mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. Der Einfluss von PTAT auf die organische Reichweite

    Feb 14 2013
    Norma Poggensee

     

    Heute möchte ich mich dem zunächst etwas abstrakt lautenden Begriff PTAT widmen, der als Abkürzung für „People Talking About This“ steht. Die Anzahl der „Personen, die darüber sprechen“ bemisst sich hauptsächlich an Shares, Comments und Likes von Beiträgen einer Facebook-Seite, die innerhalb der letzten 7 Tage getätigt wurden. Es spielen aber auch weitere Faktoren eine Rolle, die von Facebook folgendermaßen definiert sind:

     

    Mittels PTAT wird der Interaktionsindex einer Facebook-Seite berechnet, der eine immer tragendere Rolle für die organische Reichweite spielt.

    Berechnet wird der Interaktionsindex folgendermaßen:

    Interaktionsindex = PTAT / Fanzahl

    Ein hoher Index spricht also für relevante und interessante Inhalte der Seite und wird vom Facebook Algorithmus mit einer höheren organischen Reichweite belohnt. Für Seitenbetreiber ist es demnach wichtig, den PTAT möglichst hoch zu halten, indem der Fokus auf Beiträge gelegt wird, welche die benötigten Interaktionen hervorrufen.

    Nun stellt sich die Frage, wie der optimale PTAT bestimmt wird. Eine Regel hierfür gibt es nicht – Facebook nennt als Anhaltspunkt einen stetigen PTAT von etwa 4% – 7%. Um diesen Wert zu erreichen, sind regelmäßige Posts, deren Analyse und damit einhergehende Optimierungen notwendig.

    Wenn Facebook-Werbeanzeigen geschaltet werden, sollte sich dies immer positiv auf den PTAT auswirken. Demnach erhöhen sich die Richtlinien auf etwa 10% – 20%, was wiederum abhängig von der eigenen Zielsetzung ist.

    Am Beispiel unserer mediascale-Seite errechnet sich ein Interaktionsindex von 9% – selbst ohne Werbemaßnahmen befinden wir uns also in einem sehr guten Bereich:

    Wenn wir schon beim Thema Fans und Interaktionen sind:

    Die Werbemöglichkeiten im Newsfeed sind mittlerweile um Like-Ads erweitert worden. Für die Smartphone-Besitzer unter uns bedeutet dies also, dass wir im mobilen Newsfeed mit einer weiteren Werbeform zu kämpfen haben. So mancher entsinnt sich bestimmt daran, irgendwann einmal versehentlich etwas geliked zu haben, obwohl nur gescrollt werden sollte. Oder ist es tatsächlich so, dass z.B. Facebook Offers in letzter Zeit wahnsinnig oft in Anspruch genommen werden, nur weil sie mittlerweile mobil beworben werden?

    Wie dem auch sei – Werber sollten sich bewusst sein, dass der ein oder andere mobile „gefällt mir“ Klick eher einem motorischen Ungeschick zu schulden ist, als wahrem Interesse. Ich gehe aber davon aus, dass sich dieser Anteil in Grenzen halten wird und bin gespannt, welche Performance die Like-Ads im Newsfeed mit sich bringen werden.

  2. Graph Search und die große Suche

    Jan 24 2013
    Norma Poggensee

    Wie erwartet, lässt Facebook mit Neuigkeiten nicht sehr lange auf sich warten.

    So wird in den Medien derzeit viel über die neue Funktion „Graph Search“ berichtet. Hierbei handelt es sich um eine neue Suchfunktion, die Facebook seit letzter Woche als Beta-Version mit einer überschaubaren Anzahl an Usern testet.

    Durch diese neue Funktion ist es möglich, innerhalb des Facebook Datenpools nicht nur nach Namen zu suchen, sondern vielmehr die semantischen Möglichkeiten des „Social Graph“ zu nutzen. Die Suche beschränkt sich also nicht nur auf Keywords, da die Zusammenhänge ganzer Sätze verarbeitet werden können.

    Die alleinige Suche nach Freunden aus einer bestimmten Stadt gehört hier wahrscheinlich eher zu den banaleren Fällen. Interessant wird es erst, wenn man diese um bestimmte Kriterien erweitert, wie etwa die Lieblingsband, besuchte Orte oder gar den Beziehungsstatus. „Personen, die in meiner Stadt wohnen, musikbegeistert und single sind“ könnte solch eine Anfrage etwa lauten. Die Suchergebnisse sind dabei stark personalisiert und abhängig von den jeweils freigegebenen Daten. Die Relevanz der Ergebnisse bemisst sich dabei an Faktoren wie räumliche Nähe, Anzahl der Likes einer Seite etc. Zudem spielen auch die Kontaktintensität sowie gemeinsame Interessen eine große Rolle.

