mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. Bscheid gsagt – Folge 38: Digital out of Home – dmexco

    Sep 10 2013

    Der Herbst hat angefangen, es weht ein kühler Wind und ich habe meine Jacke zu Hause vergessen. Zufällig laufe ich gerade an einem großen digitalen Screen vorbei, der mir mit einer kuscheligen und dennoch leichten Herbstjacke den Kopf verdreht. Digital out of Home Advertisement spricht den Kunden genau da an, wo er am anfälligsten für einen Kauf ist: draussen, in der Nähe von Geschäften, in der Einkaufszeile. Kampagnen können intelligent und z.B. wetterabhängig in Echzeit gesteuert werden, potenzielle Kunden können situationsbedingt direkt angesprochen werden.

    Zusammen mit Ströer und SportScheck haben wir eine regionale Außenwerbekampagne entwickelt, die auch gleichzeitig zur dmexco in München laufen wird.

    mediascale-Geschäftsführer Wolfgang Bscheid stellt in der heutigen Folge von “Bscheid gsagt” vor, wie diese Kampagne gesteuert wird und was genau sie beinhaltet.

    Besuchen Sie uns auch gerne auf der dmexco 2013.

    Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

  2. NEU – mediascale Glossar: Gross Rating Point (GRP)  – In der Werbung hat man immer Druck!

    Sep 03 2013

    Wir möchten Ihnen ab heute eine neue Serie in unserem Klartext Blog vorstellen: das mediascale Glossar. Als Performance Agentur beschäftigen wir uns täglich mit einer fast brancheneigenen Sprache. Geo-Targeting, Affinität, Nettoreichweite und GRP sind in unserem täglichen Vokabular stets präsent. Jedoch wissen wir auch, dass nicht unbedingt jeder Leser diese Begriffe genauso gut kennt wie wir. Somit wollen wir Ihnen ein Insight in unsere Branche gewähren und gleichzeitig ein Nachschlagewerk kreieren, das interessant ist zu lesen und Ihnen die Möglichkeit gibt ab jetzt auch Dinge wie Nettoreichweite, Affinität und Geo-Targeting erklären zu können.

     Viel Spaß mit unserem ersten Begriff: GRP

    In einer reinen Onlinebetrachtung ist das Wissen um den GRP selten gefordert. Man hat ja schließlich andere Möglichkeiten, den Werbedruck zu bestimmen. Wenn man jedoch irgendwann sein Online-Silo verlässt, bedarf es einer übergreifenden Währung, welche Medien hinsichtlich ihres Werbedrucks vergleichbar macht. Dabei kommt dann unweigerlich der GRP ins Spiel. Mathematisch ausgedrückt ist der GRP :

    Nettoreichweite in % x Ø-Kontakte also z.B. 40% x 2,5 = 100

    Die beispielhaften 100 GRP lassen sich dabei über eine Vielzahl von Kombinationen erreichen, wie folgendes Schaubild zeigt:

    GRP
    Somit sagt ein GRP lediglich etwas über den relativen Werbedruck aus, nicht aber über dessen Qualität. Da ich immer auch Wirkungskorridore habe, muss ich neben der GRP-Angabe immer auch die Nettoreichweite und Durchschnittskontakte vergleichen, um eine Planung sinnvoll beurteilen zu können.

    Wirkungskorridor

    Um die Kosten eines GRP zu errechnen dividiert man einfach die gesamten Schaltungskosten durch die GRP-Anzahl und erhält den Cost per GRP (CPG). Anhand von CPGs kann ich nunmehr wiederum die Wirtschaftlichkeit einer Planung ablesen, bzw. grundsätzlich Medien ins Verhältnis zueinander setzen. ABER es sollte nun nicht der Fehler gemacht werden, CPGs oder eben GRPs ohne qualitative Bewertung zu vergleichen. Andernfalls hätte ein TV 20-Sekünder das gleiche Gewicht wie ein Banner oder ein Skyscraper. Somit sind wiederum Gewichtungsfaktoren notwendig, wie sie z.B. die AdImpact-Studie ausweist. Letztendlich ist also die Ermittlung des Wertes von einem 4-Klässler zu bewältigen. Für einen versierten Umgang und eine treffende Interpretation ist jedoch ein wenig Mediaerfahrung durchaus förderlich.

