen.

    Doch stetig bleibt nur der Wandel, daher bin ich sicher, bald mehr Neuerungen und Änderungen zum Besten geben zu können – und vielleicht gibt es dann auch schon mehr Details zum Reach Generator.

  6. E-Mail oder und Mobile-E-Mail?

    Mrz 13 2012
    Alexander Emmendoerfer

    Alexander Emmendoerfer

    Das hat man nun davon. Jahrelang hat man als gestandener E-Mail-Marketer seine E-Mail- und Newsletter-Kampagnen ausgebaut, hat optimiert und individualisiert und jetzt dies: Das Mobile-Zeitalter erfasst mit voller Breitseite endgültig das E-Mail-Marketing. Und was nun?

    Die Phrase “E-Mail oder und Mobile-E-Mail” ist eine Hommage an eine der größten TV-Pannen Anfang der 80er-Jahre, als die Moderatoren-Autorität Friedrich Nowottny in seiner vielbeachteten Polit-Sendung “Der Bericht aus Bonn” einen Anfall vor laufender Kamera bekam, weil er seinen Kollegen verzweifelt befahl, man möge doch nun endlich nicht mehr nur Hinterbänkler, sondern die beiden Hauptdarsteller der Wahl – Helmut Schmidt und Helmut Kohl – zum Interview bewegen. “Wir brauchen Schmidt und Kohl! …(Pause)… Schmidt oder und Kohl!” Er wusste, es muss etwas passieren. Einer alleine, oder am besten beide…

    Und genau das ist das Motto: Es muss etwas passieren, am besten beides. Eine normale E-Mail für alle stationären Endgeräte und eine neue mobile Version. Bisher gab es vor allem zwei Argumente, wie man diesen dringenden Wunsch noch gut im Keim ersticken konnte:
    Zum einen sind bis vor kurzem in vielen Branchen und Märkten die Nutzungsraten von E-Mails auf mobilen Geräten immer noch recht niedrig gewesen. Doch dieses Argument zählt praktisch nicht mehr. Die artegic AG, Anbieter für Online-CRM und digitales Dialogmarketing, kommt in einer brandaktuellen Studie zum Ergebnis: “70,9 Prozent der Befragten mit mindestens einem E-Mail-fähigen mobilen Endgerät nutzen dieses für den mobilen Abruf von E-Mails.”
    Zum anderen konnte man sich bisher vor allem im eCommerce hinter dem Argument verschanzen, dass eine mobile E-Mail wenig nützt, wenn alle dahinter folgenden Landingpages und Shops wenig bis gar nicht für mobile Endgeräte optimiert sind. Was bringt mir das tollste mobile E-Mail, wenn danach die Conversion sowieso einbrechen wird – und der User noch dazu verärgert zurückbleiben könnte, weil er sich nach dem Klick im E-Mail auf einem Shop tummeln muss, der für ganz andere Pixelgrößen und Bandbreiten optimiert ist. Aber auch dieses Argument schwindet. Es gibt wohl keinen mittleren und größeren eCommerce-Player mehr, der nicht gerade an der mobilen Darstellung seiner Produkte und Angebote auf den Websites feilt…

    Kommen wir also zurück zur großen Frage: Was nun? Hier ein kurzer Abriss der aktuell diskutierten Alternativen:

    1. Warten
    Halt. Ein Argument, das geradezu zum Nichtstun auffordert, haben wir noch nicht diskutiert. Seit sich Apple, Samsung, HTC und so weiter mit jeder neuen Generation von Smartphones gegenseitig in der Bildschirmgröße und der Anzahl der dargestellten Pixel überbieten, könnte man auch den Schluss ziehen, dass es überhaupt keiner Anpassung von E-Mail (und Landingpages) bedarf. Wenn ein Smartphone eine Bildschirmbreite von 1000 oder mehr Pixel darstellen kann, kann man sich zu Recht die Frage stellen, ob der Unterschied zu den meisten stationären PCs, Notebooks oder Tablets überhaupt noch relevant ist. Und auch die übertragenen Bandbreiten werden sich ab dem neuen Mobilfunkstandard LTE auf einem Niveau von stationären Netzwerken bewegen. Also warum noch mobile E-Mails?
    Ich halte das für kein ausreichendes Argument. Denn es greift systematisch zu kurz. Auch wenn sich in naher Zukunft nicht völlig neue Bedienkonzepte durchsetzen, bei einem wird es trotz ständigem technischen Fortschritt erst mal bleiben: Unsere Augen werden nicht genauer sehen und unsere Finger auch nicht präziser tippen können. Und wer schon mal auf einem noch so modernen Smartphone versucht hat, einen komplexen Newsletter zu erforschen oder gar im Shop etwas zu kaufen, der weiß, was ich meine.

