mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. Good Night Munich – dmexco an der Isar!

    Apr 08 2011

    Dominik Frings

    Der dmexco Nighttalk gastierte in dieser Woche im schönen München. Der Abend stand im Zeichen des Realtime Biddings, also des Echtzeithandels von AdImpressions über standardisierte Plattformen. Was in der Theorie zunächst prima klingt, warf dann doch einige Fragen auf, die nicht wirklich erschöpfend beantwortet wurden – wie auch unsere Freunde der Fachpresse feststellten. Aber der Reihe nach:

    Geladen wurde ins Oberangertheater, welches selbst meinem einzigen Kollegen, der in der SZ das Feuilleton liest und ein Theaterabo besitzt, ein böhmisches Dorf war. Später wurde mir zugetragen, dass man hier sehr launige Travestie-Shows besuchen kann. Ich werde also so schnell nicht wiederkommen. Dennoch war der Ort für den Rahmen passend gewählt, auch wenn die Herren auf der Bühne eher Sakko und Lederschuhe als Minirock und Pumps trugen. Es waren gut 170 Besucher anwesend, die das Theater gut füllten und deren Herkunft kurz und knapp wie folgt beschrieben werden kann: Adnetworker, (Performance-)Agentur‘ler, Affiliate‘ler, Vermarkter, anderweitige Onlineglücksritter und nicht zu vergessen: die PR‘ler. Kunden suchte man vergeblich, was man durchaus auch als Fingerzeig sehen kann, in welchen Kreisen das Thema gerade diskutiert wird.

    Los ging es mit einem Herrn Kalauerka, der die Ankündigung vornahm und galant zu Herrn Barokas überleitete. Dieser hielt einen sehr amerikanischen – aber keineswegs uninteressanten – Vortrag, in dem er kurz die Geschichte des Internets Revue passieren ließ, um dann zu erklären, warum RTB eine glänzende Zukunft und in den USA schon die Gegenwart eingeholt hat. Auf den Punkt gebracht geht er davon aus, dass der Vermarkter mehr verdient, der Kunden/die Agentur gezielter einkauft und im Grunde alle Seiten Vorteile davon haben, sofern es hinterlegte Profildaten gibt, die aus einer beliebigen Impression für einzelne Advertiser ein sehr wertvolles Gut machen. Das vielzitierte Beispiel hierzu war der Autokäufer, der für einen KFZ-Versicherer von hohem Interesse ist und für den dieser bereit ist, sehr viel mehr zu zahlen als für eine x-beliebige Impression.

    (v.l.n.r.): Jochen Kalka (w&v), Thomas Mendrina (Admeld), Wolfgang Bscheid (mediascale), Christian Griesbach (mediasports) und Robert Lang (Criteo)

    In der folgenden Podiumsdiskussion wurde es dann vielschichtiger. Thomas Mendrina (von admeld) vertrat die Thesen seines Chefs, Christian Griesbach (mediasports) im Grunde  nur die Publishersicht und Robert Lang von criteo war es letzten Endes egal, wo der Traffic herkommt, da er eh nur dann eine Impression kauft, wenn der User vorher Kontakt mit einer Homepage seiner Kunden hatte. Blieb noch ein gewisser Herr Bscheid, der mir persönlich nicht ganz unbekannt ist und nun wohl auch allen Teilnehmern in Erinnerung bleiben wird. Zum einen sollten die Veranstalter eines wissen: Zwei Mikros reichen nicht, wenn Herr Bscheid in beckenbauerschem Tonfall mal „kurz“ seinen Standpunkt klarmacht. Inhaltlich ging es ihm vor allem darum, dass es eh mehr Traffic als Nachfrage gibt und es somit schwierig wird, ein Börsenprinzip zu etablieren. Interessant wäre es nur, wenn die Profile mit Daten wie Kaufabsicht angereichert werden. Diese Infos werden aber aufgrund bestehender Regularien in absehbarer Zeit kaum im Handelssystem abbildbar sein. Alternativ wären hochbegehrte Werbeflächen wie PreRoll-Ads durchaus ein handelbares Gut. Dieses werden die namhaften Anbieter allerdings in ihren eigenen Verkaufstöpfen behalten, weswegen der RTB-Napf leer bleiben dürfte. Eine grundsätzliche Berechtigung – wenn auch weniger rasant wachsend und auf kleinerem Niveau – gestand er der Thematik letzten Endes jedoch ein.