    Datenschützer sind alarmiert, allerdings greift Facebook mit „Graph Search“ lediglich auf Informationen zurück, die Facebook-Nutzer entweder öffentlich im Netzwerk oder im Freundeskreis bereitstellen. Als Konkurrenz zu Google kann „Graph Search“ daher nicht bezeichnet werden, da kein Zugriff auf externe Daten erfolgt. Im Endeffekt muss sich also jeder Nutzer im Klaren darüber sein, dass er alle Daten, die er auf Facebook seinen Kontakten oder der Allgemeinheit zur Verfügung stellt, für die Suche zugänglich macht. In diesem Zusammenhang ist es also empfehlenswert, hin und wieder einen Blick in die eigenen Privatsphäre-Einstellungen zu werfen, denn ich bin immer wieder überrascht, wie viele private Profile für die Öffentlichkeit nicht gesperrt sind.

    Wann „Graph Search“ für die Allgemeinheit zugänglich sein wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Facebook bezeichnet die Suche allerdings jetzt schon als drittes Standbein neben Newsfeed und Timeline. Aber was bedeutet die Neuerung für Werbetreibende? Laut Facebook sind neben den Sponsored Results zunächst keine weiteren Werbeformate angedacht. Es bleibt jedoch abzuwarten, inwiefern sich die neuen Funktionen positiv auf das Suchvolumen auswirken werden – und dann ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis die neuen Werbeformen sprießen.

    Interessanter könnte „Graph Search“ indes für Betreiber von Facebook-Seiten oder Apps sein. So ist es z.B. möglich, dass das eigene Restaurant ganz schnell von potenziellen Besuchern über die entsprechende Facebook-Seite gefunden werden kann. Daher gilt es, ein paar Punkte zu beachten: Relevante Daten wie Name, Kategorie oder Anschrift sollten vollständig angegeben werden, damit die Seite in möglichst vielen Ergebnislisten erscheint. Um das Ranking positiv zu beeinflussen, ist nicht nur die Anzahl der Fans relevant, sondern vielmehr deren Interaktionsrate. Je mehr Fans mit der Seite durch Likes, Comments etc. interagieren, desto relevanter erscheint diese Seite auch in der Ergebnisliste.

    Auf die Interaktionsrate und deren Bedeutung für die organische Reichweite werde ich allerdings beim nächsten Mal näher eingehen.

  3. Facebook Advertising – Wegweiser durch den Anzeigendschungel, TEIL 2

    Nov 02 2012
    Agnes Ley

     

    Bevor Sie in den Teil 2 des “Facebook Advertising” Beitrags einsteigen, können Sie gerne hier nochmal Teil 1 zum aufwärmen lesen.

     

    Welcher Ad Typ ist aber nun der richtige für die Kampagne?

    Die Antwort auf diese Frage hängt eng mit der Zielsetzung der Kampagne zusammen. In unserem Social Advertising-Alltag haben wir es meist mit drei grundlegenden Aufgaben zu tun:

    1. Image steigern: Mit der „Logout Ad“ hat Facebook eine erste Werbeform geschaffen, die sich eignet, um Imagewerbung für eine Marke zu betreiben. Der Nachteil: Die Werbeform ist von Facebook wirklich als ImageAd positioniert. Das bedeutet, dass eine Produktpromotion mit Preis oder einem prozentualen Rabatt daher ebenso verboten ist wie einen Call-to-Action zu integrieren. Und: Das Mindestbuchungsvolumen für diese Werbeform liegt bei 30.000 Euro – für weniger Geld gibt es keine Imagekampagne bei Facebook.

    2. Verkaufen: Bild-Text Kombinationen haben sich schon immer als verkaufsstarke Werbeform erwiesen und so können auch die unterschiedlichen Bild-Text-Kombinationen bei Facebook hervorragend dazu beitragen, die Verkäufe zu steigern. Aber, welche ist die Richtige aus der Vielzahl der Möglichkeiten? Findet die Produktpromotion auf einer externen Website und nicht innerhalb der Facebook-Welt statt, dann bleibt nur eine „Standard Ad“, die nach extern verlinken kann. Hat man eine eigene App im Facebook-Profil, über die man das Produkt verkaufen kann, dann kommt auch eine „Sponsored Result Ad“ in Frage.

