mediascale - innovative medienvermarktung
Klartext!
  1. Expertenumfrage Teil 2: Google und Facebook in 10 Jahren

    Sep 25 2012

    Viel Freude haben Besitzer von Facebook-Aktien mit dem Papier bisher nicht gehabt. Seit dem Start im Mai hatte sich der Kurs bis September fast halbiert. Dann kündigte Facebook den Start seiner Handelsplattform Facebook Exchange an. Danach zeigt nicht nur der Daumen sondern auch die Kursentwicklung erstmals wieder nach oben. Aber ist dieser Trend von Dauer? Oder ist Facebook gar massiv unterbewertet?

    Im ersten Teil der mediascale-Expertenumfrage hatten wir unsere Marktpartner nach der Zukunft der Onlinewerbung gefragt. Im zweiten Teil haben wir sie um eine Einschätzung für die beiden großen Player, Google und Facebook, gebeten:

    Zugegeben, die Frage hat ein bißchen was von Glaskugellesen, bedenkt man, dass zehn Jahre in der digitalen Welt einem halben Jahrhundert früherer Zeitrechnung entsprechen. Facebook ist gerade mal acht Jahre alt. Wer hätte 2002 darauf getippt, dass heute ein weltumspannendes Netzwerk mit fast einer Milliarde Nutzern existiert? Und Google, das unseren Alltag massiv prägt, ging genau in diesem Monat vor 14 Jahren erstmals online.

    Umso mehr überrascht hat uns die weitgehend einhellige Tendenz der Antworten:

    Das Gros der Experten war sich einig, dass Google seine dominante Position bis 2022 zumindest hält – oder sogar noch ausbaut. Die exakt gegenläufige Entwicklung wird Facebook prognositziert. Nur Harald Kratel (Madaus, Licht + Vernier) und Peter Christmann (Snack-TV) glauben an eine bessere bzw. gleichbleibend gute Zukunft für Facebook. Eric Hofmann, Alexander Erlmeier, Catharina Wilhelm, Doris Eichmeier, Ruth Schöllhammer, Thomas Hohenacker, Thomas Port und Ulrich Schmidt sind der Meinung, das Netzwerk wird an Marktposition und Einfluss verlieren. In spätestens zehn Jahren wissen wir, ob wir für diese Prognose den Daumen heben oder senken.

    Wie die Experten unsere eigene Zukunft, nämlich die der Mediaagenturen bewerten, erzählen wir Ihnen in der kommenden Woche.

     

  2. Video Ad killed the Text Ad Star…

    Jul 05 2012

    Taskin Erdem

    … wird es vermutlich demnächst nicht heißen. Auch wenn Video Advertising und Bewegtbild immer mehr zum Einsatz kommen, werden normale Banner und Textanzeigen höchstwahrscheinlich nicht aus dem Online Marketing bzw. aus der digitalen Werbung verschwinden. Aber genau weiß das natürlich keiner. Und ich bin ja leider auch nicht das Orakel von Delphi.

    Heute möchte ich Sie über News zum Thema Videowerbeformate aufklären, die ich selber erst vor kurzem erfahren habe. Mein Lieblingslieferant für digitale Werbung, Google, hat ja unter sich einen weiteren Giganten der Branche, nämlich YouTube. Von der definitiv am meisten genutzen Videoplattform wird mit Recht behauptet, dass sie die zweitgrößte Suchmaschine nach Google sei. Wir bei mediascale betreiben Werbung auf beiden Plattformen und merken, dass sich da in letzter Zeit viel in Richtung Video Advertising tut. Das ist vielleicht auch Ihnen schon aufgefallen, da laut Userdaten sich jeder im Schnitt mindestens ein mal die Woche auf beiden Plattformen aufhält.

