mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. Social Advertising auch bei Google Plus?

    Feb 16 2012

    Agnes Ley

    Über die möglichen Werbeformen bei Facebook habe ich an dieser Stelle bereits mehrfach berichtet. Nun ist die Frage: Was ist eigentlich bei Google+ möglich? Für Unternehmen ist Google+ als Werbeplattform noch nicht nutzbar. Analog zu Facebook können jedoch Profile von Marken, Unternehmen und Künstlern angelegt werden. Bis dato gibt es aber keine Möglichkeit, Profil-Follower über Werbekampagnen zu gewinnen.

    Die einzige Form der werblichen Nutzung ist aktuell eine soziale Erweiterung von Google AdWords- oder Google Display Netzwerk-Kampagnen. Diese Erweiterung erreicht nur Nutzer, die selbst bei einem Google-Dienst eingeloggt sind. Gibt ein eingeloggter User dann bei Google eine Suchanfrage ein, so erhält er in den Anzeigen die Zusatzinfos (siehe Abbildung 1).

    Abbildung 1

    Neben der direkten Möglichkeit, eine „+1“-Bewertung abzugeben, sieht man unten auf der Anzeige auch, wie viele User aus den eigenen Circlen schon Beiträge des Profils „gepluseinst“ haben.

    Die sonstige Funktionalität der Google AdWords-Anzeige bleibt unverändert und verlinkt auf die gewählte Landingpage des Kunden. Abbildung 2 zeigt die Darstellung der sozialen Erweiterung bei Kampagnen des Google Display Netzwerks (GDN).

    Abbildung 2

    Will man als Werbekunde die soziale Erweiterung nutzen, so muss man vorab das Google+ Profil mit der jeweiligen Website verifizieren. Dazu muss auf der Kundenwebsite ein Metatag integriert werden, der den Nachweis gewährleisten soll, dass ein Berechtigter die Verifizierung vorgenommen hat. Danach wird die soziale Erweiterung automatisch bei allen AdWords- oder GDN- Kampagnen angezeigt.

    Unterdrücken kann man die soziale Erweiterung bei Google Display Netzwerk-Kampagnen. Dazu kann die Funktion beim Anlegen der Kampagne deaktiviert werden. Dies sollte vor allem bei Kampagnen erfolgen, die mit Motiven arbeiten, die wichtige Infos in dem Bereich haben, der von der sozialen Erweiterung verdeckt würde. Bei Google AdWords- Kampagnen kann die soziale Erweiterung nicht unterdrückt werden.

    Die Schaltung von Ads innerhalb von Google+ wird sicherlich irgendwann kommen. Aktuell scheint Google aber noch abzuwarten, bis das Produkt Google+ eine höhere Verbreitung gefunden hat. Deshalb ist noch nicht absehbar, wann es soweit sein wird.

  2. Von 11 nach 12 – ein kurzer Ausblick

    Feb 08 2012
    Julian Simons

    Julian Simons

    Auch wenn das Jahr schon ein paar Tage hinter sich hat, hier ein kurzer Rück- und Ausblick in eigener Sache: Auch 2011 ist mediascale wieder deutlich gewachsen und konnte zudem zum ersten Mal seit Bestehen physisches Neuland betreten.

    Grund für das Wachstum ist maßgeblich NE.R.O., ein Tool, das mit dem Kaiser Nero bis auf den Namen wenig zu tun hat:  dahinter (“Netto-Reichweite-Online”) verbirgt sich ein vermarkterübergreifendes Planungs- und Taregtingtool, mit dem wir online Marken erfolgreich aufbauen und ihre Verkäufe steigern. 2011 hat mediascale gut 35 Prozent aller Kampagnen mit NE.R.O geplant und ausgeliefert. Diese Targetingkompetenz schlug sich positiv nieder: Unser Gross Income stieg auf 5,6 Mio. € (2010: 4,8 Mio. €) , das Billingvolumen sogar auf 72 Mio. € (nach 59 Mio. € im Vorjahr). Doch nicht nur mit Wachstum beim Targeting, sondern auch mit neuen Kunden, wie bspw. die Gothaer Versicherungen oder DieDruckerei.de, konnten wir  ein hervorragendes 2011 abschliessen.

