mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. Wasser predigen, Wein trinken: “Adblock Plus handelt zynisch”

    Mai 21 2013
    Dominik Frings

    Sind Sie Teil der Werbeindustrie? Dann kennen Sie das: Erzählt man, was beruflich das tägliche Schnitzel sichert, fallen folgende Sätze so gut wie immer: (Online-)Werbung? Die ignoriere ich. Banner? Habe ich noch nie drauf geklickt! TV-Werbung? Schalte ich weg!

    Werbung ist halt ein Thema, zu dem niemand stehen möchte und reiht sich ein in eine Vielzahl von Themen, die man am liebsten verdrängt: Umweltverschmutzung? Machen andere – und ab geht es mit dem Urlaubsflieger auf die CO2-Antillen. Würden offiziöse Meinungsäußerungen auch nur ansatzweise zutreffen, wäre die Erotikindustrie von sehr überschaubarer Größe und das TV-Programm hätte wieder Niveau. Dass es nicht so ist, können Sie auf RTL2 eindrucksvoll mit ihrer getauschten Frau bestaunen.

    Die Steigerung des Gutmenschen ist der Realitätsignorant, der z.B. ein öffentliches Nahverkehrssystem mit 24-Stunden-Beförderungsgarantie wünscht, jedoch nicht bereit ist ein Ticket zu kaufen. Ein O-Ton, den ich live erleben durfte: „Ich hasse Schaffner und würde nie regulär zahlen. Die Bahn kommt ja auch eh immer zu spät.“ Der Sinngehalt einer solchen Aussage lässt sich in einer Amöbe spielend unterbringen. Gleiches gilt für die Kollegen, die freudestrahlend erzählen, dass sie nunmehr Werbung via Adblocker unterdrücken, was ohnehin viel besser sei und das Internet besser macht.

    Neugierig geworden? Den vollständigen Artikel können Sie hier auf LEAD digital lesen!

  2. NE.R.O.versum Teil 1

    Mai 16 2013
    Nadine Schollmeier, Teamleiterin

    Ich möchte heute mit einer Reihe von Artikeln zur NE.R.O. Produktwelt starten. NE.RO. ist unser agentureigenes Targetingsystem, über das bereits in mehreren Blogartikeln berichtet wurde. Im heutigen, sowie in den folgenden Beiträgen werde ich auf die einzelnen Teilbereiche eingehen und zum einen die Produkte etwas genauer unter die Lupe nehmen und zum zweiten auch die Anwendungsbereiche klar voneinander abgrenzen.

    Starten möchte ich heute mit NE.R.O. Retargeting. Hier möchte ich mich vorerst auf den Bereich des On-Site Retargetings, also der Dotierung der User auf dem Onlineangebot unserer Kunden, beschränken.

    Folgendes Schaubild soll den grundsätzlichen Ablauf des On-Site Retargetings verdeutlichen:

    Jeder User, der sich auf der Website bewegt, wird als Interessent des Angebots markiert. Je nachdem wie das spätere Kommunikationskonzept es vorsieht, muss bereits im Tagging-Setup darauf geachtet werden, dass die richtigen Informationen in den NE.R.O. Datenpool aufgenommen werden. Nur so kann später die Entscheidung für das passende Werbemittel, ggf. auch über die zusätzliche Nutzung eines dynamischen Bannertools getroffen werden.

    In Phase 1 werden die On-Site Daten erhoben. In Phase 2 erfolgt die Segmentierung nach Kundengruppen (In obigem Beispiel nach den verschiedenen Reisetypen wie Schnäppchenurlauber oder auch Familienreisenden). In Phase 3 erfolgt dann innerhalb der Kampagnenaussteuerung die Auswahl des passenden Werbemittels zum jeweiligen User. Natürlich können die Interessenten hier über die Verwendung von Deeplinks auch direkt auf das geklickte Angebot geleitet werden.

