mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. Die dunkle Seite des WWW

    Jun 21 2011

    Dominik Frings

    In der Online Mediaplanung kommen wir zumindest in Deutschland ja kaum um die AGOF internetfacts und das TOP Tool herum. Auch für Performance-Kampagnen lohnt sich der geneigte Blick, um Potenziale, Argumentationen, Validierungen oder schlichtweg Platzierungsideen zu sammeln. Geht es um die Planung als solche, würde ich durchaus gerne Verbesserungen in diversen Details fordern. Für das Erfassen der User ist die AGOF-Auswertung hingegen sehr umfänglich. Und man kann getrost davon ausgehen, dass die ausgewiesenen knapp 51 Mio. Nutzer in etwa dem Heer deutscher Surfer entsprechen. Lücken gibt es – und das ist kein Vorwurf – bei den erfassten Seiten. Entweder man ist Mitglied und ist drin, oder man ist es nicht und steht vor der Tür. Für diejenigen, die vor der Tür stehen wiederum gilt: Entweder sie wollen nicht rein oder sie dürfen nicht bzw. es ist ihnen egal. Zu den Verweigerern zählen z.B. unbedeutende Angebote wie Google, YouTube, Amazon oder Facebook. Nicht bei allen macht eine Erfassung einen schlanken Fuß. Wenn man allerdings beim Screenplanning YouTube nicht richtig verorten kann, ist das in etwa so, wie wenn die Fernsehforschung (AGF) ohne die 71 TV-Sender auskommen müsste.

    Neben den genannten Seiten außerhalb des AGOF-Universums gibt es natürlich noch viele weitere mehr oder minder bekannte Websites, derer man auf andere Weise habhaft werden muss. Hier hilft dann beispielsweise die zentrale Such- und Sammelstelle Google mit dem Adplanner weiter, denn hier sind deutlich mehr Seiten gelistet. Und gerade um das Potenzial von Retargeting zu eruieren, hilft der Blick auf die Zugriffsraten diverser Kundenwebsites. Wirklich planen kann man mit dem Tool jedoch nicht. Aber eine Unterstützung ist es mitunter allemal, und es zeigt auch sehr gut, wo sich der deutsche User im Netz so herumtreibt. Kurios mag dabei anmuten, dass ligatus und mp newmedia in dem Listing auch recht weit vorne auftauchen. Hier ist also noch Optimierungspotenzial – oder kennen sie jemanden aus ihrem Bekanntenkreis, der nach dem Check der Mails und des Wetters noch mal schnell bei ligatus nach dem Rechten sieht?

    Den wahren Blick hingegen gewährt uns erst alexa.com.  Dort finden Sie in Deutschland auf Rang 27, was Sie eh schon immer vermutet haben. youporn.com hat sich hochgeschlafen, und was soll man sagen, es ist keine allzu große Überraschung. Aus rein wissenschaftlichem Antrieb habe ich mir dann auch noch die Struktur etwas genauer angeschaut und den „Get Details“-Button gedrückt. Und hier kam die eigentlich bedrückende Botschaft: Der Deutsche ist in der Nutzung führend im Nationenvergleich. Zwar folgen ihm Italiener, Belgier, Österreicher und Schweizer dicht auf den Fersen, aber der Siegerplatz ist vergeben:

    Offen bleibt die Frage, was eigentlich die Amerikaner so weit ins hintere Feld verbannt. Es mag sicherlich auch an der lokalen Konkurrenz auf Rang 45 der Topsites liegen, aber ein Platz hinter Algerien ist doch eines Weltpolizisten und des weltweit größten Produzenten entsprechender Inhalte nicht würdig, wobei es Frau Palin sicherlich freuen dürfte. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sie es geschafft hat, die Seite in Alaska sperren zu lassen, aber das ist jetzt wirklich nur eine Vermutung.

    Und dann noch zu einem ganz anderen Thema: Ich bin gebeten worden, Grüße über diesen Blog auszurichten. Also: Lieber Martin, es ist vielleicht jetzt nicht ein Artikel, auf den deine Eltern stolz wären, aber du hast es ja so gewollt und solltest es aus deiner Branche gewohnt sein. Viele Grüße und bis zum nächsten Termin.