    Was uns daneben besonders freut ist, dass wir uns 2011 auch physisch ausgebreitet und unsere Zelte in einer Stadt aufgeschlagen haben, die ebenfalls lange einen Kaiser beherbergte, in Wien. Seit Herbst sitzen wir gemeinsam mit den Kollegen von Plan.Net und Mediaplus am Türkenschanzenpark und betreuen nun unseren Kunden Tele2 zu seiner grossen Freude direkt vor Ort. Darüber hinaus ist diese Expansion auch Basis für die Expansion von NE.R.O. in den österreichischen Markt, worauf wir uns sehr freuen.

    Und was erwartet uns sonst noch in 2012?
    Wir wollen in diesem Jahr gut 1000 Kampagnen (oder rund 40 Prozent all unserer Online-Werbemaßnahmen) mit Targeting entwickeln und ausspielen. Dabei werden wir unsere Systeme künftig nicht nur zur Vertriebsunterstützung, sondern stärker auch für die Image- und Markenkommunikation einsetzen. Konsumrelevante Kriterien wie Kaufentscheidungsphasen, Interessen und Einstellungen des Nutzers rücken hierbei in den Vordergrund.

    Darüber hinaus glauben wir an das Potential inhaltlich und kreativ besser aufgebauter Targeting-Kampagnen: heute werden nur rund fünf Prozent aller Targeting-Kampagnen dynamisch und damit individuell und inhaltlich auf den einzelnen Nutzer abgestimmt ausgeliefert. Bei dieser so genannten dynamischen Kreation von Werbemitteln kombiniert das System die Profilinformationen der User mit dem jeweils passenden Motiv, Text, Produkt oder Preis. So können wir Werbewirkung und Effizienz der Kampagnen noch einmal entscheidend steigern.

    Ansporn genug  – wir freuen uns die kommenden Monate!

     

  3. Was macht eigentlich Google…

    Feb 02 2012

    Taskin Erdem

    … im Bereich Mobile derzeit? Seit Jahren versucht uns der Internetriese weis zu machen, Mobile sei das Medium der Zukunft. Und so langsam haben wir das Gefühl, es geht auch wirklich in diese Richtung. Deshalb hier ein paar aktuelle Zahlen und Fakten zum Mobile-Markt:

    1999 gab es in Deutschland 23 Millionen Mobilfunkanschlüsse, letztes Jahr waren es bereits 112 Millionen. Während 2009 noch 5.7 Mio. Smartphones über den Ladentisch gingen, wurden in 2011 ziemlich genau doppelt so viele, nämlich 11.8 Mio., verkauft. Noch größer sind die Wachstumsraten bei Tablets. Dort stieg der Absatz von 0.8 Mio. Geräten 2010 auf 2.1 Mio im letzten Jahr. Damit ist zu erwarten, dass 2012 vermutlich mehr Smartphones als Desktop PCs und Laptops zusammen verkauft werden. Bis 2015 soll der Umsatz über mobile Endgeräte (mCommerce) auf sechs Milliarden Euro anwachsen. Im Vergleich dazu prognostiziert die Branche für 2015 im Bereich eCommerce einen Umsatz von ca. 40 Mio. Euro.

    Und was hat jetzt Google damit zu tun, fragen Sie zu Recht.

    Das Unternehmen hat sich schon seit Jahren auf dieses Wachstum vorbereitet. Googles Hauptgeschäft bleibt auch auf den mobilen Endgeräten zunächst die bezahlte Suche, wie wir sie bereits von unseren Monitoren her kennen, allerdings erweitert um einige Zusatzfunktionen.

    Google Mobile Search Ads

    Wie man auf dem Bild erkennen kann, nutzt Google in seinen bezahlten Suchresultaten von Handys bzw. Smartphones die grundsätzlichen Funktionen wie bezahlte Anrufe und Apps.

    Doch nicht nur die Google Suche ist für Werbetreibende interessant, sondern auch die Möglichkeiten, die man über das Google Display Netzwerk (GDN) und admob (by Google) erhält.

