mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. Und schon wieder Neues von Facebook

    Jun 14 2012

    Agnes Ley

    Mein letzter Blogartikel zu Facebook ist noch gar nicht lange her, und schon ist alles wieder veraltet. Ich bin mir sicher, dass auch die Infos, die ich hier und heute als News schreibe, in wenigen Tagen nicht mehr up to date sind – aber nichts desto weniger sind die aktuellen Änderungen es durchaus wert, einen Blick darauf zu werfen:

    1. Handlungen:

    Bei den Reports von Like-Ads, Sponsored Stories und Page Post Anzeigen gibt es seit neuestem auch „Handlungen“ als Wert, der ausgewiesen wird. Dieser Wert ist nicht gleichzusetzen mit Fans. Aber die Anzahl, der über die Anzeige generierten Fans, ist ein Teil der Handlungen. Darüber hinaus werden noch folgende Parameter mit in die Handlungen rein gerechnet: Seitenbeitrag Gefällt mir, Geteilte Seitenbeiträge und Kommentare zu Seitenbeiträgen. Die Summe dieser vier Aktionen wird dann als “Handlungen” ausgewiesen. Ob man diese neue Kennzahl nun wirklich für die Bewertung einer Ad heranziehen möchte, halte ich für fragwürdig. Wobei es sicherlich auf die Zielsetzung der Kampagne ankommt. Wenn mir eine Beschäftigung mit den Inhalten, ein Kommentieren etc. genauso wichtig ist wie ein Fan, dann kann man Handlungen heranziehen – aber man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es sich nicht um Unique Handlungen handelt. Wird also ein und derselbe User Fan und kommentiert gleichzeitig, so verursacht er zwei Handlungen.

    2. Buchung von Anzeigen im Newsfeed:

    Im letzten Blogartikel gings noch nicht – aber jetzt funktionierts: Man kann Ads direkt im Newsfeed einbuchen. Die Funktion ist aktuell noch nicht über das normale AdTool von Facebook buchbar, aber man kann sich z.B. mit dem Facebook Power Editor behelfen.

    Facebook Power Editor

    Wie das Bild schon zeigt, lässt sich auswählen, ob man die Ad auch bzw. nur in der mobilen Version aussteuern will. Nach wie vor aktuell ist aber, dass diese Buchungsoption nur bei Sponsored Stories möglich ist. Das Buchen dieser Ad unterliegt dem normalen Bidding-Mechanismus und ist auf CPC-Basis möglich - allerdings empfiehlt Facebook, das Bidding höher als gewöhnlich anzusetzen, wenn man ausschließlich auf diese Position bietet und nur dort ausgeliefert werden möchte. Stellt man so eine Anzeige im Power Editor ein, bekommt man immer eine Bidding-Empfehlung vom Tool. Aktuell ist es so, dass sich das vorgeschlagene Bidding nicht ändert, wenn man die Option der Anzeige im Newsfeed aktiviert. Wie sich die Ergebnisse in der Realität gestalten, bleibt abzuwarten.

    3. Promoted Posts:

    Hierbei handelt es sich um ein neues Produkt, das es aktuell wohl nur in den USA gibt und in Deutschland noch nicht gebucht werden kann. Normalerweise setzte man einen neuen Post im Profil ab und kann nicht weiter beeinflussen, wie viele der mit dem Profil befreundeten User diesen Post auch wirklich sehen. Der Promoted Post hilft, die Reichweite des Posts innerhalb der eigenen Fans in einem Zeitraum von drei Tagen durch Bezahlung auszudehnen, also eine klassiche Nettoreichweitenoptimierung. Darüber hinaus kann man auch die Freunde von Fans erreichen. Promoted Posts erscheinen für die Fans als Sponsored Story im Newsfeed. Beschäftigt sich ein Fan nun durch Kommentieren, Teilen etc. mit dem Post, so sehen dies auch seine Freunde. Wie viel Reichweite man genau haben möchte, kann über das Budget gesteuert werden.