  2. Klartext-Interview mit Dominik Stiefermann, mirapodo: “Mein Handy ist immer angeschaltet.”

    Jun 14 2011

    Dominik Stiefermann

    Dominik Stiefermann

    Heute gibt es das dritte Kundeninterview unserer Klartext-Serie. Wir haben Dominik Stiefermann, Head of Internet Marketing bei mirapodo, befragt. Dominik weiß nicht nur bestens über Schuhe und die nützlichsten Apps Bescheid, er ist auch leidenschaftlicher Blogger. Allerdings zu einem eher unkonventionellen Thema. Aber lesen Sie selbst: 

    1. Welche Online-Marketing-Kampagne ist Ihnen in letzter Zeit besonders positiv aufgefallen?

    Da mir spontan keine einfällt, war wohl keine so richtig gut. Die Idee zu Million Voices von der Telekom hat mir gut gefallen, aber ob die auch ohne das hohe Budget so gut funktioniert hätte? Man sollte verstärkt in diese Richtung denken. Wie kriege ich die User dazu mitzumachen, sich mit dem Produkt zu beschäftigen und darüber zu berichten?

    Aktuell gefällt mir die neue offline Kampagne von Bacardi sehr gut: „Ausgehen ist das neue Einloggen“.

    2. Sie bloggen unter http://www.mettsalat.de/ über das Thema „Fleisch ist mein Salat“. Was hat Sie dazu bewegt? Und was ist Ihr fleischloses Lieblingsgericht?

    Die Idee zu Mettsalat.de ist mit Freunden zusammen auf einer Party entstanden. Mittlerweile blogge ich hier nun schon seit drei Jahren zusammen mit einem Freund rund um das Thema Fleisch. Das bedeutet, dass wir Restaurants testen, Rezepte posten oder neue Gadgets für Küche und Grill vorstellen. Es ist sehr spannend zu beobachten, wie ein so spitzes Thema im Web funktionieren kann.

    Ich achte bei Fleisch sehr auf Qualität und esse auch gerne mal fleischlos. Ein knackiger Salat oder ein gutes Pastagericht darf auch gerne mal ohne Filetstreifen oder Bolognesesauce sein.

    3. Sie haben kein Profilbild auf Xing, ein Kinderfoto auf Facebook und twittern nur für Zugelassene. Zufall, oder wollen Sie als Netzwerkprofi bewusst nicht mehr Persönliches preisgeben?

    Ein Foto auf Xing fehlt mir tatsächlich. Zumindest auf mirapodo.de findet man ein aktuelles Bild von mir. Meinen privaten Twitteraccount nutze ich mehr, um mich über aktuelle Themen zu informieren. Ich folge denjenigen, die über für mich spannende Themen twittern und bin damit immer bestens informiert.

    „Persönliches im Netz“ sehe ich eigentlich ganz entspannt und eher mit einem Augenzwinkern.

    4. Was muss man als Mann in der Vorbereitung auf den Job bei mirapodo tun, um das Thema Frauen und Schuhkauf wirklich zu verstehen?

    Was das Thema angeht, haben mir meine schuhverrückten Kolleginnen schnell auf die Sprünge geholfen.

    5. Welche Schuhe haben Sie zuletzt für sich gekauft?

    Das war ein HUB Sneaker – ohne Retoure :-). Während meiner Zeit bei mirapodo hat sich mein Schuhbestand übrigens schon verdoppelt.

    6. Stichwort iPhone: Verraten Sie uns Ihre drei Lieblings-Apps? Und die Kardinalfrage: Bleibt es im Urlaub ausgeschaltet?

    Drei nur? Mail, Maps und Safari ist klar. Mit Remote Desktop habe ich zur Not immer Zugriff auf meinen Rechner zuhause und im Büro. Mit Apple Remote kann ich meine Musik in der ganzen Wohnung mit jedem Device steuern. Mit Shazam kann ich mir endlich mal Musiktitel merken und mit Yes or No treffe ich meine Entscheidungen.

    Dann wären da noch weitere spannende Apps: Peco mobile zum Beispiel ermöglicht die Steuerung von Geräten in der Wohnung. Hausautomation ist ein spannendes Thema.

    Mein Handy bleibt eigentlich immer eingeschaltet. Auch im Urlaub gibt es viele tolle Anwendungsmöglichkeiten: Hotelsuche, Navigation, Skipistentracking … Und die Mails checke ich dann zwischendurch.

    7. Was zeichnet für Sie eine erfolgreiche Targeting-Kampagne aus?

    Eine bessere Conversion. Der Kunde empfindet sie als eine Empfehlung für seine persönlichen Bedürfnisse und ist weniger genervt von der Werbung.

    Was ist eigentlich aus Behavioral Targeting geworden?

    8. Bewegtbildwerbung im Web wird…

    unterschätzt.