    3. Fans generieren: Um Fans zu gewinnen, bietet sich die „Like-Ad“ an. Jedoch sind die User im Lauf der Zeit immer wählerischer und die werbenden Unternehmen immer zahlreicher geworden. Daher ist der durchschnittliche Cost per Fan in den letzten anderthalb Jahren kontinuierlich gestiegen. Eine gute Alternative sind „PagePost Ads“ – da neben dem Namen des Profils durch das Aufgreifen des Posts auch eine Botschaft übermittelt werden kann.

    Bevor sich Werbetreibende daran machen, Fans zu gewinnen, sollten sie sich noch eine zentrale Frage stellen: Gibt es einen Plan für die Folgekommunikation mit den Fans? Wenn nicht, ist jede Werbeform unnötig ausgegebenes Geld. Denn ein gewonnener Fan, der nicht regelmäßig mit interessanten Informationen angesprochen wird, hat die Fanpage des Unternehmens schnell wieder vergessen.

    Hat man sich für die passende Anzeige zum jeweiligen Kampagnenziel entschieden, gilt es als nächstes über die richtige Zielgruppe nachzudenken. Die Targeting-Möglichkeiten bei Facebook sind einzigartig gut. Neben den soziodemographischen Daten, die viele User beim Erstellen des Accounts angeben (Alter, Geschlecht, Familienstand etc.) können Interessen der User verwendet werden, um die gewünschten Personen zu erreichen. So kann man beispielsweise für eine Newcomer-Band die Anzeigen an User adressieren, die Musik und Bands des gleichen Genres mögen. Beim Eingrenzen der Zielgruppe sollte man aber im Auge behalten, dass das Potential durch die getroffenen Einschränkungen nicht zu klein wird. Sonst werden die Ads innerhalb der definierten Zielgruppe den Usern immer und immer wieder eingeblendet und die Kampagne bekommt eine Kontaktdosis, die den Nutzer schnell nervt. Wie in der klassischen Mediaplanung gilt es also auch auf Facebook, Zielgruppenpotential und Budget in Einklang zu bringen.

    Facebook Advertising: Alternativen testen und immer wieder optimieren

    Ist die Anzeige final erstellt und online, ist die Arbeit noch nicht getan. Eine Facebook Kampagne lebt – wie jede andere Online Kampagne – von der Optimierung. Der Test unterschiedlicher Bildmotive, verschiedener Textbausteine und Zielgruppeneinstellungen führt zum Teil zu stark unterschiedlichen Klickraten (die wiederum den CPC im Bidding- System beeinflussen) sowie Conversionrates. Unser Tipp: Für jede Kombination aus Bild, Text und ausgewählter Zielgruppe sollten mindestens 750 Euro Budget eingeplant werden – sonst werden die Fallzahlen zu klein, um eine sinnvolle Aussage zu treffen.
    Und was ist jetzt bitte eine „Page Post Like Sponsored Story“?
    Die Antwort auf die Eingangsfrage: Ein Freund des Nutzers fungiert als Absender für eine „Sponsored Story“, weil er zuvor einen Post des Unternehmens- oder Markenprofils geliked hat. Wer jahrelang Display-Banner oder SEA-Kampagnen aller Arten geplant hat, muss sich erst an die Facebook eigene Terminologie gewöhnen. Wer es tut, dem eröffnet sich eine neue Netzwelt, mit faszinierenden Targeting-Möglichkeiten.

     

     

  4. Facebook Advertising – Wegweiser durch den Anzeigendschungel, TEIL 1

    Okt 31 2012

    Agnes Ley

    Facebook macht es einem wahrlich nicht einfach. Wirft man einen Blick in den aktuellen Produktkatalog des größten sozialen Netzwerks, findet man darin derzeit sage und schreibe 38 unterschiedliche Werbeformen.  Da kann man leicht den Überblick verlieren. Oder was war noch gleich eine „Page Post Like Sponsored Story“? Hier ein kleiner Wegweiser durch den Dschungel der Facebook-Ads:

    Am einfachsten unterscheidet man zwischen Premium- und Marketplace-Ads. Dadurch hat man die Anzahl der verschiedenen Werbemöglichkeiten schon mal halbiert, denn eigentlich gibt es nur 17 unterschiedliche Ads. Diese kann man dann eben als Premium Ad oder als Market Place Ad buchen. Der offensichtlichste Unterschied zwischen beiden ist die Abrechnungsart: Marketplace Ads bucht man auf CPC-Basis (Cost-per-Click) – man kann sie aber auch auf TKP buchen wenn man das will, während Premium Ads immer nach Tausendkontaktpreisen (TKP) abgerechnet werden.

