mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. Die wollen ja nur spielen….

    Mrz 29 2012

    Taskin Erdem

    …würde ich scherzhaft zu jemandem sagen, wenn ich ein Gespräch über Google Play angehen möchte. Vielleicht ist einigen die neue Schaltfläche von Google in der Hauptnavigation aufgefallen, die auf ein “neues” altes Produkt aus dem Hause Google hinweist. Man beachte, dass in der Reihenfolge der von Google angeordneten Services nun nach der (Web-)Suche, der Bilder(-Suche) und Maps (lokale Suche) der neue Reiter Play noch vor YouTube, News, Mail, etc. erscheint. Damit ist eigentlich schon klar, dass es sich hierbei um eine ernstzunehmende Geschichte handelt.

    Was hat es damit auf sich? Es geht nicht um Google Games, es geht auch nicht ums Google Online Casino, es ist auch nicht der Play Button für Videos, und man kann auch keine Playstation direkt in den Warenkorb legen. Nein, das alles ist es nicht, sondern Google Play ist schlicht der Zugang zum Android Market – also das Google iTunes oder iCloud, wenn man so will.  An dieser Stelle stellt sich natürlich die Frage: Warum heißt das Ding “Play”?

    Aus meiner Sicht ist das Wort “Play” nicht als “spielen” zu verstehen, sondern eher als “abspielen”. Es ist aber damit nicht nur das Abspielen von Videos gemeint, sondern vor allem auch die Aktivierung diverser Unterhaltungsmedien wie allgemeine Apps, Bücher, Musik, Filme und Spiele, die wie über iTunes bei Apple – kostenlos oder kostenpflichtig – runtergeladen werden können. Es geht also um einen geräteübergreifenden Zugang zu sämtlichen Produkten aus dem Android Market. In diesem Zuge wird auch die Market App kurzerhand in die Google Play App umgewandelt.

    Es war abzusehen, dass Google seine Bemühungen auf dem mobilen Markt immer weiter ausbaut und möglichst schnell den noch existierenden Vorsprung von Konkurrent Apple einholen will. Was liegt da näher, als ihren “besten Mann” ins Rennen zu schicken – die Suche? Ich hatte ja schon in meinem letzten Beitrag “Was macht eigentlich Google…” darüber berichtet, dass Google längst erkannt hat, dass sie jetzt schon für die Zukunft vorbauen müssen, um sich die Gewinne aus dem Mobile Market (derzeit Smartphones und Tablets) zu sichern.

    Kleiner Dämpfer für den deutschsprachigen Raum: Deutschland und Österreich sind (noch) außen vor bei Play. Der volle Umfang der Neuerungen betrifft nur die USA – denn Musik, eBooks und Filme sind in Europa vorerst schlichtweg nicht verfügbar. “We’re sorry, the document you requested is not available in your country.” So heißt es auf der Google+ Magazin Seite. Wir hoffen mal für die User und Interessenten, dass es sich um einen nur vorläufigen Stand handelt.

    Fazit: Apple war mal wieder Vorreiter und hält den Standard immer noch alleine durch seine Endgeräte sehr hoch. Ob aber iTunes und der App Store langfristig gegen diese Offensive von Google und deren immenses Wissen, Daten an allen Orten der Welt verfügbar zu machen, ankommt, ist abzuwarten. Mögen die Spielchen weitergehen…

     

  2. Stetig ist nur der Wandel

    Mrz 15 2012

    Agnes Ley

    Anfang des Jahres haben sich die Facebook Werbeanzeigen auf Grund der neu eingeführten Timeline-Darstellung etwas verändert. Seither tut sich gefühlt wöchentlich etwas bei den Facebook Ads. Auch auf die Gefahr hin, dass mein Artikel nächste Woche schon wieder veraltet ist, ist es an der Zeit, mal wieder ein Update zu geben.