    Ich habe mich kürzlich mit einem guten Freund – Cutter beim WDR – über dieses Thema unterhalten. Videoproduktion ist heute deutlich einfacher als noch vor ein paar Jahren. Man bekommt für ein geringeres Budget eine vernünftige Hardwareausstattung, selbst mit dem Handy oder der Flipcam ist man fast schon „studiotauglich“, und den Schnitt übernimmt die Software dann quasi selbst. Das wiederum sorgt dafür, dass die Qualität leider auf der Strecke bleibt und es eine Überschwemmung der Videoportale gibt. Qualität wird in Zukunft wieder mehr an Bedeutung gewinnen.

    Auch bei der Vermarktung von Bewegtbild versucht man seit Jahren sinnvolle Möglichkeiten zu entwickeln. Viel weiter als „normale Werbepausen“ einzublenden, die man nicht wegklicken kann, ist man hier aber noch nicht.

    Im TV gelingt dies selbst für Internetunternehmen meist noch effektiver als im Web. Das liegt daran, dass man den Weg des geringsten Widerstands wählt und das alte Medium online überträgt. Die Produktion kann so für beide Medien eingesetzt werden und ist mit weniger Risiko für die Unternehmen verbunden. Neue Lösungen müssen gefunden werden, um vergleichbare Erfolge zu erreichen, und das wird meiner Meinung nach noch eine ganze Weile dauern.

    9. Kann man via Facebook mehr Schuhe verkaufen? Und falls ja, wie kann man das messen?

    Ja. Wichtig ist, dass man zwischen Relevanz und Traffic unterscheidet. Letzteres wird oft deutlich überschätzt. Man bekommt über Facebook nur bedingt zusätzlichen Traffic auf die Seite, aber in einem guten Mix ist Facebook ein sehr wichtiges Instrument.

    Unsere Kunden wollen agieren, kommunizieren und verstehen. Dazu bietet uns Facebook eine Plattform, die wir gerne nutzen. Natürlich trifft das nicht auf all unsere Kunden zu. Für die anderen bieten wir die kostenlose Hotline, Email und ja – viele Anfragen kommen bspw. auch noch per Fax.

    Ich glaube, das Ganze lässt sich nur sehr schwer messen und noch schwieriger wird es, wenn man dann vergleichen will. Aber lernen kann man sehr viel.

    10. Können Sie uns sagen, woher die Redewendung kommt „Den Schuh zieh ich mir nicht an“?

    Da muss ich kurz googlen… Der Ursprung kommt vom alten Sprichwort „Wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an.“ Für uns bei mirapodo ein sehr wichtiges Thema!

  3. Blumen für Jana

    Jun 10 2011

    Taskin Erdem Die Entscheidung ist gefallen, endlich: Jana Beller ist Germany´s Next Topmodel 2011. Die 20-Jährige aus Haltern (NRW) setzte sich gestern Abend beim großen Finale der erfolgreichen Casting-Show von ProSieben gegen ihre beiden Konkurrentinnen Rebecca und Amelie durch. Zu Gast bei der Live-Show waren außer Heidi Klums “Mädchen” nicht nur Lady Gaga und Caro Emerald, sondern auch Frederique van der Wal. Das ehemalige Topmodel aus den Niederlanden überreichte den drei Finalistinnen Amelie, Rebecca und Jana eigens entworfene Blumensträuße.

    Warum ich Ihnen das alles erzähle? Nein, mediascale übt sich nicht neuerdings im Rezensieren von Castingshows, und wir promoten auch nicht Lady Gaga oder Jana. Aber wir werben ab heute mit einer Online-Searchkampagne für Frederique van der Wals Internet-Blumenversand Frederique´s Choice, um den Umsatz des Blumen- und Lifestyle-Shops zu steigern und die Marke in Deutschland bekannter zu machen – gerade, wenn sie nicht mehr bei Heidi im Fernsehen ist.

    Bei Frederique´s Choice können neben edlen Blumenbouquets und allerlei Deko- und Gartenzubehör natürlich auch die Siegersträuße des gestrigen Abends bestellt werden. Probieren Sie doch mal aus, ob sich mit dem “Topmodel”-Strauß bei der eigenen Frau nicht auch ein Topmodel-Gefühl einstellt. Ich freu mich über jeden persönlichen Erfahrungsbericht.