    2. Revolution
    Ja, es ist meist der komplette Neuanfang, aber er ist extrem wirksam: Man entwickelt einen komplett neuen Newsletter für mobile Endgeräte. Die Formatfrage stellt sich heute nicht mehr, es geht ausschließlich um die entsprechende Darstellung bei geringer Datenmenge und userfreundlicher Navigation und Bedienbarkeit für mobile Geräte. Der ganz klare Auftrag heißt: Keep it simple. Und auch hier gilt: Wer je einen solchen mobile-optimierten Newsletter gesehen und geklickt hat, der weiß, dass dies auch mit zwei Tüten im Arm und notfalls auf dem Fahrrad geht. Im Detail gibt es hier inzwischen auch sehr interessante grafische und technische Möglichkeiten und Ideen, die diesen Weg weiter entwickeln. Eine sehr interessante Präsentation von einer Spezialistin in diesem Bereich aus Los Angeles zeigt eine gute Auswahl zum aktuellen Stand.

    3. Evolution
    Seit einigen Monaten entsteht ein weiter Weg, die Herausforderung E-Mail oder und mobile E-Mail anzunehmen. Dank moderner HTML-Programmierung – und der Fähigkeit moderner Smartphones, diese auch darstellen zu können – gibt es immer mehr Möglichkeiten, eine E-Mail so zu programmieren, dass sie sich beim Öffnen dem entsprechenden Endgerät anpasst. Soll im Klartext heißen: Ein und dieselbe E-Mail sieht auf einem normalen Computerbildschirm fast völlig anders aus als auf einem Smartphone. Einschließlich der Größe von Klickbuttons, Farben und ähnlichem. Möglich machen dies spezielle Programmiertechniken, die sozusagen für beide Endgerätevarianten eine simultane Darstellung vorhalten. Noch sind längst nicht alle E-Mail- und Newsletter-Layouts komplett integriert für beide Endgerätetypen umwandelbar, aber ich gehe davon aus, dass sich hier die Möglichkeiten in den nächsten Monaten weiter verbessern werden. Und wenn es kein anderer tut, halte ich Sie hier gerne auf dem Laufenden…

    „Auf Wiedersehen. Das Wetter.” (F. Nowottny, Bericht aus Bonn, 1982)

  7. Bscheid gsagt – Folge 9: Die Biographie von Steve Jobs

    Mrz 08 2012

    “Er wollte die Dinge so tun, wie er sie tun wollte. Und das hat er bis zum Schluss getan.” mediascale-Geschäftsführer Wolfgang Bscheid hat die autorisierte Biographie von Walter Isaacson über Steve Jobs gelesen. Seine größte Angst (“Hunderte Seiten Selbstbeweihräucherung”) hat sich nicht erfüllt. Stattdessen gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Und das Fazit: “Die Welt braucht mehr von diesen halsstarrigen Egomanen, die nicht alles rational durchplanen und manchmal ihrem Bauch vertrauen.” Ob Jobs ruppiger Führungsstil jetzt auch bei mediascale einzieht und warum 99 Prozent der Manager nichts aus dem Buch lernen, erfahren sie in Folge 9 von “Bscheid gsagt”:

     

    Alle bisherigen Folgen gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

  8. Targeting: Zielgruppen neu definieren

    Mrz 06 2012
    Nadine Schollmeier

    Vor drei Jahren bin ich aus der „klassischen“ Onlineplanung zu mediascale in den Bereich Targeting gewechselt. Seitdem hat sich viel getan, aber noch nie war das Thema so spannend und abwechslungsreich wie in den letzten Monaten. Einerseits ergeben sich aus der Weiterentwicklung unseres Targetingtools NE.R.O immer neue Einsatzbereiche, andererseits entsteht im Moment ein völlig neuer Blickwinkel auf das Thema Zielgruppe. Vor allem, wenn es um die Definition von Zielgruppen geht. Unternehmen und Marken merken, dass sie mit soziodemografischen oder milieuspezifischen Schubladen nicht mehr weiterkommen.