    Die wohl wichtigste Änderung betrifft alle Facebook Ads und ist für den 1. April angekündigt: Dann wird das Zeichenlimit des Bodytextes von aktuell 135 Zeichen auf 90 Zeichen gekürzt. Bei der Formulierung muss man sich zukünftig also deutlich kürzer fassen. Darüber hinaus gibt es in beiden Bereichen – Premium und Marketplace Ads – Änderungen:

    Bei den Premium Ads hat sich einiges getan. Hier ist das Angebot an Ads deutlich übersichtlicher geworden, die meisten gibt es nämlich schlicht nicht mehr. Gestrichen und nicht mehr buchbar sind die Formate Premium Like, Premium Event, Video Comment und Premium Poll. Weiterhin verfügbar sind Premium Standard Ad Formate mit externer Verlinkung.

    alte Premium Ads

    Neu eingeführt wird das Premium Upgrade. Dabei handelt es sich um ein vergrößertes Format, das eine bessere Performance von Anzeigen ermöglichen soll, die auf Seitenbeiträgen basieren. Es muss also zuerst ein Post bzw. Beitrag auf dem Profil erfolgen, der dann in der Ad aufgegriffen werden kann. Je nachdem, was im Post inhaltlich genannt wird, kann das Ad entsprechend als Format dafür genutzt werden, u.a. zur Einbindung von Fotos, Videos, Umfragen, Events, Links.

    neue Premium Ads

    Als neue Platzierung hat Facebook ein Logout Ad avisiert, das es aktuell in Deutschland noch nicht gibt. Klar ist aber, dass diese ebenfalls nur als Premium Ad, eventuell sogar nur im Rahmen eines größeren Packages buchbar sein wird.

    Logout

     

    Die Marketplace-Anzeigen existieren weiterhin unverändert und sind nach wie vor durch die Abrechnung auf CPC-Basis die kosteneffizienteste Möglichkeit, auf Facebook zu werben.

    Vielleicht hat ja der ein oder andere auf noch eine Alternative zu Groupon, DailyDeal & Co. gewartet? Als Weiterentwicklung der sogenannten Facebook Deals gibt es seit kurzem die „Facebook Angebote“. Sie sind im Besonderen für Einzelhandels- und Restaurant-Kunden zu empfehlen, die aktuelle Angebote und Deals über Anzeigen verbreiten möchten. Nach der Freischaltung können Angaben zu den Angebotdetails, Laufzeiten und AGB’s veröffentlicht und den Fans angezeigt werden. Mit gesponserten Meldungen, um Freunde von Fans zu erreichen, und mit Werbeanzeigen, um unverbundene Nutzer zu erreichen, lässt sich das Angebot verbreiten.

    Facebook Angebote

    Ein spannendes Konzept könnte der Facebook Reach Generator werden – ein neues Tool, um vorhandene Fans besser zu erreichen und mehr Fans zu generieren. Die Anwendung hilft, die Reichweite ausgehend von den Fans, über deren Freunde auf die Facebook Population auszudehnen. Erhältlich ist der Reach Generator für eine Mindest-Laufzeit von drei Monaten und wird auf Basis Cost per Fan (CPF) abgerechnet. Leider fehlen dazu derzeit noch konkrete Angaben, welche Maßnahmen ergriffen werden, um mehr Fans zu generieren und wie hoch der CPF liegt. Klar ist jedoch: Teilnehmen können nur Brandpages, die bereits mehr als 500.000 Fans haben und ihr Profil mindestens mit 4-9 neuen Page-Posts pro Woche pflegen.

    Doch stetig bleibt nur der Wandel, daher bin ich sicher, bald mehr Neuerungen und Änderungen zum Besten geben zu können – und vielleicht gibt es dann auch schon mehr Details zum Reach Generator.

  3. Targeting: Zielgruppen neu definieren

    Mrz 06 2012
    Nadine Schollmeier

    Vor drei Jahren bin ich aus der „klassischen“ Onlineplanung zu mediascale in den Bereich Targeting gewechselt. Seitdem hat sich viel getan, aber noch nie war das Thema so spannend und abwechslungsreich wie in den letzten Monaten. Einerseits ergeben sich aus der Weiterentwicklung unseres Targetingtools NE.R.O immer neue Einsatzbereiche, andererseits entsteht im Moment ein völlig neuer Blickwinkel auf das Thema Zielgruppe. Vor allem, wenn es um die Definition von Zielgruppen geht. Unternehmen und Marken merken, dass sie mit soziodemografischen oder milieuspezifischen Schubladen nicht mehr weiterkommen.