    CPC oder TKP: eine individuelle Grundsatzentscheidung
    Die berechtigte Frage: Warum eine Werbeform auf TKP-Basis buchen, wenn man parallel auch nur für den Klick zahlen kann? Die Lösung: Als Premium Ad eingebuchte Anzeigen werden hochwertiger platziert – sie kommen nur auf der Homepage und im Newsfeed zum Einsatz, während die Marketplace Ads zusätzlich auch auf allen Unterseiten laufen. Darüber hinaus sind die Bilder bei einer Premium Ad etwas größer. Der größte Unterschied aber lässt sich beim Preis ablesen. Die Premium Ads fangen bei einem TKP von 4,50 Euro an – will man zusätzlich Targeting betreiben, wird es noch teurer. Wer auf ein paar Bildpixel und die prominentere Platzierung verzichten kann und sich für die CPC-Abrechnung entscheidet, landet in den meisten Fällen bei einem Preis pro Click von deutlich unter 1 Euro.

    Bei den derzeit verbleibenden 17 Werbeformen auf Facebook reicht es völlig, die wichtigsten vier zu kennen – zumal die anderen jeweils nur Varianten davon sind:

    Standard Ads: Die Mutter aller Ads – die klassische Bild-Text-Kombination, bei der der Werbetreibende das Bild, die Überschrift, den Text und auch die Verlinkung frei wählen kann. Die Verlinkung kann somit auch auf eine externe Landingpage erfolgen.

    Like Ads: Mit Hilfe einer LikeAd generiert man Fans für ein bestehendes Facebook Profil. Der User kann durch einen Klick in der Anzeige sofort Fan werden.

    Page Post Ads: Hier postet der Werbetreibende zuerst auf seiner Facebook Seite etwas. Der Inhalt des Posts kann dann in eine Anzeige überführt werden, um den Post möglichst vielen Usern zugänglich zu machen. Absender der Ad ist somit immer das Profil der Seite. Textinhalt ist der genaue Wortlaut des Posts.

    Sponsored Stories: Über das Buchen einer Sponsored Story kann man den viralen Effekt von Facebook ausnutzen. Der User sieht eine Sponsored Story immer mit einem bekannten Absender, nämlich jemand aus dem eigenen Kreis seiner Facebook-Freunde.

    Abschließend sollen noch zwei Formate Erwähnung finden, die etwas aus der Reihe tanzen: Die LogoutAd ist das einzig richtig grafische Werbemittel bei Facebook, in dem sich eine Marke großflächig präsentiert kann. Die Sponsored Results hat sich Facebook bei Google abgeschaut. Seit etwa zwei Monaten kann man auch in der Suche von Facebook Anzeigen platzieren. Sie erscheinen (genau wie bei Google) ganz oben, sind mit „Sponsored“ gekennzeichnet und farbig hinterlegt.

     

    Schauen Sie am Freitag, den 02.11.2012 wieder bei uns vorbei für Teil 2.

  5. Expertenumfrage Teil 5: Ersetzen Communities mal Nationalitäten?

    Okt 25 2012

    Zugegeben, die heutige Folge unserer kleinen Expertenbefragung stellte bei einigen Probanden erst mal die Sinnfrage: Meinen die das ernst? Ja meinten wir, wo doch Facebook gerade mehr als eine Milliarde Nutzer meldet und sich fast schon als eigener Staat zwischen Staaten versteht. Da muss es doch mal erlaubt sein, zu fragen:

    Zwischen “Unsinn” und “Niemals” finden sich auch noch ein paar differenzierende, spannende und lesenswerte Gedanken und unser Zitat der Tages: “Haben Sie schon mal ein Auto mit einer Twitter-Flagge gesehen?”