    Neues Abrechnungsmodell

    Also, die Herrschaften von Google haben vor kurzem für etwas Verwirrung gesorgt mit ihren neuen Möglichkeiten, Videowerbung zu schalten. Während uns bisher eher die Formate “gesponsertes Video”, “Click-to-Play Videoanzeige”, “erweiterbares Video “und “YouTube InVideo Anzeige” was sagten, kamen plötzlich vor einer Weile die neuen “TrueView Formate” dazu. Der Hauptunterschied zu den altbekannten Formaten liegt in der Abrechnung. Während die alten Formate noch mit den uns bekannten Methoden TKP und CPC abgerechnet wurden, werden die TrueView Formate nun mit CPV (Cost per View = Bezahlung pro Ansicht) verrechnet. Es handelt sich also nicht wirklich um neue Formate, sondern eher um eine neue Abrechnungsform, die aus unserer Sicht auch deutlich besser passt. Denn je nach ausgewähltem Anzeigentyp gibt es eine dazugehörige Abrechnungsform:

    TrueView In-Stream Video Anzeigen: Ein Preroll Ad, das vor Videos auf YouTube dem Google Display Network oder anderen Seiten, die Videos eingebettet haben, erscheint. Dem User ist es überlassen, diese Preroll nach fünf Sekunden zu überspringen. Zahlen muss man als Werbetreibender aber erst, nachdem die Werbung 30 Sekunden lief, oder eben bei kürzerer Werbung, nachdem sie ganz ausgestrahlt wurde.

    TrueView In-Search Video Anzeigen: Diese Anzeigen werden auf YouTube in den Suchresultaten geschaltet, unterliegen also einer vorangehenden Suche. Das bedeutet, je nach dem mit welchen Suchbegriffen das Video hinterlegt ist, erscheint es dann. Kosten entstehen nach dem Click zum Start des Videos.

    TrueView In-Slate Video Anzeigen:  Das sind Anzeigen, die nur bei YouTube Videos, die länger als zehn Minuten dauern, erscheinen können. Dabei kann es sein, dass, bevor der User ein Video ansehen will, eine von drei Anzeigen ausgewählt wird, die dann als Preroll vorneweg läuft, während die anderen als Midrolls folgen. Zahlung erfolgt bei Auswahl der Anzeige durch den User oder besser Zuschauer.

    TrueView In-Display Video Anzeigen: Wie es der Name schon verrät, wird diese Anzeigenform sehr oft im Google Display Network eingesetzt. Je nach dem welches Format der jeweilige Google Display Partner für Video Ads auf seiner Seite vorgesehen hat, erscheint die Videoanzeige dementsprechend. Diese Anzeigenform ist somit die flexibelste und reichweitenstärkste der TrueView Anzeigentypen. Bezahlt wird nach Aktivierung der Werbung durch den User.

    Mehr Aufklärung im Vorfeld

    Alle Videoanzeigen können je nach Art noch durch Overlays oder sogenannte Companion Ads, also Textanzeigen oder untypische Bannerformate direkt auf oder neben dem Video verstärkt werden. So sind einer Videokampagne fast keine Grenzen gesetzt.

    Ich hätte mir aber gewünscht, dass Google die User bezüglich der neuen Abrechnungsmodelle im Vorfeld genauer informiert hätte, da die Budgetplanung sich aufgrund der neuen Abrechnungsform CPV anfangs sehr oft als schwierig erwiesen hat. So langsam gewöhnen wir und die Kunden uns aber daran.

  3. Google und der Pinguin im SEO-Zoo

    Mai 24 2012

      Ich persönlich mag Tiere. Ganz besonders mag ich Vögel. Und sehr putzig finde ich diese Seevögel, die unter Waser fliegen: die Pinguine. Wie komme ich jetzt drauf? Einige haben es schon erraten. Ich möchte die geschätzte Aufmerksamkeit auf das neueste Update meiner Lieblingsfirma Google lenken: Nach dem allseits bekannten Panda Update legten die Tierfreunde aus Kalifornien im April das besagte Penguin Update auf.

    Beide Tiere sind dabei Namensgeber für größere Updates des Google-Algorithmus, also aus dem SEO-Zoo. Meist verursacht so ein Update massive Veränderungen im Index, der Gesamtheit aller gelisteter Webseiten bzw. Dokumente in den Suchresultaten. Dabei kommt es häufig sogar zum kompletten Ausschluss ganzer Domains samt aller Unterseiten aus dem Index. Aber wenn sich in einer Rangreihe manche verschlechtern, müssen sich im Umkehrschluss andere wiederum verbessern. Wie in der Bundesliga gibt es bei den tierischen Updates von Google immer wieder Auf- und Absteiger.