     

     

  4. Was soll ich tun? Eine E-Mail-Marketing Checkliste für Ihren Online-Auftritt

    Jun 07 2011
    Alexander Emmendoerfer

    Alexander Emmendoerfer

    „Was soll ich tun?“, ist ja eigentlich die zentrale Frage der Ethik, aber ich bemerkte in letzter Zeit wiederholt, dass sich auch der ambitionierte Online-Dialog-Marketier immer mal wieder diese Frage stellt. Es ist ja auch nicht ganz einfach: In der öffentlichen Wahrnehmung dominieren eher Innovationsthemen, Datenschutzdiskussionen oder Social-Media-Integrationen das Dialog-Marketing, da kann das einfachere Handwerkszeug schon mal ins Hintertreffen geraten. Aber gerade diese Basics sind entscheidend, damit eine Shop-Eröffnung oder ein Website-Relaunch die richtige Unterstützung durch Online-Dialog erfahren. Hier also eine kleine „Was soll ich tun“-Checkliste:

    Phase 1: „Start“

    - Alle Shopbesucher müssen schnell und effizient zum Newsletter Opt-In geführt werden. D.h. es sollten verschiedene Maßnahmen entwickelt werden, die den User besonders auf Newsletter hinweisen wie z.B. Aktionsbanner, Pop-Ups oder Layer. Zusätzlich sollten Incentivierungen hier auf Basis einer Kosten-/Nutzenkalkulation mitgetestet werden.

    - Im Shop-Bestellprozess sollte ebenfalls ein Verfahren zur Newsletter-Anmeldung integriert werden. Das UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) sieht hier interessante Ausnahmeregelungen vor, um auch von möglichst vielen Kunden schnell ein rechtssicheres Opt-In zu gewinnen.

    - Alle gewonnenen Leads müssen mit einem möglichst variablen Newsletter-Konzept angesprochen werden. Dazu sollten verschiedene Content-Module entwickelt werden, um eine dauerhafte und vielfältige Interessenten-Kommunikation sicherstellen zu können.

    - Bereits in der Startphase ist das Aufsetzen eines vollständigen Reportings der gesamten Dialog-Kommunikation sinnvoll, um schnell Optimierungen und Testings initiieren zu können. Entscheidend ist vor allem ein lückenloses Tracking bis zum Kauf oder sogar darüber hinaus.

    Phase 2: „Beschleunigung“

    -Auf der Website sollten über das normale Newsletter-Opt-In hinaus Aktionen wie Umfragen, Votings, Gewinnspiele etc. integriert werden, die zur Teilnahme auffordern. Noch besser ist es, die Aktionen dauerhaft und „rollierend“ auszusetzen, um später eine ebenfalls dauerhafte Kontaktstrecke zur Nachbearbeitung dieser Aktions-Leads mittels spezieller Aktions-Mails realisieren zu können.

    - Die Zahl der On-Site gewonnenen Leads kann durch eine Reihe von externen Maßnahmen weiter vergrößert werden. Hier sollten unterschiedliche performance-orientierte Modelle wie Stand-Alone-Mails, Co-Sponsoring oder Affiliate-Leads  auf einer Cost-Per-Order-Basis gegeneinander getestet und langfristig optimiert werden.

    - Beim Versand der E-Mails und Newsletter ist eine möglichst optimale und hohe Kontaktdosis das Ziel. Dazu gehören Testings mit erhöhten Frequenzen genauso wie eine vom Interessenten individuell einstellbare Kontaktdosis oder ähnliche Konfigurationsmöglichkeiten.

    Phase 3: „Feintuning“

    -Ist die Kunden- und Interessentenbasis groß genug, sollte eine Segmentierung nach einzelnen Gruppen wie z.B. Interessensgebiete, Umsatzgrößen, Kaufgewohnheiten, Kaufhäufigkeiten etc. erfolgen. Dann folgt in der Regel eine Beurteilung, ob eine individuelle Ansprache einzelner Gruppen wirtschaftlich möglich und sinnvoll ist.

    - Für besonders interessierte oder aktive Zielgruppen sollte eine Art Club (muss aber weder so heißen, noch so aussehen) entwickelt werden, der besondere Informationen, Services oder Angebote bereit hält. Ziel ist neben höheren Verkaufserlösen, die Teilnehmer noch stärker an die Website bzw. Marke zu binden und sie immer mehr zu Botschaftern der Marke zu machen.

    - Darüber hinaus kann dann auch ein echtes Weiterempfehlungsprogramm sinnvoll sein. In der Umsetzung ist in der Regel auch ein Incentive-Konzept notwendig, das Neu- und Bestandskunden für ihre Aktivitäten belohnt.