    Promoted Post: Steuerung über Budget

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Und so sieht ein Promoted Post dann aus – identisch zu einer Sponsored Story:

    Promoted Post

    Promoted Post

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Sinn macht so ein Promoted Post sicherlich für alle Profile, die genau wissen, dass sie mit ihren Fans guten Umsatz machen und für die es eine Bereicherung ist, dass möglichst viele der bereits generierten Fans den Post lesen. Diese Werbeform hilft nur sehr bedingt, neue Fans zu generieren und unbekannte User auf die Angebote aufmerksam zu machen. Mal sehen, wann diese Werbeform auch in Deutschland buchbar sein wird.

    Die neuesten Meldungen heute Morgen besagen übrigens, dass Facebook nun auch ins Real Time Bidding einsteigen will. Ich bin mir sicher: Alles bleibt anders, und es gibt bestimmt bald wieder News von mir an dieser Stelle :-)

  2. Rückblick auf die d3con in Hamburg

    Mai 04 2012

    Der Blick auf Hamburg war grandios, die Diskussion mit den Kollegen interessant. “RTB ist nicht Mediaplanung” hieß das Motto für die Agenturrunde auf der d3con, der Data Driven Display Advertising Conference am 30. März. Inhaltlich ging es um Fragen wie beispielsweise: Wie verändern sich Agenturangebote und Geschäftsmodelle? Welcher Nutzen entsteht für Werbekunden? Welche Rolle spielt künftig Einkaufsmacht? Jens Jokschat, Gründer und CEO von d3media AG, moderierte die Runde mit den Kollegen Dr. Bobby Mayer-Uellner (Xaxis), Erik Siekmann (Digital Forward), Kolja Brosche (Cadreon/Universal McCann), Tanzil Bukhari (Google/Doubleclick AdExchange) und mir.

    Dankenswerterweise hat Veranstalter Thomas Promny die Debatte auch in bewegten Bildern dokumentiert. Vielleicht lohnt ein Blick für Unternehmen, die wissen wollen wie sich Agenturen und große Player auf die Zukunft der Onlinewerbung einstellen (auch wenn das Video mehr als 33 Minuten lang ist und die Diskussion auf Englisch geführt wird).

    mediascale vertritt übrigens die Position, dass nicht die Einkaufsmacht allein entscheiden wird. Wir glauben, dass es beim Real Time Bidding (aber nicht nur da) die vorhandene Reichweite so mit relevanten Daten zu kombinieren gilt, dass für den Advertiser ein klarer Mehrwert besteht. Aber sehen Sie selbst:

  3. Und was bitte sind Inline-Fans?

    Apr 10 2012

    Agnes Ley

    Heute ist mein Thema mal wieder Facebook. Vermehrt sieht man bei Facebook die sogenannten Page Post Ads. Wie diese funktionieren, ist schnell erklärt: Im Profil wird ein Post erstellt. Dieser Post wird zum Gegenstand der Anzeige und kann nun an Fans genauso wie an Nicht-Fans des Profils ausgesteuert werden. Dabei ist zu beachten, dass die Anzeige für Fans anders aussieht als für Nicht-Fans. Den Usern, die noch kein Fan der Seite sind, wird als Interaktionsmöglichkeit der Fan-Button eingeblendet. User, die aber bereits Fan sind, können den Post in der Anzeige teilen oder ihn kommentieren.

    So weit, so gut. Für uns ist nun immer wichtig zu wissen: Funktioniert eine Kampagne, und wie gut funktioniert sie? Und hier haben mir die Page Post Ads in letzter Zeit etwas Bauchschmerzen bereitet. Denn wie bewertet man diese Anzeigen sinnvoll? Nehme ich die Anzahl der generierten Fans und daraus resultierend vor allem den Cost per Fan (CPF), fährt man nach unseren Erfahrungen besser, wenn man direkt eine Like-Ad zur Fan-Generierung schaltet.

    Will ich bereits bestehende Fans ansprechen, muss ich die unterschiedlichen Kontakte irgendwie berücksichtigen. Ein User klickt die Ad und landet auf dem Profil, um den gesamten Post zu lesen. Ein anderer User teilt den Post, und der dritte kommentiert ihn. Wie kann ich diese unterschiedlichen Kontakte bewerten und vergleichen? Sollte man die Personen, die darüber sprechen, einfach als zusätzliche Leistung hinnehmen, da Teilen, Liken und Kommentieren ja auch gleichzeitig von ein und demselben User verursacht werden kann? Oder ist vielleicht sogar Kommentieren viel mehr wert?

