mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. E-Mail-Targeting

    Feb 01 2011
    Alexander Emmendoerfer

    Alexander Emmendoerfer

    Letzte Woche habe ich an dieser Stelle bereits von unserem neuen Verfahren berichtet, E-Mail-Marketing und Re-Targeting clever miteinander zu kombinieren. Adzine, das empfehlenswerte Web-Magazin für Online-Marketing, hat nun der Thematik ebenfalls einen Artikel gewidmet. Darin wird auch der neue Ansatz von mediascale, das auf Cookies basierende Retargeting-Prinzip für den Inhalt der E-Mail selbst anzuwenden, besprochen. Das heißt, wenn der Shopbesucher später eine E-Mail öffnet, bieten wir ihm darin an seinen Shopbesuch angepasste Inhalte. Unsere ersten Effizienz-Messungen zeigen, dass großes Potential in diesem Ansatz steckt.

    Lesen Sie den ganzen Artikel bei den Kollegen von Adzine und erfahren Sie, was andere Branchenexperten zum neuen Verfahren sagen.

  2. Kinecting People

    Jan 27 2011
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    „Kinect revolutioniert die Art und Weise, wie du Spiele und Unterhaltung erlebst – ganz ohne Controller. Bei Kinect tritt die Technologie in den Hintergrund. Im Mittelpunkt steht die Unterhaltung.“

    Diese ersten Worte stammen nicht aus meiner Feder, sondern sind dem Propagandatext der Seite xbox.com entnommen. Warum ich dies so nun aufgreife, liegt daran, dass wir (also die Holding) von Microsoft dankenswerter Weise einen 60“-Monitor nebst Xbox und Kinect zur Verfügung gestellt bekommen haben, welche man in einer dafür eingerichteten Lounge austesten kann. Rein aus beruflichen und wissenschaftlichen Beweggründen (eh klar! ;-)), habe ich mich damit letzte Woche auseinander gesetzt und bin durchaus angetan von den neuen Möglichkeiten. Gut, die Mario Kart-Optik, welche ebenfalls die Wii bietet, bleibt in weiten Teilen bestehen, allerdings mit 3D-Effekten aufgepimpt. Darüber hinaus ist der Fun-Faktor aber extrem hoch, auch im Vergleich zum oben genannten Konkurrenzprodukt. Das beginnt bei der Steuerung, welche sich im wahrsten Sinne des Wortes per Hand bedienen lässt. Nach kurzem Herantasten ist das Navigieren durch die Menüs ohne Probleme möglich. Neben den Händen erkennt die Konsole auch Fuß- und Kopfbewegungen, was insbesondere Sportspiele zu einer vollkörperlichen Ertüchtigung aufwertet. Insbesondere Disziplinen wie Fußball, Boxen oder der Damen liebste Wahl „Dance Evolution“ gehen als vollwertiges Workout durch. Dabei hat die Technik auch kein Problem damit, wenn Spieler in schneller Folge wechseln oder sich anderweitig unkoordiniert vor der Gerätschaft bewegen. Es ist alles in allem ein großer Spaß, bei dem es sicherlich noch Optimierungsmöglichkeiten im Detail gibt. Mich beschäftigen dazu momentan aber noch folgende Dinge:

    Wie bekomme ich den 60-Zöller unauffällig in meine Wohnung gekarrt?

    Wo bekomme ich ein größeres Wohnzimmer her?

    Wie lange muss ich üben, um nicht nur im Boxen meine Freundin zu überflügeln?

    Und: Hoffentlich sieht mich keiner wie ein Irrer vor dem Fernseher fuchteln, schlagen, springen, köpfen, werfen! Wobei: Den 8,22 Mio schmerz- und hirnbefreiten Dschungel Camp-Zuschauern muss ein Hampelmann wie ich ja schon wie ein Zustand von Normalität vorkommen.

