mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. Die Ad-Trading-Debatte auf der dmexco

    Sep 17 2012

    Ist Ad-Trading ein Geschäftsmodell für die gesamte Branche? War das überhaupt die richtige Frage? Wahrscheinlich nicht, denn in der Debate Hall auf der dmexco wurden eigentlich viel spannendere Fragen gestellt: Ist Real Time Bidding wirklich ein Restplatzthema? Zwei Vermarkter, zwei Meinungen! Überlässt man RTB den Zwischenhändlern und intermediären Plattformen oder erwirbt man sich als Vermarkter oder Agentur die Kompetenzen und integriert RTB in sein Leistungsspektrum? Wer bestimmt eigentlich, was genau Premiuminventar ist und was es kosten darf? Und warum hinkt Deutschland beim Thema Real Time Bidding hinterher.

    mediascale-Geschäftsführer Wolfgang Bscheid diskutierte in Köln am ersten Messetag rund eine halbe Stunde mit Sascha Jansen (Annalect), Martin Lütgenau (Tomorrow Focus Media), Philip Missler (Interactive Media) und Ronald Paul (Quisma). Leider endete das Wortgefecht viel zu früh, nämlich als es richtig spannend wurde. Unser Fazit: Was Premium oder Qualität ist und was diese kosten darf, definiert künftig der Werbungtreibende, nicht der Vermarkter. Und: RTB ist nachhaltig, aber viel komplexer als es so manch neue Zwischenhandelsstufe suggeriert.

    Weitere interessante Videos von der dmexco gibt es im YouTube-Kanal der Kongressmesse.

  2. Shades Of Online – fesselnder dmexco-Auftakt.

    Sep 11 2012

    Dominik Frings

    Taskin Erdem

    Tobias Wegmann


    Dominik:
    Tach Hr. Wegmann, grüß Gott Herr Erdmann! Auch mal wieder in Kölle am Start? Ist eure Frisur so derangiert, weil ihr mit Shrek Rotten und seinen Freunden eine realtime gebiddete Stadtrundfahrt gemacht habt? Scheinen ja die Drohung wahr und das Faltdach aufgemacht zu haben.

    Tobi: Ja, genau RTB ist schließlich Handwerk und wird nach dem Urknall auf der dmexco SEM und SEO in real-time überflüssig machen. Bis Weihnachten wird dann TV planiert, die Handynutzung als viel zu kleinteilig verboten. Ist einfach rasend schnell. Wie wenn man sich auf ein schwarzes Loch im All zubewegt. Blaumann an, Helm auf, und ab geht die Post. Ich hoffe nur, es gibt wenigstens auch einen Aperol Sprizz aus Antimaterie. Und bei dir Taskin? Affiliate forever?

    Taskin: Servus Herr Frings, Tobi… Ich freue mich natürlich sehr, mal wieder auf den Straßen mehr Ex-Landsleute von mir anzutreffen, aber umso weniger, schlechtes Bier genießen zu müssen. Habe meine Stadtrundfahrt allerding schon zu Hause über Google Streetview bei offenem Fenster hinter mich gebracht. Das muss an dieser Stelle reichen.

    Dominik: Ganz schön voll hier, oder? Ist gar kein Platz, um Cookies zu droppen. Und wie soll ich hier bei maximaler Underperformance bitte schön mein Gebot erhöhen und das Budget verdoppeln? Es müsste mehr Stände mit einer Mediacash-Burn-Function geben, so dass man das Jahresbudget anständig versenken kann.

    Tobi: Grauenhaft, für einen aussichtsreichen Platz in der Currywurstschlange würde ich sofort meine Partykarte eintauschen. Ein Andrang wie bei meiner letzten Marienerscheinung. Da gab es aber wenigstens ausreichend Damentoiletten.

    Taskin: Jedes Jahr der gleiche Spaß. Gibt wohl ne Cookieweiche hier! Besser wären allerdings Automaten bzw. Terminals, ach was sag ich… einfach ne App mit Auswahl von Budget, Agentur, Vermarkter und Marketingziel wäre doch die einfachste Lösung. Dann braucht man nicht jedes Jahr wieder hier her kommen… und es gäbe noch nicht mal Ausschreibungen und Pitches. Alle wären glücklich…

    Dominik: Und ihr zwei erfahrenen Social Messe Experts, geht es heute Abend auf die alte OVK-Schaluppe? Man hört ja, dass der Kapitän die Segel schon gesetzt hat und mit beiden Beinen aufs Gaspedal treten will, wenn nicht zu viel Küstennebel herrscht. Sonst verirrt er sich nachher noch stromabwärts, und da kommt vor Holland ja auch nur noch Ödland. Andernfalls machen die Publish United Blackhats ja noch ne Taucherglockenparty im Fluss. Wer sich da am nächsten Morgen an die Party erinnert, war nicht dabei, würde ich sagen!