    Über das NE.R.O. Netzwerk werden nur User selektiert, die das gewünschte Retargetingmerkmal aufweisen. Dies ermöglicht einen streuverlustfreien Zukauf von reinem Retargetingvolumen zur Unterstützung der Performancekampagnen. Allerdings ist durch den vorher zwingend notwendigen Kontakt mit der Kundenseite die Reichweite von Retargetingkampagnen, im Vergleich zu anderen Kampagnenansätzen, immer auf das aktuelle Userpotential des Angebots beschränkt.

    On-Site Retargeting wird bisher oft als reine Performancemaschine genutzt. Die verwendeten Werbemittel beschränken sich hier auf das Universal Ad Package und die Inhalte auf den zielgerichteten Abverkauf der angebotenen Produkte. Die aktuelle Nutzerschaft des Webangebotes stellt jedoch die Kernzielgruppe jedes Kunden dar. Vor dem Hintergrund, dass die Neukundenakquise etwa fünfmal so teuer ist wie das Halten eines Bestandskunden, stellt sich nun die Frage nach einer eleganten Lösung für die Steigerung der Kundenbindung über eine Onlinekampagne. Hier kommt NE.R.O. Brand-Retargeting ins Spiel. Wir konzentrieren uns hierbei deutlich stärker auf die Erreichung einer optimalen Kontaktdosis mit der Hilfenahme großformatiger und aufmerksamkeitsstarker Werbemittel.

    Durch eine Anpassung der Kontaktdosis in Abhängigkeit der regulären Kampagnenflights, können so aktuelle Interessenten ganz gezielt erneut angesprochen werden ohne den Sättigungseffekt zu überreizen.

    Neben der klassischen Variante eines On-Site Retargetings, das bereits in zwei Produkte aufgegliedert werden kann, gibt es zwei weitere NE.R.O. Anwendungen die sich unter On-Campaign Retargeting ansiedeln lassen. Anstatt also die Website zu vertaggen, nutzen wir die Kontakte mit der Onlinekampagne zur Klassifizierung und Segmentation der Nutzer. Hierbei unterscheiden wir auf Ebene der Targetingeinstellungen in die Brutto- sowie Nettoreichweitenoptimierung. Diese sollen aber Bestandteil des zweiten Beitrags der Serie werden.

  3. Expertenumfrage Teil 13: Die Zukunft der Gesellschaft und der Wirtschaft in 2022

    Mai 14 2013

    Wir neigen uns langsam dem Ende dieser Runde der Expertenumfragen zu. Wir haben nach Online Trends, dem Werbemarkt, Digital Natives, der Partenersuche und noch vielen anderen spannenden Themen in 2022 gefragt. Allerdings gibt es da noch ein paar Dinge, die wir unbedingt wissen wollen.

    Heute haben wir unsere Experten gefragt:

    Rodja Tanwidjaja (Head of Energy Renewables Communication, Siemens): „Die Gesellschaft: Social Media, man findet alte Freunde wieder und bleibt in Kontakt // die Wirtschaft: Mehr Transparenz und Wettbewerb // Sie persönlich: Informationen at your fingertips -> Keep exploring.“

    Eric Hofmann (Marketingleiter Fashionation): „Die Gesellschaft: Transparenz und Wissen // die Wirtschaft: Big Data für alles // Sie persönlich: Das Web ist meine Existenzgrundlage, seit 15 Jahren verdiene ich mein Geld damit.“

    Alexander Erlmeier (Country Manager DACH, ICQ): „Die Gesellschaft: Grenzenlose Kommunikation // die Wirtschaft: Markttransparenz für alle // Sie persönlich: 25 spannende Berufsjahre.“

    Catharina Wilhelm (Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DeutschlandCard): „Die Gesellschaft: In der Chance auf den Wandel, der sich jetzt bereits andeutet // die Wirtschaft: Keine Ahnung – es wird leider immer wieder Superclevere geben – im guten wie im negativen Sinne // Sie persönlich: In den Erfahrungen, die ich bereits heute machen durfte und bis dahin machen werde. Und vor allem in dem, was ich daraus machen werde :).“

    Doris Eichmeier (Content-Strategin): „Die Gesellschaft: Die Digital Natives sind erwachsen und haben eine tragende gesellschaftliche Rolle – ich bin gespannt auf diese Zeit!“