  3. E-Dialog und Re-Targeting: 1 plus 1 = 3

    Jan 25 2011
    Alexander Emmendoerfer

    Alexander Emmendoerfer

    Es waren einmal zwei sehr erfolgreiche Kommunikationswege im Online Marketing. Auf der einen Seite der Conversion-Muskelprotz E-Mail-Marketing: Sehr erfolgreich, weil er etwas kann, das anderen meist verwehrt bleibt. Er ist in der Lage, Interessenten auf Basis von freiwillig abgegebenen Daten persönliche Angebote zu machen, die diese aus genau diesen Gründen in der Regel interessanter finden als andere Werbung. Und auf der anderen Seite der aufsteigende Star im Online-Olymp ReTargeting: Ebenfalls sehr erfolgreich, weil er Dinge über Interessenten weiß, wovon andere nur träumen können. Er weiß, wann sich Besucher für was auf einer Website wirklich interessiert haben und kann diese Informationen dazu nutzen, ein Angebot noch einmal an anderer Stelle zu unterbreiten oder sogar noch etwas oben drauf zu legen.

    Aber: Wäre es nicht märchenhaft, wenn es eine Möglichkeit gäbe, die beiden Erfolgsmodelle auch zusammen einzusetzen?

    Ein konkretes Beispiel: Sie informieren Ihre Kunden und Interessenten per E-Mail bereits umfassend über Angebote oder Neuigkeiten aus Ihrem Haus, aber Sie wissen nicht, ob und wann diese Kunden und Interessenten Sie besucht haben, was sie sich angesehen oder in den Warenkorb gelegt haben? Amazon macht es ja täglich vor, wie effizient es sein kann, wenn man in E-Mails Angebote findet, für die man sich vorher im Shop interessiert hat. Und das ist nur eines von vielen sinnvollen Einsatzszenarien…

    Bisher war der Branchenprimus eines von ganz wenigen Unternehmen in Deutschland, die dieses Verfahren konzeptionell, technisch und rechtlich beherrschen. Heute setzen wir eine derartig abgestimmte Online-Kommunikation bereits für einige unserer Kunden ein.

    Zuerst die konzeptionelle Seite:

    Derzeit ist kein sechs- oder siebenstelliges Budget in einer eCRM-Lösung mehr nötig, um beide Kommunikationwege zusammenführen zu können. Alles, was sie wissen müssen, ist: Welche Informationen, die sie über den Shop- oder Websitebesuch eines Interessenten sammeln dürfen, können Sie in welche relevanten Angebote verpacken. Zum Beispiel könnte der wiederholte Besuch einer Unterkategorie dafür sprechen, dem Interessenten in der nächsten E-Mail ein spezielles Angebot passend zu dieser Unterkategorie zu unterbreiten. Oder Sie versenden in der nächsten E-Mail einen Gutschein an einen Warenkorb-Abbrecher.

    Dann die technische Seite:

    Ihre Agenturpartner müssen in der E-Mail nur eine Fläche schaffen, die technisch wie ein ReTargeting bei einem Display-Werbemittel funktioniert. Das heißt, im Moment der Öffnung bzw. des Bilder-Downloads in der E-Mail wird die Profilinformation auf dem Computer des Interessenten abgefragt. So lassen sich genauso wie bei ReTargeting-Bannern auf Websites auch innerhalb von E-Mails spezielle, individualisierte Angebote einblenden. Unsere Erfahrung zeigt, dass dies nicht bei allen, aber bei den meisten E-Mail-Clients funktioniert. Der Rest sieht hier eine generische Fall-Back-Variante.

    Und schließlich die rechtliche Seite:

    Im elektroniscvhen Dialog bedarf es ja für nahezu alle erhobenen Daten immer auch ein rechtskonformes Opt-In-Verfahren. Anders im ReTargeting, wo anonymisierte Profilinformationen nur die Zugehörigkeit zu einer oder mehreren Gruppen (z.B. die der Warenkorbabbrecher) markieren. Hier ist kein Opt-In-Verfahren notwendig.  Das E-Mail-Marketing-System verwendet oder speichert die Profilinformationen zu keinem Zeitpunkt. Daher entsteht überhaupt kein rechtliches Hindernis.

