mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. mediascale Glossar: Universal Search

    Feb 13 2014
    Taskin Erdem

    Taskin Erdem

    Wenn es um Suchmaschinenwerbung geht, ist sehr schnell die Rede von SEA (Search Engine Advertising), SEO (Search Engine Optimization) und SEM (SEA + SEO). Grundsätzlich ist das auch richtig. Ich möchte in diesem Beitrag aber mal diese Trennung in Sparten aufheben und zur Basis zurück – die Suchmaschine. Wie gesagt, man ist sehr schnell bei der Aufteilung dieses Kanals in bezahlte Anzeigen und unbezahlte Suchresultate. Aber wir alle wissen, dass Suchmschinen deutlich mehr Resultate je nach Suche liefern können. Die Gesamtheit der Suche nennt sich Universal Search. Zum genaueren Verständnis hier mal einige Beispiele und Erläuterungen für die Bestandteile einer Suchresultatsseite (SERP):

    Universal Search

    Hier ein Beispiel für eine bezahlte Anzeige. Dieses Format erscheint typischerweise ganz oben oder auch an der rechten Seite der SERPs. Es ist eine bezahlte Anzeige, die pro Klick abgerechnet wird. Der Preis pro Klick ist vom gesuchten Begriff abhängig und wird bei jeder Suche über ein Auktionsverfahren ermittelt. Hierbei gibt jeder Werbetreibende an, wie viel er maximal für jeden Klick bezahlen möchte.

    Anzeige

    Der nächste Baustein ist der am häufigsten vorkommende und älteste Baustein von Suchresultaten. Die Listung von Suchtreffern aus dem organischen Index der Suchmaschine. Diese Treffer werden von Suchmaschinen nach Prüfung von unzähligen Faktoren in einer bestimmten Reihenfolge (Ranking) je nach Suchbegriff gelistet. Man kann als Werbetreibender nicht exakt bestimmen, bei welchem Suchbegriff man an welcher Position mit seinem Link gelistet wird. Man kann allerdings alle Faktoren bearbeiten um das höchstmögliche Ranking zu erreichen. Dieses Format hat keine direkten Werbekosten.

    Generic

    Google’s Credo ist es dem User das beste Ergebnis für seine Suche zu liefern. Darunter fallen natürlich auch aktuelle Nachrichten. Vor einigen Jahren hat Google genau deswegen aktuelle Nachrichten als eigene Sparte definiert und diese Ergebnisse aus dem organischen Index in eine eigene Kategorie gepackt. Die Ergebnisse werden nun durch den Zusatz “News” hervorgehoben. Dazu werden der Publisher und die Zeit der Veöffentlichung dargestellt.

    News

    Der nächste Baustein richtet sich an User, die Google per IP-Tracking geolokal zuordnet und dementsprechende lokale Ergebnisse mit passenden Adressdaten oder auch Kontaktdaten auf der SERP ausliefert. Dazu zeigt Google immer auch eine kleine Karte der näheren Umgebung an, auf der die gelisteten Ergebnisse durch Mapmarker mit alphabetischen Buchstaben zusätzlich hervorgehoben werden. Diese sind seit einiger Zeit auch um eine “Sterne”-Bewertung erweitert. Hiermit werden dem User gleich die Meinungen von anderen Usern angezeigt.

    MapLocal

    Über der Karte (also oben rechts) wird bei reinen Markensuchen der sogenannte Knowledge Graph abgebildet. Dieser wird aus unterschiedlichen Quellen zusammengestellt, je nach dem, ob Inhalte zur gesuchten Marke in diesen Quellen vorhanden sind. Die wichtigsten Quellen sind das Google+ Profil des Unternehmens und Wikipedia Einträge zur Marke bzw. Unternehmen. Im Umkehrschluss kann man aber wiederum sagen, falls es keine Einträge auf den gennanten Plattformen gibt, wird auch kein Knowledge Graph abgebildet.

    Knowledge

    Je nach Suche und Wichtigkeit aus Google-Sicht werden auch Ergebnisse zu Bildern und/oder Videos als Resultate aufgeführt. Auch diese werden durch einen erkennbaren Titel ähnlich der “News” hervorgehoben.

