Heute möchte ich mich dem zunächst etwas abstrakt lautenden Begriff PTAT widmen, der als Abkürzung für „People Talking About This“ steht. Die Anzahl der „Personen, die darüber sprechen“ bemisst sich hauptsächlich an Shares, Comments und Likes von Beiträgen einer Facebook-Seite, die innerhalb der letzten 7 Tage getätigt wurden. Es spielen aber auch weitere Faktoren eine Rolle, die von Facebook folgendermaßen definiert sind:
Mittels PTAT wird der Interaktionsindex einer Facebook-Seite berechnet, der eine immer tragendere Rolle für die organische Reichweite spielt.
Berechnet wird der Interaktionsindex folgendermaßen:
Interaktionsindex = PTAT / Fanzahl
Ein hoher Index spricht also für relevante und interessante Inhalte der Seite und wird vom Facebook Algorithmus mit einer höheren organischen Reichweite belohnt. Für Seitenbetreiber ist es demnach wichtig, den PTAT möglichst hoch zu halten, indem der Fokus auf Beiträge gelegt wird, welche die benötigten Interaktionen hervorrufen.
Nun stellt sich die Frage, wie der optimale PTAT bestimmt wird. Eine Regel hierfür gibt es nicht – Facebook nennt als Anhaltspunkt einen stetigen PTAT von etwa 4% – 7%. Um diesen Wert zu erreichen, sind regelmäßige Posts, deren Analyse und damit einhergehende Optimierungen notwendig.
Wenn Facebook-Werbeanzeigen geschaltet werden, sollte sich dies immer positiv auf den PTAT auswirken. Demnach erhöhen sich die Richtlinien auf etwa 10% – 20%, was wiederum abhängig von der eigenen Zielsetzung ist.
Am Beispiel unserer mediascale-Seite errechnet sich ein Interaktionsindex von 9% – selbst ohne Werbemaßnahmen befinden wir uns also in einem sehr guten Bereich:
Wenn wir schon beim Thema Fans und Interaktionen sind:
Die Werbemöglichkeiten im Newsfeed sind mittlerweile um Like-Ads erweitert worden. Für die Smartphone-Besitzer unter uns bedeutet dies also, dass wir im mobilen Newsfeed mit einer weiteren Werbeform zu kämpfen haben. So mancher entsinnt sich bestimmt daran, irgendwann einmal versehentlich etwas geliked zu haben, obwohl nur gescrollt werden sollte. Oder ist es tatsächlich so, dass z.B. Facebook Offers in letzter Zeit wahnsinnig oft in Anspruch genommen werden, nur weil sie mittlerweile mobil beworben werden?
Wie dem auch sei – Werber sollten sich bewusst sein, dass der ein oder andere mobile „gefällt mir“ Klick eher einem motorischen Ungeschick zu schulden ist, als wahrem Interesse. Ich gehe aber davon aus, dass sich dieser Anteil in Grenzen halten wird und bin gespannt, welche Performance die Like-Ads im Newsfeed mit sich bringen werden.


