    Nachdem der oberbayerische Orkan über die Podiumsduellanten gefegt war, kamen dann vor allem von RTB-Fürsprechern aus dem Publikum kritische Fragen in Richtung des Kollegen Bscheid. Es wurden Zahlen ins Spiel gebracht,  wie 400 Millionen gehandelte AdImpressions pro Tag oder aber auch die Einstellung, dass das Umfeld ja inzwischen zweitrangig sei, sondern nur noch der User zähle. Dem sei nun von meiner Seite vielleicht folgendes angemerkt: 400 Mio. AIs-Bulk werden auch nicht dadurch besser, dass sie gehandelt werden, und nein, das Umfeld in dem ein Banner ausgespielt wird,  ist keinesfalls irrelevant. Es muss natürlich keine Telko-Seite sein, auf der man einen Mobilfunk-Banner ausspielt. Ich kann Ihnen aber auch sagen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Conversion auf z.B. www.couchkartoffelsalat.de in etwa der Wahrscheinlichkeit entspricht, dass Claudia Roth morgen den FDP-Vorsitz übernimmt, während parallel Ilse Aigner Country Manager Deutschland bei Google und wird und nach den Straßen auch alle Wohnzimmer fotografieren lässt.

    Letzten Endes hatte man das Gefühl, dass die Diskussion noch eine Weile weiter getobt hätte, aber irgendwann musste auch mal Schluss sein. Bei Häppchen, Bier und Inter vs. Schalke auf der Leinwand (in Realtime!) gab es dann noch den obligatorischen Small Talk in den Kategorien „Wer mit wem“, „Wer wohin“ und „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“. Und so ging man dann auseinander mit dem festen Vorsatz beseelt, seiner Meinung und Linie am besten erst mal  treu zu bleiben.

    Und wer sich noch durch Bildergalerien klicken will: Bitte!

  2. Songs for Japan – Helfen Sie mit!

    Apr 05 2011
    Agnes Ley

    Agnes Ley

    Japan braucht Hilfe nach der verheerenden Natur- und Atomkatastrophe vom 11. März. Superstars der Musikbranche aus aller Welt haben gemeinsam das Benefizalbum Songs for Japan für die Erdbeben- und Tsunami-Opfer Japans herausgegeben. 38 Top-Stars unterschiedlicher Genres sind mit ihren Songs auf der Platte vertreten. Moderne Künstler wie Lady Gaga und Rihanna sind ebenso dabei wie Klassiker (John Lennon, Queen) und Newcomer (Justin Bieber, Adele). Für den guten Zweck haben sich die vier Major-Plattenfirmen Warner, EMI, Universal und unser Kunde Sony Music zusammengeschlossen.

    Auch mediascale beteiligt sich an der Charity-Aktion. Nein, keine Angst, wir singen nicht. Wir machen natürlich das, was wir am besten können: Wir werben zielgerichtet. Über das Netzwerk unseres Targeting-Tools NE.R.O. steuern wir Medialeistung im Gegenwert von 8.000 Euro aus und übernehmen dazu die Tracking-Kosten.

    Alle Erlöse aus dem Verkauf des Albums sollen zur Unterstützung der Hilfseinsätze an das Japanische Rote Kreuz gehen. „Songs For Japan“ ist seit letzter Woche für 9,99 Euro bei Amazon verfügbar. Wir würden uns freuen, wenn Sie mit dem Kauf des Benefizalbums die Menschen in Japan unterstützen. Arigato.

  3. Real Time Bidding 2.0

    Apr 01 2011

    Dominik Frings

    Pünktlich zum aufkeimenden Frühling, darf ich einer Reihe von Produktneuheiten der Firma mediascale ein paar Zeilen widmen, die es verdient und in sich haben.