    Bilder

    Es gibt noch weitere Bauteile, die in die Suche hineinfließen können, wie Börsendaten,  Reisedaten, Währungsrechner, Social Inhalte, etc.

    Mit meinem Beitrag möchte ich darauf aufmerksam machen, dass der Kanal Search allein nur durch das Buchen von Adwords Anzeigen (SEA) und der Optimierung der generischen Suche (SEO) noch lange nicht ausgeschöpft ist. Wir betrachten die Suchmaschine als ein Kanal, da dem Endverbraucher zu Hause niemand sagt worauf er zu klicken hat, sondern Google ihm alle Möglichkeiten bietet, die er vielleicht gemeint haben könnte. So ist es unsere, aber auch die Aufgabe eines jeden Marketing Teams die gesamte Suche zu bedienen, zu optimieren, Möglichkeiten zu nutzen und zu erstellen. Nur so kann die geballte Kraft des Kanals Suchmaschine komplett genutzt und maximal relevant für den Endverbraucher dargelegt werden.

     

  2. 10 Jahre Social Media: Facebook feiert Geburtstag!

    Feb 11 2014

     

    Irina Mayr

    Irina Mayr

    Was ist passiert? – Ein Rückblick

    10 Jahre ist es nun her: Im Februar 2004 von Mark Zuckerberg gegründet, war die Website zunächst nur für eine begrenzte Nutzerschaft verfügbar. Die Online Community, „TheFacebook“ für Harvard Studenten, entwickelte sich jedoch schnell zu einer Online-Gemeinschaft, die seit dem Jahr 2006 für alle Onliner auf der Welt die Registrierung möglich macht. Auch Unternehmen können die Plattform für werbliche Zwecke nutzen und Fans für ihren Unternehmensauftritt gewinnen. Diese Möglichkeiten macht Facebook zum größten sozialen Netzwerk, das bis heute auf allen Kontinenten verfügbar ist.

    Trotz der häufigen Datenschutz-Vorwürfe und Änderungen in den Nutzungsbedingungen kann sich das Zuckerberg’sche Unternehmen gegenüber der Konkurrenz immer wieder durchsetzen.

    Nicht alle Neuheiten, die Facebook ins Leben rief, konnten sich jedoch behaupten: Die Interessensuche „Graph Search“, „Facebook-Home“ für Android-Nutzer oder auch die Foto-App „Poke“ fanden allesamt bei Fans des Online-Riesen wenig Beachtung. Ebenso der viel umjubelte Börsengang im Mai 2012 glich zu Beginn vielmehr einem „börsianischen“ Fiasko.

    Dennoch ist der große Einfluss und Erfolg der Website nach wie vor ungebrochen/ungebremst und vermeldet eine aktuelle Nutzerzahl von über 1,2 Milliarden Usern weltweit.

    “Facebook ist die wohl schlechteste erfolgreichste Website der Welt.”

    Günter Exel, Social-Media-Experte

    Was ist zu erwarten? – Eine Vorausschau

    We want to give everyone in the world the best personalized newspaper in the world!“. Dieses Zitat von Mark Zuckerberg soll die Neueinführung der App Facebook-Paper symbolisieren, die seit dem 05. Februar in den USA für iOS-Nutzer zum Download bereit steht. Die App stellt eine Ergänzung zur eigentlichen Facebook-App dar und fängt in ihren Beiträgen die aktuellen Stimmen ein. Ob Statusupdates von Freunden auf Facebook oder Nachrichtenmeldungen von bekannten Online-Medien – die App bereitet alles für seine Nutzer in ansprechender Form auf und präsentiert die zumeist redaktionellen Inhalte seinen Usern. Zu den Partnern der Nachrichten-Dienstleistungen der App gehören vor allem Medien wie die New York Times oder das Time Magazine. Eingeteilt sind die verschiedenen Meldungen in Themen, die jeder User individuell zusammenstellen kann. Laut Angaben von Facebook ist die App nun auf die wesentlichen Punkte der bekannten Facebook-Oberfläche reduziert und bietet dem User dadurch einen besseren Überblick in die wichtigsten Nachrichtenfelder.