    Page Post Ad für Fans

    Schlussendlich kann man aus meiner Sicht die Frage nur beantworten, wenn man die Ad mit einer ganz klaren Zielsetzung geschaltet hat. Will ich Fans generieren, darf ich nur an Nicht-Fans ausliefern und muss nach dem Cost per Fan bewerten – dann rate ich aber dazu, parallel eine Like-Kampagne zu testen und die beiden Kampagnen gegeneinander nach dem CPF zu optimieren. Will ich meine bestehenden Fans dazu bringen, sich stärker mit meinen Posts, meinem Profil und schlussendlich der Marke zu beschäftigen, dann liefere ich eben nur an die Fans aus und sollte jede Aktivität als positiv werten. Dafür lässt sich ein Cost per Engagement berechnen, indem man die Summe der Aktionen – egal ob Teilen, Kommentieren oder Klicken – der Summe der Kosten gegenüber stellt. Dieser Wert hilft mir zumindest, die Page Post Ads unterschiedlicher Kampagnen miteinander zu vergleichen. Gegenüber anderen Ads ist der Vergleich damit natürlich nicht möglich.

    Page Post Ad für Nicht-Fans

    Nie außer Acht lassen sollte man natürlich die Basics: Wie hoch ist der CPC im Facebook Bidding, damit die Ad ausgeliefert wird? Und damit verbunden: Komme ich mit einem Standard Ad oder einem Like-Ad vielleicht günstiger ans Ziel?

    Wer sich bis hierher durch das Facebook-Kauderwelsch durchgequält hat, dem sei nun auch noch die Auflösung meiner eingangs gestellen Frage gegönnt: Was sind eigentlich Inline-Fans? Inline-Fans sind Fans, die direkt durch den Klick auf “Gefällt mir” in einer Page Post Anzeige Fan geworden sind. Darüber hinaus kann ein Page Post Ad auch “normale” Fans generieren, wenn der User erst auf den Post klickt, dadurch auf das Profil verlinkt wird und dort entscheidet, Fan zu werden. Und damit schließt sich ein Kapitel der Serie “unnützes Wissen”. :-)

  4. Ad Verification – was ist das, und was umfasst es?

    Apr 04 2012
    Tobias Wegmann

    Tobias Wegmann

    In unserer an Buzzwords nicht gerade armen Branche ist es eines der neueren, wenn auch jenseits des Atlantiks schon eine ganze Weile in Gebrauch: Ad Verification. Was verbirgt sich dahinter? Ursprünglich handelte es sich um eine relativ eng definierte Dienstleistung, die daraus entstand, dass auf dem amerikanischen Onlinemarkt traditionell ein beträchtlicher Anteil der Kampagnen über Adnetworks – also Zweit- oder Drittverwerter von Reichweiten – gebucht wird. Da so keine direkte Beziehung zum Publisher mehr besteht, der mit seiner Reputation für die Qualität seines Umfeldes einstehen muss, und viele dieser Buchungen zudem blind, also ohne Nennung aller infrage kommenden Websiten, erfolgten, entstand ein Marktumfeld für eine neue Art von technischen Dienstleistern.

    Diese spezialisierten sich darauf, mit verschiedenen Methoden (Referrerprüfung, Webcrawler, manuellem “Nachsurfen” von Kampagnen) zu überwachen, ob die Banner in einem Contentumfeld erscheinen, das als  “brandsafe” gilt, also dem Image einer Marke nicht abträglich ist. Auf dem deutschen Markt führen entsprechende Dienstleister bisher ein Schattendasein, da aufgrund der Unterschiede in der Marktstruktur Banner z.B. auf  Pornoseiten seltene und sofort nachhaltig beseitigte Ausrutscher blieben. Auch in den USA sind die entsprechenden Unternehmen nicht unumstritten, unterstellt man ihnen doch, nicht immer nur die Interessen neutraler Messdienstleister zu verfolgen.