    Erste Effizienz-Messungen zeigen das immense Potential, einen so conversion-starken Kanal wie das E-Mail mit relevanten Profilinformationen weiter zu veredeln! Und wir stehen hier erst am Anfang eines spannenden Wegs…

    Falls Sie unser Verfahren genauer interessiert, nehmen Sie Kontakt auf!

  4. Kein Platz für myspace.com!

    Jan 18 2011
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    Die Götterdämmerung hat in Old Europe nun auch einen einstigen Star des Social Webs erreicht. Der Abgang erfolgte nach dem gleichen Muster, mit dem sich US-Konzerne gewöhnlich anfangen zu atomisieren: Hype, Fremdvermarktung, Eigenvermarktung, gefolgt von der Auflösung des deutschen Vertriebsbüros, Aufkauf durch Yahoo oder umgekehrt, Versinken in der Bedeutungslosigkeit.

    Gut, letzteres ist prognostiziert, aber unwahrscheinlich ist es nicht. Yahoo scheint sich dabei als Web-Deponie zu etablieren und sollte langsam aber sicher Fördergelder beantragen für so viel Einsatz im Bereich „Umwelt“. Wenn Sie auch noch Lycos aufgenommen hätten, wären sie auch noch als Spezialist für Sondermüll ein Begriff.

    Zurück zu myspace! Überraschend kam es ja letzten Endes nicht, und der Abstieg auf Raten war schon seit längerem vorgezeichnet. Es scheint sich also zu bewahrheiten, dass in derlei Verdrängungswettbewerben nur ein Gewinner übrig bleibt. Dies belegen auch der schleichende Bedeutungsverlust der VZ Netzwerke, die Begrenztheit von Lokalisten.de und die Stärke von Facebook.  Wobei letzteres ja nun laut Herrn Douglas Rushkoffs lesenswertem Artikel die Halbwertzeit auch überschritten haben soll. Der gelesene Kaffesatz ist dünn, aber nicht unplausibel. Und im Grunde stellt sich doch jedem die Frage: Wird Facebook ein „Google“, also ein durchsetzungsstarker Champion, der sich am Ende als Platzhirsch behauptet? Oder war es doch nur ein sternschnuppender „AOL“, der nach kurzer Zeit die Leuchtkraft verliert? Die Chancen stehen gut, dass Option eins eintritt, unter anderem auch deshalb, weil  mit myspace ein Konkurrent die Segel streicht.

    Für myspace bewahrheitet sich wiederum ein altbekannter Fluch, nämlich dass es nicht immer gut ist, der Erste zu sein, auch wenn sich Herr Schumpeter im Grabe umdrehen würde. Das haben schon altgediente Fußballmannschaften wie Rot-Weiß Essen oder Eintracht Braunschweig erkennen müssen und bestätigt sich nicht zuletzt im Bereich Suchmaschinenmarketing. Bleibt zum Schluss die Frage, ob wir myspace vermissen werden. Eigentlich ist mir das Netzwerk bis zur Recherche für diesen Artikel mehr oder weniger egal gewesen, weshalb ich die Frage mit einem vorsichtigen „nein“ beantwortet hätte. Sicherheit, mit dieser Meinung richtig zu liegen, erlangte ich allerdings, als ich feststellen musste, dass myspace Keywords auf den eigenen Namen bei Google einbucht, obwohl es organisch nicht zu verfehlen ist.

    myspace

    Wer für so viel Nutzlosigkeit Zeit und Geld investiert, hat es auch nicht anders verdient und minimiert dabei drastisch die Chance, wie Phönix der Asche zu entkommen. Darwinismus kann auch Spaß bereiten.