    Deshalb setzen immer mehr Kunden mit uns Workshops auf, um ihre jeweilige Zielgruppe neu zu beleuchten und gegebenenfalls anders oder in weitere Untergruppen zu segmentieren. Im ersten Moment klingt das nicht besonders innovativ. Allerdings werden beim Beschreiben der Menschen und ihrer Motivationen und Bedürfnisse jetzt vielfach auch Parameter abseits bekannter Modelle wie den Sinus Milieus zu Rate gezogen. Die Parameter, die einer Clusterung zu Grunde liegen, sind sehr vielfältig und oftmals sehr kundenspezifisch. Sie reichen von Persönlichkeitsmerkmalen und Einstellungen über Markenaffinitäten bis hin zu Matrixkonzepten aus Alter und der emotionalen Nähe zu Themen wie beispielsweise der Musik. Auch das Erheben der notwendigen Daten, die für die Analyse herangezogen werden, variiert stark. Während manche Unternehmen auf Umfragen setzen, greifen andere auf interne Wissenspools – wie die eigenen Verkäufer aus dem stationären Handel – zurück. Die Ergebnisse unterscheiden sich sicherlich in der Tiefe der betrachteten Parameter, jedoch haben sie eine große Gemeinsamkeit: Es entstehen kundenspezifische Zielgruppenbeschreibungen, die oftmals die direkte mediale Abbildbarkeit außer Acht lassen, dafür aber mit Merkmalen angereichert sind, die die Bedürfnisstruktur und damit oftmals die Kaufmotive deutlich besser ausleuchten, als dies bisher der Fall war.

    In der Targetingplanung entstehen so weitere sehr vielfältige Ansatzmöglichkeiten. Für uns besteht die Anforderung darin, diese Zielgruppen in unserem Tool abbildbar zu machen oder, in gewissen Teilbereichen, adäquate Übersetzungen zu finden. Bisherige weit verbreitete Kriterien wie Geschlecht, Alter oder Haushaltsnettoeinkommen rücken in den Hintergrund. Oder sie dienen nur noch der äußeren Begrenzung einer Gesamtzielgruppe, während sich innerhalb dieser eine Vielzahl von weiteren Teilzielgruppen mit ihren ganz spezifischen Wünschen tummeln. Neben den erforderlichen Werbemitteln, die inhaltlich die Bedürfnisstruktur aufgreifen, muss sich auch die Aussteuerungslogik einem Feintuning unterwerfen. Denkbar wäre hier beispielsweise ein  Frequency Capping auf Zielgruppenebene, nicht mehr wie bisher kampagnenübergreifend.

    Also, jede Menge Herausforderungen, die wir in den kommenden Monaten gerne annehmen.

    Nadine Schollmeier, Teamleiterin Tools & Services bei mediascale

  4. Sunny Cars fährt mit mediascale

    Feb 29 2012
    Julian Simons

    Julian Simons

    Wir freuen uns über einen neuen Kunden im neuen Jahr: Seit Januar plant und optimiert mediascale für Sunny Cars, einen der größten Mietwagenvermittler in Europa. Die Online-Kampagne läuft in zwei Phasen bis Ende März 2012 und verfolgt zwei Ziele: Sie soll zum einen über Displaywerbung Neukunden generieren, zum anderen über Re-Targeting bereits bestehende Kunden von Sunny Cars noch individueller ansprechen. Unser bewährter Partner, die Augsburger Agentur NFQ, hat die unterschiedlichen Werbemotive für Sunny Cars entworfen. Sie sind unter anderem auf reichweitenstarken Portalen der Vermarkter Tomorrow Focus und Ströer Interactive, auf verschiedenen Webseiten des Reiseverlags MairDuMont (z.B. DuMontReise.de, Neckermann-Reisen.de, thomascook.de oder urlaub.de) sowie auf swoodoo.de zu sehen.

    Für das Re-Targeting setzen wir unser agentureigenes Tool NE.R.O. ein. Das System erfasst in Verbindung mit dem Dynamic Banner Tool (in Zusammenarbeit mit NFQ), für welche Angebote und Aktionen sich der Kunde im Vorfeld interessiert hat. Darauf zeigt es ihm gezielt ein entsprechend gestaltetes Werbemittel an.