    Tobi: Ich geh zur Geheimparty von Oger Media, wie jedes Jahr. Da raunt es wenigstens noch aus den Wäldern. Und Buddy Overperformance soll auch kommen. Ich werde  mal ein paar Fotos schießen, mit dem Fish-Eye-Weitwinkel. Die darf man auf Facebook jetzt doppelseitig posten.

    Taskin: Werde mich natürlich zu den Onlinern auf der OM Club Party gesellen. Schifffahrten als Münchner liegen mir eh nicht so. Eine Floßparty gibt’s ja nicht. Ansonsten erwarte ich nicht viel von den Partys, außer stundenlanges Anstehen für ein schwaches Pils oder einen leidenschaftslos zubereiteten Cocktail und so laute Musik, dass man sich wieder ein mal nur in Zeichensprache unterhalten kann und am nächsten Tag wie immer keine Stimme mehr hat und sich durch die Stände futtert, bis man wieder schnallt, dass man sich auf der OMD, ähm dmexco, befindet. OMD war ne Band, oder?

    Dominik: Und am Donnerstag dann gleich den Businesskasper und via Milano und Paris zurück nach Ingolstadt Süd. Oder sind noch Commitments zu closen, Agreements zu fixen und Hostessen zu beglücken? Ich habe noch ein Blamestorming am Airportoffice Center und share meine Complaints mit ein paar alten Onlinefüchsen. Hoffentlich spielen die Saftschubsen nicht wieder “Eine flog übers Kuckucksnest” und vergessen für 24 Stunden Tomatensaft auszuschenken.

    Tobi: Da muss ich mich ganztägig in der Senator-Lounge am Flughafen erholen. In den Vorträgen verpasst man nichts, da sitzen doch sowieso nur Studenten, die ratlos in den Zähnen bohren, weil sie den Silicon Valley Slang nicht verstehen.

    Taskin: Werde mich da wohl Tobi anschließen, oder anstatt am zweiten Tag noch mal der Messe beizuwohnen, gleich im Wellnessbereich des Hotels bleiben und im Anschluss noch den Kölner Dom besichtigen und ne kurze gezielte Shoppingtour machen. Danach ein paar Mal mit dem Taxi an der Messe vorbeifahren und der Warteschlange am Taxistand vor der Halle 8 zuhupen. Die geschossenen Fotos der gelangweilten und etwas genervten Besucher kann ich ja dann auf Flickr, Facebook bzw. Instagram & Co. hochladen. Oder ich mach gleich ein Video und stells auf YouTube.

  3. Wahre Größe zeigt sich im Erkennen der eigenen Begrenztheit

    Sep 06 2012

    Dominik Frings

    Nehmen wir an, Sie haben seinerzeit dem Tabak sehr zugesagt und sich die Lunge schön geteert. Eines Tages kommt die Erkenntnis, dass zwei Treppenstufen bis zur Luftnot nicht der Mount Everest sein können, und Sie stoppen mit dem Konsum des blauen Dunstes. Dann sind Sie – richtig erkannt – Ex-Raucher! Was tun diese Menschen dann in der Regel ganz besonders gerne? Genau, sie machen denen Vorhaltungen, die noch immer glimmstengeln und es nicht – wie sie – geschafft haben. Die militantesten Gegner sind die Befürworter von früher.

    In dieser Analogie ist es wohl zu verstehen, dass sich nun Hr. Plöchinger von der SZ so vehement gegen die unlauteren Methoden bei den IVW- und AGOF-Zählungen ausspricht. Denn dass auch bei der Süddeutschen die ein oder andere Page Impression seinerzeit zusätzlich hinzugeführt wurde, ist kein wirkliches Geheimnis in der Branche. Insofern wäre hier eine etwas stärker zum Ausdruck gebrachte Vergangenheitsbewältigung ein Zeichen von Größe gewesen. Sei es drum, Recht hat er, wenn er es als falsch ansieht, quantitative Erhebungen zur Bemessung journalistischer Qualität heranzuziehen. In Wahrheit tut dies auch kein denkender Mensch, ansonsten wäre die Bild wohl nicht ganz oben bei Besuchen (Online) und Auflagen (Offline). Gleiches gilt für die interessante, wenn auch belanglose Reihenfolge der beliebtesten Medieninhalte auf Facebook. Hier führt “Berlin -Tag & Nacht”. Sollten Sie diese Pseudo-Dokusoap nicht kennen, haben sie definitiv nichts verpasst, da das Format den geistigen Anspruch einer Schar Pattex schnüffelnder Amöben hat, die zudem aus prekären Verhältnissen kommen.