    Ruth Schöllhammer (Schöllhammer Beratung): „Die Gesellschaft: Mehr Zeit für den Einzelnen – wobei nicht sicher ist, wie gut diese Errungenschaft ist // die Wirtschaft: Weniger Verschwendung von Zeit und Ressourcen // Sie persönlich: Mehr Zeit :).“

    Thomas Hohenacker (Inhaber Malte Media): „Die Gesellschaft: Alles zu finden und alles wissen zu können // die Wirtschaft: Direkter Kontakt zum Kunden // Sie persönlich: Neue kreative Möglichkeiten.“

    Thomas Port (Geschäftsführer, SevenOne Media): „Die Gesellschaft: Freie Meinungsäußerung // die Wirtschaft: Worldwide Connectivity führt zu höherer Effizienz von Volkswirtschaften und langfristigem Wachstum (normalerweise) // Sie persönlich: Aufbau von Wissen und Know-how, berufsbegleitende Learnings.“

    Ulrich Schmidt (Managing Dircetor, ad pepper media): „Die Gesellschaft: Demokratisierung // die Wirtschaft: Preistransparenz und vollständiger Markt // Sie persönlich: siehe a) und b).“

    Harald Kratel (Geschäftsführer, Madaus, Licht + Vernier Werbeagentur): „Die Gesellschaft: Transparenz des Handelns der Reichen und Mächtigen // die Wirtschaft: Austausch und Analyse von Forschungsergebnissen in nie da gewesener Geschwindigkeit // Sie persönlich: Freie Wahl, wann ich wo auf meine Daten zugreife bzw. arbeite.“


    In der nächsten und letzten Folge unserer Serie lesen Sie: Welche internetbasierte Gesundheitsanwendung sollte bis 2022 auf jeden Fall erfunden werden?

    Haben Sie auch eine Prognose, Meinung oder einen klaren Blick in die Zukunft? Oder wollen Sie bei der nächsten Runde der Frage der Woche dabei sein? Dann einfach Kommentar hinterlassen oder eine formlose Mail an presseanfragen@mediascale.de schicken.

  4. Durchblick² – Project Glass

    Apr 23 2013
    Taskin Erdem

    Menschen haben Sehschwächen. Deshalb haben sie auch vor ca. 700 Jahren die Brille erfunden. Die Weiterentwicklung zur Kontaktlinse gibt es erst seit knapp 60 Jahren. Dazwischen wurden natürlich Unmengen an Verbesserungen implementiert. Ich selbst trage beides, Brille oder Kontaktlinsen, wobei beide Vor- und Nachteile haben. Was ich aber wirklich sagen will ist, dass sich der Erfinder der ersten Brille sicherlich nicht ganz vorstellen konnte, wie eine Brille in 700 Jahren aussehen wird. Genauso so kann man sich noch nicht wirklich vorstellen, wie sich Google Glass entwickeln wird.

    Google Glass ist nicht etwa eine Brille im herkömmlichen Sinn. Nein, es ist eher ein Add-on für den Menschen, wie bspw. ein Smartphone. Mit einem ganz besonderen Unterschied: Man kann sich während der Bedienung auf etwas Anderes konzentrieren. Da es wie eine Brille getragen wird, aber nur am oberen rechten Rand des Sichtbereichs ein kleines Display hat, welches wie ein durchsichtiger Monitor dem Träger Daten liefert, kann dieser mehrere Dinge gleichzeitig steuern. Hier mal ein kleines Video:

    Also ich persönlich finde das Ding total geil. Mann kann alles, was derzeit mit einem Smartphone möglich ist machen, während man einfach vor sich hinglotzt. Allerdings muss man dazu das Gerät nicht erst auspacken, sondern kann es einfach per Spracheingabe, Kopfbewegungen oder Slides am Bügel steuern. Und das schon mit dem Prototyp. Wenn man sich einmal ausmalt, wie sich das Ganze entwickeln könnte… Natürlich arbeiten die typischen Verdächtigen aus der Tech-Branche auch schon an ihren Versionen. Es wird also nicht 700 Jahre an Entwicklung brauchen, bis so gut wie jeder Mensch ein Modell besitzt. Ich kann mir vorstellen, dass binnen 5 Jahren für jeden Geldbeutel und jeden Geschmack ein Gerät auf dem Markt sein wird. Dann sitzen 90% der Leute in der U-Bahn nicht mehr völlig abwesend in ihre Handys, Tablets, E-Book-Reader und Notebooks starrend da, sondern tragen alle so eine Brille bzw. Brillenaufsatz. Die Brillenfassung ist ja eigentlich auch nur der Träger. Bestimmt wird es Hersteller geben, die sonstige Accessoires für Kopf und Gesicht, z.B. Mützen, als Träger nutzen werden.

    Als Agentur stellt sich natürlich die Frage, wie man dieses Gerät nun für Werbezwecke nutzen kann. Hmm, hier sind die bisher bekannten Möglichkeiten aus der digitalen Medienwelt auf jeden Fall anwendbar, aber das in den letzten Jahren oft genutzte Wort, Augmented Reality, wird mit dieser Errungenschaft natürlich ungemein an Gewicht gewinnen. Dieser Artikel würde platzen, wenn ich nun alles was mir durch den Kopf geht aufzählen würde, aber man möge sich nur vorstellen, was dann möglich wäre, wenn das Gerät einen automatischen Barcode-Scan durchführt und Vergleichsdaten ins Bild schmeisst, genau dann, wenn man sie braucht.

    So, warten wir mal ab was passiert. Ich erwarte eine sehr schnelle Verbreitung – also noch schneller als Smartphones, wenn denn die Herstellung genauso zügig geht. Zu Weihnachten soll es schon ein paar Glückliche geben, die Google Glass unterm Baum sichten werden.

  5. Der Gewinner ist…

    Apr 19 2013

    Vielen lieben Dank für die zahlreichen eingereichten Antworten zu unserem Kreuzworträtsel!

    Das gesuchte Lösungswort war: T-A-R-G-E-T-I-N-G

    Wir haben alle richtigen Zusendungen in einen Hut geworfen und der glückliche Gewinner ist:

    Richard Ofenböck
    CTO adverServe, Wien

    Herzlichen Glückwunsch!

    Wir hoffen Sie sind auch alle nächstes Mal wieder beim Rätseln dabei und wünschen Ihnen ein schönes und hoffentlich sonniges Wochenende!

     

  6. Das mediascale Kreuzworträtsel zum Frühlingsbeginn

    Apr 16 2013

    Um die Ankunft der Sonne mit dem Frühling im Gepäck zu feiern, haben wir uns heute mal ein bisschen ins Zeug gelegt und ein Kreuzworträtsel für Sie vorbereitet. Wenn Sie sich mit den Themen der Online Branche ein kleines bisschen auskennen, dann dürften die Fragen nur ein ganz klein wenig kniffelig sein.

    Wir haben auch ein paar tolle Preise zur Auswahl:

    a)       Einen Gastauftritt bei “Bscheid gsagt”

    b)       Einen mydays Gutschein im Wert von 50€

    c)       Eine gute Flasche Wein nach Geschmack in rot, weiß oder rosé

    Und so funktioniert’s:

    Wenn alle Fragen richtig beantwortet sind, ergibt sich in dem gelben Feld von oben nach unten das Lösungswort. Dieses Wort bitte per E-Mail an presseanfragen@mediascale.de schicken, mit der Präferenz des Preises. Antworten können bis Freitag, 19. April um 1200 Uhr eingereicht werden. Wir werfen dann alle Antworten in einen Hut und ziehen den Gewinner.

    So einfach geht’s!

    Viel Spaß und natürlich viel Erfolg beim Rätseln!