    Deshalb setzen immer mehr Kunden mit uns Workshops auf, um ihre jeweilige Zielgruppe neu zu beleuchten und gegebenenfalls anders oder in weitere Untergruppen zu segmentieren. Im ersten Moment klingt das nicht besonders innovativ. Allerdings werden beim Beschreiben der Menschen und ihrer Motivationen und Bedürfnisse jetzt vielfach auch Parameter abseits bekannter Modelle wie den Sinus Milieus zu Rate gezogen. Die Parameter, die einer Clusterung zu Grunde liegen, sind sehr vielfältig und oftmals sehr kundenspezifisch. Sie reichen von Persönlichkeitsmerkmalen und Einstellungen über Markenaffinitäten bis hin zu Matrixkonzepten aus Alter und der emotionalen Nähe zu Themen wie beispielsweise der Musik. Auch das Erheben der notwendigen Daten, die für die Analyse herangezogen werden, variiert stark. Während manche Unternehmen auf Umfragen setzen, greifen andere auf interne Wissenspools – wie die eigenen Verkäufer aus dem stationären Handel – zurück. Die Ergebnisse unterscheiden sich sicherlich in der Tiefe der betrachteten Parameter, jedoch haben sie eine große Gemeinsamkeit: Es entstehen kundenspezifische Zielgruppenbeschreibungen, die oftmals die direkte mediale Abbildbarkeit außer Acht lassen, dafür aber mit Merkmalen angereichert sind, die die Bedürfnisstruktur und damit oftmals die Kaufmotive deutlich besser ausleuchten, als dies bisher der Fall war.

    In der Targetingplanung entstehen so weitere sehr vielfältige Ansatzmöglichkeiten. Für uns besteht die Anforderung darin, diese Zielgruppen in unserem Tool abbildbar zu machen oder, in gewissen Teilbereichen, adäquate Übersetzungen zu finden. Bisherige weit verbreitete Kriterien wie Geschlecht, Alter oder Haushaltsnettoeinkommen rücken in den Hintergrund. Oder sie dienen nur noch der äußeren Begrenzung einer Gesamtzielgruppe, während sich innerhalb dieser eine Vielzahl von weiteren Teilzielgruppen mit ihren ganz spezifischen Wünschen tummeln. Neben den erforderlichen Werbemitteln, die inhaltlich die Bedürfnisstruktur aufgreifen, muss sich auch die Aussteuerungslogik einem Feintuning unterwerfen. Denkbar wäre hier beispielsweise ein  Frequency Capping auf Zielgruppenebene, nicht mehr wie bisher kampagnenübergreifend.

    Also, jede Menge Herausforderungen, die wir in den kommenden Monaten gerne annehmen.

    Nadine Schollmeier, Teamleiterin Tools & Services bei mediascale

  9. Bscheid gsagt – Folge 8: Google und der Datenschutz

    Mrz 02 2012

    Seit 1. März gelten die neuen Datenschutzrichtlinien von Google. Die EU hält sie für illegal, und selbst für Datenexperten sind die Bestimmungen der Richtlinie äußerst vage und zum Teil unverständlich. 

    mediascale-Geschäftsführer Wolfgang Bscheid sieht die Gefahr, dass nicht nur durch Google in der EU eine Zweiklassengesellschaft bei der Datennutzung entsteht: Auf der einen Seite stehen Amazon, Apple, Facebook, Google & Co, die durch individuelle Vereinbarungen mit den Nutzern in ihren Ökosystemen weitestgehende Freiheiten genießen. Auf der anderen Seite der große Rest an Unternehmen, die durch immer restriktivere Vorgaben ein Sammelsurium an Einschränkungen auferlegt bekommen. Dies kann sehr schnell zu einer wettbewerbsverzerrenden Situation führen.

    Mehr dazu in Folge 8 von “Bscheid gsagt”. Alle weiteren Folgen im YouTube-Kanal von mediascale.