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Klartext!
  1. Klartext-Interview mit Andrea Dworak, Tele2 Österreich: “Privat nutze ich keine sozialen Netzwerke.”

    Apr 28 2011

    Andrea Dworak

    Andrea Dworak

    Und weiter gehts mit dem zweiten Teil unserer Interview-Serie. Wieder haben wir einem unserer Kunden auf den Zahn gefühlt. Dieses Mal stand Andrea Dworak, Online Marketing Managerin bei Tele2 Österreich, Rede und Antwort:

    1. Frau Dworak, verraten Sie uns das Geheimrezept, wie eine erfolgreiche verkaufsorientierte Online-Kampagne aussehen muss?

    Die Aufmerksamkeitsspanne des Users ist sehr gering, daher müssen ihm möglichst schnell Angebot und Preis gezeigt werden. Wichtig ist auch immer ein Call-to-Action (z.B. „jetzt kaufen“oder „gleich bestellen“), der den Kaufanreiz verstärkt. Studien zeigen: Je einfacher ein Banner ist, desto besser performt er meist. Auch wenn es aus Marketing- und Brandingsicht nicht ideal ist, funktioniert ein schlichter Banner mit Headline, Preis und Call-to-Action meist am besten.

    2. Welches ist Ihr persönliches Smartphone? Apple, Android oder…? Und warum?

    Privat nutze ich ein Apple iPhone. Es ist für mich, was Design und Funktionalität angeht, unschlagbar. Ich habe seit Jahren einen iPod, das iPhone ist für mich die logische Alternative, da ich beides über iTunes verwalten kann.

    3. Wie sehen sinnvolle Targeting-Kriterien für einen Mobilfunkanbieter aus?

    Targeting ist im Telekommunikationsbereich ein schwieriges Thema. Internet und Telefon braucht im Prinzip fast jeder, daher bringen hier die klassischen Targetingkriterien wie Alter, Geschlecht und Beruf eher geringe Erfolge. Weil unser Produkt nicht überall verfügbar ist, macht bei Tele2 ein geografisches Targeting am meisten Sinn. Ebenfalls gute Erfahrungen machen wir mit Retargeting. Damit erzielen wir regelmäßig die besten Conversion-Werte bei unseren Kampagnen.

    4. Der größte Unterschied zwischen dem deutschen und dem österreichischen Markt (außer der Größe) ist…

    …dass in Deutschland generell Trends um einiges früher ankommen als in Österreich. Ein Beispiel ist die Preisstruktur: In Deutschland sind CPC- und CPO-Deals keine Seltenheit, auch die TKPs sind im unteren Bereich angesiedelt. In Österreich dagegen wird noch wenig Performance-Marketing getrieben, dementsprechend hohe Preise verlangen die einzelnen Vermarkter. Auch Affiliate Programme, die in Deutschland weit verbreitet sind, haben sich in Österreich noch kaum durchgesetzt.

    5. Welche Online-Marketing-Kampagne ist Ihnen in letzter Zeit besonders aufgefallen? Warum?

    Immer noch gut in Erinnerung ist mir die inzwischen schon etwas ältere Brandingkampagne von Nivea auf www.wetter.at. Hier wurde je nach Temperatur entweder eine Nivea Hautcreme (bei Schönwetter) oder ein Nivea Selbstbräuner (bei Schlechtwetter) auf der Wetterkarte angezeigt. Die Kampagne war die erste dieser Art und auf sehr humorvolle Art umgesetzt. Deshalb war sie auch lange Zeit ein Gesprächsthema in der Branche und bei den Usern.

    6. Braucht die Online-Marketing-Branche eine Frauenquote?

    In Österreich ist der Marketingbereich eigentlich eher weiblich besetzt, eine Frauenquote also meiner Meinung nach nicht notwendig. Grundsätzlich sollte sich immer der beste Bewerber durchsetzen. Leider scheiden jedoch in vielen Firmen Frauen in einem gewissen Alter von vornherein aus, da die Möglichkeit  einer Schwangerschaft und somit eines baldigen Ausfalles als zu groß beurteilt wird. Eine Frauenquote sehe ich nicht als Lösung für dieses Problem.

    7. Xing, Facebook oder Twitter? In welchen Sozialen Netzwerken fühlen Sie sich persönlich zu Hause?

    Privat nutze ich überhaupt keine sozialen Netzwerke, auch wenn das in der Onlinebranche eher unüblich ist. Ich ziehe immer noch den persönlichen dem virtuellen Kontakt vor. Beruflich bin ich jedoch bei Xing vertreten.

    8. Für neue Mobilfunkangebote zu werben, ist so schwer, weil ….

    … Österreich ein extrem gesättigter und preisgetriebener Markt ist. Die Kunden haben bei der Fülle an Angeboten kaum noch eine Übersicht, daher ist es schwer mit einem neuen Angebot aufzufallen. Der Fokus muss hier wirklich auf einer einfachen und prägnanten Kommunikation liegen, um sich von der Masse abzuheben.

    9. Von welchem Tele2-Angebot werden 2011 alle sprechen?

    Tele2 arbeitet stets am besten Preis-Leistungs-Verhältnis für seine Kunden. Die Produkte und Lösungen sollen als erste Alternative am österreichischen Telekommunikationsmarkt wahrgenommen werden. Auch 2011 liegt unser Fokus weiterhin auf unserem günstigen Kombipaket „Tele2 Internet und Telefon“.