    Bislang ist die App noch werbefrei – das kann sich aber bekanntermaßen bei Facebook schnell ändern. Auch die Einführung der App im internationalen Raum wird mit Spannung erwartet. Wir werden in jedem Fall berichten!

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Versuch von Facebook, das Anzeigen-Wirrwarr aufzulösen und eine verringerte Anzahl von Werbemöglichkeiten anzubieten, die den Werbetreibenden das Definieren von Zielen und Einstellen von Werbemaßnahmen leichter machen sollen. In einem ersten Schritt wird Facebook dazu die Anzeigeform Sponsored Stories absetzen. Ein ausschlaggebender Grund dafür ist vor allem seit Herbst letzten Jahres die Aussteuerung aller Anzeigen mit sozialem Kontext, welche den Einsatz von Sponsored Stories überflüssig macht. Voraussichtlich soll diese Änderung bereits ab Anfang April 2014 in Kraft treten – ein genaues Update von Facebook wird hierzu sicherlich noch einmal folgen.

    Bislang kann bei Facebook aus einer recht unübersichtlichen Anzahl von über 20 verschiedenen Werbeformaten ausgewählt werden, die von Facebook selbst in immer kürzeren Abständen neu formatiert und angepasst werden. Dieser illustre Haufen von Werbeformaten kann jedoch leicht durch Kürzung der Angebote zu einem sinnvollen Bündel an Anzeigen geschnürt werden, wenn man bedenkt, dass viele sich in Funktion und Zielsetzung überschneiden.

    Es bleibt abzuwarten, wann Facebook diese Änderungen vornehmen wird und in welchem Umfang diese stattfinden sollen.

    Bis dahin bleibt Werbetreibenden auf Facebook nur Eins: abwarten und Facebook-Anzeigen schalten! Schließlich ist uns Herr Zuckerberg dafür dankbar!

     

  3. RTA: Effizienzgewinn derzeit nur für Publisher

    Feb 04 2014

    d3con-logo

    Real Time Advertising, Programmatic Buying, Mobile Advertising: 2014 geht schon wieder genau so weiter wie das vergangene Jahr. Zu einem der ersten Fixtermine im Jahr für mediascale hat sich die d3con entwickelt, die Data Driven Display Advertising Conference, die am 11. Februar in Hamburg stattfindet. Mit rund 800 Besuchern im  vergangenen Jahr darf sich das von Thomas Promny organisierte Klassentreffen der Experten für Echtzeit und datengestützte digitale Werbung zu Recht größtes Treffen der Real Time Advertising-Branche nennen.


    Hier eine Video mit Highlights aus 2013

    Auch mediascale-Geschäftsführer Julian Simons wird in diesem Jahr wieder an der d3con teilnehmen. Zusammen mit Stefan Beckmann von Infectious Media – und moderiert von Ralf Scharnhorst – diskutiert er auf einem Panel um 13.30 Uhr die Frage “Wird es in 5 Jahren noch klassische Mediaagenturen geben?”

    Die Veranstalter haben Julian im Vorfeld des Kongresses auf onlinemarketing.de auch dazu schon mal zum Interview gebeten. Hier ein kleiner Auszug seiner Statements:

    - Beim Real Time Advertising findet ein Effizienzgewinn derzeit höchstens beim Publisher, nicht jedoch bei der Agentur oder dem Advertiser statt.

    - Der Anteil von RTA innerhalb der Kampagnen liegt bei mediascale derzeit bei maximal 10 Prozent. Er wird erst nennenswert steigen, wenn Brandingkampagnen über private Ad Exchanges buchbar und qualitativ hochwertig selektierbar sein werden.

    - die derzeit angebotenen mobilen Werbeformat sind unzureichend. Es fehlen vermarkterübergreifende klare mediale Konventionen und vor allem fehlen passende mobile Websites auf Seiten der Advertiser.

    - in Zukunft wird die zentrale Kompetenz einer Mediaagentur weniger die operativ einwandfreie Aussteuerung einer Kampagne sein, als vielmehr die konzeptionelle Beratung, Analyse und Optimierung. Durch die Vielzahl an zu managenden Daten, die zunehmende Granularität  und die zunehmende Verschränkung unterschiedlichster On- und Offline-Kanäle steigt die Komplexität stark.