    Alexander Erlmeier

    Alexander Erlmeier (Country Manager DACH, ICQ) : „Im Gegenteil, virtuelle Communities werden auf lange Sicht den Wunsch nach real erlebbarer Identität und Heimat verstärken. Ich könnte insofern zustimmen, als Heimat stark regional und lokal geprägt ist und die online getriebene Globalisierung das insbesondere in Deutschland verkrampfte Verhältnis zum Übergebäude der Nation weiter schwächt.“

    Eric Hofmann (Marketingleiter Fashionation) : „Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, der soziale Klebstoff ist digital nicht stark genug. Oder haben Sie schon mal ein Auto mit einer Twitter-Fahne gesehen?“

    Catharina Wilhelm (Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DeutschlandCard): „Vermutlich nicht die Nationalität – das Zugehörigkeitsgefühl allerdings mit ziemlicher Sicherheit.“

    Doris Eichmeier

    Doris Eichmeier (Content-Strategin): „Eine steile These – verdrängen vielleicht nicht, aber inspirieren bestimmt. Zu Ende gedacht, bräuchte man dann ein Community-Parlament und eine Community-Kanzlerin. Community-Manager wären dann Fraktionsvorsitzende oder ähnliches… eher ein beklemmender Gedanke.“

    Ruth Schöllhammer (Schöllhammer Beratung): „User sind multinational: ihrer näheren Umgebung verbunden, ihrer Nationalität, ihrer Peer-Group und Online-Communities – abhängig von der Lebenssituation und Tagesform.“

    Thomas Port (Geschäftsführer, SevenOne Media): „Nein. Unsinn.“

    Ulrich Schmidt

    Ulrich Schmidt (Managing Dircetor, ad pepper media): „Niemals. My home is my castle.“

    Harald Kratel (Geschäftsführer, Madaus, Licht + Vernier Werbeagentur): „Nie, sie werden aber eine Zusatz-Ausprägung werden. Menschen werden sich Communities zuordnen wie heute Fußballvereinen.“

    Rodja Tanwidjaja (Head of Energy Renewables Communication, Siemens): „Nein, nicht wirklich. Aber sie werden kulturelle Grenzen aufweichen.“

    Haben Sie auch eine Prognose, Meinung oder einen klaren Blick in die Zukunft? Oder wollen Sie bei der nächsten Frage der Woche dabei sein? Dann einfach Kommentar hinterlassen oder eine formlose Mail an presseanfragen@mediascale.de schicken.

    In Folge 4 fragten wir übrigens: Wer oder was bedroht die Onlinewerbung?

    Und in der nächsten Folge lesen Sie: Wird es eine (Online-) Entwicklung geben, die unsere Welt besser macht? Wenn JA, welche und warum?

  6. Es gibt (mal) wieder Facebook-Neuigkeiten!

    Sep 27 2012
    Norma Poggensee

    Der letzte Beitrag zu Facebook ist ja bereits einige Wochen her – und wie sollte es auch anders sein: Natürlich hat sich wieder viel getan, was ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

    Zwei Themen finde ich dabei besonders spannend:

    Sponsored Results

    Vielleicht mag sich der ein oder andere in den letzten Wochen über eine gesponserte Anzeige in der Facebook-Suche gewundert haben – hier handelt es sich um sogenannte „Sponsored Results“.

    Mit dieser Werbeform ist es möglich, Anzeigen an User auszusteuern, die bestimmte Seiten, Orte oder Anwendungen in der Suchmaske eingeben.

    Derzeit ist lediglich die Verlinkung auf Facebook-Seiten möglich. Dabei kann ausgewählt werden, auf welchen Tab innerhalb der Timeline verlinkt werden soll.

    Entsprechend gestalten sich die Spezifikationen: Grafik und Überschrift werden automatisch von der Facebook-Seite übernommen, man kann also lediglich den Bodytext manuell eingeben.

    Wann die Anzeige ausgesteuert wird, hängt davon ab, welche Suchkriterien eingegeben werden. Dies können Orte, Anwendungen oder Facebook-Seiten sein. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Zielgruppe noch genauer einzugrenzen. D.h. im unten stehenden Fall würde die Anzeige nur an User ausgesteuert werden, die nicht nur die entsprechenden Suchbegriffe eingeben, sondern auch gleichzeitig „Music“ als Interesse in ihrem Profil angegeben haben.