    Die ganze Branche diskutiert ja nun schon insbesondere seit der dmexco 2010 über das Thema Real Time Bidding (RTB). Wir glauben, dass mit RTB die Zukunft in der Mediaplanung Einzug gehalten hat und haben unter Hochdruck bereits RTB 2.0 entwickelt. Das ganze hört auf den Namen Predictive Behavioural Realtime Bidding (PBRTB). Mit dieser Technologie ist es nicht nur möglich, in Echtzeit auf Traffic Gebote abzugeben, sondern auch Vorhersagen zu treffen, wann welcher Traffic in welcher Menge zu erwarten ist. Als Weiterentwicklung unseres Tools NE.R.O. ist PBRTB nun die Antwort auf die Anforderung, die Werbekunden häufig im Zusammenhang mit RTB stellen, nämlich, dass neben des effizienten Mediaeinkaufs auch eine gewisse Planungssicherheit gewährleistet sein muss. Zum besseren Monitoring wird in Kürze eine sogenannte Predictive Demand Platform (PDP) gelauncht, welche als GUI dem Kunden die aktuellen Kampagnenentwicklungen visualisieren soll. In Verbindung mit unserer Bidmanagementlösung MSCBM sind wir fortan in der Lage, dem Markt  Antworten auf die Fragen zu liefern, die er morgen erst stellen wird. Darüber hinaus kann unsere neuen Scan Software CrossSiteAllocator (CSA) die Websites der webetreibenden Kunden auf die Trafficströme analysieren und diese mittels eines Predictive Analyse Performance Interface (PAPI) via unseres PBRTB direkt in das PDP einspielen, um somit die Kampagnen valide skalieren zu können.

    Auch das Thema InStream Bidding (ISB) ist in der Lösung bereits vorgesehen und steht ab Q3 allen Kunden zur Verfügung. Somit kann datenbereinigter Echtzeittraffic in dynamisch non-user-generated Content Video Umfelder in den Formen Pre-, Mid-, und Meantime-Roll geschaltet werden. Sollten sich für einzelne Produkte keine geeigneten Umfelder finden, hilft die parallel entwickelte Technologie ContentGenerationCreator (CGC) weiter, die vollautomatisiert Content produziert und einspielt, um die herum man dann seine passende Werbung platzieren kann. Selbstverständlich können auch  Small-, Medium- und Maxi-Rectangle im Login-, Logout- oder Unlogged-Bereich vermarkterübergreifend geschaltet und kundenindividuellen getargetet werden.

    Sie sehen also, dass wir in 2011 ein wahres Feuerwerk an Innovationen vorhaben und dass wir für unsere Kunden mit den neuen Produkten PBRTB, PDP, MSCBM, CSA, PAPI, ISB, CGC bestens gerüstet sind für alles, was die nähere Zukunft zu bieten hat.

     

    Environmental Advisory: All unsere Produkte laufen mit Ökostrom und nicht mit Energie aus französischem Strahlenterror. Zudem können sie bedenkenlos mit E10 betankt werden und erfüllen die EURO 5-Norm.

  4. Klartext-Interview mit Nina Stehr, Sony: “carpe diem” als Kampagnenmotto

    Mrz 30 2011
    Nina Stehr

    Nina Stehr

    Wir starten mit einer neuen Serie in unserem Blog. Ab heute befragen wir nicht nur Fachjournalisten zu den neusten Branchentrends und ihren Social Media-Gewohnheiten, sondern fühlen auch mediascale-Kunden auf den Zahn. Ein Mal im Monat sprechen ab jetzt unsere Kunden und Partner Klartext.

    Den Anfang macht Nina Stehr, Head of Online Promotion & Marketing Int. bei der SONY MUSIC ENTERTAINMENT (GERMANY) GmbH:

    1. Frau Stehr, wo spielt die Musik im Netz, wenn man heute erfolgreich Musik verkaufen will?

    Die Musik spielt überall dort, wo sie gesucht, geteilt und weiterempfohlen wird. Vor allem Social Media-Angebote wie Facebook und StudiVZ sowie Clip-Portale wie Youtube, MyVideo und Tape TV haben in nur kurzer Zeit einen hohen Stellenwert im Rahmen von Promotion- und Marketingmaßnahmen erreicht.

    2. Verraten Sie uns das Geheimrezept, wie man auf Facebook Fanpages, Inhalte und Ads am besten kombiniert?

    Wichtig ist meiner Meinung nach in erster Linie nicht die Kombination, sondern das Bewusstsein dafür, dass eine einmal via Facebook gewonnene Fanbase durch interessante Posts, exklusive Inhalte und spannende Aktionen dauerhaft bei Stange gehalten werden will.

    Ein Geheimrezept? Wir kochen ganz gerne mit der mediascale in unserer virtuellen Großküche, und allen Beteiligten schmeckt’s.

    3. Im Musikgeschäft gibt es online ganz kurze Kampagnenzeiträume von etwa zehn Tagen. Was ist der größte Unterschied zu einer herkömmlichen Kampagne?

    Aufgrund des kurzen Kampagnenzeitraums sind wir nicht in der Lage so umfassend zu optimieren und an einer Kampagne zu feilen, wie es andere Unternehmen können. „Carpe diem“ ist quasi das wörtlich zu nehmende Motto unserer Kampagnen.