    Dass die Jagd nach Größe auch anderweitig kontraproduktiv ist, sei an der Stelle auch noch angemerkt. Die zum Teil fragwürdigen Zusammenstellungen der Reichweite bei AGOF & Co. führen ja nicht nur zu einem Erscheinen bei den größten Einzeltiteln, sondern verwässern auch die Zielgruppenrelevanz. Anders ausgedrückt habe ich für den Einkauf qualitativer Reichweiten eine vergleichsweise große Anzahl von Möglichkeiten. Diese interessiert mich aber nur bei breiten Zielgruppen, und da würde man im Zweifelsfall ohnehin mit allen Vermarktern reden, die große Reichweiten führen. Wenn ich aber sehr selektive Zielgruppen habe, dann ist es durchaus entscheidend, wie hoch die Zielgruppendichte auf den jeweiligen Angeboten ist. Wenn ich also beispielsweise vermögende Männer im mittleren Alter suche, falle ich in der Affinitätsbetrachtung beispielsweise als N24 zurück, wenn zeitgleich auch noch wer-weiss-was.de oder andere Spießgesellen hier mit eingerechnet werden. Vielleicht stehe ich dann immer noch recht weit vorne im Ranking, verliere aber in jedem Fall an Relevanz und bin vielleicht nur noch zweite Wahl. Dies kann vor allem deswegen fatal sein, da aus Sicht eines Werbekunden eine vergleichsweise unspezifische Reichweite einen deutlich niedrigeren Wert besitzt als eine Reichweite mit klaren Konturen und einer hohen Deckungsgleichheit mit einer spitzen Zielgruppe. Ich würde es mir zumindest aus Sicht eines Publishers genau überlegen, ob das nun mein erklärtes Ziel ist.

    Nach diesem kleinen Denkanstoß soll aber auch nicht zu kurz kommen, dass es gewisse Medienportale gibt, die sich fast ausschließlich auf quantitative Erfolgsfaktoren beschränken und es zudem schaffen, zum wiederholten Male ohne Capping BanderoleAds herauszufeuern. Namen will ich keine nennen. Ich lasse lieber Bilder sprechen:

  4. 2022 – die Expertenumfrage

    Sep 04 2012

    Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen es: Vor zehn Jahren wurde mediascale gegründet. Hätte man uns damals gesagt, was wir heute so anstellen, wir hätten es in vielen Fällen wahrscheinlich nicht geglaubt. Aus genau diesem Grund haben wir uns anlässlich unseres Jubiläums erdreistet, mit uns verbundene Menschen, ihres Zeichens Experten für die digitale Wirtschaft und Vermarktung, mal nach ihren Prognosen für das Jahr 2022 zu fragen. Die Ergebnisse gibt es ab heute sukzessive in den kommenden Wochen.

    Zum Start beginnen wir mit einer Frage der Woche, die keineswegs nur semantischen Charakter hat:

    Unsere Experten sind sich nicht ganz einig, wobei eine leichte Tendenz erkennbar ist. So schwankt die Prognose für den Werbemarktanteil gerade mal zwischen Null und 100 Prozent. Aber lesen Sie selbst:

    Guido Wiegand

    Guido Wiegand (Managing Director, Studiosus Reisen): „Hoffentlich, sonst müssten wir den arbeitslosen Herrn Bscheid auch noch durchfüttern. Der größere Anteil der Werbung wird auf Online entfallen.“

    Eric Hofmann (Marketingleiter Fashionation): „Den Begriff Onlinewerbung liest man 2022 in den Geschichtsbüchern. Ich denke, es wird eher Digitalwerbung oder so heißen. Der Anteil des Digitalen am Werbemarkt steigt auf 40 Prozent.“

    Alexander Erlmeier

    Alexander Erlmeier (Country Manager DACH, ICQ): „Klassische Onlinewerbung wird eine Gattung der On-Screen Werbung sein. Sämtliche On-Sreen Werbeformen zeichnen sich durch die Auslieferung über AdServer und unmittelbar messbaren Response aus. Nachdem zum einen der Big Screen im Wohnzimmer (Smart TV) und damit die klassische TV Werbung digital und hart messbar wird und zum anderen der klassische PC-Screen von mobilen Screens weitgehend in das Arbeitsumfeld verdrängt wird, wird die klassische Onlinewerbung in westlichen Industriestaaten in den kommenden fünf Jahren um nur 15 Prozent pro Jahr steigen und danach stagnieren.“