    Das primäre Ziel dieser Anzeigen liegt nicht in der Fangewinnung, da kein Like-Button integriert werden kann. Zudem kann es bei unbekannteren Themen vorkommen, dass die Reichweite sehr eingeschränkt ist. Wir sind aber sicher, dass die Sponsored Results eine spannende Werbeform sind und warten gerade gespannt auf die Ergebnisse unserer ersten Kampagnen!

    Facebook Audiences

    Unternehmen haben die unterschiedlichsten Gründe, ihre Bestandskunden über Facebook anzusprechen: Seien es gezielte Angebote für bestimmte Kundensegmente, allgemeine CRM-Maßnahmen oder das Generieren von Fans, um ihnen durch regelmäßige Posts den vielleicht entscheidenden Kaufimpuls zu geben.

    Durch das Einrichten sogenannter Audiences ist es Unternehmen nun möglich, Werbeanzeigen gezielt an Bestandskunden auszusteuern.

    Audiences erstellt man, indem man vorhandene Kundendaten hochlädt, die dann durch Facebook abgeglichen werden. Die Daten werden dabei von Facebook nicht gespeichert, sondern nur für den Abgleich genutzt und danach wieder gelöscht (so zumindest die Aussage von Facebook).

    Als Basis dienen folgende Kundeninformationen:

    -       Telefonnummern

    -       Email-Adressen

    -       Facebook User IDs (User, die z.B. an Gewinnspielen in Apps teilgenommen haben)

    Es ist möglich und auch sinnvoll, mehrere Audiences zu erstellen, sofern man bestimmte Kundengruppen mit unterschiedlichen Anzeigen erreichen möchte. Aber Achtung: Die Segmentierung muss bereits vor dem Upload der Listen erfolgen, da bestehende Audiences im Nachhinein nicht mehr separiert werden können.

    Wer es schafft, aus der Facebook-generierten Grafik schlau zu werden, kann hier nachvollziehen, wie Audiences erstellt werden:

    Die neue Funktion bietet Unternehmen also vielfältige Möglichkeiten, die Bestandskunden direkt anzusprechen und die Kundenbindung zu intensivieren.

    Fraglich ist jedoch, ob man sogar die Kundenbindung über Facebook organisieren will. Je mehr Daten über Facebook gehandelt werden, desto abhängiger wird das Unternehmen von Facebook. Und wer weiß schon, was in zehn Jahren sein wird? Die Musikindustrie hat sich seinerzeit komplett auf MySpace gestürzt und viel Geld investiert, um dort Fans zu finden. Heute kräht kein Hahn mehr nach MySpace – daher unser Tipp: Nutzen Sie Facebook für ihre Marketingmaßnahmen, aber verlagern Sie nicht zu viel davon auf Facebook!

  7. Expertenumfrage Teil 2: Google und Facebook in 10 Jahren

    Sep 25 2012

    Viel Freude haben Besitzer von Facebook-Aktien mit dem Papier bisher nicht gehabt. Seit dem Start im Mai hatte sich der Kurs bis September fast halbiert. Dann kündigte Facebook den Start seiner Handelsplattform Facebook Exchange an. Danach zeigt nicht nur der Daumen sondern auch die Kursentwicklung erstmals wieder nach oben. Aber ist dieser Trend von Dauer? Oder ist Facebook gar massiv unterbewertet?

    Im ersten Teil der mediascale-Expertenumfrage hatten wir unsere Marktpartner nach der Zukunft der Onlinewerbung gefragt. Im zweiten Teil haben wir sie um eine Einschätzung für die beiden großen Player, Google und Facebook, gebeten:

    Zugegeben, die Frage hat ein bißchen was von Glaskugellesen, bedenkt man, dass zehn Jahre in der digitalen Welt einem halben Jahrhundert früherer Zeitrechnung entsprechen. Facebook ist gerade mal acht Jahre alt. Wer hätte 2002 darauf getippt, dass heute ein weltumspannendes Netzwerk mit fast einer Milliarde Nutzern existiert? Und Google, das unseren Alltag massiv prägt, ging genau in diesem Monat vor 14 Jahren erstmals online.