    Allerdings wird auch hierzulande aus mehreren Gründen der Ruf nach einer stärkeren Kontrolle und Nachprüfbarkeit der Werbeleistung immer lauter vernehmbar. Zum einen geben immer mehr Markenartikler verstärkt Geld für Onlinekampagnen aus und fühlen sich mit den für die eCommerce-Etats erprobten Leistungswerten (Order, Cost per Order) nicht recht wohl. Schließlich verkaufen sie meist nichts über das Web. Zum anderen führt allmähliche Zunahme von automatisierten Handelsprozessen über RTB-Plattformen oder Ad-Exchanges zur Notwendigkeit, auch in Deutschland Kontrollmechanismen einzuführen, die Skandale wie den hier geschilderten verhindern helfen.

    Unter Ad Verification verstehen wir deshalb heute mehr als nur eine Prüfung des redaktionellen Werbeumfelds, es muss hier ein ganzes Bündel von Maßnahmen bedacht werden. Im einzelnen enthält das Framework folgende Bausteine:

    An- und Auslieferung: Wird die Kampagne tatsächlich ausgeliefert? Wird sie im richtigen Zeitraum ausgeliefert?

    Sichtbarkeit: Wird der Banner mit der erwarteten bzw. gebuchten Sichtbarkeit auf dem Bildschirm ausgeliefert?

    Seitenkontext: Ist das Umfeld brandsafe? Entspricht das Contentumfeld der Buchung?

    Konkurrenzausschluss: Wird ein gebuchter Ausschluss für Konkurrenzmarken beachtet?

    Geo-Targeting: Läuft die Kampagne in den gebuchten Regionen?

    Targeting: Wird das gebuchte Targeting auf die Kampagne angewendet?

    Frequency Cap: Stimmt die gebuchte Kontaktdosis?

    Dieses komplexe Leistungsbild kann natürlich kein einzelner Dienstleister und keine Wundersoftware alleine komplett abbilden. Auch ist es unrealistisch, dass jeder oben genannte Parameter in jeder Kampagne über die gesamte Fläche komplett nachgemessen werden könnte. Vielmehr geht es darum, dass die Agentur dem Kunden hilft, das optimale Framework aus Planungs- und Buchungsqualität, Adserver, Trackingsoftware, externen Daten und eventuell weiteren Dienstleistungen zusammen zu stellen.

  5. Die wollen ja nur spielen….

    Mrz 29 2012

    Taskin Erdem

    …würde ich scherzhaft zu jemandem sagen, wenn ich ein Gespräch über Google Play angehen möchte. Vielleicht ist einigen die neue Schaltfläche von Google in der Hauptnavigation aufgefallen, die auf ein “neues” altes Produkt aus dem Hause Google hinweist. Man beachte, dass in der Reihenfolge der von Google angeordneten Services nun nach der (Web-)Suche, der Bilder(-Suche) und Maps (lokale Suche) der neue Reiter Play noch vor YouTube, News, Mail, etc. erscheint. Damit ist eigentlich schon klar, dass es sich hierbei um eine ernstzunehmende Geschichte handelt.

    Was hat es damit auf sich? Es geht nicht um Google Games, es geht auch nicht ums Google Online Casino, es ist auch nicht der Play Button für Videos, und man kann auch keine Playstation direkt in den Warenkorb legen. Nein, das alles ist es nicht, sondern Google Play ist schlicht der Zugang zum Android Market – also das Google iTunes oder iCloud, wenn man so will.  An dieser Stelle stellt sich natürlich die Frage: Warum heißt das Ding “Play”?

    Aus meiner Sicht ist das Wort “Play” nicht als “spielen” zu verstehen, sondern eher als “abspielen”. Es ist aber damit nicht nur das Abspielen von Videos gemeint, sondern vor allem auch die Aktivierung diverser Unterhaltungsmedien wie allgemeine Apps, Bücher, Musik, Filme und Spiele, die wie über iTunes bei Apple – kostenlos oder kostenpflichtig – runtergeladen werden können. Es geht also um einen geräteübergreifenden Zugang zu sämtlichen Produkten aus dem Android Market. In diesem Zuge wird auch die Market App kurzerhand in die Google Play App umgewandelt.

    Es war abzusehen, dass Google seine Bemühungen auf dem mobilen Markt immer weiter ausbaut und möglichst schnell den noch existierenden Vorsprung von Konkurrent Apple einholen will. Was liegt da näher, als ihren “besten Mann” ins Rennen zu schicken – die Suche? Ich hatte ja schon in meinem letzten Beitrag “Was macht eigentlich Google…” darüber berichtet, dass Google längst erkannt hat, dass sie jetzt schon für die Zukunft vorbauen müssen, um sich die Gewinne aus dem Mobile Market (derzeit Smartphones und Tablets) zu sichern.