    4. Viele Musiklabels ärgern sich, dass sie nicht tracken können, welche Wirkung einzelne Kampagnen auf den Abverkauf bei iTunes haben. Heute haben Sie drei Wünsche an den iTunes-Store von Apple frei.

    - flexiblere, kürzere Vorläufe für Promotions
    - mehr Spielraum für gemeinsame Kampagnen

    Und last but not least:
    - die Möglichkeit, Tracking-ID’s zu generieren, um Abverkäufe pro Kampagne nachvollziehen zu können

    5. Werden die Tablets Ihre Mediastrategie 2011 schon beeinflussen? Oder finden Sie Smartphones spannender?

    Mit Tablets werden wir uns definitiv in diesem Jahr bereits beschäftigen. Im Hinblick auf die bis dato erzielbare Reichweite ist aber jetzt schon klar, dass die Smartphones im Vergleich eine größere Rolle spielen werden.

    6. Xing, Facebook oder etwas anderes? In welchen sozialen Netzwerken fühlen Sie sich persönlich zu Hause?

    Facebook gehört beruflich und privat zu meinem Alltag. Ich checke ab und zu ein via Foursquare und nutze Xing zur Verwaltung meiner geschäftlichen Kontakte.

    7. Von welchem Newcomer werden 2011 alle sprechen?

    Für Prognosen ist es noch recht früh. Ich hoffe doch stark, dass es ein Künstler oder eine Band mit Vertrag bei Sony Music sein wird. Mein aktueller Tipp: Einfach mal Zaz und ihr gleichnamiges Debütalbum anhören, falls noch nicht bekannt.

    8. Und zum Schluss: Können wir auf Ihre ausgebildete Stimme zählen? Würden Sie 2011 auf der Weihnachtsfeier von mediascale singen?

    Wann und wo?

     

     

  5. Cookies und Datenschutz – Was ändert sich ?

    Mrz 29 2011
    Tobias Wegmann

    Tobias Wegmann

    Am 25. Mai 2011 ist es soweit.  An diesem Tag tritt  die überarbeitete Richtlinie der Europäischen Union für den Datenschutz in der elektronischen Kommunikation in Kraft. Über die Interpretation des Inhalts und die praktische Umsetzung dieser Richtlinie bestand seit der Verabschiedung  im Jahr 2009  lange Zeit Verwirrung und Unklarheit. Jetzt beginnen sich die Nebel zu lichten.

    Worum geht es? Die Richtlinie postuliert, dass die  Betreiber von Onlineangeboten eine explizite Zustimmung des Nutzers einholen müssen, wenn sie ein Cookie auf seinem Rechner ablegen wollen. Ein Cookie ist eine kleine Textdatei, die eine Webseite über den Browser auf dem Rechner eines Users ablegen darf und in der sie Informationen speichern kann, um den User in Zukunft wiederzuerkennen, also zu “tracken”.  Das Cookie ist nicht die einzige technische Methode, die ein Tracking ermöglicht, aber sie ist die am weitesten verbreitete und auch über Fachkreise hinaus zumindest dem Namen nach bekannt. Dies dürfte der Grund sein, warum sich die EU-Richtlinie explizit zu Cookies äußert, andere Trackingverfahren aber nicht erwähnt.

    Die Gültigkeit der Richtlinie umfasst im Übrigen den gesamten europäischen Internetmarkt und somit theoretisch auch die lokalisierten Angebote der großen nichteuropäischen Internetdienste  wie etwa Google und Facebook. Da diese aber sowohl ihren Firmensitz in den USA haben als auch die technische Infrastruktur dort betreiben, sind die Vorschriften für sie wohl in der Praxis ohne Konsequenzen.

    Ausgenommen von der “ausdrücklichen Zustimmung des Users” sind so genannte Session-Cookies, das sind Cookies, die beim Schließen des Browsers automatisch gelöscht werden, da ihre voreingestellte Lebenszeit dann abläuft.  Darüber hinaus – so die Richtlinie – dürfen Cookies  ohne Zustimmung eingesetzt werden, „soweit sie unbedingt erforderlich sind, damit der Anbieter eines Dienstes der Informationsgesellschaft, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wurde, diesen Dienst zur Verfügung stellen kann”.  Was  hierbei unter “unbedingt erforderlich” zu verstehen ist, kann unterschiedlichst interpretiert werden.