    10. Tele2 hat seine Zentrale in Stockholm. Waren Sie schon einmal dort? Und verraten Sie uns einen Geheimtipp, was man in Stockholm auf keinen Fall verpassen sollte?

    Da bei Tele2 der Knowledge-Austausch sehr wichtig ist, sind natürlich Reisen in andere Tele2-Länder nichts Außergewöhnliches. Natürlich war ich bereits in Stockholm und kann die Stadt nur empfehlen. Einmalig ist die Altstadt „Gamla Stan“ mit ihren vielen kleinen Gässchen, wo man abends ohne Stress und Hektik herumschlendern kann. Stockholm ist von Wasser umgeben, daher ist es fast ein Muss, eine der angebotenen Bootstouren zu machen, um die Stadt aus einer anderen Perspektive zu erleben.

  2. Der kleine E-Mail-Marketing-Ratgeber

    Apr 26 2011
    Alexander Emmendoerfer

    Alexander Emmendoerfer

    Es wird ja viel zum E-Mail-Marketing geschrieben, gebloggt, getwittert und gedingst, und daran war ich auch nicht gänzlich unbeteiligt. Aber ab und an ist es an der Zeit, auch mal auf die Bremse zu treten. Veränderung ist unbestritten eine der unverrückbaren Konstanten in der digitalen Welt, aber es gibt auch Fälle, da kann aus stetem Drang nach Veränderung schnell Aktionismus werden. Dies gilt auch im E-Mail-Marketing. Hier eine kurze Bestandaufnahme mit integriertem Ratgeber.

    1. Die Betreffzeile
    Im E-Mail-Marketing ist der Aktionismus-Klassiker sicherlich die Betreffzeile. Wir verzeichneten bei mediascale schon seit zwei Jahren keine signifikante Steigerung der Öffnungs- oder Conversionsraten durch “bessere” Betreffzeilen mehr. Sicher, eine richtige Betreffzeile bedarf einiger Erfahrungen und Kenntnisse, aber wer sich die letzten Jahre auch nur halbwegs richtig informiert oder die richtige Beratung hinzugezogen hat, der dürfte auf einem ausreichenden Kenntnisstand sein, gute Betreffzeilen zu formulieren. Weitere Performancesteigerungen durch irgendwelche neuartigen Ansätze sind aktuell nicht zu erwarten.

    2. Das Layout
    Gleiches gilt für weitere “Standards” im Layout der E-Mails oder Newsletter selbst. Ein Newsletter mit Navigationsleiste erzielt immer noch mehr Klicks als ohne. Auch hier hat noch kein einziger Test ergeben, dass das Weglassen der Navigationsleiste bei sonst gleichem Layout zu genauso vielen Klicks bzw. Orders geführt hat. Ähnlich ist es mit der Preisauszeichnung – zumindest bei günstigen Produkten: Auch hier führt der angezeigte Preis definitiv zu Performancesteigerungen. Interessant ist allerdings, dass neuerdings Buttons oder aktivierende Klickaufforderungen nicht mehr durchgängig entscheidend sind. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Interessenten in der Zwischenzeit gelernt haben, dass sie auf fast alles in Newslettern klicken können (und sie tun dies auch) und dass sie zumindest in seriösen Newslettern von bekannten Marken keine Angst haben müssen, bei einem Klick sofort etwas gekauft zu haben oder sonst eine Verpflichtung eingegangen zu sein.

    3. Der Content
    Ein Headerbereich im Layout ist aktuell eine umfassendere Diskussion wert: Teaserartige Aktionsdarstellung vs. eher nüchterne Produktdarstellung im Intro des Newsletters. Hier sind sogar innerhalb derselben Branche bei unterschiedlichen Marken größere Performance-Unterschiede auszumachen. Das heißt, der eine Newsletter funktioniert deutlich besser, wenn große Teaser ein emotionales Highlight, eine Aktion oder ein besonderes Angebot enthalten, der andere ist nachhaltig besser, wenn eine Reihe attraktiver Produkte in der klassischen Rasterdarstellung zu sehen ist. Hier lohnt es sich, genau zu testen, was jeweils am besten ist. Alternativ kommt man hier nur noch durch einen aufwendigen Split der Zielgruppen entsprechend ihres Informations- und Kaufverhaltens zu besseren Ergebnissen.

    4. Social-Marketing
    Wie viele Artikel haben Sie schon zur Verknüpfung von Social-Marketing und E-Mail-Marketing gelesen? Und in wie vielen waren eindeutige Erkenntnisse zum Erfolg derartiger Verknüpfungen belegt? Sicher, jede Form von konzertierten Aktivitäten schafft das Potential von gemeinsamen Erfolgen, auch wenn dies nicht immer sofort konkret nachweisbar oder messbar ist. Das ist zum Beispiel auch bei integrierten Aktivitäten im Bereich Display und E-Mail-Marketing so. Allerdings wird von den beiden Dialog-Platzhirschen Social-Marketing und E-Mail-Marketing weit mehr erwartet, als bisher Konvergenzerfolg zu verzeichnen ist. Das Problem liegt darin, dass Dialog eben nicht immer gleich Dialog ist: “Das Publikum im Web 2.0 ist in erster Linie Community und nicht Kundschaft. Das heißt, Shopbetreiber sollten auf Facebook, Twitter und Co. in einen offenen Dialog mit Fans und Followern treten und Plattformen schaffen, um die Netzwerker als Meinungsführer und Markenbotschafter zu gewinnen. Gezielte Werbung ist tabu und sollte dem Newsletter via E-Mail vorbehalten sein.” (Simon Putzer, adzine, 12.04.2011). Es wird eine der wichtigsten und größten Aufgaben der näheren Zukunft sein, diese Erkenntnis in sinnvolle und effiziente Dialog-Kommunikation umzusetzen!