    Auf www.swoodoo.de erhalten potentiellen Neukunden beispielsweise über ein sogenanntes Destination Targeting verschiedene Motive eingeblendet. Sucht jemand auf dem Vergleichsportal etwa Flüge nach Mallorca oder Ibiza, werden ihm die neusten Mietwagenangebote von Sunny Cars in Spanien angezeigt. So ist für jeden Nutzer der richtige Wagen dabei.

  5. Social Advertising auch bei Google Plus?

    Feb 16 2012

    Agnes Ley

    Über die möglichen Werbeformen bei Facebook habe ich an dieser Stelle bereits mehrfach berichtet. Nun ist die Frage: Was ist eigentlich bei Google+ möglich? Für Unternehmen ist Google+ als Werbeplattform noch nicht nutzbar. Analog zu Facebook können jedoch Profile von Marken, Unternehmen und Künstlern angelegt werden. Bis dato gibt es aber keine Möglichkeit, Profil-Follower über Werbekampagnen zu gewinnen.

    Die einzige Form der werblichen Nutzung ist aktuell eine soziale Erweiterung von Google AdWords- oder Google Display Netzwerk-Kampagnen. Diese Erweiterung erreicht nur Nutzer, die selbst bei einem Google-Dienst eingeloggt sind. Gibt ein eingeloggter User dann bei Google eine Suchanfrage ein, so erhält er in den Anzeigen die Zusatzinfos (siehe Abbildung 1).

    Abbildung 1

    Neben der direkten Möglichkeit, eine „+1“-Bewertung abzugeben, sieht man unten auf der Anzeige auch, wie viele User aus den eigenen Circlen schon Beiträge des Profils „gepluseinst“ haben.

    Die sonstige Funktionalität der Google AdWords-Anzeige bleibt unverändert und verlinkt auf die gewählte Landingpage des Kunden. Abbildung 2 zeigt die Darstellung der sozialen Erweiterung bei Kampagnen des Google Display Netzwerks (GDN).

    Abbildung 2

    Will man als Werbekunde die soziale Erweiterung nutzen, so muss man vorab das Google+ Profil mit der jeweiligen Website verifizieren. Dazu muss auf der Kundenwebsite ein Metatag integriert werden, der den Nachweis gewährleisten soll, dass ein Berechtigter die Verifizierung vorgenommen hat. Danach wird die soziale Erweiterung automatisch bei allen AdWords- oder GDN- Kampagnen angezeigt.

    Unterdrücken kann man die soziale Erweiterung bei Google Display Netzwerk-Kampagnen. Dazu kann die Funktion beim Anlegen der Kampagne deaktiviert werden. Dies sollte vor allem bei Kampagnen erfolgen, die mit Motiven arbeiten, die wichtige Infos in dem Bereich haben, der von der sozialen Erweiterung verdeckt würde. Bei Google AdWords- Kampagnen kann die soziale Erweiterung nicht unterdrückt werden.

    Die Schaltung von Ads innerhalb von Google+ wird sicherlich irgendwann kommen. Aktuell scheint Google aber noch abzuwarten, bis das Produkt Google+ eine höhere Verbreitung gefunden hat. Deshalb ist noch nicht absehbar, wann es soweit sein wird.

  6. Von 11 nach 12 – ein kurzer Ausblick

    Feb 08 2012
    Julian Simons

    Julian Simons

    Auch wenn das Jahr schon ein paar Tage hinter sich hat, hier ein kurzer Rück- und Ausblick in eigener Sache: Auch 2011 ist mediascale wieder deutlich gewachsen und konnte zudem zum ersten Mal seit Bestehen physisches Neuland betreten.

    Grund für das Wachstum ist maßgeblich NE.R.O., ein Tool, das mit dem Kaiser Nero bis auf den Namen wenig zu tun hat:  dahinter (“Netto-Reichweite-Online”) verbirgt sich ein vermarkterübergreifendes Planungs- und Taregtingtool, mit dem wir online Marken erfolgreich aufbauen und ihre Verkäufe steigern. 2011 hat mediascale gut 35 Prozent aller Kampagnen mit NE.R.O geplant und ausgeliefert. Diese Targetingkompetenz schlug sich positiv nieder: Unser Gross Income stieg auf 5,6 Mio. € (2010: 4,8 Mio. €) , das Billingvolumen sogar auf 72 Mio. € (nach 59 Mio. € im Vorjahr). Doch nicht nur mit Wachstum beim Targeting, sondern auch mit neuen Kunden, wie bspw. die Gothaer Versicherungen oder DieDruckerei.de, konnten wir  ein hervorragendes 2011 abschliessen.