     

  3. NE.R.O.versum Teil 4

    Aug 27 2013
    Nadine Schollmeier, Teamleiterin

    Nadine Schollmeier, Teamleiterin

     

    Im vorerst letzten Teil dieser Serie möchte ich auf die Möglichkeit der Integration von externen Daten in NE.R.O., unserem hauseigenen Targetingtool eingehen. Neben der regelmäßigen Zusammenführung der AGOF Affinitätsindizes und unserer NE.R.O. Merkmale, können weitere Datenlieferanten wie beispielsweise das GfK Consumer Panel herangezogen werden. Die NE.R.O. Profildatenbank kann dadurch mit zusätzlichen individuellen Kundensegmenten angereichert werden.

    Das GfK Consumer Panel erfasst die Käufer oder Verwender von Marken und Produkten.  Alle Panelisten, die auch ein NE.R.O. Profil besitzen, können für eine weitere Analyse und zur Zielgruppenermittlung herangezogen werden. Dabei erfolgt die Datenverarbeitung stets auf rein pseudonymisierten Datensätzen und erfüllt zu jeder Zeit alle aktuellen Datenschutzbestimmungen.

    Die NE.R.O. Profile der Panelisten werden in der Analyse einer neutralen Stichprobe gegenübergestellt, um Merkmale zu identifizieren, die für eine spätere Zielgruppenbeschreibung besonders trennscharf sind. So ist es uns möglich über das NE.R.O. Targetingtool die Käufer- oder Verwenderzielgruppen abzubilden.

    Integrationsprozess GfK Consumer Panel (schematisch)

    GFK_Consumerpanel_NERO

    Wird beispielsweise in der Klassik der Planungsansatz der Käufer oder Verwender angewendet, kann über dieses Verfahren jetzt auch im Online auf die gleiche Zielgruppe geplant werden. Die Leistungswerte der einzelnen Kanäle können so deutlich einfacher zusammengeführt und ausgewiesen werden.

    Die Betrachtung der NE.R.O. Profile einer bestimmten Nutzergruppe dient aber nicht nur der Abbildung bzw. der Übertragung von Zielgruppen, sondern kann ebenfalls zur Analyse bestehender oder auch noch nicht genau definierter Zielgruppen herangezogen werden.  Über NE.R.O. Analytics kann beispielsweise eine so genannte Cross-Site Analyse durchgeführt werden. Diese Analyse kann dabei helfen die aktuelle klassische Online-Mediaplanung zielgerichtet um weitere sinnvolle Umfelder zu erweitern, oder die bestehende Planung zu verifizieren.  Dabei werden gezielt die User betrachtet, die Kontakt mit der jeweiligen Kundenkampagne hatten. Die Analyse kann sowohl auf Basis des generierten View-Kontakts als auch auf der Reaktion des Users, also den Klick auf das Banner erfolgen.

     

    Datenverarbeitung Cross-Site Analyse (schematisch)

    Crosssite_nero

    Darüber hinaus kann das Analyse-Tool dazu benutzt werden die aktuellen Sitenutzer einer Kundenwebsite genauer zu spezifizieren. Auch hier sind Unterscheidungen nach Kontaktpunkten möglich, was zu einer sehr genauen Abgrenzung selbst innerhalb der Websitepopulation führen kann. So ist es beispielsweise möglich User nach Kaufentscheidungsphase zu unterscheiden.

    Ich hoffe der Ausflug ins NE.R.O.versum war für Sie spannend und aufschlussreich. Vielleicht konnte ich bei Ihnen auch die Neugierde auf die Produktwelt und Anwendungsmöglichkeiten wecken. Bei Fragen zu den Produkten, den Analysen oder sonstigem rund ums Thema „Targeting“ stehe ich Ihnen natürlich sehr gerne zur Verfügung.

  4. Say it with a smile…

    Aug 20 2013
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    Es gibt Momente, da sind selbst wir nach 11 Jahren Onlinewerbung noch zu überraschen. Wir hatten schon skurrile Anfragen aller Art und regelmäßig bekommen wir Post aus Hong Kong mit der Aufforderung, diverse mediascale-Domains zu erwerben. Ab und an bewerben sich Argentinier mit humorigen Anschreiben, welche wir aus datenschutzrechtlichen Gründen jedoch nicht publiziert haben, selbst wenn es für große Freude gesorgt hätte.