     

     

    1. Quantifizierbare Eigenschaft von Online-Daten. Großer Vorteil von Onlinewerbung. Ausgangsbasis für Optimierung.

    2. Die Online-Vermarkter haben sie vor zehn Jahren zu Forschungszwecken gegründet (Abkürz.)

    3. Vermarkter haben viel davon. Synonym für Online-Werbeplätze. Wenn man es mit „u“ schreibt, macht es jeder Ladenbesitzer.

    4. Bayerische Kurzform für „gesprochen“, zweites Wort im Titel unseres Videoblogs.

    5. Jeder Boxer hat eine, jedes Medium hat eine und meistens wollen die Kunden eine große.

    6. Das Verfolgen dynamischer Online-Prozesse.

    7. Return of Investment (Abkürz.)

    8. Römischer Kaiser und Targeting-Tool von mediascale.

    9. Echtzeithandel für Onlinewerbung (engl.).

  7. Ad Visibility – wenn sich Hase und Igel um den IFRAME balgen

    Apr 09 2013
    Tobias Wegmann

    Neu ist sie inzwischen nicht mehr die Diskussion um die Messung der Ad Visibility, die Sichtbarkeit eines Werbemittels im Browser also. Und ich glaube, es ist nicht verwegen zu behaupten, dass sich alle Marktteilnehmer im Prinzip einig sind, dass die Visibility bei vielen Bannerformaten eine zentrale Messgröße zur Bewertung der Kampagnenleistung ist. Sogar die eher behäbig arbeitenden Gremien der Onlineforschung sehen die Sichtbarkeit als zentrales Element ihrer, vornehm auch als Werbewahrnehmungschance bezeichneten, neuen Messgröße namens O-Faktor.

    Natürlich sind sich die Marktpartner noch nicht abschließend einig über die Definition der Sichtbarkeit für die verschiedenen Formate, ganz zu schweigen von einer inhaltlichen Bewertung der Werbewirkung bei unterschiedlichen Sichtbarkeitswerten. Um hier Grundlagen für eine Bewertung zu schaffen, erscheint es logisch, erst einmal eine möglichst breite Datengrundlage zu kreieren, indem man herangeht und in möglichst vielen Kampagnen die Sichtbarkeit der Werbemittel systematisch erhebt.

    Technisch ist das nicht sehr aufwändig und auch Bedenken hinsichtlich der Beeinträchtigung der Performance der werbetragenden Seiten durch die Messskripte werden zwar von Vermarkterseite immer wieder geäußert, mir ist aber bisher kein Fall bekannt geworden, bei dem es tatsächlich zu Problemen gekommen wäre.

    Es könnte also alles gut sein, wären da nicht die IFRAMES. Wofür diese famosen Gebilde im Code der Website dienen sollen, haben wir bereits an anderer Stelle ausführlich erklärt. Deshalb hier kurz nur so viel: IFRAMES können die Sicherheit einer Website vor dem Einschleusen von Schadcode erhöhen, sorgen aber auch dafür, dass sich aus ihnen heraus, die Position eines Werbemittels im Browserfenster in vielen Fällen nicht sauber ermitteln lässt. Und seltsam: Parallel zum Anschwellen der Diskussion um die Ad Visibility, vermehrten sich auf geheimnisvolle Weise auch die IFRAMES auf den Publisherportfolios. Führt man heute eine Analyse über die Reichweiten der zwanzig größten deutschen Vermarkter durch, so wird man feststellen, dass eine breite Mehrheit der AdImpressions dort im IFRAME ausgeliefert wird, während das im Sommer 2012 noch für deutlich weniger als die Hälfte des Volumens galt. Die Messdienstleister halten dagegen und feilen an ihren undokumentierten Geheimformeln, mit denen ihnen trotz IFRAME eine Visibilitätsmessung mal besser, mal schlechter gelingt. Jede neue Browserversion, die auf den Markt kommt, kann hier die Ausgangssituation in die eine oder andere Richtung verändern und was die Messergebnisse dann wert sind, lässt sich von außen oft  nur noch schwer bewerten.