    Ruth Schöllhammer

    Ruth Schöllhammer (Schöllhammer Beratung): „Der Begriff ,Online’ verschwindet. Wir rufen an, suchen etwas, kaufen ein, fragen nach – ohne uns darüber Gedanken zu machen, ob online/offline oder mit welchem Gerät. Deshalb zerfällt die Kategorie ,Online-Werbung’ komplett.“

    Thomas Hohenacker (Inhaber Malte Media): „Das Verhältnis von Fernsehwerbung zu Onlinewerbung wird in zehn Jahren genau umgekehrt sein. Nachdem wir immer und überall ,Online’ sein werden, werden wir zu ,Onlinewerbung’ nur noch ,Werbung’ sagen. Allerdings wird es viel subtilere und intelligentere Werbeformen geben, und der alte 30-Sekünder wird praktisch ausgestorben sein.“

    Carsten Schürg

    Carsten Schürg (Bereichsleiter Marketing, Sport Scheck): „Alles wird online sein. Und der Anteil am Werbemarkt liegt bei 100 Prozent.“

    Doris Eichmeier (Content-Strategin): „Eigentlich werden die unterschiedlichen Werbearten ja nach Medien kategorisiert: TV-Werbung ist das, was auf dem Fernsehschirm läuft. Radiowerbung dröhnt aus dem Radio. Zeitungsanzeigen gibt’s nur in der Zeitung. Folgt man dieser Logik, müsste Online-Werbung anders heißen – etwa Computerwerbung oder

    Catharina Wilhelm

    Handywerbung. Aber Online-Werbung heißt derzeit (noch) Online-Werbung – das ist ungefähr so, als würde man bei TV- und Radio-Spots von „Satelliten-Werbung“ sprechen, nur weil sie darüber funktionieren. Und macht meiner Meinung nach dementsprechenden Sinn: gar keinen. Der Online-Zugriff wird für alle digitalen Medien so selbstverständlich wie der Strom per Steckdose – ob TV, Radio, Handy, Touchscreens an Bahnhöfen etc. Deshalb wird der Begriff „Online“ bald so nötig sein wie, Zimmer mit fließend heißem Wasser’ – man sollte nicht mehr davon reden.”

    Thomas Port

    Catharina Wilhelm: „Naja gut – gönnen wir Online noch fünf Prozent. Für die Oldies.“

    Thomas Port (Geschäftsführer, SevenOne Media): „Es wird nur noch digitale Werbung heißen. Und der Anteil am Werbemarkt liegt bei 30 Prozent.“‘

     

     

    Ulrich Schmidt

    Ulrich Schmidt (Managing Dircetor, ad pepper media): „Den gibt es noch und wird es glücklicherweise auch weiter geben. Da unsere Branche an semantischer Verkomplizierung leidet, ist dies auch sehr erfreulich. In 2022 wird der Anteil bei über 40 Prozent liegen, wenn man Hybrid-TV dazu rechnet, eher bei 65 Prozent.“

     

     

    Harald Kratel

    Harald Kratel (Geschäftsführer, Madaus, Licht + Vernier Werbeagentur): „Ich denke nein. Wahrscheinlich eher ,direct-response’.“

    Klaus Täubrich (Geschäftsführer, TVzweinull): „Ja, aber das ist Digitalwerbung auf allen Arten von vernetzten digitalen Devices. Der Anteil am Werbemarkt liegt bei über 50 Prozent, da das klassische lineare Fernsehen deutlich auf dem Rückzug ist.“

     

    Oliver Hülse

    Oliver Hülse (Managing Director DACH, Rocket Fuel): „Die Gattungen TV und Online werden unter dem Begriff „Digital Content and Audience Distribution“ neu zusammengefasst werden. Sollten die Gattungen nicht zusammengelegt werden – eher wahrscheinlich – liegt der Onlineanteil bei 35 Prozent.“

     

     

    Torsten Ahlers

    Rodja Tanwidjaja (Head of Energy Renewables Communication, Siemens): „Auf alle Fälle. Fraglich ist eher, ob es noch genügend Bäume für Printwerbung gibt. Ein erheblicher Anteil des Werbemarktes entfällt auf online: Wird es darüber hinaus noch andere Werbung geben?“

    Torsten Ahlers (CEO, Next Audience): „Na klar. Die eigentlich Frage ist: Wird es noch Printanzeigen geben? Der Anteil von Online liegt bei 70 Prozent plus.“

    Arndt Groth

    Arndt Groth (CEO, PubliGroupe AG): „Nein. Wir werden dann nur noch über Digital Advertising sprechen. Das schließt dann Online, Mobile, Digital TV, Digital OOH und andere Werbeformen mit ein. Diese gemeinsame Kategorie wird in zehn Jahren deutlich über 50 Prozent Marktanteil haben.“

    Peter Christmann (Gründer und Geschäftsführer, SnackTV Media): „Online als Distributionsweg für jede Form von Inhalten (Text, Bild, Bewegtbild), sei es stationär oder mobil, könnte in zehn Jahren bis zur Hälfte der Werbung auf sich vereinen.”