  5. Dynamisches Bannertool für Affiliate ist live!

    Jan 11 2011
    Tobias Wegmann

    Tobias Wegmann

    Gemeinsam mit unserem Partner netzfrequenz aus Augsburg haben wir das Dynamische Bannertool (DBT) für unseren Kunden mirapodo, ein Unternehmen der Otto Gruppe, bereits zum Shoplaunch  im Frühjahr 2010 an den Start gebracht (mehr Infos zur Kampagne hier). Seither werden über das DBT alle Produktwerbemittel der Displaykampagnen profilgesteuert und individualisiert ausgeliefert.  Nun haben wir das System  für mirapodo um den Kanal  Affiliate erweitert und werden in  naher Zukunft  auch das Angebotsmanagement im eMail-Marketing dynamisiert aussteuern. Alle Kanäle greifen dabei auf denselben Systemkern und Produktdatenfeed zurück.

    Das Tool stellt dem Affiliate-Publisher ein Webinterface zur Verfügung, in dem er sich selbst mit wenigen Mausklicks die optimalen Werbemittel für seine Umfelder erstellen kann. Als Filterkriterien stehen hierbei alle relevanten Suchoptionen des Shops wie Schuhkategorie, Schuhform, Marke oder Preis zur Verfügung. Diese Kategorien werden ergänzt um Sortimentsfilter wie Topseller und Salesartikel. Die Logik des Dynamischen Werbemitteltools sorgt selbstverständlich dafür, dass die Inhalte der Banner täglich aktualisiert werden. So ist Abwechslung garantiert, und es erscheinen immer nur verfügbare Produkte im Werbemittel.

    Wie spielerisch der Publisher die auch in der Gestaltung anspruchsvollen Werbemittel erstellen kann, zeigt unser Demonstrationsfilm:

  6. 2011 – Zukunft ist für alle da!

    Jan 10 2011
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    Herzlich willkommen 2011. Nachdem das olle 2010 mit Eiszeit geendet hat, dürfte es das neue Jahr nicht schwer haben, unsere Herzen zu erwärmen. Der Saisonauftakt wurde direkt spannend, denn Frau Piel ist da, Frau Piel ist WDR und Frau Piel gibt gerne unbedachte Interviews (z.B. in der FR) . Als eine der ersten Amtshandlungen kündigte sie direkt eine Bezahl-App für die Öffentlich-Rechtlichen an. Und da sind wir auch schon mittendrin im Richtungsstreit und der Feststellung, dass Prognosen, welche die Zukunft betreffen, verdammt schwer sind. Denn die erste Frage, die sich stellt, lautet: Können sich Bezahl-Apps überhaupt durchsetzen? Die Absatzzahlen der Tablet-PCs werden sicher weiter nach oben gehen, auch wenn das Tabloid als eigenständiges Medium keine kritische Masse erreichen wird und auch die ersten Tests in Bezug auf Response und Clickrate eher ernüchternd sind. Dem gegenüber stehen erste graue Wolken aus dem imperialistischen Mutterland, wonach der Nachfrage nach Magazin-Apps die Puste auszugehen droht. Wenn dem so sein sollte, wird es auch schwer, einen nachhaltigen Umsatz aus den App-Gebühren zu generieren. Das Dressurreiten toter Pferde hätte es ja sonst auch ins olympische Programm geschafft. Was die Dame vom WDR im Speziellen angeht, so stimme ich darüber hinaus auch eher dem Herrn Niggemeier denn dem VDZ zu, der die Berechtigung kostenpflichtiger Apps aus öffentlicher Hand mit der Begründung in Frage stellt, dass wir die Inhalte ja eh schon GEZahlt haben. Tja, recht hat er irgendwie.