    Damit ist die Frage des Panels “Wird es in 5 Jahren noch klassische Mediaagenturen geben?” eindeutig mit ja beantwortet. Allerdings werden sich Mediaagenturen in ihrer Rolle und den angebotenen Leistungen deutlich weiterentwickeln müssen.

     

  4. Neue Perspektiven und Tatendrang…!

    Jan 30 2014
    Agnes Ley

    Agnes Ley

    Was hat Ihnen das neue Jahr bisher beschert? Bei der mediascale hat es uns einige neue Mitarbeiter gebracht und auch neue Sitzplätze, da ein Umzug innerhalb der heiligen mediascale-Hallen nötig geworden ist. Ein Büroraum ist neu dazu gekommen und damit alle möglichst kurze Kommunikationswege haben, ist fast jeder intern umgezogen. So haben wir letzten Freitag alles in Umzugskartons verpackt und die Heinzelmännchen haben über´s Wochenende den Umzug erledigt. Montag morgen lief dann auch alles fast wieder rund. Ein paar nicht eingesteckte Rechner waren schnell eingesteckt, fehlende Stühle mussten noch nachbestellt werden und Schönheitskorrekturen wie Kabel in den zugehörigen Kabelschächten zu verstauen stehen noch aus. So sitze ich an einem neuen Arbeitsplatz und bin voller Tatendrang, denn neue Perspektiven bringen ja oftmals auch neue Ideen mit sich.

    Aber plötzlich ist sie da: Die Schreibblockade!

    Ich sitze vor dem leeren Blatt und es will mir einfach kein Thema für diesen Blogartikel einfallen. Was Aktuelles soll es sein und natürlich etwas, das Sie alle interessiert. Aber was könnte das sein?

    Was macht man in so einem Fall? Na, ich schaue einfach mal, was die Fachmedien so an aktuellen Themen bieten und stelle auf den Webseiten fest: Es gibt anscheinend einfach keine aktuellen Themen, die auch noch für alle Leser interessant sind und mich von meiner Schreibblockade erlösen.

    Der erste Artikel steht in der W&V und wirbt für Old Spice Shampoo. Die Zielgruppe ist vielleicht eine Mischung aus Männern mit Glatze oder wallender Mähne und Frauen mit einem surrealen Kinderwunsch.

    Weiter geht es bei Meedia in der Kategorie MEISTGELESEN mit dem Dschungelcamp. Ja, da hätte ich jetzt auch drauf kommen können, denn wann immer diese Sendung läuft ist sie ja ein Dauerbrenner in jeder Gesprächsrunde. Und das obwohl sie angeblich keiner anschaut. Bei der Horizont hätten wir dann noch das Thema Super Bowl mit seinen eigenartigen Werbespots. Hier bin ich mir nie sicher ob der Sport oder die Werbung im Rampenlicht stehen…

    Mit mehr „Nicht-Nachrichten“ möchte ich Sie an dieser Stelle aber nicht belästigen und freue mich stattdessen auf den nächsten Artikel, den ich erst wieder schreibe, wenn es was Spannendes gibt – versprochen!

  5. Verblasste Helden

    Jan 28 2014
    Tobias Wegmann

    Tobias Wegmann

    Ein neues Jahr beginnt für uns zuverlässig mit zwei Ereignissen: Kein Schnee in München, sondern schlammgrüne Wiesen. Und die Fachpresse beginnt mit den ersten Mutmaßungen bezüglich der Topthemen in der Online-Welt des jungen Jahres. 2014?? Programmatic Premium natürlich, Mobile, wie immer – und dann vielleicht noch was ganz Frisches, wie zum Beispiel Snapchat ?

    Wie wir alle wissen, wird nicht jeder Hype zum großen Erfolg werden und so mancher startet als Tiger, um dann doch als Bettvorleger zu enden. Es ist manchmal ganz hilfreich, sich diese verblassten Helden ins Gedächtnis zu rufen, wenn die Begeisterung für neue Themen mal wieder beginnt ins Hysterische überzukippen.