     

    Haben Sie auch eine Prognose? Oder wollen Sie bei der nächsten Frage der Woche dabei sein? Dann einfach Kommentar hinterlassen oder eine formlose Mail an presseanfragen@mediascale.de schicken.

  5. Noch 13 Tage…

    Aug 30 2012

    … dann gehts los: Die dmexco öffnet ihre Tore. Unter dem diesjährigen Motto “The Digital Transformation: Shaping Models – Creating Business” trifft sich in Köln mal wieder die Crème de la Chrome des digitalen Business, wie Helge Schneider sagen würde. Eines der auch im sprachlichen Sinne wirklich großen Themen für 2012 wird “Big Data” sein. Wie gehen Agenturen, Werbungtreibende und Vermarkter mit der täglich anfallenden Datenfülle um? Wem gehören die Daten? Wie werden sie beispielsweise für die Marketingplanung genutzt? Und was sind die Herausforderungen und Chancen?

    In diesem Blog nehmen wir uns ja öfter solcher Themen an, Wolfgang Bscheid wird dies auch auf dem dmexco-Kongress tun. Am Mittwoch, 12. September, diskutiert er in der Debate Hall von 11:15 bis 11:45 Uhr auf dem Panel “AdTrading: A Business Model for the whole Industry?” gemeinsam mit Sascha Jansen (Managing Director, Annalect Group Germany), Martin Lütgenau (Managing Director, Tomorrow Focus), Philip Missler (Managing Director, InteractiveMedia) und Ronald Paul (CEO, Quisma).

    Am zweiten Messetag geht es dann konkret um die nächste Generation des Targetings und um eine Premiere. mediascale wird in der Speakers Corner zum ersten Mal öffentlich das Modell eines “Psychologischen Profiltargetings” vorstellen – am Beispiel des 1er BMW. Beginn des Vortrags von Wolfgang Bscheid ist um 14 Uhr.

    Erste Hinweise, was es mit dem psychologischen Profiltargeting auf sich hat, gibt Ihnen unsere neue Folge von “Bscheid gsagt”:

    Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

  6. Sommerloch ist Transferzeit

    Aug 28 2012

    Michael Beuth

    Wohl dem, der die Sommermonate für Ferien, Müßiggang und Erholung nutzen kann, passiert doch in Politik, Medien und Werbewirtschaft in der Regel nichts von Belang, abgesehen von alljährlichen Suchen nach vermeintlichen Alligatoren in deutschen Baggerseen oder unerklärlichen Benzin-Preiserhöhungen zur Reisezeit. Dem geneigten Leser kann ich allerdings versichern: Der Schein trügt! Hinter den Kulissen laufen speziell im Online Werbemarkt die „Saisonvorbereitungen auf Hochtouren“… Sie verzeihen die Fußball-Metapher, doch es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, vergleicht man die aktuellen Vorgänge in der Online Werbebranche mit der deutschen Bundesliga.

    Jedes Jahr im Sommer versuchen die Vereine (Vermarkter) fieberhaft, möglichst günstig ihren Kader (Portfolio) aufzurüsten. Den vorläufigen Höhepunkt erreicht diese Hysterie (Vereine und Vermarkter) Ende August. Bei den Vereinen endet die offizielle Transferperiode und bei den Vermarktern steht die dmexco vor der Tür. Das heißt, irgendwie muss man ja die Neuzugänge noch mit einem Preisschild versehen und ungeliebte Ladenhüter möglichst der Konkurrenz andrehen.

    Nachdem ja nun schon seit einiger Zeit die AGOF internet facts auf Einzelmonatsbasis erhoben werden, hat sich ein regelrechtes Wettbieten um die letzten verbliebenen Unique User etabliert. Es führt dazu, dass einzelne Publisher und vermeintlich kleinere Verlagshäuser oder Portale immer häufiger und in immer kürzeren Abständen ihre Vermarktungspartnerschaften wechseln. Da Internetnutzer ein endliches Gut sind, kann nur wachsen, wer andere im Verdrängungswettbewerb aussticht, was in teilweise völlig abstrusen Transfers (Vermarktungswechseln) endet.

    Wenn also in der Liga gilt „Geld schießt keine Tore“, heißt das dann in unserer Branche nicht umgekehrt „Garantiesummen für Publisher sichern nicht zwangsläufig den Erfolg in der Vermarktung“? Vielleicht haben Sie ja noch ein Juwel aus der dritten Liga für uns, das alle Erstliga-Scouts bislang übersehen haben.