    Nunmehr aber erreichte uns folgende Anfrage (und wir sind sicherlich nicht allein), die wir gerne kurz zum Besten geben würden. Ton, Sprache und Intention sind wohl ausformuliert und zeugen von einem partnerschaftlichen Umgang. Jedoch möchten wir auf diesem Wege zu unserem tiefsten Bedauern mitteilen, dass für uns leider eine Zusammenarbeit derzeit und wohl auch künftig nicht in Frage kommt. Wir wünschen aber viel Erfolg bei charmezentrierten Werben um die Gunst der Branche:

    Guten Tag,

    Wie Sie genau richtig analysiert haben – NUR messbare Ergebnisse zählen! Genau deshalb verdienen Sie auch nur das dann wenn Sie diese erbracht haben denn labern kann jeder – Resultate zählen!!! Sie verdienen wenn wir durch Sie verdient haben d.h. Sie zahlende Kundschaft für uns gebracht haben die den Bestell- und Bezahlvorgang (!) durchgeführt haben – vorher gibt es von uns keinen müden Cent!

    Die Masche der Sprücheklopper wir können, wir machen, wir tun, wir sind, unsere langjährigen Erfahrungen, Auswertungen und weiterer Sülz….bla bla bla schenken wir uns – darauf verzichten wir weil uns das nicht die Bohne interessiert! Uns interessiert nur eins – UMSATZ!!!! Zeigen Sie was Sie drauf haben um sich selbst von billigen Sprüchekloppern und Laberköppen wie sonst üblich in der Marketingbranche zu diversifizieren!!!

    Wenn Sie auf der Abrechnungsmethode Cost per Order oder Cost per Transaction also rein performance-basiertes Marketing arbeiten, möchten wir Sie gern hiermit sofort beauftragen folgenden Marketingletter an alle Ihre Adressen, sowohl B2B wie auch B2C, zu versenden.

    Über Cookietracking, den Sie auf unseren Shoplink hinterlegen, lässt sich für Sie einfach nachvollziehen ob ein Kunde den Bestell- und Bezahlvorgang erfolgreich über unseren Paymentprovider  […] durchgeführt hat. Sie erhalten als Affiliate generell umsatzunabhängig [...] Provision auf alle Umsätze. Anbei finden Sie unsere Affiliate-Provisionsvereinbarung. Bitte diese abgestempelt unterschrieben zurück an uns.

    Sie können sofort mit dem Marketing anfangen – viel Erfolg! [...]

  5. Wer sich selbst nicht erweitert, der wurde erweitert…

    Aug 13 2013
    Taskin Erdem

    Taskin Erdem

    Die Rede ist von Enhanced Campaigns in Google Adwords. Dass eine Umstellung seit Februar diesen Jahres im Gange war und nun zumindest technisch abgeschlossen wurde, sollte jedem bekannt sein. Google hat mal wieder jedem unaufgefordert “geholfen” seine Kampagnen so umzustellen, dass diese über die bezahlte Suche mobil und lokal besser gesucht und gefunden werden können.

    Für diese Umstellung hat sich Google außergewöhnlich viel Mühe gegeben. Damit meine ich wirklich von der Führung, also Larry Page und Sergey Brin, bis hin zum wirklich letzten Mitarbeiter, haben so gut wie täglich daran erinnert, dass diese Umstellung erfolgen wird. Das hat natürlich ein paar Fragen aufgeworfen. Letzten Endes handelt es sich ja nicht um ein neues Produkt. Irgendwelche Umstellung macht Google sowieso ständig, oft sogar, ohne darüber im Vorfeld zu informieren. Also warum diese große Aufmerksamkeit? Hier in Deutschland ist man ja von Geburt an misstrauisch gegenüber Änderungen, insbesondere wenn sie von Leuten so laut nach Außen getragen werden, die normalerweise gar nichts an die große Glocke hängen.

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    Ich versuche mal unsere Emotionen chronologisch zusammenzufassen:

    Zur ersten Verkündung dachten wir, “oh supi, die 23.505.349.728ste Erneuerung bei Google… Schnarch”!
    Kurz danach hieß es mindestens einmal pro Woche von Seiten Google: “Können wir Euch helfen, wann werdet Ihr umstellen, wir haben einen neuen Mitarbeiter dafür, wir kommen vorbei um Euch das zu erklären, hier sind alle Informationen, usw.”
    Nachdem dann klar wurde, dass Google am Enddatum festhalten wird, aber sämtliche Partner, die auf die Google Schnittstelle zugreifen um automatisierte Prozesse durchzuführen, gar nicht darauf zugreifen können, weil Google hier keine Möglichkeit eingeräumt hat, blieb nichts anderes übrig, als zu warten.
    Um es spannend zu machen, war bis zum letzten Umstellungsmonat weder bekannt, ob Tools nach der Umstellung überhaupt richtig arbeiten können, was sich an der Auslieferung ändern wird, wie sich Preise verändern werden, noch was man nun mit Mobile-Only Kampagnen machen soll, etc. Es gab nicht mal irgendeinen vernünftigen und bereits funktionieren Case, der auf alle diese Fragen Antworten liefert.