    Sie haben einen Shop oder eine Website mit ähnlichen Funktionalitäten und können noch keinen Haken hinter jeden Punkt setzen? Macht nichts! Der Weg ist das Ziel, denn praktisch jeder Punkt auf der Liste hält spannende Herausforderungen und Lösungswege bereit…

  5. Deine Nachbarn möchte ich nicht haben

    Jun 03 2011

    Dominik Frings

    Wir kennen die Problematik alle und können zum Teil drüber schmunzeln, wenn wir nicht selber betroffen sind. Es geht um Onlinewerbung, die sich auf Seiten verirrt hat, deren Inhalt in Kombination mit der Werbebotschaft einen amüsanten, derben, zynischen, sarkastischen und ja auch zum Teil verwerflichen Beigeschmack bekommt: “Bad Ads”. Klassiker hierbei sind sicherlich günstige Flugangebote neben einem Bericht über abstürzende Flugzeuge unserer Baguette essenden Nachbarn oder die Werbung eines sympathischen Systemgastronomen mit tollen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten neben einer sich anbahnenden Hungerkrise im zentralen Afrika. Anschauliche Beispiele werden ja auch gerne in der Fachpresse aufgegriffen. Interessant ist dabei immer, dass die User-Reaktionen unmittelbar erfolgen, und der Skandal einer solchen (De-)Platzierung den eigentlichen Skandal (nämlich Nahrungsknappheit) überblendet. Anhand der Vielzahl von Reaktionen, die zum Teil auf unglückliche Konstellation zwischen Content und Werbung folgen, lassen sich aber zumindest zwei Sachen belegen: 1. Displaywerbung wirkt und wird 2. immer dann besonders beachtet, wenn Content und Botschaft passen. Quod erat demonstrandum! Was ich nicht beweisen kann, aber hier einfach in den Raum stelle, ist, dass vor allem die User bei der PR-Abteilung eines Werbetreibenden die Weltmoral vertreten, die in jeder Befragung, ohne mit der Wimper zu zucken angeben würden, dass sie Bannerwerbung komplett ignorieren und schon gar nicht anklicken.

    Für Kunden ist der Werbe-GAU natürlich extrem unerfreulich, und man darf auftretende Probleme auch nicht verniedlichen oder herunterspielen. Letzen Endes wird es aber keine völlige Sicherheit geben bzw. kann man einfach die aktuellen Nachrichten nur schwer aus jedweder Planung heraushalten. Es gibt Anbieter contentsensitiver Softwarelösungen, die unliebsame Konstellation verhindern können. Allerdings ist eine kostengünstige, vermarkter- und somit kampagnenübergreifende Lösung am Markt nicht verfügbar. Auch geht die Rechnung bei Festbelegungen nicht auf. Wenn ich die Homepages bei spiegel.de, focus.de oder zeit.de belege, und in Japan geht die Welt unter, habe ich als RWE, EON oder EnBW schlichtweg Pech. Selbst die exorbitanten Zugriffszahlen, die weit über das Garantievolumen hinausgehen, werden mich kaum trösten. Wer sich nun sicher wähnt, indem er Axel Springer, OMS und Co. einfach nicht in seine Planung aufnimmt, begeht dabei gleich zwei Fehler: Zum einen verzichtet er auf performante Reichweiten, zum anderen haben auch t-online, web.de, yahoo.de etc. Nachrichten auf ihren Seiten, und glauben Sie mir, auch hier werden „Bad Ads“ gefunden. Letzten Endes bleibt nur ein Kampagnenstopp, sobald eine größere Katastrophe durch die Nachrichtenredaktionen tickert. Zumindest bei Airlines mag es funktionieren, da ein Absturz in der Regel sofortige Aufmerksamkeit erhält. Bei vielen Themen wie hungernden Kindern, tötenden Verwandten oder unvermögenden Lenkern von Gefahrgutransportern werden wir die Nachricht jedoch nicht immer gleich vernehmen. Darüber hinaus sind solche News so alltäglich, dass sie eine Kampagnenschaltung unmöglich machen.

    Zum Schluss muss auch noch betont werden, dass die unheilvollen Zusammentreffen im Displaybereich statistisch gesehen eher weniger ins Gewicht fallen. Die Kontakte sind zum einen eher flüchtig, und der unerbetene Bericht zum Banner lässt sich nach dem Weiterklicken kaum noch reproduzieren, außer man lässt die F5-Taste glühen. Auf hundert oder tausend „Werbeböcke“ kommen bis zu 100 Millionen AdImpressions ohne bedenkliche Aussteuerung. So bewegt sich die Fallzahl, bezogen auf die Gesamtkampagne, im  Promillebereich. Dies spricht uns als Agentur nicht davon frei, unverzüglich zu handeln, wenn Werbung aufgrund aktueller Geschehnisse eher kontraproduktiv wirkt. Wichtig ist aber auch, das Gesamtbild nicht aus dem Auge zu verlieren, die Relationen richtig einzuordnen und sich vorab darüber bewusst zu sein, dass es – wie immer im Leben – ein Restrisiko gibt.