    Wie man schon vermuten kann, geht es hierbei um visuelle Anzeigen auf Partnerseiten des Google Netzwerkes und mobilen Webseiten, die direkte Aufträge über admob erhalten. Es lassen sich unterschiedliche Formate und sogar Sonderinszenierungen darüber realisieren.admob Sonderinszenierung Mobile Advertising

    Das ist nur ein Beispiel für die Möglichkeiten, die Google bietet. Google wäre aber nicht Google, wenn man neben den Anzeigenformaten nicht auch das Targeting auf Endgeräte und beispielsweise geographische Parameter ausrichten könnte. Es gibt noch viele andere Einstellungen für Kampagnen, doch mir geht es in diesem Artikel mehr um die vielfältige Darstellung der Möglichkeiten.

    Der letzte Baustein in der Reihe Mobile Advertising by Google ist der sogenannte mYouTube Roadblock. Nein, ich habe mich nicht verschrieben, mYouTube steht für die Mobile-Version von YouTube und ist mit mehr als einer Million Impressions pro Tag (Stand November 2011) die Video-Webseite Nr. 2 weltweit nach YouTube.com. Das Format ist eine Image-Anzeige, welche man für 24 Stunden schalten kann und damit alle User der mobilen Webseite erreicht. Es ist also eher für eine Massenpublikation für weltweit agierende Advertiser gedacht.

    Youtube Mobile Ads

    Die beschriebenen Ad-Formen sind natürlich an die Endgeräte angepasst. Wenn man mit den Geräte ganz normal browsed, liefert Google weiterhin auch Anzeigen für alle Endgeräte aus. Das bedeutet natürlich nicht, dass man ohne Google keine Werbung in mobilen Endgeräten platzieren kann, aber es bedeutet, dass Google auch in dieser Disziplin möglichst schnell möglichst viel Marktanteile sichern will. Für uns kommt das nicht überraschend, aber es gilt definitiv weiterhin, dass wir für unsere Kunden die bestmöglichen Platzierungen auch im Bereich Mobile Advertising – und sei es über Google – anbieten können.

     

  4. Die eDialog To Do-Liste 2012

    Jan 19 2012
    Alexander Emmendoerfer

    Alexander Emmendoerfer

    Der Jahreswechsel liegt – genau wie alle Vorsätze – gefühlt schon wieder ein paar Monate zurück. Ich möchte dennoch die Gelegenheit nutzen, hier die Top Five unserer To Do-Liste 2012 im Bereich eDialog vorzustellen.

    Frequenzsteigerung
    Es hört sich banal an, aber eine höhere Kontaktdosis im Newsletterversand oder eDialog-Programm bleibt eine der wesentlichen Herausforderungen auch im Jahr 2012. Viele haben ein funktionierendes Newslettering, viele Erfahrungen gesammelt, Erfolge erzielt, aber dennoch das Gefühl, dass noch wesentlich mehr machbar ist. Und das ist auch nach unserer Einschätzung fast immer der Fall. Das Problem ist oft die inhaltliche Konzeption der Newsletter. Meist ist sie gar nicht für eine höhere Kontaktdosis oder -frequenz geeignet. Genauso wenig wie das Grundtemplate bzw. die inhaltliche Aufteilung in einem Newsletter. Durch eine überarbeitete Grundkonzeption im Zusammenhang mit einer neuen, aber effizienten Contentstrategie lassen sich aber schon mit relativ überschaubarem Aufwand neue Potentiale hin zu mehr Frequenz verwirklichen.

    Volldynamisierung
    Auch digitale Dialogkommunikation muss relevant und spannend sein. Je individueller und aktueller, desto besser. Nur stehen viele Kunden auch 2012 noch vor den beiden grundsätzlichen Herausforderungen auf dem Weg zur Individualisierung: Wie soll ich diese  inhaltlich realisieren – und mit welcher Technik? Inhaltlich sind wir in den letzten Jahren ein gutes Stück vorangekommen. Es bleibt noch vieles zu tun und zu entdecken, und sicher bleibt der Weg das Ziel, aber wir kennen heute fast immer Wege, wie wir durch eine Dynamisierung die Performance im eDialog drastisch verbessern können. Technisch bieten die Dialogmarketing-Tools nach wie vor kaum ausreichende Lösungen für eine Volldynamisierung. Können sie wohl vorerst auch gar nicht. Eine Shop-Lösung kann ebenso wenig automatisiert angebunden werden, wie andere externe Datenbanken mit allen notwenigen Daten und Parametern, um jeden Newsletter dynamisch und individuell aussteuern zu können. Dennoch gibt es heute fast immer eine Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit den Anbietern oder über unsere eigenen Lösungen wie unser Dynamisches Newsletter-Tool eine Volldynamisierung zu ermöglichen.