    Was die sonstige Entwicklung angeht, halte ich das Fortschreiben der 2010er-Erfolgsgeschichten für das plausibelste Szenario: Größere Digitalstücke aus dem Werbekuchen, mehr Bewegtbild, mehr Mobile und mehr Technisierung und Bidding. Nicht zu vernachlässigen ist in dem ganzen Trubel die blaugesichtige Community aus dem kalifornischen Silikontal. Und ich freue mich schon wieder auf Sätze wie: Wenn Facebook ein Land wäre, dann wäre es das drittgrößte der Welt oder so. Genau so schlaue Sätze wären: „Wenn Biertrinker ein Land wären, dann… Wenn Autofahrer eine Autobahn wären… und wenn Jesus heute geboren werden würde, sähe er aus wie ein Taliban und käme in Deutschland in eine geschlossene Anstalt“. Fest steht aber, dass Gitta Saxx jetzt Anteile gekauft hat und zu einer soliden Gesamtbewertung von 50 Mrd. US-$ kommt, was die 500 Mio. Mitglieder mit 100 $ pro Nutzer versilbert (Achtung: Spekulatives Scheinkapital! Bitte keine feuchten Augen bekommen und die Kohle bei Facebook einfordern – obwohl, warum eigentlich nicht!) sowie Goldmann Sachs ins Dschungel Camp zieht. Experten hätten es genau andersrum vermutet, aber so verrückt ist halt unsere Zeit. Das wird auch dadurch belegt, dass inzwischen zwei Browser gleichzeitig Marktführer sein können. Klicken sie hier, wenn Ihre Sympathie dem IE gilt und hier, wenn der Feuerfuchs sich in Ihr Herz gesurft hat.

    Alle weiteren Ereignisse (Vulkane, Erdbeben, Übernahmeschlachten, den Untergang der FDP,  Klimaerwärmung etc.), die da kommen werden,  betrachten wir dann in Echtzeit (Realtime Annotation) bzw. mit  größtmöglicher Aktualität. Es bleibt also spannend, Stillstand ist der Tod und nix bleibt, wie es war.

  7. Das war 2010 – oder 2009 begann der Tag noch mit einer Schusswunde

    Dez 22 2010
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    Es ist geschafft! Das Jahr 2010 ist samt Agenda soweit gelaufen und es wird Zeit, die Geschehnisse Revue passieren zu lassen. Alles in allem können wir ja zufrieden sein. Das pandemische Seuchenjahr 2009 hatte uns ja ordentlich die Leviten gelesen und nicht gerade mit Höhenflügen von sich reden gemacht. Die positive Entwicklung, die sich aber dann im Schlussquartal des Vorjahres bereits andeutete, begleitete uns durch die vollen zwölf Monate und es gab im Grunde kaum jemanden, der nicht profitiert hätte – okay, vielleicht abgesehen vom einen oder anderen Targetinganbieter!

    Aber was waren sonst die großen Themen 2010? Nun da stand sicherlich Social Media auf der Agenda, was dem Kürzel SM plötzlich und ganz unerwartet zu neuen Bedeutungen verhalf. Dabei müssen wir auch hier ehrlicherweise sagen, dass das Thema in den für Unternehmen relevanten Bereichen gar nicht so neu ist. Denn SM ist ja viel mehr als Heißwachsspiel und Facebook. So hat es die  Vielzahl an Blogs, Foren und Meinungsportale schon seit langem gegeben und diejenigen Unternehmen, die schon seit langem eine hohe Onlineaffinität haben, sind mit der Umsetzung entsprechender Maßnahmen schon seit längerem vertraut. Das Kind hatte bis dato nur keinen Namen. Und wenn wir ehrlich sind, werden hier in der Regel auch die kaufrelevanten Meinungen ausgetauscht. Natürlich gilt das Argument, dass Freundesempfehlungen besser ankommen als die von Unbekannten. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand aber gerade erst aus einem Ressort auf den Malediven zurückgekehrt ist oder sich auch einen 3D-Flachbildschirm TV gekauft hat ist eher gering. Und ich zumindest höre auch gerne eine Zweitmeinung zu Produkten, deren Anschaffungswert die Lohntüte überproportional komprimiert.