    Was uns daneben besonders freut ist, dass wir uns 2011 auch physisch ausgebreitet und unsere Zelte in einer Stadt aufgeschlagen haben, die ebenfalls lange einen Kaiser beherbergte, in Wien. Seit Herbst sitzen wir gemeinsam mit den Kollegen von Plan.Net und Mediaplus am Türkenschanzenpark und betreuen nun unseren Kunden Tele2 zu seiner grossen Freude direkt vor Ort. Darüber hinaus ist diese Expansion auch Basis für die Expansion von NE.R.O. in den österreichischen Markt, worauf wir uns sehr freuen.

    Und was erwartet uns sonst noch in 2012?
    Wir wollen in diesem Jahr gut 1000 Kampagnen (oder rund 40 Prozent all unserer Online-Werbemaßnahmen) mit Targeting entwickeln und ausspielen. Dabei werden wir unsere Systeme künftig nicht nur zur Vertriebsunterstützung, sondern stärker auch für die Image- und Markenkommunikation einsetzen. Konsumrelevante Kriterien wie Kaufentscheidungsphasen, Interessen und Einstellungen des Nutzers rücken hierbei in den Vordergrund.

    Darüber hinaus glauben wir an das Potential inhaltlich und kreativ besser aufgebauter Targeting-Kampagnen: heute werden nur rund fünf Prozent aller Targeting-Kampagnen dynamisch und damit individuell und inhaltlich auf den einzelnen Nutzer abgestimmt ausgeliefert. Bei dieser so genannten dynamischen Kreation von Werbemitteln kombiniert das System die Profilinformationen der User mit dem jeweils passenden Motiv, Text, Produkt oder Preis. So können wir Werbewirkung und Effizienz der Kampagnen noch einmal entscheidend steigern.

    Ansporn genug  – wir freuen uns die kommenden Monate!

     

  7. Was macht eigentlich Google…

    Feb 02 2012

    Taskin Erdem

    … im Bereich Mobile derzeit? Seit Jahren versucht uns der Internetriese weis zu machen, Mobile sei das Medium der Zukunft. Und so langsam haben wir das Gefühl, es geht auch wirklich in diese Richtung. Deshalb hier ein paar aktuelle Zahlen und Fakten zum Mobile-Markt:

    1999 gab es in Deutschland 23 Millionen Mobilfunkanschlüsse, letztes Jahr waren es bereits 112 Millionen. Während 2009 noch 5.7 Mio. Smartphones über den Ladentisch gingen, wurden in 2011 ziemlich genau doppelt so viele, nämlich 11.8 Mio., verkauft. Noch größer sind die Wachstumsraten bei Tablets. Dort stieg der Absatz von 0.8 Mio. Geräten 2010 auf 2.1 Mio im letzten Jahr. Damit ist zu erwarten, dass 2012 vermutlich mehr Smartphones als Desktop PCs und Laptops zusammen verkauft werden. Bis 2015 soll der Umsatz über mobile Endgeräte (mCommerce) auf sechs Milliarden Euro anwachsen. Im Vergleich dazu prognostiziert die Branche für 2015 im Bereich eCommerce einen Umsatz von ca. 40 Mio. Euro.

    Und was hat jetzt Google damit zu tun, fragen Sie zu Recht.

    Das Unternehmen hat sich schon seit Jahren auf dieses Wachstum vorbereitet. Googles Hauptgeschäft bleibt auch auf den mobilen Endgeräten zunächst die bezahlte Suche, wie wir sie bereits von unseren Monitoren her kennen, allerdings erweitert um einige Zusatzfunktionen.

    Google Mobile Search Ads

    Wie man auf dem Bild erkennen kann, nutzt Google in seinen bezahlten Suchresultaten von Handys bzw. Smartphones die grundsätzlichen Funktionen wie bezahlte Anrufe und Apps.

    Doch nicht nur die Google Suche ist für Werbetreibende interessant, sondern auch die Möglichkeiten, die man über das Google Display Netzwerk (GDN) und admob (by Google) erhält.