    Kleiner Dämpfer für den deutschsprachigen Raum: Deutschland und Österreich sind (noch) außen vor bei Play. Der volle Umfang der Neuerungen betrifft nur die USA – denn Musik, eBooks und Filme sind in Europa vorerst schlichtweg nicht verfügbar. “We’re sorry, the document you requested is not available in your country.” So heißt es auf der Google+ Magazin Seite. Wir hoffen mal für die User und Interessenten, dass es sich um einen nur vorläufigen Stand handelt.

    Fazit: Apple war mal wieder Vorreiter und hält den Standard immer noch alleine durch seine Endgeräte sehr hoch. Ob aber iTunes und der App Store langfristig gegen diese Offensive von Google und deren immenses Wissen, Daten an allen Orten der Welt verfügbar zu machen, ankommt, ist abzuwarten. Mögen die Spielchen weitergehen…

     

  6. Stetig ist nur der Wandel

    Mrz 15 2012

    Agnes Ley

    Anfang des Jahres haben sich die Facebook Werbeanzeigen auf Grund der neu eingeführten Timeline-Darstellung etwas verändert. Seither tut sich gefühlt wöchentlich etwas bei den Facebook Ads. Auch auf die Gefahr hin, dass mein Artikel nächste Woche schon wieder veraltet ist, ist es an der Zeit, mal wieder ein Update zu geben.

    Die wohl wichtigste Änderung betrifft alle Facebook Ads und ist für den 1. April angekündigt: Dann wird das Zeichenlimit des Bodytextes von aktuell 135 Zeichen auf 90 Zeichen gekürzt. Bei der Formulierung muss man sich zukünftig also deutlich kürzer fassen. Darüber hinaus gibt es in beiden Bereichen – Premium und Marketplace Ads – Änderungen:

    Bei den Premium Ads hat sich einiges getan. Hier ist das Angebot an Ads deutlich übersichtlicher geworden, die meisten gibt es nämlich schlicht nicht mehr. Gestrichen und nicht mehr buchbar sind die Formate Premium Like, Premium Event, Video Comment und Premium Poll. Weiterhin verfügbar sind Premium Standard Ad Formate mit externer Verlinkung.

    alte Premium Ads

    Neu eingeführt wird das Premium Upgrade. Dabei handelt es sich um ein vergrößertes Format, das eine bessere Performance von Anzeigen ermöglichen soll, die auf Seitenbeiträgen basieren. Es muss also zuerst ein Post bzw. Beitrag auf dem Profil erfolgen, der dann in der Ad aufgegriffen werden kann. Je nachdem, was im Post inhaltlich genannt wird, kann das Ad entsprechend als Format dafür genutzt werden, u.a. zur Einbindung von Fotos, Videos, Umfragen, Events, Links.

    neue Premium Ads

    Als neue Platzierung hat Facebook ein Logout Ad avisiert, das es aktuell in Deutschland noch nicht gibt. Klar ist aber, dass diese ebenfalls nur als Premium Ad, eventuell sogar nur im Rahmen eines größeren Packages buchbar sein wird.

    Logout

     

    Die Marketplace-Anzeigen existieren weiterhin unverändert und sind nach wie vor durch die Abrechnung auf CPC-Basis die kosteneffizienteste Möglichkeit, auf Facebook zu werben.

    Vielleicht hat ja der ein oder andere auf noch eine Alternative zu Groupon, DailyDeal & Co. gewartet? Als Weiterentwicklung der sogenannten Facebook Deals gibt es seit kurzem die „Facebook Angebote“. Sie sind im Besonderen für Einzelhandels- und Restaurant-Kunden zu empfehlen, die aktuelle Angebote und Deals über Anzeigen verbreiten möchten. Nach der Freischaltung können Angaben zu den Angebotdetails, Laufzeiten und AGB’s veröffentlicht und den Fans angezeigt werden. Mit gesponserten Meldungen, um Freunde von Fans zu erreichen, und mit Werbeanzeigen, um unverbundene Nutzer zu erreichen, lässt sich das Angebot verbreiten.