    Arnold ist da nicht der Einzige, der zu dem Thema etwas zu sagen hat…

    So, wie sieht es nun nach der Umstellung aus?

    Ganz ehrlich? Bei allen Non-Mobile Kampagnen hat sich rein gar nix verändert, bis auf ein paar mehr Klicks über Tablets, die jetzt ein bisschen teurer sind. Da Mobile-Only Kampagnen nicht mehr möglich sind, haben wir diese entweder integriert oder komplett abgestellt. Hier wird sich Google schon noch etwas einfallen lassen müssen.

    Unser Fazit: Viel Rauch um nichts. Es ist mehr oder weniger gar nichts passiert! Was die Langzeitauswirkungen angeht, kann man momentan noch nichts Konkretes sagen.

  6. UTB 2013 – Back to normal

    Aug 07 2013
    Julian Simons

    Julian Simons

     

    So ist das nun mal: wenn mal ein gewisser Standard erreicht ist, wird’s ganz schwer, sich wieder „downzugraden“. Wenn man sich an Alnatura gewöhnt hat, fällt der Gang zum Lidl schwer und seinen geliebten BMW gegen einen Lada Niva einzutauschen ist nun auch nicht jedermanns Sache.

    Da stellte sich auch mediascale in diesem Jahr die Frage, ob und wie es wohl nach einem opulenten UTB 2012 und der damit verbundenen „10 Jahre mediascale Feier“ mit unserem alljährlichen Sommerfest weitergeht.

    Ehrlich gesagt: ganz einfach – back to normal, zurück zum Flaucher, an die Isar, auf die Steine, zurück zum Grill, zurück zum Tucher Coolkeg, den Grillschwaden von 500 sommerwütigen Münchnern am Grillplatz, zurück zum „Lada“… da ruckelt zwar die ganze Kiste, aber dafür ist das Erlebnis der Fahrt einfach ein ganz Besonderes!

    Und doch gab’s dieses Jahr ein paar Neuerungen, die uns in den letzten 11 UTBs verwehrt geblieben sind:

    KEIN Regen, kein Tropfen, nicht mal eine Wolke, den ganzen Abend!

    Wir haben geschwitzt, uns hinter Büsche in den Schatten verzogen und zeitweise nur noch in der Isar stehend unser Bier konsumieren können, so heiß war’s. Es folgte allgemeine Erleichterung, als die Sonne sich hinter den Isarauen verzogen hat und eine angenehme Kühle eintrat, die den Weg zum Grill wenigstens einigermaßen erträglich werden ließ. Danke liebe Sonne, dieser Sommer hat‘s auch mit UTB gut gemeint, daran kann man sich gewöhnen!

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    Nachtisch!

    Nun ist unser Sortiment aufgrund der Location traditionell begrenzt und es beschränkt sich klassischerweise auf leicht transportierbare Genüsse (Kartoffelsalat im großen Eimer, Fleisch palettenweise…), doch diesmal möchten wir ein riesiges Dankeschön an cocodibu richten, die uns ein phänomenales Eis spendierten, das trotz tropischer Temperaturen perfekt gereicht wurde und genauso schmeckte!! Da kann doch eine Tradition draus werden, oder? ;-)

    Aber ansonsten war es genauso, wie auch in den Jahren zuvor: ein Fest für Kollegen und Freunde, entspannt beisammen sein und den Sommer und ein gutes Jahr begießen.

