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Klartext!
  1. Klartext-Interview mit Walter Meyer, Onlineprinters: “Eigentlich gibt es nichts, was ich nicht im Web kaufen würde.”

    Aug 16 2011
    Walter Meyer

    Walter Meyer

    Print online bestellen. Das funktioniert bei diedruckerei.de bereits seit sieben Jahren. Walter Meyer, Geschäftsführer der Onlineprinters GmbH, hat uns im Klartext-Interview seine drei Geheimtipps für einen erfolgreichen Online-Shop verraten. Und warum soziale Netzwerke bei ihm (noch) keine große Rolle spielen.

    1. Herr Meyer, Sie sind Geschäftsführer eines Online-Unternehmens. Shoppen Sie privat auch im Netz? Was kaufen Sie, und was würden Sie niemals im Internet erwerben?

    Natürlich shoppe ich auch privat im Netz. Ich kaufe Bücher, Parfum, teilweise sogar Kleidung und noch einiges mehr online. Eigentlich fällt mir gerade nichts ein, was ich nicht im Internet erwerben würde.

    2. Sie haben vor sieben Jahren mit diedruckerei.de den Schritt ins Internet gewagt. Heute beschäftigt die Onlineprinters GmbH über 300 Mitarbeiter. Verraten Sie uns die drei wichtigsten Geheimnisse eines erfolgreichen Online-Shops?

    Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten, da nicht jedes Produkt mit den gleichen Rezepten über einen Online-Shop beworben werden kann. Deshalb kann ich nur von unserer Warte aus Tipps geben. Eine Bemerkung möchte ich vorab aber noch loswerden. Sonst nützen all unsere „Geheimnisse“ nichts. Wir sind 2004 mit einem Anfangsbudget von 50.000 Euro im Internet gestartet. Meiner Ansicht nach ist es im Jahr 2011 nicht mehr möglich, ohne ein Vielfaches unseres damaligen Budgets überhaupt erfolgreich im Onlinegeschäft zu werden. Heutzutage stehen hinter bedeutenden Onlineshops entweder große Firmen mit entsprechenden finanziellen Möglichkeiten, oder die Startups holen sich die Gelder von Kapitalgebern, um den Erfolg zu finanzieren. Wir reden hier von mehreren hunderttausend Euro. Weil wir relativ früh dran waren, konnten wir unser Wachstum bis heute ohne Investoren oder andere Geldgeber selbst finanzieren.

    Wenn genügend Kapital vorhanden ist, dann helfen auch meine drei Tipps:
    Erstens: Sehr guter Service. Dies bedeutet: Der Kunde erreicht uns unkompliziert über Telefon, E-Mail, Social-Media oder über den Rückrufservice. Die Anfragen beantworten wir innerhalb von 24 Stunden. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es nichts Ärgerlicheres gibt, als auf Anfragen eine verspätete oder gar keine Reaktion zu bekommen. Auch auf Reklamationen müssen wir innerhalb kurzer Zeit reagieren. Wickeln wir Anfragen zufriedenstellend ab, entwickeln sich daraus oft treue Stammkunden. Ebenso wichtig sind schnelle Lieferzeiten und eine hohe und einwandfreie Qualität der Produkte.
    Zweitens: Attraktive Preise. Da man im Internet nur einen Klick von der Konkurrenz entfernt ist und somit sofort verglichen werden kann, spielt der günstige Preis eine wesentliche Rolle. Zusätzlich erleichtern vertrauensbildende Zertifizierungen (TÜV SÜD oder Trusted Shops) und eine gute Usability dem Kunden die Entscheidung.
    Drittens: Werbung, Werbung, Werbung.

    3. Zum umfangreichen Mediamix von diedruckerei.de gehört seit einiger Zeit auch Social Media. Können Sie eine erste Bilanz zu Facebook & Co. ziehen?

    Meines Erachtens ist es noch zu früh dafür. Zum jetzigen Zeitpunkt denke ich, dass diese Kanäle für den reinen Abverkauf nicht geeignet sind und es vielleicht auch nie sein werden. Für die Kundenkommunikation spielen diese Kanäle jedoch auf jeden Fall eine Rolle. Man muss dabei aber beachten, dass sich nur ein kleiner Bruchteil der Kunden (bei uns 1 Prozent) als Fans auf unserer Facebookseite wiederfinden. Da dies vermutlich nicht nur bei uns so ist, wird Social Media andere Kommunikationskanäle auf längere Zeit noch nicht ersetzen.