    Qualitative Leads
    Von einem kann man nie genug haben: neue Interessenten mit E-Mail Opt-in. Allerdings ist die externe Generierung von solchen Opt-ins zum Beispiel über Co-Sponsoring oder ähnliche Ansätze nach unserem Gefühl in der letzten Zeit etwas aus der Mode gekommen. Derartige Leads sind zwar nach wie vor relativ günstig, aber sie passen nicht zu den “Qualitäts-Offensiven” vieler Marken im Bereich Leadgenerierung. Oft betreibt man in der Zwischenzeit lieber mehr Aufwand, um Interessenten auf den eigenen Sites vom Opt-in zu überzeugen, und auch wir sind stark in derartige Projekte involviert.
    Die Vermarkter für externe Opt-ins versprechen zwar mittlerweile auch Antworten auf den höheren Qualitätsanspruch, aber erste Testings haben hier noch zu keinen neuen und effizienten Ansätzen geführt. Wir hoffen, das ändert sich in nächster Zeit noch, denn externe Leads sind weiter eine der wichtigsten Lösungen, um in kurzer Zeit sehr viele Opt-ins aufzubauen.

    Behavioural Dialog
    Nicht nur für mich bleiben alle Behavioural-Ansätze, die mit personenbezogenen Daten wie im E-Mail-Marketing arbeiten nach wie vor streng verboten. Hinzu kommt aktuell noch, dass dies wohl auch die Europäische Kommission bald verbindlich noch strenger regeln wird.
    Wenn man allerdings das ausdrückliche Opt-in der Interessenten einholt, eröffnet sich eine neue Welt der Möglichkeiten. Als wichtigsten Schritt in 2012 sehen wir persönlich daher, mehr Unternehmen und Marken in der konkreten Umsetzung solcher Behavioural Opt-ins zu begleiten. Einige wenige haben es vorgemacht: Wenn man offen und transparent mit diesem Opt-in umgeht, leuchten vielen Interessenten die Vorteile durchaus ein.

    Customer Experience
    Schon in einem meiner letzten Blogbeiträge ging es um die Emotionalisierung im eDialog, und dass dies nicht alleine durch E-Mails oder Newsletter gelöst werden kann. Und die Herausforderungen in diesem Bereich werden auch 2012 noch weiter zunehmen. eDialog steht heute fast immer vor der Aufgabe, Kunden und Interessenten nicht nur zu informieren, sondern auch zu unterhalten und zu begeistern. Weil nur so eine wirksame Kundenbindung entstehen kann. Dies kann aber nicht alleine die Aufgabe von E-Mails sein, vielmehr geht es um eine vermehrt ganzheitliche Ausrichtung von bestimmten Inhalten in Richtung Dialog. Wir nennen das die “Dialogisierung der Marke”. Und wir entwickeln gerade einige Ansätze, die die Kunden unserer Kunden begeistern und noch mehr an die Marken binden sollen.

    So, und jetzt back to work… ;-)

  5. Happy 2012!

    Jan 10 2012

    Agnes Ley

    Ich hoffe, Sie haben sich gut erholt im Weihnachtstrubel und beim Silvester Party Hopping? Vielleicht haben Sie es aber auch ganz ruhig angehen lassen oder sind sogar in die Ferne verreist? Unter den Kollegen hier kann man alle Modelle finden. Von Österreich über Neuseeland bis hin zu China führten die Reisen der mediascale-Mitarbeiter. Da wird von klirrender Kälte und Tonsoldaten genauso berichtet wie von knackendem Kaminfeuer und täglichem Schneeschippen in Tirol.