    Wie man schon vermuten kann, geht es hierbei um visuelle Anzeigen auf Partnerseiten des Google Netzwerkes und mobilen Webseiten, die direkte Aufträge über admob erhalten. Es lassen sich unterschiedliche Formate und sogar Sonderinszenierungen darüber realisieren.admob Sonderinszenierung Mobile Advertising

    Das ist nur ein Beispiel für die Möglichkeiten, die Google bietet. Google wäre aber nicht Google, wenn man neben den Anzeigenformaten nicht auch das Targeting auf Endgeräte und beispielsweise geographische Parameter ausrichten könnte. Es gibt noch viele andere Einstellungen für Kampagnen, doch mir geht es in diesem Artikel mehr um die vielfältige Darstellung der Möglichkeiten.

    Der letzte Baustein in der Reihe Mobile Advertising by Google ist der sogenannte mYouTube Roadblock. Nein, ich habe mich nicht verschrieben, mYouTube steht für die Mobile-Version von YouTube und ist mit mehr als einer Million Impressions pro Tag (Stand November 2011) die Video-Webseite Nr. 2 weltweit nach YouTube.com. Das Format ist eine Image-Anzeige, welche man für 24 Stunden schalten kann und damit alle User der mobilen Webseite erreicht. Es ist also eher für eine Massenpublikation für weltweit agierende Advertiser gedacht.

    Youtube Mobile Ads

    Die beschriebenen Ad-Formen sind natürlich an die Endgeräte angepasst. Wenn man mit den Geräte ganz normal browsed, liefert Google weiterhin auch Anzeigen für alle Endgeräte aus. Das bedeutet natürlich nicht, dass man ohne Google keine Werbung in mobilen Endgeräten platzieren kann, aber es bedeutet, dass Google auch in dieser Disziplin möglichst schnell möglichst viel Marktanteile sichern will. Für uns kommt das nicht überraschend, aber es gilt definitiv weiterhin, dass wir für unsere Kunden die bestmöglichen Platzierungen auch im Bereich Mobile Advertising – und sei es über Google – anbieten können.

     

  8. Die eDialog To Do-Liste 2012

    Jan 19 2012
    Alexander Emmendoerfer

    Alexander Emmendoerfer

    Der Jahreswechsel liegt – genau wie alle Vorsätze – gefühlt schon wieder ein paar Monate zurück. Ich möchte dennoch die Gelegenheit nutzen, hier die Top Five unserer To Do-Liste 2012 im Bereich eDialog vorzustellen.

    Frequenzsteigerung
    Es hört sich banal an, aber eine höhere Kontaktdosis im Newsletterversand oder eDialog-Programm bleibt eine der wesentlichen Herausforderungen auch im Jahr 2012. Viele haben ein funktionierendes Newslettering, viele Erfahrungen gesammelt, Erfolge erzielt, aber dennoch das Gefühl, dass noch wesentlich mehr machbar ist. Und das ist auch nach unserer Einschätzung fast immer der Fall. Das Problem ist oft die inhaltliche Konzeption der Newsletter. Meist ist sie gar nicht für eine höhere Kontaktdosis oder -frequenz geeignet. Genauso wenig wie das Grundtemplate bzw. die inhaltliche Aufteilung in einem Newsletter. Durch eine überarbeitete Grundkonzeption im Zusammenhang mit einer neuen, aber effizienten Contentstrategie lassen sich aber schon mit relativ überschaubarem Aufwand neue Potentiale hin zu mehr Frequenz verwirklichen.

    Volldynamisierung
    Auch digitale Dialogkommunikation muss relevant und spannend sein. Je individueller und aktueller, desto besser. Nur stehen viele Kunden auch 2012 noch vor den beiden grundsätzlichen Herausforderungen auf dem Weg zur Individualisierung: Wie soll ich diese  inhaltlich realisieren – und mit welcher Technik? Inhaltlich sind wir in den letzten Jahren ein gutes Stück vorangekommen. Es bleibt noch vieles zu tun und zu entdecken, und sicher bleibt der Weg das Ziel, aber wir kennen heute fast immer Wege, wie wir durch eine Dynamisierung die Performance im eDialog drastisch verbessern können. Technisch bieten die Dialogmarketing-Tools nach wie vor kaum ausreichende Lösungen für eine Volldynamisierung. Können sie wohl vorerst auch gar nicht. Eine Shop-Lösung kann ebenso wenig automatisiert angebunden werden, wie andere externe Datenbanken mit allen notwenigen Daten und Parametern, um jeden Newsletter dynamisch und individuell aussteuern zu können. Dennoch gibt es heute fast immer eine Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit den Anbietern oder über unsere eigenen Lösungen wie unser Dynamisches Newsletter-Tool eine Volldynamisierung zu ermöglichen.