    Umso mehr überrascht hat uns die weitgehend einhellige Tendenz der Antworten:

    Das Gros der Experten war sich einig, dass Google seine dominante Position bis 2022 zumindest hält – oder sogar noch ausbaut. Die exakt gegenläufige Entwicklung wird Facebook prognositziert. Nur Harald Kratel (Madaus, Licht + Vernier) und Peter Christmann (Snack-TV) glauben an eine bessere bzw. gleichbleibend gute Zukunft für Facebook. Eric Hofmann, Alexander Erlmeier, Catharina Wilhelm, Doris Eichmeier, Ruth Schöllhammer, Thomas Hohenacker, Thomas Port und Ulrich Schmidt sind der Meinung, das Netzwerk wird an Marktposition und Einfluss verlieren. In spätestens zehn Jahren wissen wir, ob wir für diese Prognose den Daumen heben oder senken.

    Wie die Experten unsere eigene Zukunft, nämlich die der Mediaagenturen bewerten, erzählen wir Ihnen in der kommenden Woche.

     

  8. Es ist mal wieder Zeit für ein umfangreiches Facebook Update

    Aug 21 2012

    Agnes Ley

    In letzter Zeit bin ich etwas müde geworden, bei jeder Produktneuerung oder jeder News rund um Facebook einen Blogartikel zu schreiben. Man merkt deutlich, dass bei Facebook der Druck stetig wächst, mehr Werbeeinnahmen zu generieren. Daher gibt es fast wöchentlich neue Möglichkeiten der Werbeeinbuchungen. Das kann schon mal etwas verwirrend sein – bei der Vielzahl der Schaltungsmöglichkeiten. Oft weiß man gar nicht so recht, wie man darauf regieren soll. Aber machen Sie sich nichts draus – Facebook selbst geht es da nicht anders (Das ist kein Fake!):

    Das hat sich inzwischen getan:

    1) Relativ neu kann man Kampagnen mit einer Zielsetzung versehen. Dabei stehen zwei Ziele zur Auswahl:

    • Personen zeigen, die mit größter Wahrscheinlichkeit auf meiner Seite auf „Gefällt mir“ klicken >> Diese Option schaltet automatisch auf TKP-Abrechnung um!

    • Personen zeigen, die mit größter Wahrscheinlichkeit auf meine Werbeanzeige oder gesponserte Meldung klicken >> Diese Option läuft weiterhin auf CPC-Abrechnung.

    Nun würde man eigentlich sagen: Warum auf TKP buchen, was ich auch auf CPC haben kann? So sehe ich das normalerweise auch. Weil man jedoch nichts unversucht lassen soll, haben wir trotzdem für unterschiedliche Kunden aus verschiedenen Branchen Tests mit kleinen Budgets gemacht. Und siehe da: Wir haben (trotz Abrechnung auf TKP) bei PagePost Anzeigen einen sehr guten Cost per Fan (CPF) erreicht. Ich kann das Austesten dieser neuen Option nur empfehlen.

    2) Facebook unterscheidet zwei Kategorien von Ads: Standard Ad und Premium Ad.

    Die Premium Ads sind etwas größer und prominenter platziert auf der Startseite. Es sind aber nach wie vor einfache Bild-Text-Kombis. Premium Ads waren bis vor kurzem nicht über das Selfservice Tool, sondern nur über das Serviceteam von Facebook mit einem Mindestbuchungsvolumen von 30.000 Euro buchbar. Seit neuestem kann man Premium Ads ohne Mindestbuchungsvolumen selbst einbuchen. Die Konditionen sind allerdings immer noch unattraktiv geblieben: 4.50 Euro TKP plus 20 Prozent Aufschlag bei Targeting – alles Fixpreise, kein Bidding-Verfahren. Dafür einen deutlich höheren Preis in Kauf zu nehmen, halte ich in keiner Weise für gerechtfertigt.

    3) Seit einigen Wochen gibt es die Logout Platzierungen bei Facebook

    Hierzu fasse ich mich kurz: Das Mindestbuchungsvolumen liegt bei 30.000 Euro. Und wenn Sie noch was zum Schmunzeln brauchen: Man darf weder mit Preisen noch mit Produkt-Informationen werben und einen User nicht dazu auffordern, die eigene Website zu besuchen. Aus diesem Grund kann ich auch nicht mit Erfahrungswerten punkten, denn so eine Schaltung haben wir noch nicht durchgeführt und es wäre aus Performancesicht wohl auch zum Scheitern verurteilt.

    Bereits im letzten Blogartikel habe ich kurz die Anzeigen im Newsfeed erwähnt. Erste Erfahrungen zeigen, dass die Performance dieser Ads ganz hervorragend ist. Die mobilen Newsfeed-Anzeigen werden von Facebook allerdings noch sehr restriktiv ausgesteuert. Daher kann man hier kein großes Budgetvolumen ausgeben, aber die Performance kann sich sehen lassen.