    5. Individualisierung
    Es hört sich einfach toll an: Jeder Interessent bekommt per E-Mail genau die Produkte, für die er sich interessiert. Und es ist auch toll – aber aufwendig. Ich habe selbst an dieser Stelle schon mehrfach darüber berichtet, welche konzeptionellen und technischen Herausforderungen hier zu lösen sind, und ich kann nur noch einmal betonen, dass es die Mühe und das Geld wert ist – wenn der Verteiler ausreichend groß ist. Derartige Aufwendungen machen nur bei einem in etwa sechsstelligen Verteiler Sinn. Aber Individualisierung gibt es nicht nur in dieser Form. Gerade die immer stärkere Verschmelzung von Interessenten- und Kundendialog zeigt eine andere Form der individuellen Ansprache von einzelnen Zielgruppen. Und das geht schon bei der Frage los, ob Kunden eigentlich den gleichen Newsletter erhalten sollen wie Nichtkunden bzw. reine Interessenten…

    Ich hoffe, ich konnte ein bisschen helfen, sinnvolle Veränderungen von reinem Aktionismus zu trennen und wünsche Ihnen noch einen erholsamen Tag. ;-)

  3. mediascale ist zertifizierter Google AdWords-Partner

    Apr 21 2011
    Agnes Ley

    Agnes Ley

    Liebe Leser,

    heute steht Selbstbeweihräucherung auf dem Plan. Ich kann voller Stolz vermelden, dass ich nun AdWords-Spezialistin bin und damit unserem Unternehmen auch hochoffiziell zum Titel des zertifizierten “Google AdWords-Partner” verholfen habe. Was das nun heißt? Vornehmlich erstmal nicht viel – Kampagnen in das nicht ganz selbsterklärende Tool von Google einzustellen und zu optimieren, war ich davor auch schon in der Lage. Aber nun habe ich mich auch noch durch zwei Tests (Basic und Advanced) gequält. Ob mich die schlauer gemacht haben? Hhmmmm – also zumindest kann ich Ihnen eine Reihe Tipps geben, wenn Sie die Test ebenfalls noch vor sich haben:

    Frage: Ein Kunde entdeckt verdächtige Aktivitäten in einem Konto. Wie sollte der Kunde weiter verfahren, um zu ermitteln, ob ungültige Klicks vorliegen?

    Antwortmöglichkeit A: Einen Bericht zu ungültigen Klicks an das Google AdWords-Team senden
    –> Ganz sicher falsche Antwort! Die Antworten, die damit zu tun haben, dass man einen Google Mitarbeiter mit Arbeit belästigt, sind immer falsch! Kreuzen Sie nie an, dass man bei Google anruft oder Google eine Mail schreibt.

    Antwortmöglichkeit B: Die betreffende Kampagne so lange pausieren, bis die Untersuchung der ungültigen Klicks abgeschlossen ist
    –> Ebenfalls mit Sicherheit falsche Antwort. Sobald sie die Kampagne stoppen, rollt bei Google der Rubel nicht mehr. Kampagnen stoppen, pausieren oder aus irgendwelchen Gründen gar nicht erst starten – nie die richtige Lösung!

    Antwortmöglichkeit C: Die Daten aus Google Analytics mit den Berichten von Google AdWords vergleichen
    –> Ja, also das könnte man schon machen, aber was will man nun daraus ablesen?

    Antwortmöglichkeit D: Die Klicksmuster über einen längeren Zeitraum auswerten und erhöhte Aktivität aufgrund von normalen Schwankungen ausschließen
    –> Zum einen die einzig verbleibende Antwort, und zum anderen hört es sich wenigsten halbwegs sinnvoll an.

    In diesem Sinne: Ich mach mir als Belohnung eine Flasche Schampus auf. Und mediascale gehört jetzt in den erlauchten Kreis all derer Agenturen, deren Mitarbeiter schon diese und ähliche Fragen richtig beantwortet haben. Das können Sie übrigens seit heute auch auf unserer Website sehen, wo das Zertifikat nun unter dem extra neu gegründeten Punkt “Qualifikationen” prangt. Und das hat mich mehr Nerven gekostet als der Test. Wollen Sie wissen, wie viele Richtlinien es zu beachten gibt bei der Nutzung dieses hart verdienten Emblems? Zum Ende des Artikels nur ein kleiner Auszug, glauben Sie mir, die vollständige Liste würde viiiieeeel zu weit führen. :-)

    Folgende Aktivitäten sind untersagt, und Sie erklären sich bereit, von diesen Aktivitäten Abstand zu nehmen:

  4. Jegliche Änderungen am Seitenverhältnis oder an den Farben des Erkennungszeichens
  5. Anzeigen des Logos als hervorstechendes Element Ihrer Webseite
  6. Anzeigen des Logos in einer Art, die eine Beziehung oder Partnerschaft mit Google bzw. ein Sponsoring oder eine Unterstützung seitens Google impliziert. Das Logo darf nicht in einer Weise verwendet werden, die so gedeutet werden kann, dass redaktioneller Content von Google oder Google-Mitarbeitern stammt oder deren Ansichten oder Meinungen widerspiegelt.
  7. ….
  8. ….
  9. ….
  10. ….
  11. Sie dürfen das Erkennungszeichen in keiner Weise verwenden, die nicht in diesen Richtlinien abgedeckt wird. Die Nichteinhaltung dieser Anweisungen stellt einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen des Programms für zertifizierte Partner von Google dar.
  12. P.S. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Artikel keinen Verstoß gegen meinen neu erworbenen Status darstellt!

  • New Media Award 2011 – Des einen Freund ist des Bauern Feind

    Apr 18 2011

    Dominik Frings

    Ich möchte es gleich vorweg sagen: Ich werde jetzt nicht anfangen, dauerhaft mit Kriegsberichterstattungen aus der Onlineszene diesen Blog zu bereichern. Beim dmexco Nighttalk wurde ich von der stalinistischen Pressefraktion zu einem Artikel genötigt;-). In diesem Fall bat mich ein Kollege, dessen Identität hier nicht preisgegeben wird, für ihn beim New Media Award einzuspringen. Bitte Alex!

    Los geht es also in der Kategorie “Beste digitale Review”. Geladen wurde wieder in die Landeshauptstadt NRWs, obwohl das Lofthaus zwar eine nette Location ist, aber gefühlt schon in Solingen liegt. Der Rahmen war aus dem vergangenen Jahr bekannt und für gut befunden. Die Kategorien wurden verändert und zum Teil ein wenig kryptifiziert, aber auch das gehört ja zum Geschäft. Gute Preise, gute Besserung! So oder so ähnlich warb einst schon ein suizidgefährdetes Unternehmen aus der schwäbischen Diaspora. Da ist es kaum zu glauben, dass in benachbarter Humorlosigkeit eine junge Dame aufwuchs, deren Präsenz sicherlich das Highlight des Abends war. Wie schon im letzten Jahr moderierte Frau Bauerfeind den New Media Award gewohnt schlagfertig, so dass so manchem die Worte fehlten.

    In den Kategorien war dann einiges los oder auch nicht, zumindest wenn man der Jury glauben darf. Bei der Kategorie „Creative Excellence“ gewann zu Recht die Einreichung „Mobilombo“ (Kolle Rebbe für Misereor). Humoristisches Highlight war sicher die Einreichung von Lukas Lindemann Rosinski für Germanwings.

    Bei “Efficient Communication” servierte uns der Nürnburger (Neue Digitale/Razorfisch, OMD Germany mit „McDonald’s Nürnberger) leider eine zu schwere Kost, die wir nicht toppen konnten. Auch wenn der Sieg berechtigt ist, habe ich noch NIE einen solchen Burger gegessen, aber schon viele Schuhe von mirapodo auf meine Adresse geschickt bekommen  (woran allerdings die Hausregierung einen entscheidenderen Anteil hat).

    Gänzlich “ineffcient” aber durchaus beeindruckend war die Telekom (MediaCom Interaction, Tribal DDB, i22.de mit „All Internet – Million Voices“) in der Kategorie „Integrated Campaigns“.

    Bei den “Jungen Löwen” (in München eher ein Begriff, für durchaus talentierten Nachwuchs eines vor Dilettantismus und finanzieller Talfahrt strotzenden Vereins) waren die Konzepte zum Teil verständlich, zum Teil auch nicht. Jedenfalls ging es hier scheinbar eher ums Posen, denn um eine Realisierung. Die Entscheidung zu Gunsten zweier Kombattanten aus dem Hause Lukas Lindemann Rosinski ging aber in Ordnung.

    Was habe ich vergessen… ach richtig, die Kategorie “Digital Innovation”. Hier konnte sich die Jury nicht durchringen, einen ersten Platz zu vergeben. Tja, wer hätte das gedacht. Ich habe Ähnliches durchaus schon erlebt, allerdings – glaube ich – noch nie meine Meinung dazu geäußert. Dies möchte ich gerne nachholen in einem kurzen Leserbrief:

    Liebe Jury,

    es bedarf einer ausgeprägten Borniertheit, sich virtuelle Anspruchshürden zu Kategorien zu überlegen, über die man nach eigenem Gutdünken keinen kommen lässt. Aus einer kreativverblendeten Sicht mag ich das nachvollziehen können, aus einer normalen Denke nicht. Denn das, was ihr tut, ist nicht in erster Linie eine Aufforderung an Einreichende, sich mehr anzustrengen. Es ist vielmehr eine Herabwürdigung aller aktuellen Beiträge und eine Degradierung des Erstplatzierten auf dem Silberrang zu einer Art „Best of unterste Schublade“. Dies empfinde ich als respektlos. Da bin ich doch lieber nicht auf der Shortlist, als dermaßen abgewatscht zu werden, und aus diesem Grund habe ich leider kein Verständnis, keine Achtung und kein Foto für diese Entscheidung.