    Deshalb haben wir mit Spannung gewartet: Was bewirkt nun das Penguin Update? Laut den Meinungen vieler SEO-Spezialisten und auch nach unseren eigenen Erfahrungen hat sich Google diesmal insbesondere mit Anchortexten beschäftigt, aber auch allgemeine Verlinkungsfehler und Rechtschreibfehler sind wohl neu beurteilt worden. Es wird auch hier und da behauptet, dass Google damit unprofessionelle Seiten abgestuft habe. Aber was bedeutet “unprofessionell”? Kann das eine Maschine beurteilen? Ich denke nicht. Trotzdem ist nach ersten Messungen klar zu erkennen, dass professionell bearbeitete, also nicht vollgespammte Seiten, die Usern eine klare Verlinkung und Navigation bei gleichzeitig ansprechendem Inhalt bieten, Vorteile geniessen.

    Was heisst das für uns und unsere Kunden?
    Wer denkt, dass er durch eine bestimmte bzw einige wenige SEO-Maßnahmen seine Website innerhalb des für ihn relevanten Umnfeldes gut platziert bekommt, hat sich auch in Zeiten des Pinguins getäuscht. Mit dem Penguin Update ist es nochmal offensichtlicher geworden: Es ist notwendig, alle relevanten SEO-Faktoren gleichermaßen zu berücksichtigen, aber dabei auch an den User zu denken. Eigentlich kann man froh sein, dass durch SEO endlich Marketing, Kreation, Technik und Vertrieb zusammenfinden müssen.

    Für diejenigen, die sich mit diesen Dingen nicht beschäftigt haben und auch nicht beschäftigen wollen, gilt: Erwartet bitte nicht von eurem Techniker, dass er die Suchmaschinenoptimierung mal so mit links macht, nur weil er schon mal ein SEO-Buch gelesen hat. Die Anforderungen sind mittlerweile deutlich komplexer. Und dafür braucht man Profis, die tierisch was drauf haben.

  4. Die wollen ja nur spielen….

    Mrz 29 2012

    Taskin Erdem

    …würde ich scherzhaft zu jemandem sagen, wenn ich ein Gespräch über Google Play angehen möchte. Vielleicht ist einigen die neue Schaltfläche von Google in der Hauptnavigation aufgefallen, die auf ein “neues” altes Produkt aus dem Hause Google hinweist. Man beachte, dass in der Reihenfolge der von Google angeordneten Services nun nach der (Web-)Suche, der Bilder(-Suche) und Maps (lokale Suche) der neue Reiter Play noch vor YouTube, News, Mail, etc. erscheint. Damit ist eigentlich schon klar, dass es sich hierbei um eine ernstzunehmende Geschichte handelt.

    Was hat es damit auf sich? Es geht nicht um Google Games, es geht auch nicht ums Google Online Casino, es ist auch nicht der Play Button für Videos, und man kann auch keine Playstation direkt in den Warenkorb legen. Nein, das alles ist es nicht, sondern Google Play ist schlicht der Zugang zum Android Market – also das Google iTunes oder iCloud, wenn man so will.  An dieser Stelle stellt sich natürlich die Frage: Warum heißt das Ding “Play”?

    Aus meiner Sicht ist das Wort “Play” nicht als “spielen” zu verstehen, sondern eher als “abspielen”. Es ist aber damit nicht nur das Abspielen von Videos gemeint, sondern vor allem auch die Aktivierung diverser Unterhaltungsmedien wie allgemeine Apps, Bücher, Musik, Filme und Spiele, die wie über iTunes bei Apple – kostenlos oder kostenpflichtig – runtergeladen werden können. Es geht also um einen geräteübergreifenden Zugang zu sämtlichen Produkten aus dem Android Market. In diesem Zuge wird auch die Market App kurzerhand in die Google Play App umgewandelt.

    Es war abzusehen, dass Google seine Bemühungen auf dem mobilen Markt immer weiter ausbaut und möglichst schnell den noch existierenden Vorsprung von Konkurrent Apple einholen will. Was liegt da näher, als ihren “besten Mann” ins Rennen zu schicken – die Suche? Ich hatte ja schon in meinem letzten Beitrag “Was macht eigentlich Google…” darüber berichtet, dass Google längst erkannt hat, dass sie jetzt schon für die Zukunft vorbauen müssen, um sich die Gewinne aus dem Mobile Market (derzeit Smartphones und Tablets) zu sichern.