    Seit gestern sind nun (fast) alle wieder hier, und wir starten gestärkt und frisch motiviert mit neuen Planungen und Kampagnen ins 2012. Und wie es so üblich ist, haben sich auch viele von uns gute Vorsätze fürs neue Jahr vorgenommen. Die wichtigsten in Kürze: In der Agenturküche soll zukünftig das dreckige Geschirr wirklich in die Spülmaschine geräumt und nicht einfach nur abgeladen werden. Der Kaffeemaschinenputzdienstplan für 2012 hängt fein säuberlich an der Wand, damit auch niemand mehr vergisst, die gute alte Jura abends zu reinigen. Die ein oder andere Kollegin sieht man mit Salat am Mittagstisch sitzen, und ich selbst besuche all mittaglich das Yoga-Studio gegenüber, um den Weihnachtspölsterchen zu Leibe zu rücken.

    Was auch immer Sie sich vorgenommen haben für 2012 – wir wünschen Ihnen die Durchhaltekraft und den nötigen Biss, damit Sie ihre Ziele erreichen.

  6. News von der Marketing on Tour: Microsoft kauft Facebook

    Nov 17 2011

    Agnes Ley

    Von Glaskugeln, Pandas und der Google Bank: Am vergangenen Dienstag war ich in München bei der Marketing on Tour und möchte an dieser Stelle von den Highlights erzählen:

    Am Vormittag führte Jörg Rensmann, Geschäftsführer der infoMantis GmbH, eindrucksvoll vor Augen, was wir alle uns vor zehn Jahren noch nicht hätten vorstellen können, heute aber Realität ist. Danach wagte er einen Blick in die Glaskugel und prognostizierte, was 2021 sein wird: Microsoft hat Facebook gekauft, und Google ist weltweit die drittgrösste Bank. Ob wir uns das so vorstellen können oder wollen, sei mal dahin gestellt. Desweiteren wird zukünftig alles App sein, und einen Browser wird es laut Rensmann höchstens noch im Geschichtsunterricht geben. Ok – spannende Idee, aber hier wage ich dann doch mal zu widersprechen. Der aktuelle App-Hype wird auch wieder vorüber gehen, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Apps langfristig eine so starke Dominanz haben werden.

    Vom Panda Update berichtete die Firma SUMO. Dabei handelt es sich um ein Update von Google, das den SEO Bewertungsindex so stark verändert hat, dass ca. 40 Prozent aller gelisteten Websites betroffen waren. Wie immer bei Google weiß man nicht genau, an welchen Stellschrauben gedreht wurde, jedoch ist das Panda Update seit Mitte 2011 aktiv und hat für reichlich Wirbel in der SEO Landschaft gesorgt. Übrigens heißt das Update nach seinem Entwickler-Vater bei Google, der Pandabär spielte keine Rolle bei der Namensfindung. Panda stellt in gewissen Maßen auch die Weichen für SEO in 2012: Unternehmen, die Links erkaufen, um besser gerankt zu werden, müssen sich wohl zukünftig in Acht nehmen. Hier wird Google stärker als bisher durchgreifen. Und wie in fast jedem Vortrag spielte natürlich auch bei SUMO das Thema Social Media keine unwichtige Rolle. Man geht davon aus, dass für das nächste Jahr vor allem auch Bewertungen über g+ in das Siteranking eingehen. Beispiel: Hat ein User, der in meinen Circle ist, eine Website schon einmal geklickt, wird mir diese mit höherer Priorität angezeigt als einem anderen User.

    Die Keynote am späten Nachmittag drehte sich rund um das Thema – na, raten Sie mal – jawohl: Social Media. Diesmal aber mit der Aussage, dass nicht alle Unternehmen in Social Media aktiv sein müssen. So wären zum Beispiel sehr exklusive Marken besser beraten, auch nur mit einem sehr exklusiven Kreis an Kunden zu kommunizieren, und dafür seien die sozialen Netzwerke wohl weniger geeignet.

    Darüber hinaus gab es viel Bekanntes und Bewährtes: Der Ratschlag: Testen, testen, testen! Die Erkenntnis: Eine Customer Journey ist besser als Last Cookie counts. Und immer wieder: Social Media.

    Überraschend positiv waren die Gespräche in den Kaffeepausen mit Geschäftsleuten und Kunden aus den unterschiedlichsten Bereichen, Rechtsanwälten, Finanzexperten. Das Format der Marketing on Tour fördert den Austausch durch ausgiebige Pausen und viel Zeit zum Networken. Das ist ein klares Plus für mich.