    Qualitative Leads
    Von einem kann man nie genug haben: neue Interessenten mit E-Mail Opt-in. Allerdings ist die externe Generierung von solchen Opt-ins zum Beispiel über Co-Sponsoring oder ähnliche Ansätze nach unserem Gefühl in der letzten Zeit etwas aus der Mode gekommen. Derartige Leads sind zwar nach wie vor relativ günstig, aber sie passen nicht zu den “Qualitäts-Offensiven” vieler Marken im Bereich Leadgenerierung. Oft betreibt man in der Zwischenzeit lieber mehr Aufwand, um Interessenten auf den eigenen Sites vom Opt-in zu überzeugen, und auch wir sind stark in derartige Projekte involviert.
    Die Vermarkter für externe Opt-ins versprechen zwar mittlerweile auch Antworten auf den höheren Qualitätsanspruch, aber erste Testings haben hier noch zu keinen neuen und effizienten Ansätzen geführt. Wir hoffen, das ändert sich in nächster Zeit noch, denn externe Leads sind weiter eine der wichtigsten Lösungen, um in kurzer Zeit sehr viele Opt-ins aufzubauen.

    Behavioural Dialog
    Nicht nur für mich bleiben alle Behavioural-Ansätze, die mit personenbezogenen Daten wie im E-Mail-Marketing arbeiten nach wie vor streng verboten. Hinzu kommt aktuell noch, dass dies wohl auch die Europäische Kommission bald verbindlich noch strenger regeln wird.
    Wenn man allerdings das ausdrückliche Opt-in der Interessenten einholt, eröffnet sich eine neue Welt der Möglichkeiten. Als wichtigsten Schritt in 2012 sehen wir persönlich daher, mehr Unternehmen und Marken in der konkreten Umsetzung solcher Behavioural Opt-ins zu begleiten. Einige wenige haben es vorgemacht: Wenn man offen und transparent mit diesem Opt-in umgeht, leuchten vielen Interessenten die Vorteile durchaus ein.

    Customer Experience
    Schon in einem meiner letzten Blogbeiträge ging es um die Emotionalisierung im eDialog, und dass dies nicht alleine durch E-Mails oder Newsletter gelöst werden kann. Und die Herausforderungen in diesem Bereich werden auch 2012 noch weiter zunehmen. eDialog steht heute fast immer vor der Aufgabe, Kunden und Interessenten nicht nur zu informieren, sondern auch zu unterhalten und zu begeistern. Weil nur so eine wirksame Kundenbindung entstehen kann. Dies kann aber nicht alleine die Aufgabe von E-Mails sein, vielmehr geht es um eine vermehrt ganzheitliche Ausrichtung von bestimmten Inhalten in Richtung Dialog. Wir nennen das die “Dialogisierung der Marke”. Und wir entwickeln gerade einige Ansätze, die die Kunden unserer Kunden begeistern und noch mehr an die Marken binden sollen.

    So, und jetzt back to work… ;-)

  9. Happy 2012!

    Jan 10 2012

    Agnes Ley

    Ich hoffe, Sie haben sich gut erholt im Weihnachtstrubel und beim Silvester Party Hopping? Vielleicht haben Sie es aber auch ganz ruhig angehen lassen oder sind sogar in die Ferne verreist? Unter den Kollegen hier kann man alle Modelle finden. Von Österreich über Neuseeland bis hin zu China führten die Reisen der mediascale-Mitarbeiter. Da wird von klirrender Kälte und Tonsoldaten genauso berichtet wie von knackendem Kaminfeuer und täglichem Schneeschippen in Tirol.