    Herzlichst

    Einer, dem es eigentlich egal sein müsste

     

    Nun zurück zur Veranstaltung. Die Schlacht am Buffet war gerechtfertigt, da das Catering durchaus überzeugend war, und es war denn auch ein nettes Miteinander im weiteren Verlauf des Abends. Die große Sause blieb aus, der Spaß blieb, und somit fällt das Fazit zum New Media Award 2011 insgesamt auch positiv aus. Eine „1“ kann ich aber dennoch nicht vergeben. Vielleicht im nächsten Jahr.

  • Affiliate Tactixx – Statusbericht aus München

    Apr 14 2011

    Taskin Erdem

    Retargeting, Social Media und Customer Journey waren die drei Top-Themen der diesjährigen Affiliate Tactixx, die ich diese Woche in München besucht habe. Zumindest waren das die gesammelten Antworten der Teilnehmer des Abschlusspanels auf die Frage, welche Themen sie derzeit am meisten bewegten. Nun, für mich sind das jetzt nicht unbedingt neue Trends, da sie schon eine ganze Weile auf dem Affiliate Markt existieren. Mein persönliches Fazit der Tactixx: Es gibt also keine wirklich neuen Trends. Entweder kommt Bestehendes nun in die Optimierungsphase oder schwer Greifbares wie Social Media ist noch nicht soweit, um es wirklich als Trend im Affiliate Marketing zu bezeichnen.

    Die Tactixx, zum fünften Mal veranstaltet von den Kollegen von explido webmarketing, fand auch dieses Jahr wieder im Rahmen der Internet World im ICM, dem Internationalen Congress Center der Messe München, statt. Alle üblichen Verdächtigen waren vertreten, zusätzlich kamen auch zahlreiche Neulinge dazu.

    Leider kann ich keinen Vortrag besonders hervorheben, der uns wirklich neue Erkenntnisse eingebracht hätte. Für meine Begriffe besinnt sich der Markt gerade und geht bedachter mit einigen Themen um. So fielen auf der Tactixx beispielsweise sehr kritische Worte in Bezug auf Cashback/Gutscheinseiten, Cookie Dropping und kurzfristige Erfolge, die sich eher in Misserfolge wandeln, wenn der Advertiser genauer hinsieht. Das sind ganz neue Töne für die Branche.

    Im Gegensatz zu den schwarzen Schafen der Branche, die Gefahr laufen, bald wieder aus den Programmen zu fliegen, stehen die “guten” Publisher, die das Problem haben, bei CPA-Deals nicht immer eine faire Vergütung zu erhalten. Post View- und auch Re-Targeting-Publisher sehen in ihren Systemen zwar ihren eigenen Erfolg, können aber nicht beurteilen, ob ihre Sales zusätzlich zustande kamen oder nur andere Sales ersetzen. Das gilt auch für die Netzwerke. Alle Beteiligten sind sich im Klaren darüber, dass der eigentliche Erfolg aus Sicht des Advertisers nur dann beurteilt werden kann, wenn es eine ganzheitliche Betrachtung des gesamten Mediamix gibt. Zumindest für die Online-Aktivitäten kann und muss in Zukunft ein integriertes Tracking mit Cookie-Weiche und Customer Journey her. Das entspricht genau dem, was wir seit geraumer Zeit schon predigen. Auf der Tactixx war man sich allerdings uneinig, wessen Aufgabe und Leistung dies sein sollte. Unsere Antwort: Wir erledigen das! Zusammen mit einem passenden Partner, der die Technologie stellt. So können wir dem Advertiser besser aufzeigen, welche Partner und Kanäle welche Leistung abliefern.
    

  • Dynamisches Webscoring-Modell für KiK

    Apr 12 2011
    Julian Simons

    Julian Simons

    Für KiK optimiert und steuert mediascale zurzeit eine Online-Kampagne, um die jeweils aktuellen Prospektangebote des Textildiscounters im Netz bekannt zu machen. Da KiK auf seiner Webseite zwar Produktinformationen, aber keinen Online-Shop anbietet, können wir die Online-Werbung nicht auf Basis konkreter Online-Kaufabschlüsse optimieren. So ist es für uns bedeutend schwieriger, den Traffic auf der Seite qualitativ zu bewerten. Je nach Maßnahme und Quellen konvertieren Klicks gänzlich unterschiedlich. Um die Wirkung der Werbemaßnahmen im Internet trotzdem kontinuierlich bewerten und verbessern zu können haben wir für Kunden ohne Online-Shop ein dynamisches Webscoring-Modell entwickelt:

    Die Vorgehensweise ist dabei ähnlich wie bei einem Site-Tracking. Die Landingpage wird verpixelt, so dass exakt nachvollzogen werden kann, was ein User nach dem Klick auf das jeweilige Werbemittel als nächstes macht. Parameter dafür sind beispielsweise die Seitennutzung, der Aufruf des Prospekts, die Anmeldung zum Newsletter oder die Filialsuche. Wir bewerten jeden Klick des Nutzers individuell. Diese dynamische Gewichtung erfolgt nach der Wahrscheinlichkeit des Aufrufs und der Wertigkeit einer Aktion. Eine Newsletter-Anmeldung stufen wir in diesem Fall zum Beispiel höher ein als ein Klick auf ein Banner. Dementsprechend bewerten wir sie mit einem höheren Faktor. So können wir die Effizienz der Kampagne maximal steigern.