  7. Es ist mal wieder Zeit für ein umfangreiches Facebook Update

    Aug 21 2012

    Agnes Ley

    In letzter Zeit bin ich etwas müde geworden, bei jeder Produktneuerung oder jeder News rund um Facebook einen Blogartikel zu schreiben. Man merkt deutlich, dass bei Facebook der Druck stetig wächst, mehr Werbeeinnahmen zu generieren. Daher gibt es fast wöchentlich neue Möglichkeiten der Werbeeinbuchungen. Das kann schon mal etwas verwirrend sein – bei der Vielzahl der Schaltungsmöglichkeiten. Oft weiß man gar nicht so recht, wie man darauf regieren soll. Aber machen Sie sich nichts draus – Facebook selbst geht es da nicht anders (Das ist kein Fake!):

    Das hat sich inzwischen getan:

    1) Relativ neu kann man Kampagnen mit einer Zielsetzung versehen. Dabei stehen zwei Ziele zur Auswahl:

    • Personen zeigen, die mit größter Wahrscheinlichkeit auf meiner Seite auf „Gefällt mir“ klicken >> Diese Option schaltet automatisch auf TKP-Abrechnung um!

    • Personen zeigen, die mit größter Wahrscheinlichkeit auf meine Werbeanzeige oder gesponserte Meldung klicken >> Diese Option läuft weiterhin auf CPC-Abrechnung.

    Nun würde man eigentlich sagen: Warum auf TKP buchen, was ich auch auf CPC haben kann? So sehe ich das normalerweise auch. Weil man jedoch nichts unversucht lassen soll, haben wir trotzdem für unterschiedliche Kunden aus verschiedenen Branchen Tests mit kleinen Budgets gemacht. Und siehe da: Wir haben (trotz Abrechnung auf TKP) bei PagePost Anzeigen einen sehr guten Cost per Fan (CPF) erreicht. Ich kann das Austesten dieser neuen Option nur empfehlen.

    2) Facebook unterscheidet zwei Kategorien von Ads: Standard Ad und Premium Ad.

    Die Premium Ads sind etwas größer und prominenter platziert auf der Startseite. Es sind aber nach wie vor einfache Bild-Text-Kombis. Premium Ads waren bis vor kurzem nicht über das Selfservice Tool, sondern nur über das Serviceteam von Facebook mit einem Mindestbuchungsvolumen von 30.000 Euro buchbar. Seit neuestem kann man Premium Ads ohne Mindestbuchungsvolumen selbst einbuchen. Die Konditionen sind allerdings immer noch unattraktiv geblieben: 4.50 Euro TKP plus 20 Prozent Aufschlag bei Targeting – alles Fixpreise, kein Bidding-Verfahren. Dafür einen deutlich höheren Preis in Kauf zu nehmen, halte ich in keiner Weise für gerechtfertigt.

    3) Seit einigen Wochen gibt es die Logout Platzierungen bei Facebook

    Hierzu fasse ich mich kurz: Das Mindestbuchungsvolumen liegt bei 30.000 Euro. Und wenn Sie noch was zum Schmunzeln brauchen: Man darf weder mit Preisen noch mit Produkt-Informationen werben und einen User nicht dazu auffordern, die eigene Website zu besuchen. Aus diesem Grund kann ich auch nicht mit Erfahrungswerten punkten, denn so eine Schaltung haben wir noch nicht durchgeführt und es wäre aus Performancesicht wohl auch zum Scheitern verurteilt.

    Bereits im letzten Blogartikel habe ich kurz die Anzeigen im Newsfeed erwähnt. Erste Erfahrungen zeigen, dass die Performance dieser Ads ganz hervorragend ist. Die mobilen Newsfeed-Anzeigen werden von Facebook allerdings noch sehr restriktiv ausgesteuert. Daher kann man hier kein großes Budgetvolumen ausgeben, aber die Performance kann sich sehen lassen.

    Als Nächstes werden uns wohl Anzeigen in der Facebook-Suche ereilen. Dazu gab es schon die ein oder andere Meldung in der Fachpresse. Facebook selbst hält sich sehr bedeckt, weist auf einen Beta-Test hin, der noch nicht für die Allgemeinheit zugänglich ist und vertröstet auf einen späteren Zeitpunkt. Da sich der Mechanismus als sinnvoll erweisen dürfte, gehe ich davon aus, an dieser Stelle bald mehr dazu schreiben zu können.