    IMG_1731

    Danke an alle, die da waren, schee war’s. Bis nächstes Jahr :)

  7. Warum ich auf Natives Advertising nicht gewartet habe.

    Aug 01 2013
    Dominik Frings

    Dominik Frings

    Wenn ich das Wort „Nativ“ höre, war meine Assoziationswelt bislang voll bescheidener Übersichtlichkeit. Nativ war für mich Olivenöl (kalt, lauwarm oder wie auch immer gepresst). Nativ(e) war ein Muttersprachler oder auch ein politisch korrekt überarbeiteter Indianer, der nunmehr seine Feder auf den Kopf eines Native Americans steckte. Neu im Wortschatz tauchten dann die Digital Natives auf und  die native App, also die wohl zurzeit gebräuchlichste App-Form, die sich zu Tausenden bei iTunes, Play und den vielen mobilen Endgeräten tummelt. Ich bin auch grundsätzlich offen, weitere Nativitäten hinzuzufügen. Ob da nun Native Advertising dazugehört… ??? Ich glaube eher nicht.

    Denn was soll das sein?


    Neugierig geworden? Den vollständigen Artikel finden Sie hier auf der LEAD Digital.

  8. Ohne Samthandschuhe – Der Cookiekrieg ist in vollem Gange

    Jul 25 2013
    Tobias Wegmann

    Tobias Wegmann

    Über Sinn oder Unsinn von Cookies, die Unterscheidung von First- und Third-Party hatten wir in unserem Klartext-Blog ja vor kurzem schon meditiert.

    Die Diskussion darüber, wie Webbrowser Cookies und darüber hinaus Werbeeinblendungen im Web generell behandeln sollen, hat seitdem noch erheblich an Intensität zugenommen.

    Verfolgt man öffentliche und halböffentliche Äußerungen der Protagonisten, so kann man mit Fug und Recht behaupten, dass hier Auseinandersetzungen im Gang sind, gegen die die Browserkriege der Vergangenheit wie ein harmloses sportliches Kräftemessen wirken. Ging es damals um Diadochenkämpfe zwischen Technologiekonzernen, so geht es heute um weit umfassendendere Geschäftsmodelle deren weitere Emtwicklung auch gesellschaftliche Auswirkungen haben wird.

    Wie hart und auch persönlich die Diskussion dabei geführt wird, zeigt ein Interview, das Randall Rothenberg, der Vorsitzende des amerikanischen Internet Advertising Bureau (IAB), vor kurzem hier gegeben hat. Ich empfehle Ihnen das Interview ganz zu lesen, selbst wenn Sie nicht jedes Detail verstehen (ich selbst weiß auch nicht, was das DAA genau ist).

    Was man hier lernen kann ist: Es steht sehr viel auf dem Spiel. Wenn Daten im Internet in Zukunft nur noch von wenigen, über Nutzungsbedingungen privilegierte First-Party-Torwächtern erhoben werden dürfen, so bedeutet dies eine gewaltige Erschütterung vieler Geschäftsmodelle und am Ende eine deutliche Verringerung der Medienvielfalt im Internet. Vorgetragen wird die Attacke auf das Third-Party-Cookie dabei im Namen von Datenschutz und Userrechten.  Die Vielfalt im Internet wird also genau durch jene angegriffen, die für  ein freies, gleichberechtigtes und pluralistisches Netz eintreten. Dass so eine Welt entstehen könnte, in dem der User gerade nicht mehr – wie beim Cookie eben schon - die Wahlmöglichkeit hat, ob und wem er seine Daten preisgibt, wenn er das Internet nutzen möchte…darüber sollten Sie mal  nachdenken.

     

  9. NE.R.O.versum Teil 3

    Jul 23 2013
    Nadine Schollmeier, Teamleiterin

    Nadine Schollmeier, Teamleiterin

    Nachdem ich mich in Teil 1 der Serie auf Retargeting und in Teil 2 auf die Reichweitenoptimierungsmöglichkeiten mit NE.R.O. konzentriert habe, möchte ich heute unsere beiden Behaviour-Targetings vorstellen. NE.R.O. Affinity ist dabei neben Retargeting eines der beiden Basisprodukte, mit denen wir vor bereits 6 Jahren mit dem hauseigenen Targetingtool gestartet sind.

    NE.R.O. AGOF, ein predictive Behaviour-Targeting feiert dieses Jahr dagegen erst seinen zweiten Geburtstag und ist damit eines der jüngeren Produkte im Portfolio. Die Basis für beide Targetings bildet der NE.R.O. Profildatenpool. Etwa 84% aller deutschen Onliner besitzen ein NE.R.O. Profil. Im Durchschnitt enthält ein Profil 80 Einträge.