    In einer stillen Stunde haben wir deshalb unsere persönliche Hitliste der Produkte erstellt, bei denen die Fallhöhe zwischen Aufregung und langfristiger Bedeutung besonders groß war.

    Hier sind unser Medaillenkandidaten:

    Second Life
    Wolfram Alpha, aka „Google Killer“
    Die IPTV-Spotbox
    Siemens Xelibri
    Flipbooks als Bannerformat

    Sollten Sie andere verblasste Helden als Favoriten im Sinn haben, so freuen wir uns über Ihre Ideen. Nutzen Sie einfach die Kommentarfunktion, wirklich würdige Vorschläge belohnen wir mit einer Tüte unser sensationellen Fruchtsaftgummibärchen.

  6. Wer gehört zu mir?

    Jan 21 2014
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    Es war der sonst oftmals dröhnenden Fachpresse nur eine Randmeldung wert, aber irgendwie waren wohl Nutzungszahlen zu Webradio, das Ende der Sponsored Stories bei Facebook oder der Wunsch von Frau Mayer nach mehr Content schmeichelhafter für das redaktionelle Auge als die Übernahme von plista durch WPP/Group M.

    Auf den ersten Blick hat sich hier auch nichts Gravierendes geändert, schließlich sind Übernahmen (oder das Ausschlagen von drei Mrd. Dollar) eher ein gewöhnlicher Vorgang. Auf den zweiten Blick wirft dieser Schritt aber durchaus ein paar Fragen auf, die nicht vollkommen unerheblich für die Medienlandschaft sind. Geht es doch darum, dass eine neutrale Werbeplattform (inklusive einer dahinterliegenden Datenerhebung!) im unmittelbaren Einflussbereich eines keineswegs neutralen Marktpartners gerät.

    Dieser Vorgang ist so nicht einmalig, denn es gibt bereits ähnliche Fälle. Nehmen wir den Kauf von Adscale durch Ströer Digital. Hier gab es ebenfalls eine Übernahme, welche in der Folge – wenn sie konsequent zu Ende geführt wird – nicht darin münden kann, dass Adscale als hundertprozentig neutraler Marktteilnehmer bestehen bleibt. Ich muss da auch nicht mit dem Finger allzu sehr auf andere zeigen. Schließlich ist mediascale Teil der Serviceplan-Gruppe und somit nicht eigenständig. Unser Bewegungsspielraum in dieser Konstellation ist durchaus opulent, aber definitiv nicht grenzenlos.

     

    Den vollständigen Artikel lesen Sie hier bei LEAD digital.

  7. mediascale Glossar: Geotargeting

    Jan 16 2014

    Neben einer Vielzahl an Targetingmöglichkeiten, die die Onlinewelt zu bieten hat,  möchte ich in diesem Glossar näher auf das Geotargeting, auch Regiotargeting genannt, eingehen.

    Mittels Regiotargeting können Kampagnen auf gewünschte geographische Gebiete ausgesteuert werden. Dies ist für viele Kunden/Produkte ein zentraler Bestandteil von Kampagnen, um so Streuverluste zu vermeiden. Bei einer Vielzahl unserer Kunden, die Ihre Produkte bspw. nur in Bayern anbieten, ist das regionale Begrenzen der Kampagne bei jeder Planung ein absolutes Muss.

    Sprechen wir Onliner von Geotargeting, ist dabei jedoch nicht die Belegung von regionalen Angeboten bspw. www.stuttgarter-zeitung.de gemeint, sondern die technische Ausspielung der Werbemittel an User im gewünschten Zielgebiet.

    Verglichen mit den überregionalen klassischen Medien, die die Anzeigensteuerung häufig nur auf größere Zielgebiete anwenden können, z.B.  Nielsensplits bei Zeitschriften, kann man Onlinekampagnen deutlich präziser ausspielen.

    Beim Geotargeting wird nochmals unterschieden, auf welcher Datenbasis die Aussteuerung erfolgt.
    Zum einen können die Daten herangezogen werden, die ein User bei einer Anmeldung seines Profils angibt, bspw. im Falle von Freemail-Accounts oder ähnlichem. Zum anderen kann eine technische Aussteuerung auf Grundlage der IP-Adresse erfolgen auf die ich im Folgenden eingehen möchte.