    Zusätzlich zum Webscoring realisieren wir für KiK eine integrierte Bewegtbildkampagne basierend auf dem sogenannten Screenplanningansatz in Zusammenarbeit mit unserer Schwesteragentur Mediaplus, die für die klassische Print-, TV- und Anzeigenwerbung verantwortlich zeichnet. Dahinter verbirgt sich eine integrierte Online-Offline-Bewegtbildplanung, mit der der optimale und aufeinander aufbauende Mix zwischen klassischer TV-Werbung und Online-Bewegtbild für unterschiedliche Zielgruppen ermittelt wird. So bleibt der Kunde im Bild.

  • Good Night Munich – dmexco an der Isar!

    Apr 08 2011

    Dominik Frings

    Der dmexco Nighttalk gastierte in dieser Woche im schönen München. Der Abend stand im Zeichen des Realtime Biddings, also des Echtzeithandels von AdImpressions über standardisierte Plattformen. Was in der Theorie zunächst prima klingt, warf dann doch einige Fragen auf, die nicht wirklich erschöpfend beantwortet wurden – wie auch unsere Freunde der Fachpresse feststellten. Aber der Reihe nach:

    Geladen wurde ins Oberangertheater, welches selbst meinem einzigen Kollegen, der in der SZ das Feuilleton liest und ein Theaterabo besitzt, ein böhmisches Dorf war. Später wurde mir zugetragen, dass man hier sehr launige Travestie-Shows besuchen kann. Ich werde also so schnell nicht wiederkommen. Dennoch war der Ort für den Rahmen passend gewählt, auch wenn die Herren auf der Bühne eher Sakko und Lederschuhe als Minirock und Pumps trugen. Es waren gut 170 Besucher anwesend, die das Theater gut füllten und deren Herkunft kurz und knapp wie folgt beschrieben werden kann: Adnetworker, (Performance-)Agentur‘ler, Affiliate‘ler, Vermarkter, anderweitige Onlineglücksritter und nicht zu vergessen: die PR‘ler. Kunden suchte man vergeblich, was man durchaus auch als Fingerzeig sehen kann, in welchen Kreisen das Thema gerade diskutiert wird.

    Los ging es mit einem Herrn Kalauerka, der die Ankündigung vornahm und galant zu Herrn Barokas überleitete. Dieser hielt einen sehr amerikanischen – aber keineswegs uninteressanten – Vortrag, in dem er kurz die Geschichte des Internets Revue passieren ließ, um dann zu erklären, warum RTB eine glänzende Zukunft und in den USA schon die Gegenwart eingeholt hat. Auf den Punkt gebracht geht er davon aus, dass der Vermarkter mehr verdient, der Kunden/die Agentur gezielter einkauft und im Grunde alle Seiten Vorteile davon haben, sofern es hinterlegte Profildaten gibt, die aus einer beliebigen Impression für einzelne Advertiser ein sehr wertvolles Gut machen. Das vielzitierte Beispiel hierzu war der Autokäufer, der für einen KFZ-Versicherer von hohem Interesse ist und für den dieser bereit ist, sehr viel mehr zu zahlen als für eine x-beliebige Impression.

    (v.l.n.r.): Jochen Kalka (w&v), Thomas Mendrina (Admeld), Wolfgang Bscheid (mediascale), Christian Griesbach (mediasports) und Robert Lang (Criteo)

    In der folgenden Podiumsdiskussion wurde es dann vielschichtiger. Thomas Mendrina (von admeld) vertrat die Thesen seines Chefs, Christian Griesbach (mediasports) im Grunde  nur die Publishersicht und Robert Lang von criteo war es letzten Endes egal, wo der Traffic herkommt, da er eh nur dann eine Impression kauft, wenn der User vorher Kontakt mit einer Homepage seiner Kunden hatte. Blieb noch ein gewisser Herr Bscheid, der mir persönlich nicht ganz unbekannt ist und nun wohl auch allen Teilnehmern in Erinnerung bleiben wird. Zum einen sollten die Veranstalter eines wissen: Zwei Mikros reichen nicht, wenn Herr Bscheid in beckenbauerschem Tonfall mal „kurz“ seinen Standpunkt klarmacht. Inhaltlich ging es ihm vor allem darum, dass es eh mehr Traffic als Nachfrage gibt und es somit schwierig wird, ein Börsenprinzip zu etablieren. Interessant wäre es nur, wenn die Profile mit Daten wie Kaufabsicht angereichert werden. Diese Infos werden aber aufgrund bestehender Regularien in absehbarer Zeit kaum im Handelssystem abbildbar sein. Alternativ wären hochbegehrte Werbeflächen wie PreRoll-Ads durchaus ein handelbares Gut. Dieses werden die namhaften Anbieter allerdings in ihren eigenen Verkaufstöpfen behalten, weswegen der RTB-Napf leer bleiben dürfte. Eine grundsätzliche Berechtigung – wenn auch weniger rasant wachsend und auf kleinerem Niveau – gestand er der Thematik letzten Endes jedoch ein.