    Die entscheidende Frage lautet aber: Wie soll die “ausdrückliche Zustimmung” des Users zum Setzen eines Cookies in der Praxis eingeholt werden?

    Vorstellbar wäre zum Beispiel, dass ein User bei jedem Aufruf einer Website seine Zustimmung zum Setzen des Cookies durch einen Mouseclick oder das Absenden eines Formulars kundtun muss. Dies würde hinsichtlich der Usability von Angeboten gravierende Folgen haben, die geradezu absurd anmuten.  Trotzdem ist das Szenario kein bloßes Hirngespinst. So wie es jetzt aussieht, wird die Richtlinie in Belgien in ähnlicher Form in die Praxis umgesetzt werden. Hier fordert der Gesetzgeber sogar eine schriftliche (!) Zustimmung des Internetusers, bevor das Cookie geschrieben werden darf.

    Anders sieht es in den großen europäischen Internetmärkten wie etwa Großbritannien, Deutschland und Frankreich aus. Dort haben sich die Interessenvertreter aller betroffenen Parteien in einem langwierigen Prozess darauf geeinigt, dass eine entsprechende Browsereinstellung durch den User, mit der er alle oder einige Cookies akzeptiert, als generelle Einwilligung verstanden werden kann. Das bedeutet: An der Handhabung der Cookies durch die Webseiten und Angebote ändert sich in der Praxis auch nach dem 25.5.2011 nichts Grundlegendes. Deshalb wird die EU-Richtlinie in Deutschland wohl auch keine Änderungen in der nationalen Gesetzgebung nach sich ziehen.

     

     

     

  6. Dialogmarketing 2.0.

    Mrz 25 2011
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    Sehr geehrte Leser und Leserinnen,

    bitte vergessen Sie alles, was mein Kollege Alexander Emmendörfer an dieser Stelle regelmäßig zum Thema E-Mail-Marketing zusammendichtet. Richtig erfolgreiche Konzepte bestehen aus ganz simplen Zutaten, welche ich gerne am Beispiel einer Mail an meine Kollegin Mary Jakob aufführen möchte. Ein besonderer Dank gilt dabei noch der erfolgreichen Spam-Software bzw. der Perfidität des Absenders, sich einem Blacklisting zu entziehen. Zustellung ist also schon mal garantiert, ganz ohne ballastartigen Firlefanz wie Zertifizierung oder dergleichen. Aber nun zum Konzept:

    1. Reine Textmails reichen. Bitte keine html-Wüsten oder Bildergemetzel.

    2. Eine personalisierte Überschrift:

    “Guten Tag,”

    3. Anlassbezogene Kommunikation sollte im Vordergrund stehen:

    “Ich bitten Sie akzeptieren Sie meine Entschuldigung für die Zusendung dieser E-Mail ohne Ihre Zustimmung. Ich glaube, Sie sind eine hoch angesehene Persönlichkeit. Dies ist jedoch nicht zwingend, noch werde ich in irgendeiner Weise zwingen Sie gegen Ihren Willen Ehre, aber ich hoffe, Sie werden lesen und betrachten den Wert I anbieten.”

    4. Ein realistisches Incentive:

    “Mein Name ist Herr Song Lile, ich bin der Credit Officer in Hang Seng Bank, Hong Kong. Ich habe einen geschäftlichen Vorschlag in Höhe von 19,5 Mio. US-zu einem Offshore-Konto mit Ihrem übertragen werden assistace wenn bereit, mit der Einnahme dieses Geschäft zum Erfolg.”

    5. Ein kurzer und prägnanter Call-To-Action:

    “Du kannst mich auf meiner privaten E-Mail-Kontakt: (songlile6@asus.hk) und senden Sie mir folgende Informationen zur Dokumentation Zweck:

    1. Vollständige Namen

    2. Private Rufnummer

    3. Aktuelle Wohnadresse

    Ich freue mich von Ihnen zu hören.”

    Ja, und fertig ist die Laube, würde ich sagen. Song Lile macht es vor, und was der gute Mensch von Hong Kong kann, dass können Sie doch schon lange, oder? Sollten Sie noch Detailfragen haben, steht Ihnen Mr. Lile unter seiner oben genannten Mailadresse Tag und Nacht zur Verfügung. Er interessiert sich übrigens besonders für Viagra, Pulver aus Tigerhoden und Anlagemöglichkeiten in Offshore Windparks.