    Seit gestern sind nun (fast) alle wieder hier, und wir starten gestärkt und frisch motiviert mit neuen Planungen und Kampagnen ins 2012. Und wie es so üblich ist, haben sich auch viele von uns gute Vorsätze fürs neue Jahr vorgenommen. Die wichtigsten in Kürze: In der Agenturküche soll zukünftig das dreckige Geschirr wirklich in die Spülmaschine geräumt und nicht einfach nur abgeladen werden. Der Kaffeemaschinenputzdienstplan für 2012 hängt fein säuberlich an der Wand, damit auch niemand mehr vergisst, die gute alte Jura abends zu reinigen. Die ein oder andere Kollegin sieht man mit Salat am Mittagstisch sitzen, und ich selbst besuche all mittaglich das Yoga-Studio gegenüber, um den Weihnachtspölsterchen zu Leibe zu rücken.

    Was auch immer Sie sich vorgenommen haben für 2012 – wir wünschen Ihnen die Durchhaltekraft und den nötigen Biss, damit Sie ihre Ziele erreichen.

  10. News von der Marketing on Tour: Microsoft kauft Facebook

    Nov 17 2011

    Agnes Ley

    Von Glaskugeln, Pandas und der Google Bank: Am vergangenen Dienstag war ich in München bei der Marketing on Tour und möchte an dieser Stelle von den Highlights erzählen:

    Am Vormittag führte Jörg Rensmann, Geschäftsführer der infoMantis GmbH, eindrucksvoll vor Augen, was wir alle uns vor zehn Jahren noch nicht hätten vorstellen können, heute aber Realität ist. Danach wagte er einen Blick in die Glaskugel und prognostizierte, was 2021 sein wird: Microsoft hat Facebook gekauft, und Google ist weltweit die drittgrösste Bank. Ob wir uns das so vorstellen können oder wollen, sei mal dahin gestellt. Desweiteren wird zukünftig alles App sein, und einen Browser wird es laut Rensmann höchstens noch im Geschichtsunterricht geben. Ok – spannende Idee, aber hier wage ich dann doch mal zu widersprechen. Der aktuelle App-Hype wird auch wieder vorüber gehen, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Apps langfristig eine so starke Dominanz haben werden.

    Vom Panda Update berichtete die Firma SUMO. Dabei handelt es sich um ein Update von Google, das den SEO Bewertungsindex so stark verändert hat, dass ca. 40 Prozent aller gelisteten Websites betroffen waren. Wie immer bei Google weiß man nicht genau, an welchen Stellschrauben gedreht wurde, jedoch ist das Panda Update seit Mitte 2011 aktiv und hat für reichlich Wirbel in der SEO Landschaft gesorgt. Übrigens heißt das Update nach seinem Entwickler-Vater bei Google, der Pandabär spielte keine Rolle bei der Namensfindung. Panda stellt in gewissen Maßen auch die Weichen für SEO in 2012: Unternehmen, die Links erkaufen, um besser gerankt zu werden, müssen sich wohl zukünftig in Acht nehmen. Hier wird Google stärker als bisher durchgreifen. Und wie in fast jedem Vortrag spielte natürlich auch bei SUMO das Thema Social Media keine unwichtige Rolle. Man geht davon aus, dass für das nächste Jahr vor allem auch Bewertungen über g+ in das Siteranking eingehen. Beispiel: Hat ein User, der in meinen Circle ist, eine Website schon einmal geklickt, wird mir diese mit höherer Priorität angezeigt als einem anderen User.

    Die Keynote am späten Nachmittag drehte sich rund um das Thema – na, raten Sie mal – jawohl: Social Media. Diesmal aber mit der Aussage, dass nicht alle Unternehmen in Social Media aktiv sein müssen. So wären zum Beispiel sehr exklusive Marken besser beraten, auch nur mit einem sehr exklusiven Kreis an Kunden zu kommunizieren, und dafür seien die sozialen Netzwerke wohl weniger geeignet.

    Darüber hinaus gab es viel Bekanntes und Bewährtes: Der Ratschlag: Testen, testen, testen! Die Erkenntnis: Eine Customer Journey ist besser als Last Cookie counts. Und immer wieder: Social Media.

    Überraschend positiv waren die Gespräche in den Kaffeepausen mit Geschäftsleuten und Kunden aus den unterschiedlichsten Bereichen, Rechtsanwälten, Finanzexperten. Das Format der Marketing on Tour fördert den Austausch durch ausgiebige Pausen und viel Zeit zum Networken. Das ist ein klares Plus für mich.

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