    4. Social Commerce ist…

    … aus meiner Sicht noch nicht ganz bei den Usern angekommen. Aktuell werden daraus noch keine nennenswerten Umsätze generiert.

    5. Xing, Facebook, Google+ oder was anderes? In welchen Sozialen Netzwerken fühlen Sie sich persönlich zu Hause?

    Wenn ich ehrlich bin, in keinem. Ich habe nur ein Profil auf Xing, sonst in keinem anderen Netzwerk. Aber auch bei Xing bin ich nur maximal einmal pro Woche.

    6. Welche Online-Marketing-Kampagne ist Ihnen persönlich in letzter Zeit besonders positiv aufgefallen?

    Ich kann mich an keine besondere Kampagne erinnern. Meist fallen mir immer nur unsere eigenen Banner auf. :-)

    7. Bewegtbildwerbung im Web ist…

    … wesentlich aufmerksamkeitsstärker als aktuell jede andere Werbeform im Web. Auch wir werden bei unserer Werbung darauf in Zukunft größeres Augenmerk legen.

    8. Maschinen, die rund um die Uhr laufen… Was unternehmen Sie, um das Tempo etwas zu bremsen? Haben Sie ein Hobby zum Entschleunigen?

    Kraft- und Ausdauertraining helfen mir, den Kopf frei zu kriegen und den körperlichen Ausgleich zu schaffen. An den Wochenenden widme ich mich meinen Büchern und natürlich meiner Lebenspartnerin. Das ist die perfekte Entschleunigung, bevor es am Montag mit Vollgas wieder weitergeht.

    9. Und zum Schluss: diedruckerei.de wird in Zukunft…

    … auch weiterhin großen Wert auf ausgezeichneten Service, Top-Qualität und attraktive Preise legen und den Kunden einen technisch einwandfreien Shop mit komfortabler und übersichtlicher Plattform bieten. Auch die Internationalisierung wird dabei nicht zu kurz kommen.

  2. Blumen für Jana

    Jun 10 2011

    Taskin Erdem Die Entscheidung ist gefallen, endlich: Jana Beller ist Germany´s Next Topmodel 2011. Die 20-Jährige aus Haltern (NRW) setzte sich gestern Abend beim großen Finale der erfolgreichen Casting-Show von ProSieben gegen ihre beiden Konkurrentinnen Rebecca und Amelie durch. Zu Gast bei der Live-Show waren außer Heidi Klums “Mädchen” nicht nur Lady Gaga und Caro Emerald, sondern auch Frederique van der Wal. Das ehemalige Topmodel aus den Niederlanden überreichte den drei Finalistinnen Amelie, Rebecca und Jana eigens entworfene Blumensträuße.

    Warum ich Ihnen das alles erzähle? Nein, mediascale übt sich nicht neuerdings im Rezensieren von Castingshows, und wir promoten auch nicht Lady Gaga oder Jana. Aber wir werben ab heute mit einer Online-Searchkampagne für Frederique van der Wals Internet-Blumenversand Frederique´s Choice, um den Umsatz des Blumen- und Lifestyle-Shops zu steigern und die Marke in Deutschland bekannter zu machen – gerade, wenn sie nicht mehr bei Heidi im Fernsehen ist.

    Bei Frederique´s Choice können neben edlen Blumenbouquets und allerlei Deko- und Gartenzubehör natürlich auch die Siegersträuße des gestrigen Abends bestellt werden. Probieren Sie doch mal aus, ob sich mit dem “Topmodel”-Strauß bei der eigenen Frau nicht auch ein Topmodel-Gefühl einstellt. Ich freu mich über jeden persönlichen Erfahrungsbericht.