    Kleiner Dämpfer für den deutschsprachigen Raum: Deutschland und Österreich sind (noch) außen vor bei Play. Der volle Umfang der Neuerungen betrifft nur die USA – denn Musik, eBooks und Filme sind in Europa vorerst schlichtweg nicht verfügbar. “We’re sorry, the document you requested is not available in your country.” So heißt es auf der Google+ Magazin Seite. Wir hoffen mal für die User und Interessenten, dass es sich um einen nur vorläufigen Stand handelt.

    Fazit: Apple war mal wieder Vorreiter und hält den Standard immer noch alleine durch seine Endgeräte sehr hoch. Ob aber iTunes und der App Store langfristig gegen diese Offensive von Google und deren immenses Wissen, Daten an allen Orten der Welt verfügbar zu machen, ankommt, ist abzuwarten. Mögen die Spielchen weitergehen…

     

  5. Bscheid gsagt – Folge 8: Google und der Datenschutz

    Mrz 02 2012

    Seit 1. März gelten die neuen Datenschutzrichtlinien von Google. Die EU hält sie für illegal, und selbst für Datenexperten sind die Bestimmungen der Richtlinie äußerst vage und zum Teil unverständlich. 

    mediascale-Geschäftsführer Wolfgang Bscheid sieht die Gefahr, dass nicht nur durch Google in der EU eine Zweiklassengesellschaft bei der Datennutzung entsteht: Auf der einen Seite stehen Amazon, Apple, Facebook, Google & Co, die durch individuelle Vereinbarungen mit den Nutzern in ihren Ökosystemen weitestgehende Freiheiten genießen. Auf der anderen Seite der große Rest an Unternehmen, die durch immer restriktivere Vorgaben ein Sammelsurium an Einschränkungen auferlegt bekommen. Dies kann sehr schnell zu einer wettbewerbsverzerrenden Situation führen.

    Mehr dazu in Folge 8 von “Bscheid gsagt”. Alle weiteren Folgen im YouTube-Kanal von mediascale.

  6. Social Advertising auch bei Google Plus?

    Feb 16 2012

    Agnes Ley

    Über die möglichen Werbeformen bei Facebook habe ich an dieser Stelle bereits mehrfach berichtet. Nun ist die Frage: Was ist eigentlich bei Google+ möglich? Für Unternehmen ist Google+ als Werbeplattform noch nicht nutzbar. Analog zu Facebook können jedoch Profile von Marken, Unternehmen und Künstlern angelegt werden. Bis dato gibt es aber keine Möglichkeit, Profil-Follower über Werbekampagnen zu gewinnen.

    Die einzige Form der werblichen Nutzung ist aktuell eine soziale Erweiterung von Google AdWords- oder Google Display Netzwerk-Kampagnen. Diese Erweiterung erreicht nur Nutzer, die selbst bei einem Google-Dienst eingeloggt sind. Gibt ein eingeloggter User dann bei Google eine Suchanfrage ein, so erhält er in den Anzeigen die Zusatzinfos (siehe Abbildung 1).

    Abbildung 1

    Neben der direkten Möglichkeit, eine „+1“-Bewertung abzugeben, sieht man unten auf der Anzeige auch, wie viele User aus den eigenen Circlen schon Beiträge des Profils „gepluseinst“ haben.

    Die sonstige Funktionalität der Google AdWords-Anzeige bleibt unverändert und verlinkt auf die gewählte Landingpage des Kunden. Abbildung 2 zeigt die Darstellung der sozialen Erweiterung bei Kampagnen des Google Display Netzwerks (GDN).

    Abbildung 2

    Will man als Werbekunde die soziale Erweiterung nutzen, so muss man vorab das Google+ Profil mit der jeweiligen Website verifizieren. Dazu muss auf der Kundenwebsite ein Metatag integriert werden, der den Nachweis gewährleisten soll, dass ein Berechtigter die Verifizierung vorgenommen hat. Danach wird die soziale Erweiterung automatisch bei allen AdWords- oder GDN- Kampagnen angezeigt.

    Unterdrücken kann man die soziale Erweiterung bei Google Display Netzwerk-Kampagnen. Dazu kann die Funktion beim Anlegen der Kampagne deaktiviert werden. Dies sollte vor allem bei Kampagnen erfolgen, die mit Motiven arbeiten, die wichtige Infos in dem Bereich haben, der von der sozialen Erweiterung verdeckt würde. Bei Google AdWords- Kampagnen kann die soziale Erweiterung nicht unterdrückt werden.