    Ein weiteres gern bestrittenes Thema war Targeting in allen Facetten. Das fängt an beim ReTargeting  und der Feststellung, dass manch Franzose immer noch nach dem Verdun-Prinzip arbeitet: Massiver Artilleriebeschuss auf kleinem Gelände erspart dir den Bauer und den Pflug! Immerhin entlarvt es aber auch die Shoppinggewohnheiten der besseren Hälfte, die sich noch nicht ganz den Spionagemöglichkeiten 2.0. bewusst ist. Das gezielte Löschen von Cookies zur Tarnung der sündigen Geldvernichtung könnte aber schon bald auch eine Facette ihres Surfverhaltens werden. Zum Jahresende wurde dann noch mal Ostern zelebriert, denn mit RTB wurden ein paar ungelegte Eier ins Nest gelegt und mit DSPs, SSPs etc. die Fachterminologie bereichert. Danke dafür!

    Die Wechselwirkungen mit anderen Modellen sind noch nicht so ganz absehbar, bringen uns aber gleich zum nächsten Thema, nämlich der Customer Journey. Auch hier war einiges in Diskussion und im Gange, wobei die eigene Journey eher disharmonisch endete. Nachdem der letzte Kundentermin in der heimischen Domstadt absolviert war, gab es im Grunde nichts anderes mehr zu tun, als die Rückreise anzutreten und das Jahr ausklingen zu lassen. Ein Schneesturm samt Sperrung des Flughafens sorgte dann aber für einen außerplanmäßigen Nachtstopp und eine Fahrt mit der Bahn am folgenden Morgen. So hat denn auch Frau Holle noch mal gezeigt, dass nicht nur isländische Vulkane mit unaussprechlichem Aschehusten gerne die Hosen an haben.

    Wenigstens gibt es aber die Chance auf eine weiße Weihnacht und das ist ja auch viel wert. Das Blogteam von mediascale macht sich nunmehr vom Acker und verabschiedet sich für 2010. In diesem Sinne wünschen wir ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr, in dem wir auch wieder unser Bestes geben werden, Sie gebührend, aber ohne Gebühr zu unterhalten.

  8. Die Markteinführung von mirapodo: Über die Marke zum Vertriebserfolg

    Dez 21 2010
    Agnes Ley

    Agnes Ley

    Wer Frauen kennt, weiß: Schuhe zu kaufen, kann eine höchst emotionale Angelegenheit sein. Wer Mediastrategen ein bisschen kennt, weiß: Einen neuen Schuhshop mit einer reinen Online-Kampagne einzuführen, ist eine besondere Herausforderung. Für mediascale war der Marktstart von mirapodo (www.mirapodo.de) deshalb etwas ganz Besonderes. Und er ist es heute noch.

    Denn gut ein halbes Jahr nach dem Kampagnenstart zählt das Unternehmen der Otto-Gruppe zu den führenden Online-Schuhshops in Deutschland. Mit rund 30 Prozent Markenbekanntheit am Ende des Jahres 2010. Aber, das ist für uns als Performance Experten fast noch wichtiger: Mit Hilfe einer integrierten Kampagnensteuerung gelang es durch eine perfektes Zusammenspiel aller Kanäle (Display, Search, Affiliate, eDialog) und durch Re-Targeting die Kosten pro Bestellung im Laufe der Kampagne um 96 Prozent zu senken.

    Die Erfolgsfaktoren waren: eine Teamleistung aller beteiligten Dienstleister, ein kanalübergreifendes Tracking, ein stetiges Optimieren der einzelnen Kanäle, eine enge Vernetzung von Display und Search sowie ein mehrstufiger Aufbau der Kampagne

    Dabei setzte die Strategie von Anfang an darauf, über einen klassischen Markenaufbau den Vertriebserfolg sicherzustellen. Und dieses Grundkonzept ist so erfolgreich aufgegangen, dass auch werben & verkaufen der Markteinführung von mirapodo zwei Seiten in seiner aktuellen Ausgabe widmet: mirapodo in der W&V vom 16.12.10

    Weitere Details aus der erfolgreichen Online-Einführungskampagne für mirapodo werden wir Ihnen 2011 in diesem Blog vorstellen. So zeigen wir im Januar beispielsweise wie die dynamische Werbemittelgestaltung der Displayanzeigen die Basis legte, um den Absatz zu steigern. Eine unserer zentralen Aufgaben, nicht nur bei einem Online-Schuhshop.