    Als Nächstes werden uns wohl Anzeigen in der Facebook-Suche ereilen. Dazu gab es schon die ein oder andere Meldung in der Fachpresse. Facebook selbst hält sich sehr bedeckt, weist auf einen Beta-Test hin, der noch nicht für die Allgemeinheit zugänglich ist und vertröstet auf einen späteren Zeitpunkt. Da sich der Mechanismus als sinnvoll erweisen dürfte, gehe ich davon aus, an dieser Stelle bald mehr dazu schreiben zu können.

    By the way: Kennen Sie schon unser Facebook Profil? Zum zehnjährigen Jubiläum haben wir ganz tief in der alten Foto-Kiste gewühlt und viele alte Bilder und Geschichten auf Facebook veröffentlicht. Schauen Sie gleich mal rein.

  9. 10 Jahre mediascale in Bildern

    Aug 02 2012

    Wir haben Geburtstag (Regieanweisung: bitte Audiofile mit Fanfaren im Hintergrund drunterlegen, falls nicht vorhanden das “Törö” von Benjamin Blümchen)! Vor jetzt zehn Jahren hatte Wolfgang Bscheid die Idee, in München eine Agentur zu gründen, die sich dem ebenso spannenden wie sperrigen Thema “Performance Marketing” widmet.

    Leistungskatalog und Businessplanung, alles war im Kasten. Es fehlte nur noch der passende Name. Die Zahl der Kombination mit “media” ging ins myriadenfache und irgendwann war die Verzweiflung groß. Fast hätte ein Briefbeschwerer in Froschgestalt zum Namen Frog Media geführt, doch dann setzte sich die Erkenntnis stufenweise durch: mediascale war geboren. Seitdem schalten, planen und tüfteln wir und lernen doch täglich immer wieder neu dazu. Wir optimieren mit Targeting, sammeln Erfahrungen mit RTB, tracken was das Zeug hält und unternehmen mit unseren Usern mehr Customer Journeys als die TUI. Um zwischendurch den Kopf frei zu bekommen, organisieren wir Skiwochenenden, messen uns im Karaoke singen oder grillen an der Isar. Wer von Ihnen schon mal unser jährliches Sommerfest “Under the Bridge” besucht hat, kennt die Legenden.

    Um Sie nicht zu langweilen, schenken wir uns zum Geburtstag an dieser Stelle einen ausführlicheren Rückblick auf zehn ereignis- und erfolgreiche Jahre. Falls Sie interessiert, was wir Woche für Woche inhaltlich so treiben, erfahren Sie es hier in unserem Klartext-Blog. Und wenn Sie sich für die Geschichte und Geschichten aus unserer Agentur interessieren, dann schauen Sie doch ab morgen in unser neu gestaltetes Facebook-Profil. Als kleinen Vorgeschmack zeigen wir Ihnen hier schon mal ein paar einschlägige Bilder aus der letzten Dekade. Prost, und auf die nächsten zehn Jahre!

     

  10. Bscheid gsagt – Folge 21: Facebook und der Datenschutz

    Aug 01 2012

    Einmal mehr ist Facebook Thema bei “Bscheid gsagt”. In der neuen Folge geht es – wie könnte es anders sein – um den Umgang mit Nutzerdaten. Facebook hatte vor einigen Wochen eine (schein)demokratische Umfrage gestartet, bei der es die User aufforderte, über die neuen Datenschutzbestimmungen abzustimmen und Änderungsvorschläge einzubringen.Von über 900 Millionen Facebooknutzern hat nur ein Bruchteil an der Befragung teilgenommen. Mobilisiert das Thema Datenschutz niemanden? Oder war die Abstimmung ganz einfach ein cleverer Schachzug von Facebook?

    Tatsache ist: Nach Google hat nun auch Facebook eine Datenschutzvereinbarung, die dem Unternehmen jegliche Rechte im Umgang mit Nutzerdaten einräumt – parallel zum internationalen Recht. mediascale-Geschäftsführer Wolfgang Bscheid ist gespannt, was für neue Anwendungen von Facebook in den nächsten Monaten erscheinen bzw. welche Businessanwendungen das soziale Netzwerk aus den sehr detaillierten Daten machen wird.

    Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

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