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  1. Klartext-Interview mit Andrea Dworak, Tele2 Österreich: “Privat nutze ich keine sozialen Netzwerke.”

    Apr 28 2011

    Andrea Dworak

    Andrea Dworak

    Und weiter gehts mit dem zweiten Teil unserer Interview-Serie. Wieder haben wir einem unserer Kunden auf den Zahn gefühlt. Dieses Mal stand Andrea Dworak, Online Marketing Managerin bei Tele2 Österreich, Rede und Antwort:

    1. Frau Dworak, verraten Sie uns das Geheimrezept, wie eine erfolgreiche verkaufsorientierte Online-Kampagne aussehen muss?

    Die Aufmerksamkeitsspanne des Users ist sehr gering, daher müssen ihm möglichst schnell Angebot und Preis gezeigt werden. Wichtig ist auch immer ein Call-to-Action (z.B. „jetzt kaufen“oder „gleich bestellen“), der den Kaufanreiz verstärkt. Studien zeigen: Je einfacher ein Banner ist, desto besser performt er meist. Auch wenn es aus Marketing- und Brandingsicht nicht ideal ist, funktioniert ein schlichter Banner mit Headline, Preis und Call-to-Action meist am besten.

    2. Welches ist Ihr persönliches Smartphone? Apple, Android oder…? Und warum?

    Privat nutze ich ein Apple iPhone. Es ist für mich, was Design und Funktionalität angeht, unschlagbar. Ich habe seit Jahren einen iPod, das iPhone ist für mich die logische Alternative, da ich beides über iTunes verwalten kann.

    3. Wie sehen sinnvolle Targeting-Kriterien für einen Mobilfunkanbieter aus?

    Targeting ist im Telekommunikationsbereich ein schwieriges Thema. Internet und Telefon braucht im Prinzip fast jeder, daher bringen hier die klassischen Targetingkriterien wie Alter, Geschlecht und Beruf eher geringe Erfolge. Weil unser Produkt nicht überall verfügbar ist, macht bei Tele2 ein geografisches Targeting am meisten Sinn. Ebenfalls gute Erfahrungen machen wir mit Retargeting. Damit erzielen wir regelmäßig die besten Conversion-Werte bei unseren Kampagnen.

    4. Der größte Unterschied zwischen dem deutschen und dem österreichischen Markt (außer der Größe) ist…

    …dass in Deutschland generell Trends um einiges früher ankommen als in Österreich. Ein Beispiel ist die Preisstruktur: In Deutschland sind CPC- und CPO-Deals keine Seltenheit, auch die TKPs sind im unteren Bereich angesiedelt. In Österreich dagegen wird noch wenig Performance-Marketing getrieben, dementsprechend hohe Preise verlangen die einzelnen Vermarkter. Auch Affiliate Programme, die in Deutschland weit verbreitet sind, haben sich in Österreich noch kaum durchgesetzt.

    5. Welche Online-Marketing-Kampagne ist Ihnen in letzter Zeit besonders aufgefallen? Warum?

    Immer noch gut in Erinnerung ist mir die inzwischen schon etwas ältere Brandingkampagne von Nivea auf www.wetter.at. Hier wurde je nach Temperatur entweder eine Nivea Hautcreme (bei Schönwetter) oder ein Nivea Selbstbräuner (bei Schlechtwetter) auf der Wetterkarte angezeigt. Die Kampagne war die erste dieser Art und auf sehr humorvolle Art umgesetzt. Deshalb war sie auch lange Zeit ein Gesprächsthema in der Branche und bei den Usern.

    6. Braucht die Online-Marketing-Branche eine Frauenquote?

    In Österreich ist der Marketingbereich eigentlich eher weiblich besetzt, eine Frauenquote also meiner Meinung nach nicht notwendig. Grundsätzlich sollte sich immer der beste Bewerber durchsetzen. Leider scheiden jedoch in vielen Firmen Frauen in einem gewissen Alter von vornherein aus, da die Möglichkeit  einer Schwangerschaft und somit eines baldigen Ausfalles als zu groß beurteilt wird. Eine Frauenquote sehe ich nicht als Lösung für dieses Problem.

    7. Xing, Facebook oder Twitter? In welchen Sozialen Netzwerken fühlen Sie sich persönlich zu Hause?

    Privat nutze ich überhaupt keine sozialen Netzwerke, auch wenn das in der Onlinebranche eher unüblich ist. Ich ziehe immer noch den persönlichen dem virtuellen Kontakt vor. Beruflich bin ich jedoch bei Xing vertreten.

    8. Für neue Mobilfunkangebote zu werben, ist so schwer, weil ….

    … Österreich ein extrem gesättigter und preisgetriebener Markt ist. Die Kunden haben bei der Fülle an Angeboten kaum noch eine Übersicht, daher ist es schwer mit einem neuen Angebot aufzufallen. Der Fokus muss hier wirklich auf einer einfachen und prägnanten Kommunikation liegen, um sich von der Masse abzuheben.

    9. Von welchem Tele2-Angebot werden 2011 alle sprechen?

    Tele2 arbeitet stets am besten Preis-Leistungs-Verhältnis für seine Kunden. Die Produkte und Lösungen sollen als erste Alternative am österreichischen Telekommunikationsmarkt wahrgenommen werden. Auch 2011 liegt unser Fokus weiterhin auf unserem günstigen Kombipaket „Tele2 Internet und Telefon“.

    10. Tele2 hat seine Zentrale in Stockholm. Waren Sie schon einmal dort? Und verraten Sie uns einen Geheimtipp, was man in Stockholm auf keinen Fall verpassen sollte?

    Da bei Tele2 der Knowledge-Austausch sehr wichtig ist, sind natürlich Reisen in andere Tele2-Länder nichts Außergewöhnliches. Natürlich war ich bereits in Stockholm und kann die Stadt nur empfehlen. Einmalig ist die Altstadt „Gamla Stan“ mit ihren vielen kleinen Gässchen, wo man abends ohne Stress und Hektik herumschlendern kann. Stockholm ist von Wasser umgeben, daher ist es fast ein Muss, eine der angebotenen Bootstouren zu machen, um die Stadt aus einer anderen Perspektive zu erleben.