    Facebook Angebote

    Ein spannendes Konzept könnte der Facebook Reach Generator werden – ein neues Tool, um vorhandene Fans besser zu erreichen und mehr Fans zu generieren. Die Anwendung hilft, die Reichweite ausgehend von den Fans, über deren Freunde auf die Facebook Population auszudehnen. Erhältlich ist der Reach Generator für eine Mindest-Laufzeit von drei Monaten und wird auf Basis Cost per Fan (CPF) abgerechnet. Leider fehlen dazu derzeit noch konkrete Angaben, welche Maßnahmen ergriffen werden, um mehr Fans zu generieren und wie hoch der CPF liegt. Klar ist jedoch: Teilnehmen können nur Brandpages, die bereits mehr als 500.000 Fans haben und ihr Profil mindestens mit 4-9 neuen Page-Posts pro Woche pflegen.

    Doch stetig bleibt nur der Wandel, daher bin ich sicher, bald mehr Neuerungen und Änderungen zum Besten geben zu können – und vielleicht gibt es dann auch schon mehr Details zum Reach Generator.

  7. Targeting: Zielgruppen neu definieren

    Mrz 06 2012
    Nadine Schollmeier

    Vor drei Jahren bin ich aus der „klassischen“ Onlineplanung zu mediascale in den Bereich Targeting gewechselt. Seitdem hat sich viel getan, aber noch nie war das Thema so spannend und abwechslungsreich wie in den letzten Monaten. Einerseits ergeben sich aus der Weiterentwicklung unseres Targetingtools NE.R.O immer neue Einsatzbereiche, andererseits entsteht im Moment ein völlig neuer Blickwinkel auf das Thema Zielgruppe. Vor allem, wenn es um die Definition von Zielgruppen geht. Unternehmen und Marken merken, dass sie mit soziodemografischen oder milieuspezifischen Schubladen nicht mehr weiterkommen.

    Deshalb setzen immer mehr Kunden mit uns Workshops auf, um ihre jeweilige Zielgruppe neu zu beleuchten und gegebenenfalls anders oder in weitere Untergruppen zu segmentieren. Im ersten Moment klingt das nicht besonders innovativ. Allerdings werden beim Beschreiben der Menschen und ihrer Motivationen und Bedürfnisse jetzt vielfach auch Parameter abseits bekannter Modelle wie den Sinus Milieus zu Rate gezogen. Die Parameter, die einer Clusterung zu Grunde liegen, sind sehr vielfältig und oftmals sehr kundenspezifisch. Sie reichen von Persönlichkeitsmerkmalen und Einstellungen über Markenaffinitäten bis hin zu Matrixkonzepten aus Alter und der emotionalen Nähe zu Themen wie beispielsweise der Musik. Auch das Erheben der notwendigen Daten, die für die Analyse herangezogen werden, variiert stark. Während manche Unternehmen auf Umfragen setzen, greifen andere auf interne Wissenspools – wie die eigenen Verkäufer aus dem stationären Handel – zurück. Die Ergebnisse unterscheiden sich sicherlich in der Tiefe der betrachteten Parameter, jedoch haben sie eine große Gemeinsamkeit: Es entstehen kundenspezifische Zielgruppenbeschreibungen, die oftmals die direkte mediale Abbildbarkeit außer Acht lassen, dafür aber mit Merkmalen angereichert sind, die die Bedürfnisstruktur und damit oftmals die Kaufmotive deutlich besser ausleuchten, als dies bisher der Fall war.

    In der Targetingplanung entstehen so weitere sehr vielfältige Ansatzmöglichkeiten. Für uns besteht die Anforderung darin, diese Zielgruppen in unserem Tool abbildbar zu machen oder, in gewissen Teilbereichen, adäquate Übersetzungen zu finden. Bisherige weit verbreitete Kriterien wie Geschlecht, Alter oder Haushaltsnettoeinkommen rücken in den Hintergrund. Oder sie dienen nur noch der äußeren Begrenzung einer Gesamtzielgruppe, während sich innerhalb dieser eine Vielzahl von weiteren Teilzielgruppen mit ihren ganz spezifischen Wünschen tummeln. Neben den erforderlichen Werbemitteln, die inhaltlich die Bedürfnisstruktur aufgreifen, muss sich auch die Aussteuerungslogik einem Feintuning unterwerfen. Denkbar wäre hier beispielsweise ein  Frequency Capping auf Zielgruppenebene, nicht mehr wie bisher kampagnenübergreifend.

