…würde ich scherzhaft zu jemandem sagen, wenn ich ein Gespräch über Google Play angehen möchte. Vielleicht ist einigen die neue Schaltfläche von Google in der Hauptnavigation aufgefallen, die auf ein “neues” altes Produkt aus dem Hause Google hinweist. Man beachte, dass in der Reihenfolge der von Google angeordneten Services nun nach der (Web-)Suche, der Bilder(-Suche) und Maps (lokale Suche) der neue Reiter Play noch vor YouTube, News, Mail, etc. erscheint. Damit ist eigentlich schon klar, dass es sich hierbei um eine ernstzunehmende Geschichte handelt.
Was hat es damit auf sich? Es geht nicht um Google Games, es geht auch nicht ums Google Online Casino, es ist auch nicht der Play Button für Videos, und man kann auch keine Playstation direkt in den Warenkorb legen. Nein, das alles ist es nicht, sondern Google Play ist schlicht der Zugang zum Android Market – also das Google iTunes oder iCloud, wenn man so will. An dieser Stelle stellt sich natürlich die Frage: Warum heißt das Ding “Play”?
Aus meiner Sicht ist das Wort “Play” nicht als “spielen” zu verstehen, sondern eher als “abspielen”. Es ist aber damit nicht nur das Abspielen von Videos gemeint, sondern vor allem auch die Aktivierung diverser Unterhaltungsmedien wie allgemeine Apps, Bücher, Musik, Filme und Spiele, die wie über iTunes bei Apple – kostenlos oder kostenpflichtig – runtergeladen werden können. Es geht also um einen geräteübergreifenden Zugang zu sämtlichen Produkten aus dem Android Market. In diesem Zuge wird auch die Market App kurzerhand in die Google Play App umgewandelt.
Es war abzusehen, dass Google seine Bemühungen auf dem mobilen Markt immer weiter ausbaut und möglichst schnell den noch existierenden Vorsprung von Konkurrent Apple einholen will. Was liegt da näher, als ihren “besten Mann” ins Rennen zu schicken – die Suche? Ich hatte ja schon in meinem letzten Beitrag “Was macht eigentlich Google…” darüber berichtet, dass Google längst erkannt hat, dass sie jetzt schon für die Zukunft vorbauen müssen, um sich die Gewinne aus dem Mobile Market (derzeit Smartphones und Tablets) zu sichern.
Kleiner Dämpfer für den deutschsprachigen Raum: Deutschland und Österreich sind (noch) außen vor bei Play. Der volle Umfang der Neuerungen betrifft nur die USA – denn Musik, eBooks und Filme sind in Europa vorerst schlichtweg nicht verfügbar. “We’re sorry, the document you requested is not available in your country.” So heißt es auf der Google+ Magazin Seite. Wir hoffen mal für die User und Interessenten, dass es sich um einen nur vorläufigen Stand handelt.
Fazit: Apple war mal wieder Vorreiter und hält den Standard immer noch alleine durch seine Endgeräte sehr hoch. Ob aber iTunes und der App Store langfristig gegen diese Offensive von Google und deren immenses Wissen, Daten an allen Orten der Welt verfügbar zu machen, ankommt, ist abzuwarten. Mögen die Spielchen weitergehen…