    Die Ausspielung der Werbemittel auf Basis von IP-Adressen kann auf diversen Ebenen umgesetzt werden:

      Länder

     

      Bundesländer

     

      Nielsengebiete

     

      Städte

     

      Ballungsräume

     

      PLZ-Gebiete (bis zu 5-stellig)

    In der technischen Umsetzung werden IP-Adressen von spezialisierten Dienstleistern in Datenbanken regional zugeordnet. Dies geschieht in Deutschland auf Ebene von Postleitzahlenbereichen.
    Die Adserver der Vermarkter und Mediaagenturen greifen auf die Datenbestände dieser Dienstleister zu, um das Regiotargeting durchzuführen und die Werbemittel nur an User mit qualifizierten IP-Adressen auszuliefern.

    Geotargeting

    Die Buchungsmöglichkeiten des Regiotargeting können von Vermarkter zu Vermarkter verschiedenen sein und hängen vom jeweilig genutzten AdServer ab. Nicht alle AdServer können auf 5-stellige PLZ Bereiche aussteuern, sondern vielleicht nur bis zur zweiten Stelle oder auf Städtebasis.

    An dieser Stelle sei angemerkt, dass das technische Targeting auch Schwächen hat.
    So kann es in der Praxis zu Unschärfen in der Ausspielung der Anzeigen kommen. Folgende Problematiken können dazu führen, dass Werbemittel außerhalb des Zielgebiets angezeigt werden.

    Internetzugang ≠ Aufenthaltsort

    Der Internetzugang eines Internetnutzers erfolgt nicht immer an seinem tatsächlichen Aufenthaltsort. Unternehmen gehen oft über einen zentralen Punkt ins Internet, auch wenn ihre Mitarbeiter an verschiedenen Standorten arbeiten,  oder haben grundsätzlich einen Zugang ins Internet über einen Businessprovider in einer anderen Stadt, als ihren Firmensitz. Auch DSL-Provider für Privatnutzer besitzen ihre Einwahlknoten nicht immer regional direkt am Wohnort ihrer Kunden.

    Unschärfen in Adressdatenbanken

    Unschärfen in IP-Adressdatenbanken entstehen dadurch, dass sich die regionale Zuordnung von IP-Adressen von Zeit zu Zeit ändert. Das kann vorkommen, wenn Adressen anderen Businesskunden zugewiesen werden, ganze Netze umstrukturiert werden oder den Provider wechseln. Somit kann eine Adresse, die heute einen Zugang in Frankfurt repräsentiert, morgen Mainz zugeordnet sein. Während der Übergangszeit gibt es immer Momente, in denen die Datenbank nicht auf dem aktuellsten Stand ist.

    Also wundern Sie sich nicht, wenn Sie in Berlin einen Banner für einen Energieanbieter aus Frankfurt sehen, vielleicht wurde Ihre IP-Adresse in der verwendeten Geodatenbank falsch zugewiesen.

  8. Welcome 2014!

    Jan 10 2014
    Agnes Ley

    Agnes Ley

    Das mediascale Team und der Klartext Blog haben eine sehr erholsame Weihnachtspause gemacht und jetzt melden wir uns eifrig und gestärkt zurück. Wir hoffen Sie haben entspannte Feiertage mit Freunden und Familie verbracht und freuen sich, wie wir, auf ein gemeinsames Jahr 2014.

    Voller Tatendrang werden wir auch dieses Jahr unseren Klartext Blog mit interessanten Themen aus der Branche füllen und Sie über neue Trends und Technologien auf dem Laufenden halten. Wir werden weiterhin unser mediascale Glossar mit Fachbegriffen füttern, die von unseren Mitarbeitern erklärt werden, unsere Speakers’ Corner reflektiert wieder Stimmen aus der Branche und Sie dürfen sich natürlich auf neue Folgen von Bscheid gsagt freuen.