    Für NE.R.O. Affinity sind die Einträge relevant, die das Surfverhalten der User betreffen. Mit Hilfe aller Onlinekampagnen über das Haus der Kommunikation hinweg werden die Profile automatisch generiert und ständig aktualisiert. Ein User der mit einer bestimmten Regelmäßigkeit bzw. Häufigkeit beispielsweise in der letzten Woche Reiseumfelder besucht hat, befindet sich aktuell höchstwahrscheinlich im Kaufentscheidungsprozess für seinen nächsten Urlaub. Welche Häufigkeit und welcher Zeitabschnitt betrachtet werden muss, um für das jeweilige Interesse die bestmöglichen Ergebnisse erzielen zu können, hängt nicht nur vom Themenbezug, sondern auch vom Kaufentscheidungsprozess für das jeweilige zu bewerbende Produkt ab. Spezielle Targeting-Reports ermöglichen uns die Cluster für Kunden über die Kampagnenlaufzeit dauerhaft anzupassen und zu optimieren.

    NERO_Affinity

    Schon beim Erstellen der Themencluster können aber natürlich Erfahrungswerte und auch Kundenwünsche berücksichtigt werden. Alle Websites, die die für den jeweiligen Kunden relevante Zielgruppe wiederspiegeln, können so individuell zusammengepackt und für die Aussteuerung als Targetingkriterien hinterlegt werden. Die Targetingkampagne selbst wird dann wieder innerhalb des NE.R.O. Netzwerkes auf den darin enthaltenen Websites ausgespielt.

    NE.R.O. Affinity ermöglicht es uns also User erneut anzusprechen, die sich durch ihr vorheriges Surfverhalten für bestimmte Themen als Interessenten zu erkennen gegeben haben. Die meisten Zielgruppenbeschreibungen, die uns aktuell erreichen, beschränken sich allerdings nicht auf eine reine Themenaffinität, sondern sind im Regelfall um soziodemografische Merkmale ergänzt. Für die Ermittlung dieser Eigenschaften bedienen wir uns unserem AGOF Index Modell.

    NERO_AGOF

    Wir integrieren dazu die AGOF Affinitätsindizes in unseren bestehenden NE.R.O. Datenpool. Mit Hilfe diverser Algorithmen wird so zum Zeitpunkt des Ad Requests überprüft, ob der User der gewünschten Merkmalskombination entspricht und die Entscheidung über das Anzeigen des Werbemittels oder Verwerfen der Ad Impression für die jeweilige Kampagne gefallen ist. Mit Hilfe der Algorithmen lassen sich aber nicht nur die soziodemografischen Merkmale ermitteln. Alle in der AGOF verfügbaren Eigenschaften und Statements können hierüber abgebildet und als Targetingmerkmale hinterlegt werden. Auch eine Verknüpfung der beiden Produkte AGOF und Affinity ist natürlich möglich.

    Innerhalb des NE.R.O. Netzwerkes können im Monat durchschnittlich 41 Mio. User erreicht werden. Die größtmögliche Reichweite lässt sich über die heute vorgestellten Produkte realisieren. Retargeting dagegen ist die spitzeste Targetingvariante, die bezogen auf das Kampagnenvolumen immer im direkten Zusammenhang mit dem aktuellen Traffic auf der Kundenwebsite steht. Die folgende Darstellung soll dabei helfen die Produkte hinsichtlich Reichweitenleistung aber auch Kampagnenzielsetzung zu verorten:

    Produktmatrix

    Im vierten Teil der Serie möchte ich auf die Möglichkeit der Integration weiterer externer Daten eingehen und darüber hinaus die Analysetools, die NE.R.O. bietet vorstellen.

  10. Bscheid gsagt – Folge 37: 10 Jahre AGOF…und jetzt?

    Jul 18 2013

    Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) feiert dieses Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum. Seit Dezember 2002 untersucht der Verbund von deutschen Online-Vermarktern das Nutzerverhalten und die Reichweiten von Online-Angeboten im Internet. In zehn Jahren Marktforschung ist viel passiert – klassische Forschungsstudien haben den Weg für individuellere Datenerhebung geräumt. Neue Themen haben den Markt überrollt. Big Data zum Beispiel hat neue Auswirkungen auf die Relevanz eines Instruments wie der AGOF im heutigen Werbemarkt.

    mediascale-Geschäftsführer Wolfgang Bscheid stellt in der heutigen Folge von “Bscheid gsagt” die Grundeinschätzungen der AGOF der individuellen Leistungsbetrachtung einer Kampagne des Kunden gegenüber.

    10 Jahre AGOF…und jetzt?

     

    Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

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