    Also, jede Menge Herausforderungen, die wir in den kommenden Monaten gerne annehmen.

    Nadine Schollmeier, Teamleiterin Tools & Services bei mediascale

  8. Sunny Cars fährt mit mediascale

    Feb 29 2012
    Julian Simons

    Julian Simons

    Wir freuen uns über einen neuen Kunden im neuen Jahr: Seit Januar plant und optimiert mediascale für Sunny Cars, einen der größten Mietwagenvermittler in Europa. Die Online-Kampagne läuft in zwei Phasen bis Ende März 2012 und verfolgt zwei Ziele: Sie soll zum einen über Displaywerbung Neukunden generieren, zum anderen über Re-Targeting bereits bestehende Kunden von Sunny Cars noch individueller ansprechen. Unser bewährter Partner, die Augsburger Agentur NFQ, hat die unterschiedlichen Werbemotive für Sunny Cars entworfen. Sie sind unter anderem auf reichweitenstarken Portalen der Vermarkter Tomorrow Focus und Ströer Interactive, auf verschiedenen Webseiten des Reiseverlags MairDuMont (z.B. DuMontReise.de, Neckermann-Reisen.de, thomascook.de oder urlaub.de) sowie auf swoodoo.de zu sehen.

    Für das Re-Targeting setzen wir unser agentureigenes Tool NE.R.O. ein. Das System erfasst in Verbindung mit dem Dynamic Banner Tool (in Zusammenarbeit mit NFQ), für welche Angebote und Aktionen sich der Kunde im Vorfeld interessiert hat. Darauf zeigt es ihm gezielt ein entsprechend gestaltetes Werbemittel an.

    Auf www.swoodoo.de erhalten potentiellen Neukunden beispielsweise über ein sogenanntes Destination Targeting verschiedene Motive eingeblendet. Sucht jemand auf dem Vergleichsportal etwa Flüge nach Mallorca oder Ibiza, werden ihm die neusten Mietwagenangebote von Sunny Cars in Spanien angezeigt. So ist für jeden Nutzer der richtige Wagen dabei.

  9. Social Advertising auch bei Google Plus?

    Feb 16 2012

    Agnes Ley

    Über die möglichen Werbeformen bei Facebook habe ich an dieser Stelle bereits mehrfach berichtet. Nun ist die Frage: Was ist eigentlich bei Google+ möglich? Für Unternehmen ist Google+ als Werbeplattform noch nicht nutzbar. Analog zu Facebook können jedoch Profile von Marken, Unternehmen und Künstlern angelegt werden. Bis dato gibt es aber keine Möglichkeit, Profil-Follower über Werbekampagnen zu gewinnen.

    Die einzige Form der werblichen Nutzung ist aktuell eine soziale Erweiterung von Google AdWords- oder Google Display Netzwerk-Kampagnen. Diese Erweiterung erreicht nur Nutzer, die selbst bei einem Google-Dienst eingeloggt sind. Gibt ein eingeloggter User dann bei Google eine Suchanfrage ein, so erhält er in den Anzeigen die Zusatzinfos (siehe Abbildung 1).

    Abbildung 1

    Neben der direkten Möglichkeit, eine „+1“-Bewertung abzugeben, sieht man unten auf der Anzeige auch, wie viele User aus den eigenen Circlen schon Beiträge des Profils „gepluseinst“ haben.

    Die sonstige Funktionalität der Google AdWords-Anzeige bleibt unverändert und verlinkt auf die gewählte Landingpage des Kunden. Abbildung 2 zeigt die Darstellung der sozialen Erweiterung bei Kampagnen des Google Display Netzwerks (GDN).

    Abbildung 2

    Will man als Werbekunde die soziale Erweiterung nutzen, so muss man vorab das Google+ Profil mit der jeweiligen Website verifizieren. Dazu muss auf der Kundenwebsite ein Metatag integriert werden, der den Nachweis gewährleisten soll, dass ein Berechtigter die Verifizierung vorgenommen hat. Danach wird die soziale Erweiterung automatisch bei allen AdWords- oder GDN- Kampagnen angezeigt.