  7. Kreation und Targeting – Vortrag von Wolfgang Bscheid auf der dmexco 2011

    Nov 10 2011

    Wolfgang Bscheid

    Wie wir vor einigen Wochen versprochen haben, liefern wir hiermit noch die praktischen Beispiele zu Wolfgang Bscheids Vortrag auf der dmexco 2011 nach. In der Speaker´s Corner sprach der mediascale-Geschäftsführer im September ausführlich zum Thema “Targeting – Medial auf dem Vormarsch. Kreativ noch immer in den Startlöchern”. Bereits heute wird in Deutschland über ein Drittel aller Kampagnen “getargetet” ausgeliefert, aber nicht einmal fünf Prozent davon nutzen Targeting auch für die Motivsteuerung. Warum tun sich viele Kreative so schwer mit diesem Thema? Mit drei anschaulichen Praxisbeispielen (BMW, O2 und mirapodo) zeigte Wolfgang Bscheid, wie Targeting die Kundenansprache in der Online-Werbung verbessern kann.

    Alle Charts und Beispiele finden Sie hier. Die Präsentation läuft allerdings leider nicht auf allen Browsern, sondern nur auf der aktuellen Firefox-Version.

  8. Happy Birthday – Klartext! wird zwei

    Nov 03 2011

    Agnes Ley

    Unser Klartext!-Blog feiert diesen Herbst seinen zweiten Geburtstag und ist damit nun wirklich aus dem Gröbsten raus. Zeit, einen Blick auf die Anfänge zu richten. Mediascale-Geschäftsführer Wolfgang Bscheid wünschte sich damals einen Blog, der sich um alle wichtigen Themen rund um Online-Kampagnen und Branchennews dreht, sich dabei aber auch durch eine persönliche Note auszeichnet. Der nicht unverständlich rumschwurbelt, sondern Klartext redet. So wurden im August 2009 einige Mediascaler plötzlich zu einem Blogteam zusammen gewürfelt. Davon waren wir am Anfang so gar nicht begeistert – um ehrlich zu sein: Niemand war wild darauf, einen Blogartikel neben seiner normalen Arbeit zu schreiben. Unser größter Verweigerer damals war Dominik Frings. Er war partout nicht gewillt, staubtrockene Ergüsse über irgendein superspezifisches Online-Thema zu fabrizieren. Und das auch noch politisch korrekt.

    Nur die Tatsache, für den Blog in normalem Plauderton schreiben zu dürfen, konnte ihn dazu bewegen, einen ersten Artikel zu verfassen. Sie ahnen es: Aus dem Verweigerer wurde einer unserer eifrigsten Autoren, dessen Beiträge zu Recht zu den meistgelesenen dieses Corporate Blogs gehören. Immer lustig und Gott sei Dank nie staubtrocken. Wir freuen uns auf viele weitere Texte à la Dominik!

    Meine Aufgabe war es von Anfang an, die Meute zu koordinieren: Redaktionssitzungen einberufen, Themenpläne erstellen, Artikel aufeinander abstimmen, an Abgabetermine erinnern und für stetigen Nachschub im Blog sorgen. Das war zu Beginn gar nicht so einfach. Denn nicht nur Dominik hatte Vorbehalte, auch die anderen Schreiberlinge waren anfänglich etwas allzu schüchtern.

    Der Start war ein bisschen holprig, doch schon bald entstieg der Blog seinen Kinderschuhen, die Ausreden wurden seltener, und der Redaktionsplan füllte sich oft fast von alleine. Mittlerweile muss ich nur noch ganz selten die Peitsche auspacken, um jemanden zu einem Artikel zu bewegen. Hier ein zumeist techniklastiges Thema von Tobias Wegmann, da eine Abhandlung über Dialog-Marketing von Alexander Emmendörfer. Zwischendurch eine Zahlenattacke über Bilanzen und Geschäftsergebnisse von Julian Simons, alles angereichert mit Search-News von Taskin Erdem, immer mal wieder Vermischtem von mir und seit neuestem auch Videoblog-Folgen von Wolfgang Bscheid. Vom Gewinnspiel über Social Media-News bis hin zu interessanten mediascale-Interna war schon einiges dabei. Und gelegentlich waren die Themen anscheinend attraktiv, denn das ein oder andere Fachmedium verlinkte zu unserem Blog oder zitierte daraus.