  9. Das wünsche ich mir für 2011

    Dez 20 2010
    Andreas Kleiser

    Andreas Kleiser, Vorstand virtual minds AG & ADITION technologie AG

    Liebe Mediascaler! Die Straßen sind spiegelglatt, die Krankenhäuser operieren im Akkord Oberschenkelhalsbrüche, und in der Glotze laufen Tag und Nacht die Jahresrückblicke. Vor drei Monaten hat der Supermarkt um die Ecke die ersten Zimtsterne verkauft, und seit vielen Wochen spielt das Radio „Last Christmas“ in einer gefühlten Endlosschleife. Scheinbar ist wieder Weihnachtszeit, und sie hat uns auch dieses Jahr wieder eiskalt überrascht!

    Zeit, um besinnlich zu werden, sich mit Keksen und Braten mästen zu lassen und fromme Blicke auszutauschen. Und natürlich Zeit für gute Vorsätze und Wünsche fürs neue Jahr!

    Die Vorweihnachtszeit lässt auch uns jedes Jahr besinnlich werden. Wir zünden jede Woche eine Kerze auf dem Server an, versammeln uns zum Gebetskreis („Bitte, Herr, mach, dass mediascale uns nicht wieder alle Server abschießt!“) und überlegen gemeinsam, welche frommen Wünsche wir fürs nächste Jahr äußern sollten.

    Liebe Mediascaler, hier sind sie:

    Ich wünsche mir eine Klonmaschine, mit der ich unsere besten Mitarbeiter vervielfältigen kann wie Dolly, das Schaf. Idealerweise gleich noch ein paar Schäfer dazu. Außerdem selbständig mitwachsende Bürohäuser, Server, die keinen Strom verbrauchen und nie abstürzen. Ach ja, das wäre schön! Aber ich gebe zu: Die Wünsche müssen erfüllbar bleiben.

    Daher meine realistischen Wünsche fürs nächste Jahr: Einwanderungsgesetze, die es dem Mittelstand ermöglichen, begabte Nicht-Europäer unproblematisch einzustellen, und Voraussetzungen, die es für solche Leute attraktiv machen, nach Deutschland zu kommen. Ohne versteckte Ausgrenzung.

    Ich wünsche mir mehr Leute mit Eigeninitiative und dem Wunsch, Dinge zu verändern. Und jeden Tag Glühwein & Zimtsterne für alle :-)

    Und ich wünsche mir noch mehr Kunden wie Euch, mit denen man offen und ehrlich über alles reden kann, gemeinsam Pläne schmieden und dumme Ideen stricken kann – von denen manchmal eine sogar über die Startlinie geht und am Ende aus einer dummen Idee ein tolles Produkt erwächst. Kunden wie Ihr, die zu Freunden werden, mit einer ganz tiefen Vertrauensbasis.

    In diesem Sinne wünschen wir Euch nur das Beste für das Jahr 2011, vorher eine ruhige und besinnliche Rest-Adventszeit und ein entspanntes Weihnachtsfest! Danke für die tolle Zusammenarbeit in den letzten Monaten!

    Andreas Kleiser & sein Team von virtual minds/ADITION

  10. Gestrandet an den Fluren des Rheins – oder warum man im Winter nicht an Pitches teilnehmen sollte…ein Lifebericht!

    Dez 17 2010
    Julian Simons

    Julian Simons

    Wir Bayern kennen uns ja mit Winter aus.
    Und in unserer weltoffenen, dynamisch krachledernen Art gehen wir davon aus, dass sowohl der gesamte Rest der Republik als auch die in dieser Republik eingesetzten Mobiltätsangebote ebenso mit diesem Phänomen umzugehen im Stande sind.