    Die Schaltung von Ads innerhalb von Google+ wird sicherlich irgendwann kommen. Aktuell scheint Google aber noch abzuwarten, bis das Produkt Google+ eine höhere Verbreitung gefunden hat. Deshalb ist noch nicht absehbar, wann es soweit sein wird.

  7. Was macht eigentlich Google…

    Feb 02 2012

    Taskin Erdem

    … im Bereich Mobile derzeit? Seit Jahren versucht uns der Internetriese weis zu machen, Mobile sei das Medium der Zukunft. Und so langsam haben wir das Gefühl, es geht auch wirklich in diese Richtung. Deshalb hier ein paar aktuelle Zahlen und Fakten zum Mobile-Markt:

    1999 gab es in Deutschland 23 Millionen Mobilfunkanschlüsse, letztes Jahr waren es bereits 112 Millionen. Während 2009 noch 5.7 Mio. Smartphones über den Ladentisch gingen, wurden in 2011 ziemlich genau doppelt so viele, nämlich 11.8 Mio., verkauft. Noch größer sind die Wachstumsraten bei Tablets. Dort stieg der Absatz von 0.8 Mio. Geräten 2010 auf 2.1 Mio im letzten Jahr. Damit ist zu erwarten, dass 2012 vermutlich mehr Smartphones als Desktop PCs und Laptops zusammen verkauft werden. Bis 2015 soll der Umsatz über mobile Endgeräte (mCommerce) auf sechs Milliarden Euro anwachsen. Im Vergleich dazu prognostiziert die Branche für 2015 im Bereich eCommerce einen Umsatz von ca. 40 Mio. Euro.

    Und was hat jetzt Google damit zu tun, fragen Sie zu Recht.

    Das Unternehmen hat sich schon seit Jahren auf dieses Wachstum vorbereitet. Googles Hauptgeschäft bleibt auch auf den mobilen Endgeräten zunächst die bezahlte Suche, wie wir sie bereits von unseren Monitoren her kennen, allerdings erweitert um einige Zusatzfunktionen.

    Google Mobile Search Ads

    Wie man auf dem Bild erkennen kann, nutzt Google in seinen bezahlten Suchresultaten von Handys bzw. Smartphones die grundsätzlichen Funktionen wie bezahlte Anrufe und Apps.

    Doch nicht nur die Google Suche ist für Werbetreibende interessant, sondern auch die Möglichkeiten, die man über das Google Display Netzwerk (GDN) und admob (by Google) erhält.

    Wie man schon vermuten kann, geht es hierbei um visuelle Anzeigen auf Partnerseiten des Google Netzwerkes und mobilen Webseiten, die direkte Aufträge über admob erhalten. Es lassen sich unterschiedliche Formate und sogar Sonderinszenierungen darüber realisieren.admob Sonderinszenierung Mobile Advertising

    Das ist nur ein Beispiel für die Möglichkeiten, die Google bietet. Google wäre aber nicht Google, wenn man neben den Anzeigenformaten nicht auch das Targeting auf Endgeräte und beispielsweise geographische Parameter ausrichten könnte. Es gibt noch viele andere Einstellungen für Kampagnen, doch mir geht es in diesem Artikel mehr um die vielfältige Darstellung der Möglichkeiten.

    Der letzte Baustein in der Reihe Mobile Advertising by Google ist der sogenannte mYouTube Roadblock. Nein, ich habe mich nicht verschrieben, mYouTube steht für die Mobile-Version von YouTube und ist mit mehr als einer Million Impressions pro Tag (Stand November 2011) die Video-Webseite Nr. 2 weltweit nach YouTube.com. Das Format ist eine Image-Anzeige, welche man für 24 Stunden schalten kann und damit alle User der mobilen Webseite erreicht. Es ist also eher für eine Massenpublikation für weltweit agierende Advertiser gedacht.

    Youtube Mobile Ads

    Die beschriebenen Ad-Formen sind natürlich an die Endgeräte angepasst. Wenn man mit den Geräte ganz normal browsed, liefert Google weiterhin auch Anzeigen für alle Endgeräte aus. Das bedeutet natürlich nicht, dass man ohne Google keine Werbung in mobilen Endgeräten platzieren kann, aber es bedeutet, dass Google auch in dieser Disziplin möglichst schnell möglichst viel Marktanteile sichern will. Für uns kommt das nicht überraschend, aber es gilt definitiv weiterhin, dass wir für unsere Kunden die bestmöglichen Platzierungen auch im Bereich Mobile Advertising – und sei es über Google – anbieten können.