    Nachdem der oberbayerische Orkan über die Podiumsduellanten gefegt war, kamen dann vor allem von RTB-Fürsprechern aus dem Publikum kritische Fragen in Richtung des Kollegen Bscheid. Es wurden Zahlen ins Spiel gebracht,  wie 400 Millionen gehandelte AdImpressions pro Tag oder aber auch die Einstellung, dass das Umfeld ja inzwischen zweitrangig sei, sondern nur noch der User zähle. Dem sei nun von meiner Seite vielleicht folgendes angemerkt: 400 Mio. AIs-Bulk werden auch nicht dadurch besser, dass sie gehandelt werden, und nein, das Umfeld in dem ein Banner ausgespielt wird,  ist keinesfalls irrelevant. Es muss natürlich keine Telko-Seite sein, auf der man einen Mobilfunk-Banner ausspielt. Ich kann Ihnen aber auch sagen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Conversion auf z.B. www.couchkartoffelsalat.de in etwa der Wahrscheinlichkeit entspricht, dass Claudia Roth morgen den FDP-Vorsitz übernimmt, während parallel Ilse Aigner Country Manager Deutschland bei Google und wird und nach den Straßen auch alle Wohnzimmer fotografieren lässt.

    Letzten Endes hatte man das Gefühl, dass die Diskussion noch eine Weile weiter getobt hätte, aber irgendwann musste auch mal Schluss sein. Bei Häppchen, Bier und Inter vs. Schalke auf der Leinwand (in Realtime!) gab es dann noch den obligatorischen Small Talk in den Kategorien „Wer mit wem“, „Wer wohin“ und „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“. Und so ging man dann auseinander mit dem festen Vorsatz beseelt, seiner Meinung und Linie am besten erst mal  treu zu bleiben.

    Und wer sich noch durch Bildergalerien klicken will: Bitte!

  • Songs for Japan – Helfen Sie mit!

    Apr 05 2011
    Agnes Ley

    Agnes Ley

    Japan braucht Hilfe nach der verheerenden Natur- und Atomkatastrophe vom 11. März. Superstars der Musikbranche aus aller Welt haben gemeinsam das Benefizalbum Songs for Japan für die Erdbeben- und Tsunami-Opfer Japans herausgegeben. 38 Top-Stars unterschiedlicher Genres sind mit ihren Songs auf der Platte vertreten. Moderne Künstler wie Lady Gaga und Rihanna sind ebenso dabei wie Klassiker (John Lennon, Queen) und Newcomer (Justin Bieber, Adele). Für den guten Zweck haben sich die vier Major-Plattenfirmen Warner, EMI, Universal und unser Kunde Sony Music zusammengeschlossen.

    Auch mediascale beteiligt sich an der Charity-Aktion. Nein, keine Angst, wir singen nicht. Wir machen natürlich das, was wir am besten können: Wir werben zielgerichtet. Über das Netzwerk unseres Targeting-Tools NE.R.O. steuern wir Medialeistung im Gegenwert von 8.000 Euro aus und übernehmen dazu die Tracking-Kosten.

    Alle Erlöse aus dem Verkauf des Albums sollen zur Unterstützung der Hilfseinsätze an das Japanische Rote Kreuz gehen. „Songs For Japan“ ist seit letzter Woche für 9,99 Euro bei Amazon verfügbar. Wir würden uns freuen, wenn Sie mit dem Kauf des Benefizalbums die Menschen in Japan unterstützen. Arigato.

  • Real Time Bidding 2.0

    Apr 01 2011

    Dominik Frings

    Pünktlich zum aufkeimenden Frühling, darf ich einer Reihe von Produktneuheiten der Firma mediascale ein paar Zeilen widmen, die es verdient und in sich haben.

    Die ganze Branche diskutiert ja nun schon insbesondere seit der dmexco 2010 über das Thema Real Time Bidding (RTB). Wir glauben, dass mit RTB die Zukunft in der Mediaplanung Einzug gehalten hat und haben unter Hochdruck bereits RTB 2.0 entwickelt. Das ganze hört auf den Namen Predictive Behavioural Realtime Bidding (PBRTB). Mit dieser Technologie ist es nicht nur möglich, in Echtzeit auf Traffic Gebote abzugeben, sondern auch Vorhersagen zu treffen, wann welcher Traffic in welcher Menge zu erwarten ist. Als Weiterentwicklung unseres Tools NE.R.O. ist PBRTB nun die Antwort auf die Anforderung, die Werbekunden häufig im Zusammenhang mit RTB stellen, nämlich, dass neben des effizienten Mediaeinkaufs auch eine gewisse Planungssicherheit gewährleistet sein muss. Zum besseren Monitoring wird in Kürze eine sogenannte Predictive Demand Platform (PDP) gelauncht, welche als GUI dem Kunden die aktuellen Kampagnenentwicklungen visualisieren soll. In Verbindung mit unserer Bidmanagementlösung MSCBM sind wir fortan in der Lage, dem Markt  Antworten auf die Fragen zu liefern, die er morgen erst stellen wird. Darüber hinaus kann unsere neuen Scan Software CrossSiteAllocator (CSA) die Websites der webetreibenden Kunden auf die Trafficströme analysieren und diese mittels eines Predictive Analyse Performance Interface (PAPI) via unseres PBRTB direkt in das PDP einspielen, um somit die Kampagnen valide skalieren zu können.