    By the way: Kennen Sie schon unser Facebook Profil? Zum zehnjährigen Jubiläum haben wir ganz tief in der alten Foto-Kiste gewühlt und viele alte Bilder und Geschichten auf Facebook veröffentlicht. Schauen Sie gleich mal rein.

  8. Bscheid gsagt – Folge 22: Social TV

    Aug 16 2012

    Social TV ist momentan eines der Buzzwords in der Digitalbranche. Bedeutet: Parallel zum Fernsehen nutzt der Zuschauer einen zweiten Bildschirm – ein Smartphone, ein Tablet oder Laptop als “Second Screen” – , um sich damit über das laufende TV-Programm zu informieren, mitzuspielen oder zu rätseln sowie mit anderen Usern zu diskutieren. Die Interaktion kann über soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter oder aber über spezialisierte Social TV-Plattformen wie Zapitano oder Couchfunk erfolgen.  Wolfgang Bscheid, Geschäftsführer von mediascale, ist in der aktuellen Folge von “Bscheid gsagt” überzeugt, dass im Bereich interaktives Fernsehen noch viel Potential brach liegt. Alles, was der Fernseher momentan technisch an Interaktion noch nicht leisten kann, wird derzeit auf Second Screens ausgelagert. Bscheid hat eine klare Meinung, wer das Rennen macht: “Der große Durchbruch von interaktivem Fernsehen, und dazu gehört auch Social TV, kommt mit Tablets und Smartphones als Bedienkonsole.”  Und er hofft als bekennender Fan auf Apple TV: “Ein Bildschirm sowie ein korrepondierendes Bedienelement in einem voll funktionsfähigen Zusammenspiel.”

    Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

  9. Klartext-Interview mit Vera Günther: “Die ganze digitale Welt wächst zusammen.”

    Aug 14 2012

    Vera Günther

    Heute gibt es endlich mal wieder ein Klartext-Interview. Die Fachjournalistin Vera Günther spricht über den Unterschied zwischen PR und Journalismus, lässt sich gerne von Blogs inspirieren und verrät uns, welche App auf ihrem Smartphone am meisten genutzt wird.

    1. Frau Günther, Sie sind freie Fachjournalistin in der Online-Branche. Welches digitale Thema beschäftigt Sie zurzeit am intensivsten?

    Das verzweifelte Bemühen, mit den Entwicklungen Stand zu halten. Die gesamte digitale Welt wächst zusammen. Radio funkt im Internet, Plakate verbinden sich mit Smartphones, die wiederum dienen als Second Screen, während ich fernsehe. Bewegte Bilder auf jedem Kanal und riesige Datenmengen, die über Auktionsmodelle oder Ad Trading den Besitzer wechseln. Dazu immer wieder neue interaktive Werbeformate und Diskussionen über Mediawährungen. Ich weiß gar nicht, mit was ich mich momentan zuerst beschäftigen soll.

    2. Sie haben nicht nur als Journalistin, sondern auch als PR-Fachfrau gearbeitet. Auf welcher Seite fühlen Sie sich wohler? Und warum?

    Es hat beides seinen Reiz, PR-Arbeit ist im Grunde ja vielseitiger als Journalismus. Allerdings bin ich trotzdem lieber Journalistin, ich liebe die Recherche, den Dingen auf den Grund zu gehen, Themen herauszukitzeln und dann auch etwas kritischer an Texte herangehen zu dürfen. Da sind die Möglichkeiten in der PR ja zugegebenermaßen beschränkt, auch wenn man nicht immer zwangsläufig mit Superlativen und zu vielen ausschmückenden Adjektiven arbeiten sollte.

    3. Wie oft werden Sie via Twitter oder Blogs auf Themen gebracht, über die Sie dann später schreiben?

    Über Twitter? Eigentlich nie. Man müsste schon sehr viele Tweets verfolgen, um dann über den einen wichtigen zu stolpern. Und wer hat schon die Zeit dazu? Gut gemachte Blogs können hingegen sehr viele Anregungen und auch Hintergründe für Artikel liefern.

    4. Welche Online- oder Social Media-Kampagne ist Ihnen in den letzten sechs Monaten besonders aufgefallen? Warum?

    Dazu müsste die Kampagne erst mal Zeit haben, abgespielt zu werden. Klick und weg. Seit der clever gemachten Greenpeace-Antwort auf VWs Darth Vader Spot, ist mir eigentlich sehr wenig ins Auge gestochen. Sehr eindringlich fand ich allerdings die „Deutschland findet Euch“-Kampagne für die “Initiative Vermisste Kinder”, die ja auch zahlreiche Preise abgeräumt hat. Genial, wenn auch höchst kontraproduktiv für Onlinewerbung, ist dabei die Idee des Vermisst-Add-on. Ein Bannerblocker, der dafür sorgt, dass statt Werbebannern Vermisstenanzeigen von Kindern eingeblendet werden.