     

     

  3. Was soll ich tun? Eine E-Mail-Marketing Checkliste für Ihren Online-Auftritt

    Jun 07 2011
    Alexander Emmendoerfer

    Alexander Emmendoerfer

    „Was soll ich tun?“, ist ja eigentlich die zentrale Frage der Ethik, aber ich bemerkte in letzter Zeit wiederholt, dass sich auch der ambitionierte Online-Dialog-Marketier immer mal wieder diese Frage stellt. Es ist ja auch nicht ganz einfach: In der öffentlichen Wahrnehmung dominieren eher Innovationsthemen, Datenschutzdiskussionen oder Social-Media-Integrationen das Dialog-Marketing, da kann das einfachere Handwerkszeug schon mal ins Hintertreffen geraten. Aber gerade diese Basics sind entscheidend, damit eine Shop-Eröffnung oder ein Website-Relaunch die richtige Unterstützung durch Online-Dialog erfahren. Hier also eine kleine „Was soll ich tun“-Checkliste:

    Phase 1: „Start“

    - Alle Shopbesucher müssen schnell und effizient zum Newsletter Opt-In geführt werden. D.h. es sollten verschiedene Maßnahmen entwickelt werden, die den User besonders auf Newsletter hinweisen wie z.B. Aktionsbanner, Pop-Ups oder Layer. Zusätzlich sollten Incentivierungen hier auf Basis einer Kosten-/Nutzenkalkulation mitgetestet werden.

    - Im Shop-Bestellprozess sollte ebenfalls ein Verfahren zur Newsletter-Anmeldung integriert werden. Das UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) sieht hier interessante Ausnahmeregelungen vor, um auch von möglichst vielen Kunden schnell ein rechtssicheres Opt-In zu gewinnen.

    - Alle gewonnenen Leads müssen mit einem möglichst variablen Newsletter-Konzept angesprochen werden. Dazu sollten verschiedene Content-Module entwickelt werden, um eine dauerhafte und vielfältige Interessenten-Kommunikation sicherstellen zu können.

    - Bereits in der Startphase ist das Aufsetzen eines vollständigen Reportings der gesamten Dialog-Kommunikation sinnvoll, um schnell Optimierungen und Testings initiieren zu können. Entscheidend ist vor allem ein lückenloses Tracking bis zum Kauf oder sogar darüber hinaus.

    Phase 2: „Beschleunigung“

    -Auf der Website sollten über das normale Newsletter-Opt-In hinaus Aktionen wie Umfragen, Votings, Gewinnspiele etc. integriert werden, die zur Teilnahme auffordern. Noch besser ist es, die Aktionen dauerhaft und „rollierend“ auszusetzen, um später eine ebenfalls dauerhafte Kontaktstrecke zur Nachbearbeitung dieser Aktions-Leads mittels spezieller Aktions-Mails realisieren zu können.

    - Die Zahl der On-Site gewonnenen Leads kann durch eine Reihe von externen Maßnahmen weiter vergrößert werden. Hier sollten unterschiedliche performance-orientierte Modelle wie Stand-Alone-Mails, Co-Sponsoring oder Affiliate-Leads  auf einer Cost-Per-Order-Basis gegeneinander getestet und langfristig optimiert werden.

    - Beim Versand der E-Mails und Newsletter ist eine möglichst optimale und hohe Kontaktdosis das Ziel. Dazu gehören Testings mit erhöhten Frequenzen genauso wie eine vom Interessenten individuell einstellbare Kontaktdosis oder ähnliche Konfigurationsmöglichkeiten.

    Phase 3: „Feintuning“

    -Ist die Kunden- und Interessentenbasis groß genug, sollte eine Segmentierung nach einzelnen Gruppen wie z.B. Interessensgebiete, Umsatzgrößen, Kaufgewohnheiten, Kaufhäufigkeiten etc. erfolgen. Dann folgt in der Regel eine Beurteilung, ob eine individuelle Ansprache einzelner Gruppen wirtschaftlich möglich und sinnvoll ist.

    - Für besonders interessierte oder aktive Zielgruppen sollte eine Art Club (muss aber weder so heißen, noch so aussehen) entwickelt werden, der besondere Informationen, Services oder Angebote bereit hält. Ziel ist neben höheren Verkaufserlösen, die Teilnehmer noch stärker an die Website bzw. Marke zu binden und sie immer mehr zu Botschaftern der Marke zu machen.

    - Darüber hinaus kann dann auch ein echtes Weiterempfehlungsprogramm sinnvoll sein. In der Umsetzung ist in der Regel auch ein Incentive-Konzept notwendig, das Neu- und Bestandskunden für ihre Aktivitäten belohnt.

    Sie haben einen Shop oder eine Website mit ähnlichen Funktionalitäten und können noch keinen Haken hinter jeden Punkt setzen? Macht nichts! Der Weg ist das Ziel, denn praktisch jeder Punkt auf der Liste hält spannende Herausforderungen und Lösungswege bereit…