  7. Und wir wachsen weiter…

    Mrz 23 2011
    Julian Simons

    Julian Simons

    Nach unserer KuZu freuen wir uns, wieder  Erfreuliches vermelden zu können: mediascale ist weiterhin stark auf Wachstumskurs! Im vergangenen Jahr konnten wir das Gross Income gegenüber 2009 von 3.3 Millionen Euro auf 4.8 Millionen Euro und damit um knapp 45 % steigern. Das Billingvolumen stieg im gleichen Zeitraum um knapp 25 Prozent von 48 Millionen auf 59 Millionen Euro. Mehr Umsatz bedeutet natürlich auch mehr Arbeit: Deshalb erweitern wir unsere Mitarbeiterzahl stetig. Letztes Jahr hat mediascale sein Team von 26 auf 31 Personen aufgestockt.

    Treiber der positiven Entwicklung ist vor allem unser eigenes Targetingprodukt NE.R.O. Wir setzen es mittlerweile bei rund 20 Prozent unseres gesamten Kampagnenvolumens ein. Über 500 Kampagnen haben wir in den letzten drei Jahren mit dem Vermarkter übergreifenden Tool bereits geplant und betreut. Sowohl für Branding- als auch für Performancekampagnen nehmen unsere Kunden das umfassende Targeting-Knowhow von mediascale in Anspruch. Zusätzlich konnten wir 2010 mit dem Online Schuhshop mirapodo, der Shopping-Community Limango oder der Hotelkette Leonardo Hotels starke Neukunden gewinnen, die erheblich zu unserer erfolgreichen Performance beitrugen.

    Und die Branchen-Prognosen in den Bereichen Online-Performance-Marketing und Targeting sprechen für sich: mediascale blickt optimistisch in die Zukunft und erwartet auch für dieses Jahr eine positive Entwicklung. Vor allem Targeting hält für uns noch einige Herausforderungen bereit. Beispielsweise wird Bewegtbild-Targeting als Teil der Online-Kampagnen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Deshalb wollen wir in diesem Bereich 2011 das Targeting für Branding-Kunden weiterentwickeln, um die Effizienz der Kampagnen nochmals zu steigern.

    Außerdem planen wir, unser Targeting-Angebot im deutschsprachigen Raum (Schweiz und Österreich) auszubauen, um dort sowohl bereits bestehende Kunden wie Tele2, aber auch neue Kunden direkt oder über die bestehenden Partnerschaften von unserer Kompetenz und Erfahrung zu überzeugen.

    Wir freuen uns auf ein 2011 mit unseren Kunden und Partnern.

     

  8. Darf’s ein bisschen mehr sein?

    Mrz 17 2011
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    Das Tolle an der Gegenwart ist, dass sie im Grunde vorbei ist, sobald der Satz beendet wurde und dabei immer mehr bringt, als wir wollen oder verarbeiten können. Die Zahl der Produkte und Anwendungen steigt zum Teil ja schneller, als fernöstliche Länder wackeln können, und es besteht eine konstante Neigung zum Overload. Ich habe inzwischen sogar das Gefühl, dass manche Anwendungen wie der Google People Finder nur schon mal so auf Verdacht programmiert werden, um ihn im Falle einer Katastrophe in einem zivilisierten Land zum Einsatz zu bringen. Wenn es Google zusammen mit Steve Jobs und der Cloud (Cloud = mein aktueller Favorit zum Unwort des Jahres) schaffen könnten, zukünftig auch noch gleich die Beben vorherzusagen, wäre der Menschheit aber mehr geholfen.

    Stein des Anstoßes zu meinem Beitrag war jedoch eigentlich der Bericht einer jungen Dame in der amerikanischen Fachpropaganda zum Thema Location-based Services (LBS) und im Besonderen zu QR-Codes. Falls Sie die nicht kennen: Das sind diese zweidimensionalen Pixelgewitter-Strichcodes (siehe unten).

    QR-Code

    Ich gebe den Text kurz in eigenen Worten wieder: Auf der SXSW (einer Mischung aus Cannes, Rock am Ring, dmexco und digitalem Flohmarkt) hat man es inzwischen geschafft, selbst den Kaffeebecher und das Klopapier mit QR-Codes zu versehen, und das ist nicht nur toll, sondern auch die Zukunft. Ich finde differenzierte Berichte ja immer klasse, möchte aber vielleicht anmerken, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. LBSs  werden mit Sicherheit an Bedeutung gewinnen und das zu Recht. QR-Codes werden eine immer wichtigere Rolle spielen, und auch hier brauche ich nicht lange nachzudenken, um herauszufinden, dass sie ihren berechtigten Platz in einer digitalen Gesellschaft haben. Gerade zum Interaktivieren von Print- oder Plakatanzeigen scheint mir der Code ein geeignetes Mittel, da das iPad ja noch nicht in jedem Haushalt auf dem Wohnzimmertisch liegt.