    Unterdrücken kann man die soziale Erweiterung bei Google Display Netzwerk-Kampagnen. Dazu kann die Funktion beim Anlegen der Kampagne deaktiviert werden. Dies sollte vor allem bei Kampagnen erfolgen, die mit Motiven arbeiten, die wichtige Infos in dem Bereich haben, der von der sozialen Erweiterung verdeckt würde. Bei Google AdWords- Kampagnen kann die soziale Erweiterung nicht unterdrückt werden.

    Die Schaltung von Ads innerhalb von Google+ wird sicherlich irgendwann kommen. Aktuell scheint Google aber noch abzuwarten, bis das Produkt Google+ eine höhere Verbreitung gefunden hat. Deshalb ist noch nicht absehbar, wann es soweit sein wird.

  10. Von 11 nach 12 – ein kurzer Ausblick

    Feb 08 2012
    Julian Simons

    Julian Simons

    Auch wenn das Jahr schon ein paar Tage hinter sich hat, hier ein kurzer Rück- und Ausblick in eigener Sache: Auch 2011 ist mediascale wieder deutlich gewachsen und konnte zudem zum ersten Mal seit Bestehen physisches Neuland betreten.

    Grund für das Wachstum ist maßgeblich NE.R.O., ein Tool, das mit dem Kaiser Nero bis auf den Namen wenig zu tun hat:  dahinter (“Netto-Reichweite-Online”) verbirgt sich ein vermarkterübergreifendes Planungs- und Taregtingtool, mit dem wir online Marken erfolgreich aufbauen und ihre Verkäufe steigern. 2011 hat mediascale gut 35 Prozent aller Kampagnen mit NE.R.O geplant und ausgeliefert. Diese Targetingkompetenz schlug sich positiv nieder: Unser Gross Income stieg auf 5,6 Mio. € (2010: 4,8 Mio. €) , das Billingvolumen sogar auf 72 Mio. € (nach 59 Mio. € im Vorjahr). Doch nicht nur mit Wachstum beim Targeting, sondern auch mit neuen Kunden, wie bspw. die Gothaer Versicherungen oder DieDruckerei.de, konnten wir  ein hervorragendes 2011 abschliessen.

    Was uns daneben besonders freut ist, dass wir uns 2011 auch physisch ausgebreitet und unsere Zelte in einer Stadt aufgeschlagen haben, die ebenfalls lange einen Kaiser beherbergte, in Wien. Seit Herbst sitzen wir gemeinsam mit den Kollegen von Plan.Net und Mediaplus am Türkenschanzenpark und betreuen nun unseren Kunden Tele2 zu seiner grossen Freude direkt vor Ort. Darüber hinaus ist diese Expansion auch Basis für die Expansion von NE.R.O. in den österreichischen Markt, worauf wir uns sehr freuen.

    Und was erwartet uns sonst noch in 2012?
    Wir wollen in diesem Jahr gut 1000 Kampagnen (oder rund 40 Prozent all unserer Online-Werbemaßnahmen) mit Targeting entwickeln und ausspielen. Dabei werden wir unsere Systeme künftig nicht nur zur Vertriebsunterstützung, sondern stärker auch für die Image- und Markenkommunikation einsetzen. Konsumrelevante Kriterien wie Kaufentscheidungsphasen, Interessen und Einstellungen des Nutzers rücken hierbei in den Vordergrund.

    Darüber hinaus glauben wir an das Potential inhaltlich und kreativ besser aufgebauter Targeting-Kampagnen: heute werden nur rund fünf Prozent aller Targeting-Kampagnen dynamisch und damit individuell und inhaltlich auf den einzelnen Nutzer abgestimmt ausgeliefert. Bei dieser so genannten dynamischen Kreation von Werbemitteln kombiniert das System die Profilinformationen der User mit dem jeweils passenden Motiv, Text, Produkt oder Preis. So können wir Werbewirkung und Effizienz der Kampagnen noch einmal entscheidend steigern.

    Ansporn genug  – wir freuen uns die kommenden Monate!

     

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