    Auch das Thema InStream Bidding (ISB) ist in der Lösung bereits vorgesehen und steht ab Q3 allen Kunden zur Verfügung. Somit kann datenbereinigter Echtzeittraffic in dynamisch non-user-generated Content Video Umfelder in den Formen Pre-, Mid-, und Meantime-Roll geschaltet werden. Sollten sich für einzelne Produkte keine geeigneten Umfelder finden, hilft die parallel entwickelte Technologie ContentGenerationCreator (CGC) weiter, die vollautomatisiert Content produziert und einspielt, um die herum man dann seine passende Werbung platzieren kann. Selbstverständlich können auch  Small-, Medium- und Maxi-Rectangle im Login-, Logout- oder Unlogged-Bereich vermarkterübergreifend geschaltet und kundenindividuellen getargetet werden.

    Sie sehen also, dass wir in 2011 ein wahres Feuerwerk an Innovationen vorhaben und dass wir für unsere Kunden mit den neuen Produkten PBRTB, PDP, MSCBM, CSA, PAPI, ISB, CGC bestens gerüstet sind für alles, was die nähere Zukunft zu bieten hat.

     

    Environmental Advisory: All unsere Produkte laufen mit Ökostrom und nicht mit Energie aus französischem Strahlenterror. Zudem können sie bedenkenlos mit E10 betankt werden und erfüllen die EURO 5-Norm.

  • Klartext-Interview mit Nina Stehr, Sony: “carpe diem” als Kampagnenmotto

    Mrz 30 2011
    Nina Stehr

    Nina Stehr

    Wir starten mit einer neuen Serie in unserem Blog. Ab heute befragen wir nicht nur Fachjournalisten zu den neusten Branchentrends und ihren Social Media-Gewohnheiten, sondern fühlen auch mediascale-Kunden auf den Zahn. Ein Mal im Monat sprechen ab jetzt unsere Kunden und Partner Klartext.

    Den Anfang macht Nina Stehr, Head of Online Promotion & Marketing Int. bei der SONY MUSIC ENTERTAINMENT (GERMANY) GmbH:

    1. Frau Stehr, wo spielt die Musik im Netz, wenn man heute erfolgreich Musik verkaufen will?

    Die Musik spielt überall dort, wo sie gesucht, geteilt und weiterempfohlen wird. Vor allem Social Media-Angebote wie Facebook und StudiVZ sowie Clip-Portale wie Youtube, MyVideo und Tape TV haben in nur kurzer Zeit einen hohen Stellenwert im Rahmen von Promotion- und Marketingmaßnahmen erreicht.

    2. Verraten Sie uns das Geheimrezept, wie man auf Facebook Fanpages, Inhalte und Ads am besten kombiniert?

    Wichtig ist meiner Meinung nach in erster Linie nicht die Kombination, sondern das Bewusstsein dafür, dass eine einmal via Facebook gewonnene Fanbase durch interessante Posts, exklusive Inhalte und spannende Aktionen dauerhaft bei Stange gehalten werden will.

    Ein Geheimrezept? Wir kochen ganz gerne mit der mediascale in unserer virtuellen Großküche, und allen Beteiligten schmeckt’s.

    3. Im Musikgeschäft gibt es online ganz kurze Kampagnenzeiträume von etwa zehn Tagen. Was ist der größte Unterschied zu einer herkömmlichen Kampagne?

    Aufgrund des kurzen Kampagnenzeitraums sind wir nicht in der Lage so umfassend zu optimieren und an einer Kampagne zu feilen, wie es andere Unternehmen können. „Carpe diem“ ist quasi das wörtlich zu nehmende Motto unserer Kampagnen.

    4. Viele Musiklabels ärgern sich, dass sie nicht tracken können, welche Wirkung einzelne Kampagnen auf den Abverkauf bei iTunes haben. Heute haben Sie drei Wünsche an den iTunes-Store von Apple frei.

    - flexiblere, kürzere Vorläufe für Promotions
    - mehr Spielraum für gemeinsame Kampagnen

    Und last but not least:
    - die Möglichkeit, Tracking-ID’s zu generieren, um Abverkäufe pro Kampagne nachvollziehen zu können

    5. Werden die Tablets Ihre Mediastrategie 2011 schon beeinflussen? Oder finden Sie Smartphones spannender?

    Mit Tablets werden wir uns definitiv in diesem Jahr bereits beschäftigen. Im Hinblick auf die bis dato erzielbare Reichweite ist aber jetzt schon klar, dass die Smartphones im Vergleich eine größere Rolle spielen werden.

    6. Xing, Facebook oder etwas anderes? In welchen sozialen Netzwerken fühlen Sie sich persönlich zu Hause?

    Facebook gehört beruflich und privat zu meinem Alltag. Ich checke ab und zu ein via Foursquare und nutze Xing zur Verwaltung meiner geschäftlichen Kontakte.

    7. Von welchem Newcomer werden 2011 alle sprechen?

    Für Prognosen ist es noch recht früh. Ich hoffe doch stark, dass es ein Künstler oder eine Band mit Vertrag bei Sony Music sein wird. Mein aktueller Tipp: Einfach mal Zaz und ihr gleichnamiges Debütalbum anhören, falls noch nicht bekannt.

    8. Und zum Schluss: Können wir auf Ihre ausgebildete Stimme zählen? Würden Sie 2011 auf der Weihnachtsfeier von mediascale singen?

    Wann und wo?

     

     

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