    Ob ich aber mehr Infos über den Bodensee-Kaffee haben möchte, welchen ich gerade lustlos schlürfe oder über den Inhalt der Tüte Chips, die ich gerade mampfe, wage ich zu bezweifeln. Oder haben Sie schon mal die Info-Hotline von Funny Frisch „Ungarisch“ angerufen bzw. den Dentagard-Notruf betätigt? Eben, neben viel Nützlichem wird uns auch wieder einmal viel Quatsch erwarten. Es ist dabei anzunehmen, dass ein dosierter Einsatz – wenn man also wirklich was zu erzählen hat – einen weiter bringen wird, als den Rohrschachtest für Mobile-Kameras auf allem zu platzieren, was sich bei Drei nicht das Klo herunter spülen lässt. Daneben gibt es auch noch ein Problem, dass hier nicht berücksichtigt wird: Klar können QR-Codes die direkte Response erhöhen. Im Gegensatz zu URLs kann sie sich außer Autisten aber keiner merken, und deswegen sollte man sich schon fragen, ob sie die URLs ersetzen oder nicht besser ergänzen sollen.

  9. Affiliate-Marketing in neuer Qualität

    Mrz 15 2011

    Taskin Erdem

    Bisher kennen Sie mediascale als Performance-Experten, die besonders den Vertriebserfolg ihrer Kunden im Auge haben. Deshalb integrieren wir für einige unserer Kunden seit einiger Zeit Affiliate-Marketing als Teilbereich des gesamten Online-Marketing-Mixes in die Kampagnen, um die maximale Effizienz zu erreichen.

    Was bisher vereinzelt zum Einsatz kam,  bekommt jetzt einen eigenen Bereich und ein eigenes Gesicht: Mich. Mein Name ist Taskin Erdem, ich leite ab sofort den neuen Bereich Search und Affiliate bei mediascale und widme mich diesen Themen auch in unserem Agenturblog. Den Markt für Suchmaschinen- und Affiliate Marketing  kenne ich seit  Jahren aus meinen verschiedenen Tätigkeiten für nationale und internationale Kunden bei bigmouthmedia und bei Plan.Net.

    Was macht mediascale bei Online-Partnerprogrammen anders als andere?  Wir setzen Affiliate-Marketing vor allem gezielt zur kostengünstigen Leadgenerierung und zur strategischen Kampagnenverlägnerung ein. Wir achten in unseren Programmen und Kampagnen sehr genau darauf, dass dem Kunden nur gewünschter Traffic aus produktaffinen Umfeldern ausgeliefert wird. Insbesondere der Abgleich mit einzelnen Performancekanälen wie Suchmaschinenmarketing, Displaywerbung, Retargeting und E-Dialog spielt dabei eine wichtige Rolle. Verwendet ein Advertiser andere Kanäle des Online-Marketings, ist es umso wichtiger, den Bereich Affiliate ebenfalls  in die Gesamtstrategie einzubinden und gesamtheitlich zu betreuen. Nur wenn alle Kanäle richtig gemessen, budgetiert,  gesteuert und gebündelt werden, ist der größtmögliche Erfolg erreichbar. Kurz gesagt: Wir bringen eine neue Qualität ins Affiliate Marketing.

    Über unsere agentureigenen Tools, die automatisch dynamische und für das Userprofil passende Werbemittel generieren, können wir die Kampagnenleistung weiter steigern. Und beim Erstellen und Optimieren der dynamischen visuellen Werbemittel profitieren wir von unserer marktweit einzigartigen Erfahrung im Rahmen unzähliger Performance-Kampagnen.

    Ein Beispiel wie wir in der Kreation für mirapodo optimal passende Werbemittel über ein dynamisches Bannertool entwickelt haben, finden Sie hier.

  10. Wann kommt 42?

    Mrz 10 2011
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    Wer sich mit eher obskurer Literatur eines Terry Pratchett oder eines Douglas Adams beschäftigt hat, weiß: Die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem großen Ganzen lautet schlicht und einfach 42.