     

  8. New kids on the block – Teil 2

    Nov 08 2011

    Taskin Erdem

    Auch in diesem Beitrag geht es nicht um die Boyband, sondern wie in meinem letzten Blogartikel um weitere Neuigkeiten aus dem Hause Google. Dieses Mal erhielten WIR Besuch und erfuhren von Google allerlei Wissenswertes. Ich habe daraus ein kleines Potpourri der wichtigsten News zusammengestellt:

    1.) Adwords Express

    Es handelt sich hierbei nicht um “Adwords für Dumme”, obwohl man das im ersten Moment denken könnte, wenn man sieht, worum es geht. Aber diese Anwendung wird vermutlich tatsächlich einigen Kleinunternehmern helfen. Adwords Express ist nichts anderes als eine extrem abgespeckte Version von Adwords, bei der eben Miniunternehmer oder besser gesagt Ladenbesitzer in wenigen Schritten die altbewährte Google-Anzeige – insbesondere in der lokalen Suchebuchen können. Man braucht nur ein paar Infos anzugeben, und schon geht es los. Allerdings hat man natürlich auch nicht wirklich viele Möglichkeiten, an seinem Konto etwas zu drehen. Bearbeiten kann man nur sein Monatsbudget, sein Anzeigentext und die Laufzeit. Den Rest erledigt Google automatisiert. Adwords Express ist bisher in den USA, UK, Deutschland und Frankreich erhältlich.

    2.) Celebrity Annotations…

    … ist ein Experiment, welches derzeit ausschließlich in den Vereinigten Staaten funktioniert. Da ja Stars für gewöhnlich auch in anderen Werbeformaten gern eingesetzt werden, ist dies nun Googles Art, auf diesen Zug aufzusteigen. Es gibt, wie gewöhnlich,  recht viele “Abers”. Also, falls ein Unternehmen einen Werbevertrag mit einem Star oder sonstigen Berühmtheit hat, die den Konsumenten von einem Produkt überzeugen soll, wird in der Google Adwords Anzeige, falls dieser Promi ein Google Plus Konto haben sollte, die Empfehlung dieses Promis für die Marke bzw. das Produkt erscheinen. Niemand weiß bisher, ob das wirklich irgendeine Auswirkung haben wird. Warten wir es ab…

    3.) Google Circulars

    Die Wurfsendung von Google? Nein, Google möchte damit ganz besonders die Unternehmen unterstützen… Eh, Stopp: Google möchte damit ganz besonders von den Unternehmen profitieren, die immer noch hauptsächlich von Verkäufen im stationären Handel leben. Gute Beispiele hier im Lande wären Saturn, Media Markt, IKEA, etc. Aber auch der Lebensmittelhandel wäre interessant. Zurück zum Produkt, das als Beta Version schon in den USA läuft: Google bietet dem Advertiser eine Art Online-Produktbroschüre an, ähnlich einer Produktseite, nur eben etwas prominenter platziert, und vom Aufbau vergleichbar mit einer Broschüre, wie man sie aus Zeitungseinlagen kennt. Das Besondere ist, dass der User zu dieser Broschüre natürlich erst hingelenkt wird, nachdem er auf einen Banner im Google Display Netzwerk geklickt und somit eigentlich schon sein Bedürfnis geäußert hat. Das bedeutet: Jeder User bekommt die Broschüre zu sehen, die zu ihm passt. Sehr interessant wird es natürlich, wenn der User in Zukunft auf seinem Tablet PC mit Android OS irgendwo in der Pampa sein Produkt sucht und prompt auf so eine Broschüre geschickt wird, worauf er ein wahnsinnig tolles Sonderangebot um die Ecke findet, daraufhin in den Laden geht und kauft. Denn es werden nur diejenigen Kunden bevorzugt, die auf diesem Weg in den Laden kommen. Jetzt noch Wunschvorstellung, aber vielleicht schon sehr bald Realität.