  6. DACH-Strategie greift

    Jun 01 2011
    Wolfgang Bscheid

    Wolfgang Bscheid

    Wir freuen uns über unseren ersten Kunden in der Schweiz: Für die Allianz24.ch, die Direktversicherung der Allianz Suisse-Gruppe via Internet, haben wir eine Online-Werbekampagne konzipiert. Ziel der neuen Medienstrategie der Versicherung ist es, vor allem für die Auto-, Hausrat- und private Haftpflichtversicherung neue Kunden zu gewinnen. Privatpersonen können die beworbenen Versicherungen direkt und einfach online abschließen.

    Die wechselnden Werbebanner werden ab sofort hauptsächlich auf den reichweitenstarken Schweizer Webseiten wie www.gmx.ch, www.nzz.ch, www.autos.ch, www.schweizer-illustrierte.ch und www.alleskostenlos.ch zu sehen sein. Und mit entsprechendem Targeting auf den Schweizer Traffic werden sie auch auf den deutschen Portalen www.yahoo.de und www.msn.de geschaltet.

    Nach dem Telekommunikationsunternehmen Tele 2 in Österreich konnten wir mit der Allianz24.ch nun ein weiteres Unternehmen von unserer D-A-CH-Strategie überzeugen. Es geht also voran mit der Internationalisierung von mediascale im gesamten deutschsprachigen Raum.

  7. Grimsvötn vernebelt Neptun

    Mai 26 2011

    Agnes Ley

    Eigentlich sollten Sie an dieser Stelle eine ausführliche Berichterstattung über die gestrige Verleihung des Neptun Awards lesen, bei dem wir mit unserer Cinderella Kampagne für mirapodo unter den fünf nominierten Finalisten waren. Ich würde nun auch wirklich gerne erzählen, wer gewonnen hat, wie die After-Show-Party war und was es sonst noch Wissenswertes zu berichten gibt - wären wir dabei gewesen.

    Asche auf unser Haupt. Denn wie so manchen Geschäftsreisenden des gestrigen Tages hat auch uns der isländische Vulkan Grimsvötn einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemach. Flug gestrichen und keine Möglichkeit, auf anderem Wege rechtzeitig bis zur Präsentation von München nach Hamburg zu kommen. Was besonders schade war: Die Jury beim Neptun Award trifft ihre Entscheidung auf Grund einer Live-Vorstellung der Kampagne – und wer nicht anwesend ist, der hat dann auch wirklich keine Chancen auf den Award.

    Aber wir geben nicht auf – nächstes Jahr probieren wir es wieder! Neptun 2012, wir kommen…

  8. Seht Ihr mich? Und wie lange schon?

    Mai 24 2011
    Tobias Wegmann

    Tobias Wegmann

    Ad Visibility und View-Time sind Fachbegriffe des Onlinemarketings, die es natürlich nicht erst seit gestern gibt. Bedingt durch die aktuelle Qualitätsdiskussion im Bereich der Onlinewerbung und einige neu am deutschen Markt auftretende Messdienstleister tönen sie aber gerade gehäuft durchs Netz. Worum geht es hier?

    Mit Ad Visibility oder Sichtbarkeit ist gemeint, ob ein Werbemittel im Browser so angezeigt wird, dass ein User es sehen kann, dass es also im sichtbaren Fenster des Browsers dargestellt wird.

    Dies wird gerne auch mit den Begriffen “above the fold” für Werbeplätze ganz oben auf der Website und “below the fold” für die Banner knapp über dem Impressum beschrieben. Was auf den ersten Blick wie eine ganz einfache Unterscheidung wirkt, wird unerwartet schnell kompliziert, wenn Sichtbarkeit tatsächlich gemessen und bewertet werden soll. Ein Rechnermonitor ist keine Zeitschriftenseite und deshalb können sich “oben” und “unten” schnell verändern.