    Statt weiter hinter den Kulissen Hase und Igel spielen, wäre es deshalb an der Zeit, offen über die Möglichkeiten zu standardisierten Visibilitätsmessungen zu sprechen. Die einfachste Möglichkeit wäre es, wenn es die Vermarktern den Messdienstleistern erlauben würden, ihre Messskripte im Kontext der Website selbst anzumelden. Dies würde keine zusätzliche Last auf den Websites erzeugen, wäre organisatorisch nicht sehr aufwändig und würde die Existenz der IFRAMES auf den Seiten zur Sicherstellung der Integrität des Contents weiterhin erlauben. Natürlich gäbe es – wie immer – Diskussionen über die Ergebnisse, aber die Messung selbst könnte ohne an Hacker erinnernde Tricks auskommen und Methoden anwenden, die einfacher offengelegt und überprüft werden könnten.

  8. Expertenumfrage Teil 12: Würden Sie lieber in der Welt von 2022 aufwachsen?

    Apr 03 2013

    Es ist eigentlich egal wo man hinschaut oder über welchen Artikel man in der Zeitung stoplert, die guten Nachrichten sind irgendwie ein bisschen spärlicher geworden als die über Krisen, Weltveränderung oder einen Ausnahmezustand. Die Wirtschaft in Europa befindet auf dem sprichwörtlichen “Rollercoaster” und man kommt ins Grübeln, ob die Welt zu einem anderen Zeitpunkt nicht doch ein bisschen heiler aussehen würde. Wie wäre es denn mit der Zukunft? Oder mit der Vergangenheit? Damals war doch immer alles besser?! Wir haben heute unsere Experten gefragt:

     

    Trotz allem sind sie sich eigentlich fast einig: Im “Here and Now” ist es eigentlich gar nicht so schlecht (obwohl man momentan noch nicht in zwei Stunden von München nach Sydney fliegen kann…).

    Oliver Hülse

    Oliver Hülse: „Ich glaube nicht – es war schon schön, unter anderem, die Entwicklung vom Kofferraum füllenden Mobile-Telefon zum iPhone mitzuerleben.“

    Thomas Hohenacker (Inhaber Malte Media): „Why not, ich wollte schon immer in zwei Stunden von München nach Sydney fliegen.“

    Rodja Tanwidjaja (Head of Energy Renewables Communication, Siemens): „Nein. Ich fand den Pioniergeist meiner Jugend schon toll. Autos ohne Gurte, Fahrradfahren ohne Helmpflicht, richtige Skis, die größer waren als ich selbst, der erste Sony Walkman, Musik aus der Hitparade aufnehmen, die ersten Computerspiele (von Game and Watch über Atari und ColecoVision bis hin zum Gaming).“

    Eric Hofmann (Marketingleiter Fashionation): „Ich fühle mich sehr wohl im Hier und Heute, hatte eine glückliche analoge Kindheit und habe noch ein erfülltes digitales Berufsleben. Also das Beste aus beiden Welten. Außerdem war die Musik in den Siebzigern und Achtzigern besser als sie 2022 sein wird.“

    Catharina Wilhelm

    Catharina Wilhelm (Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DeutschlandCard): „Nein. Ich bin generell froh, halbwegs erwachsen zu sein und nicht mehr aufwachsen zu müssen.“

    Doris Eichmeier (Content-Strategin): „Ich bin mit diesem Jahr sehr zufrieden, wer sich für Medien interessiert, dem wird bestimmt nicht langweilig.“

    Ruth Schöllhammer (Schöllhammer Beratung): „Ich kenne meine Welt und mag sie, so wie sie ist, mit ihren Stärken und Schwächen.“

    Thomas Port (Geschäftsführer, SevenOne Media): „Nein, ich halte nichts von Zeitreisen. Das Leben wird rückwärts verstanden und vorwärts gelebt.“

    Ulrich Schmidt

    Ulrich Schmidt (Managing Dircetor, ad pepper media): „Die Chancen sind immer da, wo man ist, nie da, wo man nicht ist. Ich bin zufrieden im Hier und Jetzt.“

    Harald Kratel (Geschäftsführer, Madaus, Licht + Vernier Werbeagentur): „Wir leben in einer der coolsten Zeiten, die es je gab, mit umwälzenden Entwicklungen. Ich wüsste keine bessere Zeit und keinen besseren Ort (Wie auch?).“

     

    Torsten Ahlers (CEO, Next Audience): „Beides reizvoll, besser als vor 20 Jahren geboren zu sein.“

    In der nächsten Folge lesen Sie: Was machen Sie selbst in zehn Jahren? Und für wen oder was würden Sie dann eine Kampagne schalten?