    Wie schon im ersten Teil erwähnt, macht Google gerade seine Hausaufgaben. Und wie gewohnt, machen sie diese recht gut. Natürlich bleibt abzuwarten, wie die Errungschaften ankommen werden. Aber wie heißt es so schön: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

  9. New kids on the block…

    Okt 06 2011

    Taskin Erdem

     

    …hieß die Präsentation, die wir uns vor ein paar Wochen in den heiligen Hallen von Google in München zu Gemüte führen durften. Nein, es geht natürlich nicht um die 80er Boy Band, sondern um die neuen Ad Formate aus dem Hause Google. Diese sehen recht vielversprechend aus. Und ein paar davon möchte ich heute kurz vorstellen:

     

     

     

    1. Media Ads

    Bei den Media Ads handelt es sich um abspielbare Videos direkt auf der Suchresultatsseite von Google. Genau, auf Google direkt. Nicht zu verwechseln mit Youtube. Es werden auf der Anzeige selbst Infos zu Titel, Laufzeit, Beurteilung, Genre und eine Zeile neben einem Thumbnail abgebildet. Man kann vom Text Ad, das einem Adwords Ad ähnlich sieht, mit einem kleinem Play-Zeichen direkt auf die Zielseite verlinken. Desweiteren kann man auch vom Video, das gerade abgespielt wird, direkt auf die Zielseite verlinken. ABER: Es dürfen nur Videos abgespielt werden, die einen offiziellen Charakter haben. D.h. offizielle Trailer von Kinofilmen, DVDs, Gametrailer und TV-Trailer. Es kann also nicht jeder, der ein Video hat, ein Media Ad schalten, sondern nur Advertiser aus dem Bereich Bewegtbild-Entertainment. Es hieß, das Ganze sei schon zu haben, ich habe aber noch kein Media Ad in Natura gesehen…

    2. Product Listing Ad

    Oder wie ich es nenne, “Schuss vor den Bug der Preisvergleicher – Ad”

    Nun, dieses Ad (die zwei Anzeigen rechts oben in den SERPS) erklärt sich eigentlich von alleine. Über das Einbinden von Produktdaten werden bei passenden Produktsuchanfragen geeignete Produkte direkt, anstatt deren Adwords Ads, angezeigt. Also genau so wie bei Preisvergleichsseiten. Die Anzeigen erscheinen allerdings automatisiert, also nicht durch Suchbegriffe, die man einem Produkt zuordnet, sondern durch Auslesen des Produktdatenfeeds. Nur ein Produkt, das auch wirklich gemeint ist und angeboten wird, erscheint. Bucht ein Kunden auf populäre Produkte, hat diese aber gar nicht im Sortiment,  kommt er nicht zum Zug.

    Falls mehrere Anbieter diese Adform bei ein und demselben Produkt anwenden, ist Google in Zukunft das nächste Idealo, billiger.de, günstiger.de usw. Damit macht sich Google bestimmt wieder viele neue Freunde…

    3. Universal Ads (oder auch Awesome Ads)

    Universal Ads sind Richmedia Ads. Also Videos oder Banner, die ähnlich wie die Media Ads direkt auf der Suchresultatsseite nach Betätigung des Text Ads abgespielt bzw angezeigt werden. Die Adform ist allerdings nur in den USA erhältlich und wird derzeit nur in bestimmten Branchen wie Automobil und Politik getestet.

     

    4. Communication Ads

    Communication Ads sollen der vereinfachten Leadgenerierung dienen. Der User spart einen Schritt. Anstatt sich auf der Webseite des Werbungtreibenden zu registrieren, kann er dies (in den oberen Beispielen) direkt im Ad tun. So können sich User und auch Advertiser den Klick auf die Webseite sparen.

    Es hätte noch die Reminder Ads gegeben, aber diese führe ich hier mal nicht auf, da sie mich persönlich nicht so überzeugt haben…

    So, nun zu meinem Fazit:  Google hat sich wieder einmal auf die Bedürfnisse von Usern eingestellt und damit den Endverbraucher gut bedient. Google kann durch die neuen Werbeformen aber auch wieder mehr Geld verdienen und … dadurch aber ein paar Markt-Mitgestaltern ordentlich ans Bein. Ich finde persönlich die Product Listing Ads am spannendsten, da ich aus dem Bereich Performance komme und bei diesen Ads eine hohe Conversion Rate erwarte. Aber natürlich werden wir erst, wenn die neuen Adformen da sind, sehen, welche Resultate sie liefern. Wir bleiben dran und berichten.