    Zunächst ist zu prüfen, wie groß das gemessene Fenster wirklich ist. Das heißt, welche Bildschirmauflösung vorliegt. Ist das gemessene  Fenster das aktive und wird der Banner nicht in einem Browser angezeigt, der längst unter einem anderen liegt? Dann kann der User natürlich scrollen, wodurch beim Laden der Seite nicht sichtbare Inhalte und Werbemittel ins Blickfeld geraten. Diese dynamischen Zustände lassen sich alle messen, aber um dies zu erledigen, müssen mit dem Werbemittel Messscripte ausgeliefert werden, die während der gesamten Standzeit des Browserfensters aktiv sind und alle Veränderungen an den Adserver zurückmelden. Dieser Code muss vom Rechner-CPU des Users ausgeführt werden, was bei mehreren Werbeplätzen auf einer Seite die Ladezeit und Reaktionsgeschwindigkeit der Website durchaus spürbar beeinträchtigen kann.

    Schnell ensteht auch das Problem der Definition: Wann betrachte ich ein Werbemittel eigentlich als sichtbar? Wenn es komplett innerhalb des Browserfensters angeordnet ist? Zu zwei Dritteln oder zur Hälfte? Oder wenn ein Pixel im sichtbaren Bereich ist? Jeder Anbieter und jede Interessensvertretung legen hier im Moment unterschiedliche Werte zugrunde. Bei einer 50 mal 50 Pixel großen Bild-Text-Kombi mag man sich relativ schnell auf eine Antwort einigen können. Andererseits aber gibt es durchaus Werbeformen, die so groß sind, dass sie komplett geladen gar nicht in ein  Browserfenster passen, bei einer Zugrundelegung aller Pixel für die Sichtbarkeit also niemals als sichtbar gemessen werden würden.

    Die Sichtbarkeitsdefinition ist damit formatabhängig zu klären und gerade die großen und damit schwierigen Formate wie Wallpaper sind in ihren Abmessungen nicht im Markt standardisiert. Dies bedeutet, dass die Zuweisung der Sichtbarkeit hier für jede Platzierung getrennt festgelegt werden müsste, um fair und stimmig zu sein.

    Was tut Not? Wenn Sichtbarkeit in Zukunft als zentrales Kriterium für den Leistungsvergleich von Werbeschaltungen herangezogen werden soll, so benötigt der Markt dringend eindeutige Definitionen und Standards für die Bewertung und technische Messung von Ad Visibility, die heute schlicht nicht vorhanden sind.

    Dies gilt in abgeschwächtem Maße auch für die zweite Messgröße, die View-Time oder Sichtbarkeitsdauer. Hier gibt es immerhin weniger Definitionsprobleme, denn als Messung der Laufzeit eines Werbemittels ist die View-Time bereits seit längeren eine marktweit akzeptierte Metrik in Streaming- und Rich-Media-Kampagnen.

    Noch größer als bei der Visibility sind allerdings die technischen Probleme, die auftreten können, wenn man die Sichtbarkeitszeit von Standardwerbemitteln auf breiter Front messen will. Die Filme von Streamingkampagnen sind linear angelegt und es ist keine große Belastung des Rechners, wenn aus dem sowieso laufenden Film heraus in regelmäßigen Abständen Zählimpulse ausgelöst werden, um die Laufzeit zu melden.

    Will man aber mitzählen, wie lange loopend animierte Standardbanner zu sehen waren, so muss ein Script im Browser des Users selbst die abgelaufene Zeit messen und dann in engen Abständen den Adserver informieren, dass die Seite noch geöffnet ist, das Werbemittel also noch da ist.

    Auf breiter Front eingesetzt können solche Messungen manche Webseiten im Browser schlicht in Zeitlupe versetzen oder nicht mehr abfangbare Fehler produzieren. Was der Markt in diesem Bereich dringend verlangt, sind adäquate technische Lösungen, die Messbarkeit und uneingeschränkte Usability zugleich ermöglichen.

  9. Event der Sinne

    Mai 20 2011
    Orga Team Janina, Christian und Norma

    Orga Team Janina, Christian und Norma

    Als wir vor mittlerweile gut 1,5 Jahren mit dem mediascale klartext-Blog gestartet sind, habe ich angekündigt, auch ab von Online-Fachartikeln und Kundencases ein bisschen aus dem mediascale-Nähkästchen zu plaudern. Das ist in letzter Zeit ein wenig zu kurz gekommen – daher mal wieder Neues aus dem Agenturleben der mediascale. Ende letzter Woche hatten wir unser jährliches Agenturevent. Für die Organisation tun sich jeweils 3 Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Units zusammen und lassen sich etwas einfallen. Letztes Jahr durften wir unser Können beim Karaoke beweisen und dieses Jahr hat sich das Orga Team um Norma, Janina und Christian einen Abend unter dem Motto “Event der Sinne” ausgedacht.