    Haben Sie auch eine Prognose, Meinung oder einen klaren Blick in die Zukunft? Oder wollen Sie bei der nächsten Frage der Woche dabei sein? Dann einfach Kommentar hinterlassen oder eine formlose Mail an presseanfragen@mediascale.de schicken.

  9. Weghören geht nicht! – Teil 2

    Mrz 28 2013
    Steven Klinkmüller

    Nach dem wir im ersten Teil meines Blog-Beitrags die unterschiedlichen Ausprägungsformen von akustischen Elementen kennengelernt haben, möchte ich nun auf konkrete Anwendungsbeispiele, vor allem im Onlinebereich, eingehen. Denn das Internet ist das Medium, welches die wohl vielseitigsten Möglichkeiten für die Kommunikation von Marken bietet. Den Einsatz akustischer Elemente erachten die meisten als sinnvoll, wenn diese als Hintergrundmusik, für virtuelle Sprecher bzw. Moderatoren, die Menü-Navigation oder als Begrüßung auf der Webseite eingesetzt werden. Eine professionelle Vertonung der Webseite erzeugt somit nicht nur Aufmerksamkeit, sondern steigert auch den Unterhaltungswert und macht den Internetauftritt einer Marke emotional für den Besucher erlebbar.

    Versuchen Sie es doch einfach mal selbst und besuchen die Seiten von Rodenstock: www.Haus-des-besseren-sehens.de

    Weiterhin sind die Maßnahmen aber nicht nur an die eigene Webseite gebunden, sondern können auch um weitere Maßnahmen, wie beispielweise durch Onlinewerbung, sinnvoll ergänzt werden. InStream-Werbeformen haben sich mittlerweile mehr als etabliert und werden dort wo es möglich und angebracht ist auch eingesetzt. Doch was machen Kunden, die über keine Bewegtbild-Inhalte verfügen? Untersuchungen haben gezeigt, welches Potenzial die Integration von akustischen Elementen für die Werbewirkung von Onlinewerbung mit sich bringt. Diese machen deutlich, dass Banner, die mit Tönen, Sprache oder Geräuschen hinterlegt werden, doppelt so wirksam sind wie traditionelle Banner. Konsumenten erinnern sich doppelt so häufig an die beworbene Marke, wenn gleichzeitig der Markenname in Form eines Audio-Logos erklingt.

    Natürlich steht man hier der Problematik gegenüber, dass auf vielen AGOF-gelisteten Webseiten kein Direct-Sound in den Bannern erlaubt ist. In diesem Fall sind dann aber auch die Vermarkter gefragt Produkte zu entwickeln, die diese Nachfrage bedienen können. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass die Nutzerfreundlichkeit einer Seite an vorderster Stelle steht, da ohne User auch kein Traffic produziert werden kann, außer natürlich in Indien & China – da ist alles möglich. Nein, aber wieder zum Ernst der Sache, ich könnte mir vorstellen, dass es Platzierungsmöglichkeiten in Bewegtbild-Umfeldern gibt, in denen man bspw. auch Banner mit Sound ausspielen darf, da der User auf audiovisuelle Inhalte vorbereitet ist und diese geradezu erwartet. Besonders vor dem Hintergrund der Sichtbarkeit kann der Einsatz von Tönen, Sprache oder Geräuschen im Displaybereich den notwendigen Impuls liefern, um das Interesse der User auf sich zu lenken. Damit wird aber nicht nur die Aufmerksamkeit des Besuchers geweckt, sondern zugleich eine Handlung hervorgerufen wodurch das Involvement des Werbekontaktes erheblich gesteigert wird.