  10. Google Plus – das neue Facebook?

    Jul 26 2011

    Taskin Erdem

    Das war zumindest mein erster Eindruck nach dem Einloggen in Google+. Kollege Frings hatte ja letztens mit seinem Beitrag „Goliath vs. Goliath“ schon zu diesem Thema berichtet. Nun möchte ich eine erste Bilanz ziehen: Welche Erkenntnisse gibt es nach zwei Wochen? Welcher Nutzen bietet sich für Unternehmen?  Wie sieht die Zukunft aus? Und wer macht das Rennen, Facebook oder Google+?

    Meiner Meinung nach ist Google+ kein Facebook-, Twitter- oder sonst was -Killer. Es ist eigentlich noch nicht mal wirklich ein Social Network, sondern eher ein Tool, mit dem man seine Kontakte geschickter pflegen kann. Es sieht Facebook ähnlich, das stimmt, aber es geht bei Google+ hauptsächlich um den Informationsaustausch zwischen unterschiedlichen Parteien. Informationen jedem und überall verfügbar zu machen, war schon immer das Ziel von Google. Neben all den Produkten von Google ist diese Einrichtung aber dafür gedacht, dass man einfacher selbst bestimmen kann, welche Informationen wem und von wem zur Verfügung gestellt werden. Dies geschieht in sogenannten Kreisen beziehungsweise Circles.

    Auch wenn Google+ nicht Facebook ist, will ich trotzdem mal ein bisschen vergleichen, damit die Größenordnungen klar werden. Google+ (aktuell noch in der Betaphase) hat in den ersten 16 Tagen die Zehn-Millionen-Nutzergrenze geknackt. Nur zur Erinnerung: Facebook brauchte dafür 852 Tage. Um bei Google+ dabei sein zu können, braucht man ein Google-Konto. Klingt zunächst nach einer Hürde, aber diese löst sich in Luft auf, wenn man weiß: Jeden Tag kommen weltweit 500.000 Android-Nutzer dazu, die alle auch ein Google-Konto zum Freischalten benötigen.

    Man kann bis zu 5.000 Nutzer in seine Circles aufnehmen. Also genau wie bei Facebook. Dort darf man pro Konto 5.000 Freunde hinzufügen. Auf Google+ werden derzeit eine Milliarde Inhalte zwischen den Nutzern geteilt. Das ist eine Menge, wenn man bedenkt, dass wir von knapp 20 Tagen Existenz sprechen. Ganz unabhängig von den Zahlen kann man sagen, dass Google je eine Stärke von Twitter und Facebook für sich nutzt. Einerseits kann man auf einfachstem Weg Inhalte von Personen erhalten, die man interessant findet, sozusagen „followen“, und andererseits kann man à la Facebook Inhalte mit bestimmten Personen teilen.

    Nun zu den Features, die zwar noch nicht existieren, aber bereits angekündigt sind: Für uns als Agentur werden natürlich in erster Linie Marken- und Firmenprofile interessant sein. Ob diese noch zusätzliche Features gegenüber privaten Profilen haben werden, ist noch nicht bekannt. Sicher ist aber: Die große Nachfrage nach diesen Profilen zieht hohe Qualitätsansprüche nach sich.

    Es ist natürlich auch zu erwarten, dass Google so schlau sein wird und sein neues Baby mit allen möglichen bisherigen Errungenschaften verknüpft. Google Reader für Artikel, Google Docs zum Teilen von Arbeiten, Google Calender für Events aller Art, Android für unterwegs etc. Eine entsprechende App gibt es bereits. Doch noch wichtiger wird wohl die Einbindung von Werbeformaten wie Adwords beziehungsweise Adsense. Ich gehe stark davon aus, dass diese Funktion nicht lange auf sich warten lässt.

    Es bleibt also kompetitiv, da Google+ Facebook und Twitter nicht ersetzt, sondern eine zusätzliche Plattform mit neuen Features bietet. Weder Google noch Twitter noch Facebook macht das Rennen, weil die Netzwerke gar nicht am gleichen Wettbewerb teilnehmen. Ich glaube, dass die User die verschiedenen Angebote langrfristig parallel nutzen werden und je nach Zweck das eine oder andere bevorzugen. Natürlich ist es dabei durchaus möglich, dass eines der Netzwerke schlapp macht, wie es beispielsweise bei myspace der Fall war.

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