    Soweit die Prosa! Als sehr performance-orientierte Agentur haben wir aber auch bald nach dem Start angefangen zu tracken, welchen Leistungsbeitrag der Blog liefert. Das Ergebnis nach zwei Jahren: Im dritten Quartal 2011 waren erstmals mehr Unique Visitors auf unserem Blog als auf unserer Webseite. Dabei bewegen wir uns im vierstelligen Bereich, was für einen B2B-Fachblog, glaube ich, ganz in Ordnung ist. Die Blogartikel helfen uns sehr beim SEO auf Google. So kommen viele Nutzer unseres Blogs über Google zu uns, weil sie Themen oder Kernkompetenzen aus unserem Agenturalltag suchen. Über Google auf der Webseite landen die Nutzer hauptsächlich, weil sie das Unternehmen und seine Geschäftsführer in das Suchfeld eintippen. Und noch ein positiver Effekt: Der Blog leitet vielfach mehr Besucher auf unsere Webseite als umgekehrt. Alles in allem also wahrscheinlich kein ganz so schlechtes Zwischenfazit.

    An dieser Stelle möchte ich es auch nicht versäumen, mich ganz herzlich bei cocodibu zu bedanken. Unsere PR-Agentur war nicht nur Hebamme, sondern spielt auch jetzt noch regelmäßig Kindermädchen – redigiert unsere Texte und bringt immer wieder spannende Themenvorschläge. Liebe Susanne, lieber Christian, vielen Dank dafür!

  9. ATS London: Ad Trading Summit von Exchangewire

    Sep 29 2011
    Tobias Wegmann

    Tobias Wegmann

    Wir haben durchaus überlegt, ob wir es uns wirklich antun wollen, in der Woche der dmexco auch noch am Ad Trading Summit in London teilzunehmen, oder ob das  unsere Aufnahmekapazität für steil ansteigende Volumengraphen und Jubelmeldungen übersteigen würde. Ein ganzer Tag Ausharren auf den roten Plüschsesseln eines dunklen Kinosaals an der Themse wurde dann aber mit einer durchaus informativen Veranstaltung belohnt.

    Die Gold- und Silbersponsoren zeigten zum Auftakt in den Keynotes eine Menge Exponentialkurven und errichteten so manches Luftschloss. Unübertrefflich hierbei der köstliche Konrad Feldmann von Quantcast, der die ach so fruchtlosen konventionellen Optimierungsmühen eines Mediaplaners im “Zeitalter der künstlichen Intelligenz“ („Yes, it has arrived, indeed“) mit dem Schachspiel eines Schulkindes gegen den Supercomputer Deep Blue verglich.

    In den Paneldiskussionen ging es dann aber wesentlich nüchterner und nachdenklicher zu, und man konnte so einiges lernen über die aktuelle Großwetterlage  im automatisierten Handel auf den beiden größten Onlinemärkten des Westens.

    Logo ATS London

    Wir hatten wieder Gelegenheit, eine ganz Reihe von neuen Marktteilnehmern kennenzulernen, die wir bisher weder aus dem Alltagsgeschäft noch von den beliebten Übersichts-Charts der Display-Ökosysteme her kannten. Angesprochen auf die wie Champignons aus dem Humus aufschießenden neuen Akronyme und Start-Up-Firmen kommentierte Marco Bertozzi von Vivaki, dass es da draußen eben viele Menschen gebe, die ein Produktfeature mit einem Businessmodell verwechseln würden. Seine daraus abgeleitete Prognose des kommenden In-Sourcings vieler Funktionalitäten erleben wir tatsächlich auch heute schon in Deutschland. Mit Adition bietet der erste Adservingprovider Sichtbarkeitsmessung jetzt als integrales Produkt ohne zusätzlichen Dienstleister an. Und dass die traditionellen Adnetworks sich demnächst RTB-fähig machen wollen, ist ein offenes Geheimnis.