    Doch manchmal spielt einem das Leben bzw. der Pitch in Köln einen Streich, von dem zu erzählen ich hier das Vergnügen habe:

    Es lief alles glatt -  die Anreise nach Köln – der Weg zum Termin, ja sogar der Pitch war aus unserer höchst subjektiven Einschätzung gut gelaufen, einzig die Taxifahrerin zum Termin hätte uns stutzig machen müssen: „Sie sind meine letzte Tour heute, danach fahr ich heim und schau mir das Chaos auf den Straßen von zu Hause an“ – es war mittags um 13h…

    Am Ende der Präsentation scherzten wir noch ob des doch nicht unbeträchtlichen Schneefalls vor dem Fenster und ließen uns schmunzelnd den ein oder anderen Tipp für ein mehr oder weniger ordentliches Restaurant in Köln geben, wohlwissend, dass wir auf jeden Fall am Abend das heimische Bayernland unter den Füßen spüren würden.

    Abschied – Taxi – Flughafen Köln – et läuft. Ab in den Burger King, noch nix gegessen, dabei die Präsentation nachbearbeitet und guten Mutes getrennte Wege eingeschlagen: die Kollegen aufgrund zu später Buchung zu AirBerlin, ich zu Lufthansa. Unser Abflugzeitpunkt unterschied sich laut Plan um ganze fünf Minuten.

    Abflug 19.00h geplant, um 17.30h sahs noch gut aus, doch dann kam „Petra“, die Schneewalze, um nicht zu sagen, das Schneebiest und walzte über Köln/Bonn hinweg und unsere Träume über den Haufen. Mit jeder Annulierung stieg die Hasswelle in Richtung der stets bemühten und hilfsbereiten doch leider das Wetter auch nicht ändern könnenden Mitarbeiter an den Helpdesks exponential. Ich hatte noch Hoffnung, denn mein Flieger hatte zwar Verspätung, doch er wurde nicht annuliert – bis zur zweiten Vollsperrung des Flughafens gegen 21h. Dann war Schicht. Der Flieger, der uns nach München bringen sollte, kam auch aus München, ist dort auch gestartet, nur leider nach 20 Minuten unverrichteter Dinge wieder umgekehrt und in München gelandet – auch nicht schön, wenn man schon fast zu Hause ist und dann doch ein Bett im Hotel aufsuchen muss…

    Um mir die Stunden zu vertreiben, hielt ich mit meinen Air Berlin Kollegen stetig Kontakt und fühlte mich zeitweise wie der sichere Zweite, denn die Sch… wurden doch wahrlich pünktlich zum Boarding aufgerufen und bestiegen ihren Flieger…. Nicht schön für mein Ego.

    Doch abgerechnet wird am Schluss, und nachdem die Kollegen 2,5 Stunden IM Flieger am Gate saßen und am Ende, durch Petra ausgebremst, selbigen wieder verlassen durften, gings mir besser.

    22h: Vier Jungs in Köln am Flughafen – noch immer. Kein Flug, kein Zug, kein Taxi, keine Ahnung. Nur Petra, die Schneewalze und eine gefühlt 3 km lange Schlange zwischen den Air Berlin und Lufthansa Schaltern -  sieht nicht gut aus.

    Um 23h haben wir ein Taxi, um 23.30h ein Hotel und drei Kölsch…und einen Plan: 5.18h ab Köln Deutz mit ICE nach München Hbf. Wecker klingelt, Taxi kommt, Zug auch, Kollege Frings steht am Bahnsteig, heute läufts besser  – dachten wir.

    Jetzt ist es 8.26h, und wir haben die erste Weichenstörung, Zeitverlust 30 Minuten, wir sind vor Würzburg…Deutschland ein Wintermärchen!

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