    So einfach diese Antwort ist, so schwierig gestaltet sich außerhalb surrealer Scheibenwelten die Antwort auf die Frage: Was ist ein Onlineformat wert verglichen mit einem TV-Spot diverser Längen? Um diese nicht ganz unwesentliche Problemstellung zu beantworten, haben unsere geschätzten Marktpartner eine Vielzahl von Studien aufgelegt, die letzten Endes nur eines zeigen: Heraus kommt die für den Studieninitiator bequemste Wahrheit. Deshalb ist man – angesichts divergierender Ergebnisse – darauf angewiesen, sich eine subjektive Meinung zu bilden.

    Also, Spot an: Starten wir mal beim PreRollAd. Hier herrscht weitestgehend Einigkeit, dass es einem 30sekündigen TV-Spot das Wasser reicht. Sowohl eher contentgetriebene Publisher als auch TV-Häuser/Vermarkter kommen hier zu einer größtenteils einheitlichen Bewertung. Trotz dieser ungeahnten Allianz stellt sich mir die Frage: Kann es überhaupt sein, dass ein exklusiver Spot im Web, dem 100 Prozent Aufmerksamkeit gilt und der durchschnittlich 75 bis 90 Prozent Abspielzeit aufweist, gleichwertig ist mit einem non-exklusiven Spot im TV-Werbeblock, der doch den ein oder anderen in die Küche oder die Bedürfnisverrichtungsanstalt treibt? Ich bezweifle es! Klar, man kann als Gegenargument anführen, dass ein PreRoll häufig nicht in Vollbildformat gesehen wird und selten 20 Sekunden überschreitet. Aber reicht das aus, um die aufgezeigten Vorteile zu nivellieren? Meiner Meinung nach spricht viel mehr dafür, dass das Pendant zum TV-Spot im Block ein MidRollAd ist. Ein einzeln positioniertes PreRoll aber müsste in seiner Wirkung TV plus X entsprechen.

    Divergierende Studienmeinungen gibt es dann vor allem im Bereich der LogoutAds. Während die eine Erhebung von einer 1:1 Umrechnung ausgeht (also: Die Wirkung eines LogoutAds entspricht der eines TV-Spots), bescheinigen andere Studienmacher eher eine 1:4 (IP Deutschland) oder gar eine 1:8-Situation (acht LogoutAds bewirken das gleiche wie ein TV-Spot). Ich vermag es selber hier nicht abschließend einzuordnen, gehe aber weder vom einen noch vom anderen aus, zumal weil bei der zum Teil doch sehr kurzen Verweildauer die Kreation eine tragende Rolle spielt. Sicher ist: Wer Marke und Produkt nicht gleich zum Einstieg nennt, vergibt die Chance eines wertigen Kontaktes. Da hilft weder gutes Targeting noch große Bühne.

    Bei Standard-Werbeformaten ist man sich überwiegend einig, dass sich die Wertigkeit im Vergleich zu TV irgendwo im Bereich 1:8 bewegt: Also ein TV-Spot achtmal wirksamer ist als Bewegtbild im Banner. Wobei hier noch durchaus in einzelne Formate unterschieden werden muss. Das Format Medium Rectangle dürfte mit seiner eher zentrierten Position und der Möglichkeit ganzflächig zu streamen einen deutlichen Uplift im Vergleich zu Skyscrapern und Bannern haben und wohl ein Verhältnis von 1:4 bis 1:5 aufweisen.

    Homepage-Inszenierungen zu guter Letzt werden auch gerne die Wirkungskraft eines herkömmlich TV-Spots zugestanden. Die doch sehr großen Unterschiede bei der Umsetzung erschweren aber das einheitliche Bewerten. Hier erwarte ich einen fantastischen Studienkrieg, wenn sich einzelne Vermarkter im Nachweis der höchsten Effizienz des jeweils eigenen Produktes duellieren.

    Für das Medium Online wäre es bei alledem insgesamt aber am zuträglichsten, eine unabhängige Aussage darüber zu erhalten, wie es um die Wirkungen einzelner Formate tatsächlich bestellt ist. Am besten gleich auf diverse Branchen bezogen. Denn nur dann kann sich das Netz gegenüber anderen Medien emanzipieren. Und wir können Marketingentscheidern auch an kritischen Tagen ein rundum sicheres Gefühl vermitteln. Bis dahin regiert der Spekulant und das gute alte Bauchgefühl, welches im schlimmsten Fall eine Magenverstimmung sein kann.

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