    Was die Kampagnenpraxis auf dem englischen Markt anbelangt, so wird allen anders lautenden “Studien” zum Trotz weiterhin nur ein sehr kleiner Teil der Kampagnenvolumina wirklich real-time gehandelt. Und was über die Exchanges eingekauft wird, geschieht zu einem überwiegenden Teil noch ganz konventionell zu festen Geboten – auch wenn das jetzt nicht mehr “Marktplatzbuchung”, sondern „Programmatic Buying“ heißt. Die Gründe hierfür liegen weiterhin in den noch nicht wirklich klar erkennbaren Prozess-, Performance- und Erlösvorteilen, die sowohl Kunden als auch viele Publisher in ihrem Engagement zögern lassen.

    Offen angesprochen wurde auch das Qualitätsproblem des in den Marktplätzen bereit gestellten Mediainventars. Premiumumfelder sucht man hier bis heute vergebens. Eine Tatsache, die wir auch in Deutschland nur zu gut kennen. Ein Panelteilnehmer behauptete gar, wenn man in den Adnetworks nur noch Belegungsgruppen mit weniger als fünf Bannerplätzen pro Einzelseite zulassen würden, würde sich die Gesamtreichweite im Mid- und Longtail halbieren.

    Dies war natürlich zusätzliches Wasser auf die Mühlen von Richard Prince von Blue Hive, der im Panel zum Thema „Branding und Realtime-Time“ recht polemisch den mangelnden Leistungsnachweis anprangerte, den Online-Werbung generell erbringe. Die Begriffe und Prozesse waren ihm zu kompliziert, was nicht falsch ist, zum Teil aber natürlich auch mit der empirischen Messbarkeit der Einzelkontakte und direkten Reaktionen im Kanal Online zu tun hat.

    Hier zeichnete sich ganz abseits vom Thema RTB ein interessantes Diskussionsfeld für die nächsten Jahre ab. Wenn irgendwann fast alle Endgeräte IP-fähig sind, wo verläuft dann die Grenzen zwischen den Kanälen TV und Online?

    Und wird, wie es manche gerne hätten, die Messbarkeit des Onlinekanals auf indirekte Wirkunsgmessungen zurückgefahren, um eine simple und monolithische Planungsgrundlage zu haben? Oder wird sich irgendwann jeder elektronisch verbreitete Werbemittelkontakt einer individuellen Responsemessung stellen müssen, einfach deshalb, weil die Messung technisch möglich ist? Raten Sie gerne, was ich glaube, was hier geschehen wird.

     

  10. SportScheck: Über die Marke zum Vertriebserfolg

    Sep 15 2011

    Index der Mediennutzung nach Altersgruppen, Quelle: ARD-Onlinestudien, Basis: Erwachsene ab 14 Jahre in Deutschland
    Index der Mediennutzung nach Altersgruppen, Quelle: ARD-Onlinestudien, Basis: Erwachsene ab 14 Jahre in Deutschland

     

    Was macht ein Handelsunternehmen, das bisher sehr effizient geworben hat, seine Kanäle schon sehr stark optimiert hat und trotzdem ambitioniert wachsen will? Vor dieser Situation stand im Herbst 2010 das erfolgreiche Multichannel-Unternehmen SportScheck.

    Während der Umsatz von SportScheck mit Bestandskunden konstant wuchs, trugen Neukunden unterproportional weniger zum Wachstum bei. Die Herausforderung lautete deshalb: Wie erreicht man ambitionierte Umsatzziele, wenn stark vertriebsorientierte Offline- und Online-Werbekanäle (Streuwurfsendung, Katalog, Affiliate, Search, Performance Display, etc.) in ihren Möglichkeiten für sich bereits weitestgehend ausgeschöpft sind? Die auf den ersten Blick überraschende Antwort: Nur mit gezielten Investitionen in die Marke – und mit einer außergewöhnlichen Bewegtbildkampagne, die auch die Mediennutzung (siehe Grafik oben) berücksichtigt!

    Gemeinsam mit der Schwesteragentur Mediaplus plante mediascale letztes Jahr die integrierte TV- und Online-Herbstkampagne für SportScheck. Mit einem breit angelegten Screenplanning ermittelten wir den optimalen Mix zwischen klassischer TV-Werbung und Online-Bewegtbild für unterschiedliche Zielgruppen. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift marke41 lesen Sie  die ganze Erfolgsgeschichte – oder online im ePaper (ab Seite 38).

     

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