    5. Gute Werbung ist…

    … so originell oder eindringlich, dass man sie gerne schaut und so intelligent mit der Marke verwoben, dass man sich diese dabei auch merken kann.

    6. Was wird auf der diesjährigen dmexco Ihrer Meinung nach das Gesprächsthema Nummer eins sein? Und welches Thema wird schon jetzt grenzenlos überschätzt?

    Ich glaube, dass es das eine beherrschende Thema nicht geben wird, dazu schwirren mit Bewegtbild, Realtime Bidding, Big Data, Multiscreen momentan viel zu viele Themen durch den Raum. Die Bereiche Mobile und Second Screen werden aber ganz sicher ein viel größeres Gewicht haben als noch in den Vorjahren, weil nach dem Hype nun langsam auch die gelungenen Realisierungen kommen. Ansonsten geht es wie immer um Währungen. Währungen für Bewegtbild, Währungen für Mobile, Währungen für Webradio. Nach wie vor glaube ich, dass das Thema Social Media als Lösung für die werbemüden Zielgruppen überschätzt wird.

    7. Xing, Twitter, Facebook oder Google+? Wie sieht es mit Ihrer persönlichen Online Reputation aus, und wie viel Zeit nehmen Sie sich für die Pflege?

    Ganz schlecht sieht es damit aus, jederzeit aktuell halte ich eigentlich nur mein Xing-Profil als digitale Visitenkarte im Netz. Xing nutze ich regelmäßig, um mit meinem Netzwerk zu kommunizieren und neue Kontakte zu suchen. Meine tapferen 18 Twitter-Follower hingegen stehen wohl eher auf den schweigsamen Typ, und auch in Facebook nehme ich eher beobachtend teil. Wenn ich meinen Freunden etwas mitteilen möchte, mache ich das immer noch lieber gezielt per Email oder persönlich.

    8. Sie haben zwei Söhne im Grundschulalter. Handy, Wii Nintendo, iPad – welche Geräte finden sich bei Ihnen zu Hause? Und gibt es feste Regeln im Umgang mit digitalen Medien?

    Wii – Was? Gibt es bei uns nicht und vermisst auch keiner. Glücklicherweise mussten wir für den Umgang mit digitalen Medien noch keine Regeln aufstellen. Unsere Söhne spielen häufiger Monopoly (klassisch auf dem Spielbrett) als FiFA 12 auf dem PC. Meistgenutzte  Applikation auf meinem Smartphone ist insbesondere in der Bundesliga-Saison die Kicker-App. Ansonsten sind meine Söhne eher auf dem Bolzplatz als vor irgendeiner Form von Mattscheibe zu finden.

    9. Und zum Schluss: Was ist Ihr Lieblingssommerurlaubsziel? Und warum? Und wann fahren Sie das nächste Mal hin?

    Da gäbe es viele. Motorradfahren über den Passo di Falzorego oder Passo die Gavia in Südtirol, oder Paddeln in Kanada oder Norwegen. Was das Motorradfahren angeht, so war die Fahrt zum TÜV meine letzte große Tour seit Jahren, Paddeln in Norwegen steht hingegen für nächstes Jahr auf dem Plan. Durch Jobwechsel bleibt für dieses Jahr nur eine Woche auf einer Berghütte in Österreich, auch sehr schön, aber viel zu kurz.

     

     

     

  10. DAS Video zur Jubiläums-Party

    Aug 08 2012

    Sie haben es vielleicht schon mitgekriegt: mediascale feiert diesen Sommer 10-jähriges Jubiläum. Dazu haben wir unsere jährliche Sommerparty aufgepimpt und vergangenen Freitag (3. August) prunkvoll an der Flosslände gefeiert. Leser unseres kleinen Blogs wissen, dass wir uns nur ungern selbst beweihräuchern. Das haben wir diesmal den Gästen unserer Geburtstagsparty überlassen. Was wünschen Sie uns zum Geburtstag? Was ist das Besondere an mediascale? Und ganz wichtig: Was würden Sie ohne mediascale machen? Das Ergebnis lässt uns schmunzeln ;-). Und macht uns doch auch ein kleines bisschen stolz.

    Wir versprechen: Es wird nicht dazu kommen, dass unsere Kunden weinen müssen. Wir werden auch in den nächsten zehn Jahren fleißig Kampagnen buchen und die Performance steigern. Auf eine weitere sensationelle Zusammenarbeit mit Ihnen/Euch allen. Und Tobi, das mit der zweiten Kaffemaschine diskutieren wir noch…

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