    Ohne Worte

    Was uns da erwartet hat? Ein wirklich lustiger Abend mit 7 Spielen rund um die menschlichen Sinne. Aber erst mal gab es eine Stärkung -

    doch während die einen brav beim Essen anstanden, hatten die Geschäftsführer schon das erste Bier in der Hand.

    Nach dem Essen ging´s dann aber zur Sache: Wir haben unterschiedliche Kräuter am Geruch erraten, Lieder mussten gurgelnd vorgetragen und das Gewicht von Melonen sollte erspürt werden.

    Herausforderung auf Skiern

    Mein persönliches Highlight war aber das Outdoor Spiel mit überdimensionalen Holz-Skiern. Darauf waren jeweils 4 Mitglieder eines Teams, die – idealerweise im Gleichschritt – einen Parkour rund um unseren Besucherparkplatz absolvieren mussten. Das hat mal besser und mal weniger gut funktioniert, aber auf jeden Fall für einen Lacher nach dem anderen gesorgt.

    Mit das schwierigste Spiel war aber wohl das Erkennen der Kollegen – aufgrund von nur einem kleinen Gesichtsausschnitt. Wessen Ohr ist dies und von wem könnte die Nase mit den Sommersprossen sein? Damit Sie auch ihre Sinne schärfen, möchte ich Sie einladen, am Gewinnspiel teilzunehmen:

    Wessen Auge ist das?

    Zu welchem Mitglied der mediascale gehört dieses Auge? Kleiner Tipp: Dieses Auge arbeitet schon länger bei mediascale und ist sicherlich vielen bekannt. Na, wissen Sie´s? Unter allen Einsendungen, die bis zum 31.05. an a.ley@mediascale.de den richtigen Tipp schicken, verlosen wir eine Flasche … tja, das darf sich der Sieger dann selbst aussuchen. Schampus, Wein oder einen edlen Schnaps? Ganz wie sie mögen! Denn hier kann man schnell falsch liegen… so hat das Gewinner-Team unseres Events der Sinne (Hauptgewinn: eine Flasche Bailey´s) doch recht neidisch auf die Zweitplatzierten geblickt. Ja, liebe Kollegen, wir waren sehr zufrieden mit unserem Jägermeister :-)

    In diesem Sinne möchte ich noch ganz herzlich “Dankeschön” für die großartige Organisation sagen! Es war ein wirklich gelungener Abend!

  10. Wir machen Druck für diedruckerei.de

    Mai 18 2011

    

    Julian Simons

    Julian Simons

    Ein Schuss Farbe gefällig? Ab sofort machen wir Druck im Netz für diedruckerei.de, genauer gesagt für unseren neuen Kunden, die Onlineprinters GmbH. Gemeinsam mit den Kolleginn/en von Mediaplus verantwortet mediascale den On- und Offline-Mediaetat in Deutschland und Österreich. Die  umfangreiche Werbekampagne der Onlinedruckerei, die sowohl im TV in Deutschland (N24, n-tv, DMAX, Kabel1 u.a.) als auch in Österreich (ORF1, ORF2, Servus TV u.a.) derzeit zu sehen ist, steht unter dem Claim „Drucksachen einfach online bestellen“.  Hierbei wird auch in Online auf Bewegtbildeinsatz u.a. bei Axel Springer, SevenOne Digital, IP oder UIM gesetzt, um den TV Flight optimal ins Netz zu verlängern.

    Wie sieht der Spot aus? Here we go: http://volltreffer.diedruckerei.de/

    Im Anschluss an die Bewegtbildkampagne setzt eine breit angelegte Performancekampagne auf, um v.a. Geschäftsleute, Jungunternehmer und Privatpersonen – die Zielgruppe des Online Druckunternehmens – zum günstigen Onlinekauf Ihrer Druckartikel bei dieDruckerei.de zu überzeugen. Hierbei setzen wir neben Retargeting v.a. auch auf unser dynamisches Bannertool, um dem User ein für Ihn relevantes Angebot zielgenau präsentieren zu können.

    Wir freuen uns, dass wir mit den Onlineprinters ein solch umfassendes Kampagnenkonzept umsetzen können und sind sicher, dass wir in den nächsten Monaten noch einige Kunden überzeugen werden, sich bei diedruckerei.de Ihre ganz persönlichen Drucksachen erstellen zu lassen.

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