    Jedoch befindet sich ein Großteil der Internetauftritte in punkto Klanggestaltung noch in den Anfängen, da es sich als äußerst schwierig erwiesen hat Wahrnehmung zu erzeugen ohne aufdringlich zu wirken. Deshalb werden sehr häufig akustische Elemente auf Webseiten oder auch in Displaybannern eingesetzt ohne dabei die Usability der Konsumenten zu überprüfen, wodurch diese sich bei längerer Verweildauer auf einer Webseite zunehmend belästigt fühlen. Klänge und Geräusche sind daher nicht nur im musikalischen Kontext, sondern auch als räumliche und atmosphärische Dimension zu betrachten. Eine professionelle Klanggestaltung sollte daher eine homogene Erlebniswelt bilden und im Einklang mit dem visuellen Auftritt stehen. So macht bspw. die Integration akustischer Elemente in Displaybannern durchaus für den Entertainment-, Gaming- oder Musikbereich Sinn. Ich denke dabei an Maßnahmen wie die Integration eines Themensongs oder Soundtracks im Werbemittel selbst, der durch Userinteraktion abgespielt werden kann. Ähnlich wie bei abverkaufsorientierten Kampagnen könnte auf dem Werbemittel ein „Call2Action“-Button integriert werden, der einen Lautsprecher zeigt und zusätzlich kommuniziert „Jetzt mehr hören!“.

    Aber auch für Kunden mit einer strategisch durchdachten Corporate Identity können Möglichkeiten zur Integration von akustischen Elementen in Online-Werbemaßnahmen gefunden werden. Gerade für Sonderinszenierungen sehe ich ein bisher ungeahntes Potenzial wie man den Auftritt einer Marke durch den Einsatz akustischer Elemente noch verstärken könnte. Dem angelehnt wäre auch die Integration eines Audio-Logos oder des Jingles eine mögliche Option den visuellen Auftritt im Internet hörbarer zu gestalten. So könnte beispielsweise BMW den Amboss-Schlag (Audio-Logo) sowie den gesprochenen Slogan „Freude am Fahren“ (Jingle) in die Kommunikation mit einfließen lassen.

  10. Kettenreaktion

    Mrz 21 2013
    Agnes Ley

    Mindestens einmal im Jahr stellen wir uns im Kreise aller Kollegen neuen Herausforderungen – nach Feierabend und gänzlich ohne jeden Bezug zu Onlinemediathemen. Dieser schöne Anlass nennt sich Wir-Gefühl-Event. Dabei haben wir mit der mediascale schon viel erlebt. Wir haben Karaoke gesungen, haben alle unsere Sinne beim Event der Sinne benötigt und im letzten Jahr lernten wir uns beim Speed-Dating unter Kollegen von einer ganz neuen Seite kennen.

    Gestern war das Motto: Kettenreaktion. Jedes Team hat einen Fundus an Materialien bekommen, der komplett verbaut werden musste, um eine Kettenreaktion á la Domino Day zu erzeugen. Was die Sache schwierig machte: In jedem der 6 Teams musste mindestens eine Erhöhung eingebaut werden. Und: Zum Schluß sollte eine lange Kettenreaktion über alle Teams hinweg entstehen, wodurch Anschlußstücke und Übergaben zwischen den Teams besprochen werden mussten. Heraus kam ein kommunikativer Abend, ein paar neue Erkenntnisse über physikalische Wirkmechanismen und grandiose Ideen, wie das zur Verfügung gestellte Material genutzt werden kann. Aber sehen Sie selbst einige Impressionen vom mediascale Wir-Gefühl-Event 2013.

     

     

    Ein großer Dank an dieser Stelle an das Orga Team für die super Idee, die gute Organisation und die in liebevoller Nachtschicht gezauberten Nachspeisen. Es hat uns richtig viel Spaß gemacht!

    Orga-Team (v.l.): Andreas, Sandra und Nico

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Das Video zur finalen Kettenreaktion gibt es auf unserem mediascale YouTube-Kanal. Viel Spaß!

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