    Im Namen des gesamten mediascale Teams wünschen wir Ihnen einen guten Start in ein erfolgreiches 2014 und freuen uns auf alles, was dieses Jahr für uns und Sie bereithält.

  9. Was Fröhliches zum Fest – mediascale wünscht frohe Weihnachten!

    Dez 17 2013

    Wenn Sie im Moment durch die Online Mediaagenturen der Republik gehen, gehe ich davon aus, dass die am meisten benutzten Wortfetzen überall ähnlich durch die Gänge schallen:

    „Bitte abgrenzen nicht vergessen!“

    „Können wir noch was zubuchen für die KW 52…“

    „Bei XYZ haben wir Unterlieferungen auf ABC…“

    „Für Januar geht’s grad so weiter…“

    „Wer ist Notdienst am 27.12. ……“

    ….

    Kurzum, geruhsame Weihnachtsstimmung stellt sich noch nicht wirklich ein, in den letzten Wochen des Jahres trennt den Online Mediaplaner in puncto Arbeitsreichtum meist nicht viel von den Kollegen bei Hugendubel am Marienplatz oder den freundlichen Damen und Herren beim Glühweinverkauf am Weihnachtsmarkt bei -15 Grad.

    Drum ist es umso wichtiger, dass es trotzdem noch ein paar fröhliche Momente gibt, mit denen wir uns die Zeit bis zum 24. verkürzen, wenn wir alle die Füße unter den Baum strecken und den Clicktag einfach mal Clicktag sein lassen können.

    Ein wahres Bonmot haben wir uns bis zum Schluss aufgehoben: für all jene, die unterjährig meinen hoch geschätzten Kollegen Bscheid und seine Kolumne „Bscheid gsagt“ verfolgt haben, aber auch alle diejenigen, die mal wieder einen fröhlichen Moment gebrauchen können – unser Vorweihnachtsblogpräsent, die gesammelten Outtakes aus 12 Monaten Videoblog:

    Dem ist nichts hinzuzufügen, außer Ihnen allen ein geruhsames und fröhliches Weihnachtsfest und einen gesunden Rutsch in 2014 zu wünschen!

    Bis 2014 und alles Gute,

    Ihre mediascale

     

    Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

  10. Mediaplanung: Die verflixte letzte Woche

    Dez 16 2013
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    Jedes Jahr das gleiche: „Last Christmas“ läuft in endlosen Schleifen durch die Äther (wann greift hier mal der Staat ein!?!), an Lebkuchen hat man sich schon seit Ende August satt gefuttert und dann noch dieser Stress. Wobei ich nicht die private, oft verzweifelte Hatz nach Geschenken meine, sondern eher die beruflichen Aufgaben: Jahresplanung (häufigste Nebenwirkung: Deadline-Panik), Jahresabschluss (häufigste Nebenwirkung: Dezemberfieber), laufende Weihnachtsflights (Nebenwirkung s. Jahresabschluss) und dann ist da ja noch diese unsägliche KW 52.

    Sie kommt so sicher wie Weihnachten und ebenso sicher kommt die Frage: Wie lautet die mediale Empfehlung (unabhängig von einem verschleppten Dezemberfieber)? Die Voraussetzungen für E-Commerce sind ja grundsätzlich günstig. Viele Leute sind daheim und kommen dank diverser Schlemmereien und damit verbundener mentaler Adipositas kaum noch von der Couch. Diejenigen, die nicht gerade im Urlaub sind oder noch schnell heiraten (aus Liebe selbstverständlich und nicht wegen der Steuer) haben Zeit, sich dem ungezwungenen Konsum hinzugeben, Gutscheine einzulösen oder auch einfach nur Geld zu verjubeln. Doch nicht immer geht die Rechnung auf. Denn während SEA als Kanal häufig in der direkten Konvertierung gut funktioniert (u.a. aufgrund oben beschriebener Effekte), werden bedürfnisweckende Maßnahmen rund um Display & Co. häufig eher zu ernüchternden und direkt messbaren Ergebnissen führen. Denn was nicht eh schon auf der Wunschliste steht, kommt nicht sofort in den Warenkorb.

    Den vollständigen Artikel lesen Sie hier bei LEAD digital.

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